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Filtervorrichtung für Flüssigkeiten Die Erfindung betrifft eine Filtervorrichtung
für Flüssigkeiten, insbesondere Öl, bei welcher der Filtereinsatzkörper flüssigkeitsdicht
in dem Rohflüssigkeitsbehälter verschiebbar angeordnet ist.
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Es sind Filtervorrichtungen blereits bekannt, bei denen die Bodenfläche
des kolbenartig in din Rohstoffhehälter einschiebbaren Einsatzes als Filterfläche
ausgebildet ist. Ferner sind Filtervorrichtungen bekannt, bei denen auf dem boden
eines festen Einsatzes mehrere abnehmbare Filterkörper angeordnet sind. Von diesen
Vorrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß der kolbenartig
und flüssigkeitsdicht in dem Rohstoffbehälter verschiebbare Einsatz mehrere Filterelemente
trägt, deren Gesamtfilterfläche größer ist als die Bodenfläche des Einsatzes. Hierdurch
wird einmal eine größere Leistung des Filters und andererseits eine einfachere Handhabung
beim Auswechseln und Erneuern der Filterflächen nach deren Versclunutzung erreicht,
und zwar dadurch, daß das Herausziehen des Einsatzes aus dem Rohstoffgefäß ein Ablassen
sowohl der Rohflüssigkeit als der bereits gefilterten Flüssigkeit nicht erfordert.
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Auf den Zeichnungen sind beispielsweise zwei Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes dargestellt.
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Fig. I zeigt einen Schnitt durch die Filtervorrichtung mit betriebsfertig
eingeschobenem Einsatz und festem Rundfilterkörper.
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Fig. 2 zeigt die gleiche Vorrichtung mit hochgezogenem Filterkörpereinsatz
und abgenommenem Filterkörper.
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Fig. 3 stellt im Schnitt ein Filter mit mehreren auf dem Boden des
Einsatzes angleordneten Filterelementen dar, und Fig. 4 zeigt schließlich schaubildlich
einen Einsatz mit zwei abnehmbar angeordneten Filterelementen.
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Der Apparat nach Fig. r und 2 besteht aus einem zylindrischen Außenbehälter
a, der in der Mitte seines Bodens a ein Rohr cl besitzt, welches an seinem oberen
Ende 1 ein Glewindeteil trägt. Dieses Rohr c1 dient dem verschiebbaren Filtereinsatz
f als Stütze. Mit e ist eine Dichtung an der oberen Verschraubung d bezeichnet.
Der Einsatz ist ein scheibenförmig, er Körper, der an seinem Umfang eine Dichtung
II trägt zur Abdichtung gegen die Wand des Behälters a. Auf diesem verschiebbaren
Einsatzkörper el ist der zylindrische Filterkörperträger f befestigt.
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Derselbe ist im Durchmesser größer gehalten als das Rohrs, besitzt
bei p DurchtrittsL öffnungen für die Rohflüssigkeit und ist nach oben abgeschlossen
durch eine Platte, welche nur in der Mitte einen runden Ausschnitt für den Gewindeteil
1 hat. Auf der Deckplatte befinden sich noch zwei handgriffe k zum Hochziehen des
Filterkörpereinsatzes. Um den Filterkörperträger f ist in einiger Entfernung das
eigentliche Filtertuch oder -sieb ff gelegt. Die Längskanten des Filterbelages
werden
durch die Klemmplatten i und i2 sowie mittels der Schrauben und Flügelmutternh und
2 festgeklemmt. Das obere und untere Ende des Filterbelages wird mittels der Bänder
b gegen den Filterträger f abgedichtet.
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Der Apparat arbeitet in folgender Weise: Die Rohflüssigkeit tritt
bei m in den Raum 4 ein. Die Flüssigkeit steigt im Raum 4 hoch, fließt durch die
Öffnungen p nach Raum 5 und dringt durch die Filterschicht g in Richtung des Pfeiles
5a nach Raum 6, aus dem sie durch Hahn 1 in filtriertem Zustande abgelassen werden
kann.
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Beim Auswechseln des Filterbelages sind nun bei der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform folgende Handgriffe nötig: Absperren des Rohflüssigkeitszulaufes
bei m, Schließen des Ablaßhahnes l, Lösen der Verschraubung d, Hochziehen des Filtereinsatzes
an den Handgriffen k, Entfernen der Flügelmuttern 2 und der Klemmplatte i2, worauf
der verschmutzte Filterbelag g, nachdem noch die Bänder b entfernt worden sind,
abgenommen werden kann. Die Rohflüssigkeit in dem Raum 5 flutet beim Hochziehen
des Einsatdes in den Raum 4 des Behälters a zurück.
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Die Fig. 3 und 4 stellen den Erfindungsgegenstand in eiuer geänderten
Ausführungsform dar. Die Filtervorrichtung besteht aus einem zylindrischen Außengefäß
10. In dieses ist verschiebbar gut dichtend der Einsatz 7 eingeschoben, auf dem
ein annähernd würfelförmiger Filterkörperträger 1I befestigt ist. Auf den vier senkrechten
Flächen dieses Trägers sind vier Filtertücher oder -siebe mittels Rajhmen 12, 14
und Schrauben 13 abnehmbar befestigt. Gegen den Flüssigkeits druck sind die Filterflächen
durch grobes Drahtgeflecht 13 geschützt. Zur sicheren Abdichtung zwischen dem Einsatz
7 und dem Behälter 10 ist ein Innenring 8 aus Winkeleisen vorgesehen, in welchem
noch eine besondere Dichtung 9 liegt. Die Rohflüssigkeit tritt bei 23 in das Gefäß
10 ein, füllt den Raum 10a und dringt in Richtung der Pfeile 22 durch die Filterflächen
in den Ringraum des Behälters 10 ein, aus dem das Filtrat durch Hahn 2 I abgelassen
werden kann.
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Die Fig. 4 zeigt eine Ausführung mit zwei auf dem herausziehbaren
Einsatz 24 angebrachten, mit je zwei Filterflächen ausgestatteten Filterkörperri
25, welche außerdem noch auf dem Einsatz 7 herausziehbar angeordnet sind. Zu diesem
Zwecke sind auf dem Einsatzkörper 24 zwei Rohre 29 bebefestigt. Auf diese Rohre
sind in den Stopfbüchsen 30 gut dichtend die Filterkörperträger 25 aufgeschoben.
Auch bei dieserAusführungsform sind die Filter selbst abnehmbar an den Trägern 25
befestigt.