DE598699C - Vorrichtung zum Zuenden von Spreng- oder Zuendladungen in fester Umhuellung - Google Patents
Vorrichtung zum Zuenden von Spreng- oder Zuendladungen in fester UmhuellungInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
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- F42C19/08—Primers; Detonators
- F42C19/0838—Primers or igniters for the initiation or the explosive charge in a warhead
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Description
- Vorrichtung zum Zünden von Spreng- oder Zündladungen in fester Umhüllung Sprengladungen in fester Umhüllung, beispielsweise in Granaten, werden im allgemeinen durch Entzündung eines beigeladenen Initialsprengstoffes, z. B. Knallquecksilber; zur Detonation gebracht. Da die Initialsprengstoffe verhältnismäßig handhabungsunsicher sind, so liegt bei derartig zusammengestellten Sprengladungen die Gefahr einer frühzeitigen Detonation vor. Man hat daher die Verladung des Initialsprengstoffes meist möglichst kurze Zeit vor Verwendung der Sprengladungen vorgenommen, ein Verfahren, das naturgemäß viele Unbequemlichkeiten und Nachteile mit sich bringt.
- Die deshalb schon früher vorgenommenen Versuche, Sprengladungen auch ohne die Anwendung von Initialsprengstoffen zur Detonation zu bringen, haben, bisher keinen Erfolg gezeitigt. Die Initiierung der Sprengladung ist in den meisten Fällen unregelmäßig und ungenügend, und der Sprengkörper kann seine volle Sprengkraft nicht entwickeln.
- Es ist z. B. schon vorgeschlagen worden, -einen nicht brisanten Satz durch äußerst langsame Vorwärmung in seiner Wirkung so zu verstärken, daß er zum Initiieren von Sprengladungen verwendet werden kann. Hierzu sind aber sowohl eine gewisse längere Zeit als auch besondere Vorrichtungen zum Vorwärmen, erforderlich. Es ist ferner bekannt, bei Verzögerungssätzen von Aufschlagzündern durch Erhöhung des Druckes beim Verbrennen eine erhöhte explosionsartige Verbrennungswirkung des Zündsatzes zu erzielen. Bei dieser Vorrichtung bediente man sich aber bei der Übertragung der Flamme des Zündsatzes auf die Sprengladung stets einer zwischengeschalteten Sprengkapsel. Initialsprengstoffe werden also auch hier verwendet.
- Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, eine Sprengladung in, sicherer und zuverlässiger Weise durch die Stichflamme eines nicht brisanten Zündsatzes, z. B. eines Schwarzpulversatzes, zu initiieren. Dies wird dadurch erreicht, daß in den Zündkanal ein Ventil eingebaut wird, welches sich nach der Durchzündung selbsttätig schließt. Da die beim Abbrennen des Zündsatzes entstehendenGase nicht entweichen können, erhöht sich der Druck innerhalb der festen Umhüllung so weit, daß die sichere Initiierung der Sprengladung durch die Stichflamme des Zündsatzes gewährleistet ist.
- In der Fig. i ist als Ausführungsbeispiel eine Leuchtspur-Sprenggranate wiedergegeben.
- Der Sprengstoff a befindet sich in einer Granate und wird durch deren Wandung b und den Zwischenboden d eingeschlossen. In einer Aushöhlung c des Sprengstoffes, dem Zwischenboden d zugekehrt; befindet sich ein Zündsatz, beispielsweise ein Schwarzpulversatz. Der in dem Zwischenboden d vorgesehene Zündkanal e ist zum Sprengstoff a und der Zündpille o hin von größerem Durchmesser als zum Leuchtsatz g hin, welcher sich in dem hinteren Geschoßteil befindet. Innerhalb des weiteren Teiles des Zündkanals e befindet sich eine Metallplatte f, welche so mittels eingepreßten Zündsatzes in dem Zündkanal e festgelegt ist, daß von .dem Leuchtsatz g bis zur Zündpille c und damit zum Sprengstoff a eine nicht unterbrochene Bahn von Zündsatz vorhanden ist.
- Durch den Abschuß der Granate wird zunächst der Leuchtsatz g entzündet, welcher nach dem Abbrennen das Feuer auf den in den Zwischenboden d eingepreßten Zündsatz überträgt. Durch dessen Abbrennen wird die Metallplatte f freigegeben, welche durch die von der Zündpille c nunmehr entwickelten Gase gegen den engeren Teil der Durchbohrung e des Zwischenbodens d gedrückt wird und jetzt als geschlossenes Ventil die Brandgase am Entweichen verhindert. Der auf diese Weise im Sprengladungsraum erzeugte hohe Druck bringt zusammen mit der hohen Temperatur der Brandgase den Sprengstoff a sicher zur Entzündung.
- Sollen schwer detonierbare Sprengstoffe zur Detonation gebracht werden, so kann es vorteilhaft sein., durch die Anordnung nach Maßgabe der Erfindung nicht den schwer detonierbaren Sprengstoff selbst zu entzünden, sondern zunächst eine kleinere Menge eines leichter detonierbaren Sprengstoffes, welcher dann seinerseits den schwerer detonierbaren initiiert. Die Anordnung ist dann also ähnlich wie bei einer Normalsprengkapsel, jedoch ohne Anwendung von Initialsprengstoffen. Eine feste Umhüllung ist in diesem Falle nur für den leichter detonierbaren Sprengstoff notwendig.
- Die Fig. 2 zeigt als Beispiel eine Granate, bei der die schwer detonierbare Sprengladung h durch den in einer Kapsel befindlichen, leichter detonierbaren Sprengstoff i zur Detonation gebracht wird. Diesem ist ein Zündsatz k beigeladen, über welchem ein ebenfalls mit Zündsatz beschicktes Kugelventil l angebracht ist, welches durch die vom Aufschlag- oder Zeitzünder m erzeugte Stichflamme zur Wirkung gebracht wird. Die Wirkungsweise der Anordnung geht im übrigen aus dem ersten Beispiel hervor.
- Es ist nicht unbedingt erforderlich, den als Ventil wirkenden Teil durch einen Zündsatz festzulegen; notwendig ist lediglich, daß die Feuerübertragung durch das Ventil erfolgen kann und daß dieses dann die Brandgase am Entweichen verhindert. Unwesentlich ist weiterhin, ob ein Teller-, Kegel-, Nadel-, Kugelventil oder ein beliebiges anderes Ventil angewandt wird. Das Schließen des Ventils kann auch mechanisch, z. B. durch Federkraft, bewirkt werden. Wesentlich ist lediglich, daß in den Zündkanal einer fest umhüllten Sprengladung ein Ventil eingebaut ist, welches sich nach der Durchzündung selbsttätig schließt, so daß durch das Abbrennen eines dem Sprengstoff beigeladenen Zündsatzes der Druck innerhalb der festen Umhüllung erhöht und dadurch die sichere Initiierung der Sprengladung ohne Anwendung eines Initialsprengstoffes durch die Stichflamme des Zündsatzes ermöglicht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Zünden von Spreng-oder Zündladungen in fester Umhüllung mit Hilfe eines nicht aus Initialsprengstoffen bestehenden, auf die Sprengladung aufgeladenen Zündsatzes, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Zündsatz durch einen sich nach der. Durchzündung durch ein Ventil selbsttäig schließenden Kanal mit der Zündurig verbunden ist.
Priority Applications (1)
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| DEW86999D DE598699C (de) | 1931-09-17 | 1931-09-17 | Vorrichtung zum Zuenden von Spreng- oder Zuendladungen in fester Umhuellung |
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| DE598699C true DE598699C (de) | 1934-06-16 |
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| DEW86999D Expired DE598699C (de) | 1931-09-17 | 1931-09-17 | Vorrichtung zum Zuenden von Spreng- oder Zuendladungen in fester Umhuellung |
Country Status (1)
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1931
- 1931-09-17 DE DEW86999D patent/DE598699C/de not_active Expired
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