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Aufschnittschneidemaschine für Fleisch oder andere Nahrungsmittel
mit einem drehbaren Kreismesser Die Erfindung betrifft eine Aufschnittschneidemaschine
für Fleisch oder andere Nahrungsmittel mit einem drehbaren Kreismesser, bei der
das Schneidgut auf einem Wagen am Messer vorbeigeführt und auf dem Wagen gegen die
Ebene der Messerschneidkante durch eine Schubplatte bewegt wird. Diese Schubplatte
gleitet frei auf einem Führungsbolzen, um das Fleisch entsprechend den abgeschnittenen
Scheiben an das Messer_heranzuschieben. Soll ein neues Stück Fleisch oder anderes
Nahrungsmittel auf den Wagen aufgelegt werden, so kann die Schubplatte um den Führungsbolzen
nach oben vom Wagen förtgeschwenkt werden.
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Häufig hat nun ein Benutzer das Bestreben, die Schubplatte ganz in
die Ruhestellung herauszuschwingen und dann das Fleisch mit der Hand ohne Zuhilfenahme
der Schubplatte vorzuschieben. Dabei besteht die große Gefahr, daß der Benutzer
mit seinen Fingern in Berührung mit dem rasch umlaufenden Messer kommt. Die Erfindung
geht von der Erkenntnis dieser Gefahr aus und bezweckt eine Durchbildung der Maschine,
durch die der Benutzer veranlaßt wird, die Schubplatte soviel wie möglich zu gebrauchen.
Dies wird durch einen Anschlag erreicht, der die Schwingbewegung der Schubplatte
nach oben auf dem größeren Teil des Bereiches ihrer Gleitbewegung so begrenzt, daß
sie nicht über die senkrechte Lage hinausschwingen kann. Die Schubplatte kann also
nicht in die Totpunktlage oder darüber hinaus gelangen und fällt, falls sie vom
Benutzer losgelassen wird, wieder in den Wagen auf das Schneidgut zurück.
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Bei verschiedenen an sich sehr vorteilhaften Aufschnittschneidemaschinen
hängen einzelne Teile, z. B. auch das senkrecht stehende Schneidmesser, über den
Wagen über. Wenn das Stück, von dem die Scheiben geschnitten werden, immer kleiner
wird und die Schubplatte weiter vorrückt, so kann sie -schließlich schon gegen diese
überhängenden Teile stoßen, ohne daß sie die Totpunktlage erreicht. Dies könnte
zu Beschädigungen der Platte oder der überhängenden Teile der Maschine sowie zu
Verletzungen des Benutzers führen. Um auch diese Gefahr zu vermeiden, weist der
Anschlag gemäß der Erfindung eine abgesetzte Anschlagfläche auf, welche die nach
oben gerichtete Drehbewegung der vorgeschobenen Schubplatte enger begrenzt.
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Soll der Aufschnitt von einem großen Stück, beispielsweise einem ganzen
Schinken, abgeschnitten werden, so ist es bisweilen zweckmäßig, die Vorschubplatte
auszuschwingen.
Ein derart großes Stück Schneidgut kann auch von
Hand -v#orgeschoben werden, denn die Hand befindet sich in einem so großen Abstande
von der Schneideinrichtung,- daß eine Verletzung ausgeschlossen ist. Um in solchen
Bedarfsfällen ohne Verwendung der Schubplatte arbeiten zu können, erstreckt sich
der Anschlag nach rückwärts nur so weit, daß die Schubplatte an dem der Messerebene
abgewandten äußersten Ende ihrer Gleitbahn von dem Anschlag frei kommt und aus dem
Wagen heraus in eine Nichtarbeitsstellung geschwenkt werden kann, in der ein Riegel
sie gegen Schwingbewegungen beim Hinundhergehen des Wagens festhält. Zum Abfangen
der Schubplatte beim Umlegen in die Nichtarbeitsstellung ist ein federnder Anschlag
vorgesehen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. i ist die Seitenansicht einer Maschine nach der Erfindung.
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Fig. 2 zeigt die Endansicht der Maschine. Fig. 3 ist. eine Draufsicht
auf die Maschine. Fig. q. ist die Seitenansicht des Wagens und der Vorschubplatte,
letztere in Ruhestellung. Fig. 5 ist die Seitenansicht der in Fig. q. gezeigten
Vorrichtung, jedoch mit der Vorschubplatte in Arbeitsstellung.
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Auf einer rechteckigen Grundplatte io sitzen ein Motorgehäuse und
ein Getriebegehäuse 16. Der Wagen 52 dient zur Aufnahme des Schneidgutes und ist
in bekannter Weise an den Laufschienen 51 und 57 verschiebbar angeordnet. Er enthält
eine V-förmige schräge Mulde für das Schneidgut, deren Seitenwände 6o und 61 annähernd
unter einem rechten Winkel zueinander stehen und in den Armen 62, 63 gelagert sind.
Der Arm 63 trägt aufwärts gerichtete Arme 64 und 65, die mit Lageraugen für eine
Stange 66 versehen sind. An der Stange 66 ist ein Arm 67 mit seinen Augen 68 und
69 angelenkt. Das Auge 68 des Armes 67 liegt zwischen den Augen 64 und 65, und das
Auge 69 liegt außen jenseits des Auges 6q.. Hierdurch wird die Bewegung des Armes
67 auf der Stange 66 begrenzt.
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Der Arm 67 ist mit einem Griff 70 versehen, an dessen einem
Ende die Vorschubplatte 71 beweglich angelenkt ist.
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Der Griff 7o dient dazu, während des Rufschneidens den Wagen auf der
Führungsstange hin und zurück zu bewegen und auch dazu, die Platte 71 vorzuschieben.
Außerdem kann die Vorschubplatte mittels des Griffes um die Tragstange ausgeschwungen
werden.
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Normalerweise liegt die Vorschubplatte 71 in der Arbeitsstellung in
dem Trog 6o, 61 für das Nahrungsmittel, da es wünschenswert ist, daß aus Sicherheitsgründen
der Benutzer sich der Vorschubplatte beim Vorschieben des Schneidgutes bedient.
Das Auge 69 des Armes 67 besitzt einen gekrümmten Fortsatz 22q., dessen Kante 226
nach einer bestimmten Winkelbewegung des Armes 67 bei dessen Drehung um den Stab
66 mit dem festen Auge 6¢ zusammentrifft. Bei der dargestellten Ausführungsform
beträgt diese Winkelbewegung ungefähr ioo ", d. h. der Anschlag erfolgt kurz vor
der lotrechten Lage des Armes 67. Hierdurch wird erreicht, daß die Vorschubplatte
beim Loslassen des Griffes 67 wieder in den Trog hineinfällt und der Benutzer angehalten
wird, sich der Vorschubplatte zu bedienen.
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Wie angegeben, ist es bisweilen wünschenswert, ohne Vorschubplatte
zu arbeiten. Um dies zu erreichen, ist der Anschlag 226 nach rückwärts nur bis zu
dem Punkte 2z8 geführt, so daß die Schubplatte an dem der Messerebene abgewandten
äußeren Ende ihrer Gleitbahn von dem Anschlag frei kommt und aus dem Trog heraus
in die Nichtarbeitsstellung entsprechend Fig. q. geschwenkt werden kann.
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An der Seitenwandung des Wagens 52 ist ein federbelasteter Kolben
22g angebracht in einer solchen Lage, daß der Arm 67 sich dagegenlegt, wenn er nach
unten in die Ruhestellung geschwenkt wird. Die Kraft der Fallbewegung des Armes
und der Vorschubplatte wird so abgeschwächt, wenn der Benutzer sie fallen lassen
sollte. Ein bei 231 am Wagen 52 drehbar angebrachter Riegel 230 ist durch
die Feder 232 belastet, die in einer Bohrung des Wagens 52 untergebracht ist und
das Ende des Riegels 230 nach oben drückt, wie in Fig. i gezeigt ist. Bei der Bewegung
des Armes 67 und der Vorschubplatte in die Ruhestellung erfaßt ein Stift 233, der
auf der Seite des Armes 67 vorragt, die Kurvenfläche 234 des Riegels 23o und drückt
diesen nach unten entgegen der Spannung der Feder 232, bis er in die Nut 235 des
Riegels eindringt. Während dieser Zeit hat der federbelastete Kolben 229 .die Abwärtsbewegung
der Teile verzögert, und .die Feder 232 drückt den Hebel 230 in- die obere
Stellung (Fig. q.), so daß die Vorschubplatte festgehalten und verhindert wird,
bei der hin und her gehenden Bewegung des Wagens zu schwanken oder auszuschwingen.
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Soll die Vorschubplatte wieder in Benutzung gendmmen werden, so kann
der Benutzer bequem den Handgriff mit den Fingern erfassen und gleichzeitig mit
dem Daumen gegen die Fläche 234 des Riegels 23o drücken, wodurch der Arm 67 frei
kommt und um den Stab 66 in dem V-förmigen Trog in Arbeitsstellung geschwenkt werden
kann.
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Um zu vermeiden, daß die Vorschubplatte in ihrer inneren Stellung
beim Schwingen um den Stab 66 gegen überhängende Teile der Maschine stößt, besitzt
die Verlängerung 2,24 einen engeren Anschlag 225, der das Ausschwingen des Armes
67 in der inneren Stellung enger begrenzt als der Anschlag 226.