DE599525C - Verfahren zur Herstellung von Flaschenkapseln und aehnlichen Hohlkoerpern aus Viscose nach dem Tauchverfahren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Flaschenkapseln und aehnlichen Hohlkoerpern aus Viscose nach dem TauchverfahrenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Flaschenkapseln und ähnlichen Hohlkörpern aus Viscose nach dem Tauchverfahren Flaschenkapseln stellt man in bekannter Weise her, indem man geeignete Formen in Lösungen von Colluloseestern, insbesondere von Cellulosexanthogenat, taucht und hierauf die Kapsel durch geeignete Weiterbehandlung, insbesondere in sogenannten Fällbädern, sowie durch Waschen mit geeigneten Waschflüssigkeiten fertigstellt. Sie wird dann von der Foren abgezogen. Man kann solche Kapseln auch mit löslichen oder unlöslichen Farbstoffen färben.
- Das vorliegende Verfahren gestattet, Kapseln aus Cellulosexanthogenat in der Weise herzustellen, daß man zunächst einen Oberzug auf der Tauchform entstehen läßt, ,den man in üblicher Weise so weit verfestigt, daß er nicht mehr fließt, und das entstandene Häutchen oberflächlich trocknen läßt. Hierauf wird durch ein nochmaliges Tauchen in Cellulosexanthagenatlösung ein zweiter Überzug erzeugt. Die entstandene Doppelkapsel wird dann in Üblicher Weise :durch Behandlung mit Mitteln, die die vollständige Fertigstellung des Gebildes bewirken, Waschen, Bleichen usw. weiterbehandelt. Die einzelnen Viscosetauchbäder können gleich oder verschieden :gefärbt sein, und zwar sowohl mit Körperfarben als auch mit geeigneten löslichen Farbstoffen. Man kann auch die beiden Zusätze zusammen verwenden. Besondere gute Wirkungen werden erzielt, wenn man die eine Tauchung in einer mit Pigment versetzten Viscose vornimmt, die andere mit einem pigmentfreien Viscosobad. Man erhält dann Kapseln von besonders hohem Glanz. Die Glanzwirkung wird noch verstärkt, wenn man beim ersten Tauchen .eine pigmentfreie, beim zweiten Tauchen eine pigmenthaltige Schicht erzeugt und. durch Umstülpen des fertiggestellten Gebildes die der glatten Glasform anliegende Seite nach außen bringt.
- Je nach der Dauer der Zwischenverfestigung zwischen ;den beiden Tauchungen kann man Kapseln erzeugen, welche mehr oder weniger fest miteinander verbunden sind. Man kann daher auch so arbeiten, ,daß die Schichten als selbständige Gebilde leicht voneinander getrennt werden können. Man kann in entsprechender Weise statt zwei Überzüge auch mehrere auf der gleichen Form erzeugen.
- Es ist bereits bekannt, daß man unter Verwendung von Acetylcellulose :dicke Gebilde durch mehrfaches Tauchen herstellen kann. Bei diesen Verfahren handelt es sich aber nicht um Flaschenkapseln, auch nicht um Erzeugnisse, welche durch Tauchen in verschieden farbige Massen eine besonders ästhetische Wirkung hervorbringen sollen, sondern lediglich um ein Verstärken von Hohlkörpern, insbesondere für die Herstellung von Helmen, Gesichtsmasken, Tüten, Flaschen und Rohren, also um Gebilde, bei denen es im Gegensatz zu den Flaschenkapseln auf eine größere Dicke und Widerstandsfähigkeit ankommt.
- Ein unmittelbar aufeinanderfolgendes Eintauchen einer Form in zwei Viscosebäder kommt nach vorliegender Erfindung nicht in Frage, es soll vielmehr stets zwischen dem Auf.b:ringen der einzelnen Schichten eine Zwischenverfestigung, sei es z. B. durch Fällbäder oder durch Einwirkung der Luft oder anderer Gase, stattfinden.
- Beispiel i INTach dem üblichen Tauchverfahren wird eine durchsichtige Visooselcapsel hergestellt. Diese -wird in bekannter Weise gefällt und bis zum vollständigen Auswaschen -weiterbehandelt. Hierauf taucht man sie auf ihrer ursprünglichen Tauchform oder nach Aufziehen auf eine neue Form in ein zweites Bad von Viscose, welches mit einem unlöslichen weißen Farbstoff versetzt ist. Die Weiterbehandlung ist die für die Herstellung einfacher Kapseln übliche. Die fertige Doppelkapsel wird von der Form abgezogen und dabei umgestülpt, so daß die bisher an der Form anliegende durchsichtige Seite nach außen kommt. Eine solche Kapsel hat einen sehr schönen Glanz. Besonders vorteilhafte Wirkungen werden durch Zusatz solcher Farbstoffe erzielt, welche in der zuerst getauchten Cellulosemasise löslich sind. Selbstverständlich kann man auch der zweiten beim späteren Umstülpen der Kapsel nach innen liegenden Schicht die verschiedensten Farbstoffe beimischen. In ähnlicher Weise kann man mehrere Schichten übereinander erzeugen.
- Beispiele Eine ähnliche, wenn auch nicht -ganz so schöne Wirkung wie nach Beispiel i erzielt man beim Arbeiten wie dort angegeben, wenn man zunächst eine undurchsichtige -weiße Kapsel formt, ,diese dann mit durchsichtiger Viscose überzieht und -die Doppelkapsel nach der Fertigstellung nicht trmstülpt. Der Glanz der Kapsel ist dann weniger leuchtend. Für manche Z--teclce wird solcher matter Glanz bevorzugt. Auch hier kann man nach Belieben einer oder beiden Schichten Farbstoffe, Pigmente, Glimmerpulver usw. zumischen.
- Beispiel 3 Man kann auch wie in Beispiel i arbeiten, ohne aber die erste Kapsel vollständig fertig koagulieren zu lassen. Man unterbricht den Koa;gulationsvorgang, läßt gegebenenfalls nach kurzem Abspülen mit Wasser alle Flüssigkeit gut ablaufen, die Oberfläche der Kapsel oberflächlich, trocknen und taucht .dann, wie in Beispiel i beschrieben, in ein zweites mit unlöslichem Farbstoff versetztes Band.
- Beispiel q.
- Man arbeitet wie in Beispiel 3 angegeben, taucht aber zuerst in ein mit weißer, unlöslicher Farbe versetztes Bad, während man das zweite Bad klar oder nur mit löslichem Farbstoff anwendet. Die erhaltenen Kapseln werden nicht umgestülpt und besitzen ,daher ähnlich wie die nach Beispiel 2 gewonnenen einen matten Glanz.
- Es ist nicht nötig, :die mit Viscose überzogene Form erst ins Fällbad zu bringen. Man kann vielmehr verfahren wie folgt: Beispiel 5 Die mit durchsichtiger V iscose dünn überzogene Form wird ,der Einwirkung der Luft ausgesetzt, bis der Überzug nicht mehr fließt, und.dann .ohne Fällbehandlung in weiße Viscose getaucht und weiterbehandelt wie vorher.
- Viscose und andere wäßrig-alkalische Lösungen von Celluloseestern haften von selbst auf den oberflächlich getrockneten Kapseln. Beispiel 6 Man stellt eine Kapsel wie üblich her, wäscht sie aber nach der Herstellung nicht aus, sondern läßt sie mit Fällbad durchtränkt oberflächlich trocknen und taucht sie erneut in Viscose und stellt sie im Fällbad fertig. Die erzeugte Doppelkapsel stellt man nun entweder durch Weiterbehandeln in Fäll- und Waschbädern fertig oder man gibt ihr noch weitere Überzüge und führt die Herstellung dann erst durch Fäll- und Waschbäder zu Ende. Wider Erwarten kann man die einzelnen Schichten nacheinander von der Form ablösen und erhält so mehrere Kapseln auf einmal. Selbstverständlich lassen sich auch hier die Kapseln farblos oder gefärbt, durchsichtig oder undurchsichtig herstellen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Flaschenkapseln und ähnlichen Hohlkörpern aus Viscose nach idem Tauchverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man geeignete Formen in Tauchbäder von Cellulosexanthogenat taucht, die entstandenen Überzüge, .nachdem sie durch übliche Zersetzung bzw. Koagulation ihr Fließvermögen verloren haben und gegebenenfalls mehr oder weniger abgespült und oberflächlich getrocknet sind, in ein zweites Bad von Cellulose-xanthogenat taucht und die Gebilde nach vollständigem Fällen und Waschen entweder gemeinsam oder einzeln von der Form abzieht.
- 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man die entstandenen Doppelkapseln umstülpt, so daß die vorher an .der Form liegende glatte Seite nach außen kommt.
- 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man das Tauchen und Verfestigen bzw. Zersetzen mehrmals wiederholt.
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