DE599293C - Verfahren zur Erzeugung eines hochwertigen Mischgases aus Braunkohlengas und Wassergas - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung eines hochwertigen Mischgases aus Braunkohlengas und Wassergas

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DE599293C
DE599293C DEL80400D DEL0080400D DE599293C DE 599293 C DE599293 C DE 599293C DE L80400 D DEL80400 D DE L80400D DE L0080400 D DEL0080400 D DE L0080400D DE 599293 C DE599293 C DE 599293C
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gas
generator
shaft
water gas
lignite
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DEL80400D
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ANNEMARIE LOTZE GEB KLIMPEL
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ANNEMARIE LOTZE GEB KLIMPEL
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
    • C10J1/213Carburetting by pyrolysis of solid carbonaceous material in a carburettor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung eines hochwertigen Mischgases aus BraunkohIengas und Wassergas Die Erfindung betrifft- ein Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Mischgas aus Braunkohlengas und Wassergas in stetigem Betriebe.
  • Es ist an sich- bekannt, Rohbraunkohle oder Briketts in. Retorten mit Außenbieheizung zu entgasen, ebenso das Kracken von Schwelgasen in der Kokssäule eines Wassergasgenerators sowie auch die Verwendung von Wassergas als Spülgas und die Reduzierung der Kohlensäure im heißen Koks. Auch wird die Kombination eines kontinuierlich betriebenen Entgasungs- und Vergasungsofens mit doppelschächtigem Wassergasgenerator, dessen Gasungsperioden überdeckt sind, als bekannt vorausgesetzt.
  • Neuartig gemäß vorliegender Erfindung ist die Vereinigung aller dieser an sich bekannten Maßnahmen zu einem kontinuierlichen Arbeitsprozeß mit zwangsläufiger automatischer Regelung, wodurch die Einzelprozessie erst zu einer vollkommenen, praktisch verwertbaren und wirtschaftlichen Auswirkung kommen können.
  • Die Vorteile werden dadurch erreicht, daß die im Entgasungsschacht eines Doppelgasgenerators entstehenden Schwelgase am oberen Ende des Entgasungsscbachtes mittels eines Exhaustors abgezogen und durch entsprechend gesteuerte Absperrorgane dem jieweilig in Gasung befindlichen Wassergas schacht eines doppelschächtigen Wassergasgenerators zugeführt werden und das auf dem Wege von oben nach unten innerhalb des Wassergasschachtes entstehende Gemisch von gekracktem Schwelgas und Wassergas unmittelbar in den anschließenden Braunkohlengenerator geleitet wird; da.ß feiner ein Teil dieses Mischgases in stetigem Kreisaauf von unten nach oben als Spülgas durch die Entgasungsretorte geführt wird, während der andere Teil als Nutzgas durch den Stutzen oberhalb der Vergasungszone abgeführt wird.
  • Gemäß der Zeichnung sind in einem gemeinsamen Mantel zwei Wassergasschächteu und der Braunkohlengenerator b mit oberhalb angeordneter Retorte c eingebaut.
  • Die Wassergasschächte gasen. nur m einer Richtung von oben nach unten; hierdurch wird ein für das Kracken -und die Reduktion der Kohlensäure zweckmäßiger Gegenstrom zum Temperaturgefälle erzielt. Die Reaktionen können gemäß der nach unten ansteigenden Temperaturen langsam rund stetig erfolgen, so da,ß eine praktisch restlose -Zersetzung des Wasserdampfes und Kxaekung der Teerdämpfe sowie eine vollständige Re; duktion der Kohlensäure zu Kohlenoxyd gewährleistet ist.
  • Ein großer Nachteil der bisherigen Verfahren zur Braunkohlenvergasung war eben der hohe Kohlensäuregelhalt des Braunkohle4-gases, der meist nachträglich durch kostspielige Verfahren ausgeschieden bzw. verringert werden mußte.
  • Beim vorliegenden Verfahren wird die Kohlensäure dagegen kostenlos im Gasungs,-prozeß selbst beseitigt, so daß ein Mischgas von mindestens sehr niedrigem Kohlensäuregehalt, das einer Reinigung nicht mehr bedarf, erzeugt wird.
  • In der Zeichnung ist angegeben, daß das Nutzgas oberhalb des Braunkohlengenerators b entnommen wird; sollte hierdurch die erneute Anreicherung des Mischgases durch die bei der Vergasung der Braunkohle im Generatorschacht entstehende Kohlensäure zu stark sein, so kann das Gas auch unterhalb des Rostes entnommen werden, so da,ß dann das gesamte Braunkohlengas im Wassergasgenerator reduziert und so ein praktisch kohlensäurefreies Gas gewonnen wird.
  • Durch vorliegendes Verfahren soll eine restlose Vergasung der Braunkohle erzielt werden. Falls die Abstimmung der Entm und Vergasungsschächte einen Gberschuß von Braunkohlenkoks ergeben sollte, so kann dieser ohne weiteres im Wassergasgenerator mit vergast werden.
  • Die beiden Wassergasschächte a werden automatisch so gesteuert, daß die Gaseperi,-oden reichlich überdeckt sind und somit ein vollkommen kontinuierlicher Gasstrom erzeugt wird. Während der Überdeckung gasen also beide Schächte, sonst ist ein Schacht in der Blase- und der andere in der Gaseperiode.
  • Das erzeugte Wassergas bzw. Mischgas tritt unten durch den Rost und gelangt durch die automatisch gesteuerte Klapped unter den Rost des Braunkohlengenerators b. Das Mischgas durchstreicht die Füllung des Schachtes nach oben und entweicht durch den Stutzen e. Ein Teil des Mischgases wird jedoch in ständigem Gasstrom als Spülgas durch die Retortec geschickt, wo es oben mit den Schwelgasen zusammen mittels des Exhaustors/ abgesaugt und dem jeweils in Gasurig befindlichen Wassergasschacht oben zugeführt wird. Wird das Mischgas unter dem Rost des Generators b entnommen, so wird ebenfalls ein Teil des Gases im Kreislauf durch die Retorte c geschickt.
  • Die in den Schwelgasen enthaltenen Was; serdämpfe werden gleichzeitig zur Wassergaserzeugung benutzt und somit den Generatoren entsprechend weniger Frischdampf zugeführt.
  • Die abgesaugten Schwelgase gelangen also von dem Exhaustor f durch die Leitungg über je ein zwangsläufig gesteuertes AU-sperrorgan h und die Stutzen i zugleich mit dem zwangsläufig gesteuerten Dämpf in den jeweilig in Gasu ng befindlichen Wassergasschacht a.
  • Die Gase und Dämpfe durchstreichen die Kokssäule von oben nach unten. Der Dampf wird zerlegt und bildet in bekannter Weise das Wassergas, während die Schweldämpfe auf dem Wege nach unten im Gegenstrom zum Temperaturgefälle vollständig vergast und gekrackt werden -und die in dem Braunkohlengas enthaltene Kohlensäure fast vollständig zu Kohlenoxyd reduziert werden, so daß das den Generator unten verlassende Mischgas praktisch frei von Kohlensäure ist.
  • Die bei der Aufhetzung der Wassergasschächte entstehenden Blasegase entweichen durch die Stutzeni und gelangen über ein gemeinsames zwangsläufig gesteuertes Klappenventil k durch die anschließende Leitung l in den Ringraum m um die Retorte, werden in diesem durch Zuführung von Sekundärwind vollständig verbrannt und im Zickzack n ac 'h oben geführt. Die bei der Verbrenn . ung - entwickelte Wärme wird zur Außenbeheizung der Entgasungsretorte c benutzt. Die Abgase entweichen durch den Stutzenn und die Ausblaseklappe o ins Freie.
  • Zu Beginn des Betriebes kann auch der Generator b nebst Retorte c zusätzlich durch Wind mit aufgeheizt werden. Hierbei entweichen die Abgase durch die Verbindungs: leiturig mit Schieber p in die Leitung n.
  • Für die periodische Windzufuhr sind zwangsläufig gesteuerte Absperrorgane q vorgesehen, die durch eine gemeinsame Leitung mit einem Windgebläse verbunden sind.
  • Die Füllung der Retorte geschieht durch Füllvorrichtung ,r . und die der Wassergasgeneratoren durch Stutzen!.
  • Die Umsteuervorricht@ung s besteht aus einem Nockenscheibensystem, welches durch ein mittels Elektromotor angetriebenes übexsetzungsgetriebe in eine dem Periodenablauf entsprechende Umdrehung versetzt wird. Die Nockenscheiben tragen federbelastete Hebel, die beim jeweiligen Abfallen :einen Doppelhebel, der durch Gestänge mit beiderseits auf dem Generator gelagerten Wellen t verbunden ist, betätigen. Die einzelnen Ab, sperrorgane sind durch Hebel und Gestänge mit den Wellen verbunden und werden somit zwangsläufig dem Rhythmus entsprechend betätigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Mischgas aus Braunkohlengas °und Wassergas, dadurch gekennzeichnet, daß .die im Entgasungsschacht (c) eines Doppelgenerators entstehenden Schwelgase am oberen Ende des Entgasungsschachtes mittels eines Exhaustors (f) abgezogen und durch entsprechend gesteuerte Absperrorgane (h) dem jeweilig in Gasurig befindlichen Wassergasschacht eines doppelschächtigen Wassergasgenerators (a) zugeführt werden und in an sich bekannter Weise innerhalb des Wassergasschachtes von oben nach unten geführt werden und das Gemisch von Wassergas und vergasten und gekrackten Schwelgasen durch die automatisch gesteuerte Klappe (d) unmittelbar unter den Rost des dem Wassergasgenerator benachbarten Braunkohlengenerators (b) geführt wird. z. Verfahren zur Erzeugung von hochwertigem Mischgas nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB ein Teil des Mischgases in stetigem Kreislauf als Spülgas durch die Entgasungsretorte geführt, während der andere Teil als Nutzgas durch den Stutzen (e), der oberhalb der Vergasungszone (b) des Doppelgasgenerators angeordnet ist, abgeführt wird. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daB der doppelschächtige Wassergasgenerator mit dem Doppelgasgenerator zu einem gemeinsamen Ofenblock vereinigt wird.
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