DE598166C - Verfahren zur Gewinnung der mittels Luft o. dgl. ausgetriebenen Fluessigkeit oder Feuchtigkeit aus durch Trockenraeume hindurchwandernden Bahnen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung der mittels Luft o. dgl. ausgetriebenen Fluessigkeit oder Feuchtigkeit aus durch Trockenraeume hindurchwandernden Bahnen

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DE598166C
DE598166C DEJ39358D DEJ0039358D DE598166C DE 598166 C DE598166 C DE 598166C DE J39358 D DEJ39358 D DE J39358D DE J0039358 D DEJ0039358 D DE J0039358D DE 598166 C DE598166 C DE 598166C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F5/00Dryer section of machines for making continuous webs of paper

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung der mittels Luft oder anderen Gasen ausgetriebenen Flüssigkeit oder Feuchtigkeit aus durch einen mehrkammerigen Trockenraum hindurchwandernden Bahnen, insbesondere des Spiritus aus mit Spiritus-Kunstharz-Lösungen getränkten oder überzogenen bahnförmigen Faserstoffschichten, die in erster Linie als Grundstoff für Hartpapier, Hartgewebe u. dgl. dienen sollen.
Gemäß der Erfindung wird die Luft oder das sonstige Trocknungsgas mit der davon aufgenommenen Flüssigkeit oder Feuchtigkeit nach Kammern getrennt abgeführt, und es wird das aus der bzw. den ersten Kammern für sich abgeführte Gas-Dampf-Gemisch 0. dgl. zur Abscheidung der wiederzugewinnenden Anteile verwendet. Auf diese Weise wird einerseits eine restlose Austreibung der Flüssigkeit oder Feuchtigkeit aus den Bahnen ermöglicht, weil das Trocknungsgas in der zweiten und den folgenden Kammern, in welche die zu behandelnde Bahn schon in teilweise getrocknetem Zustand eintritt, weniger mit Feuchtigkeit angereichert oder gesättigt ist als das Trocknungsgas, das für die erste Kammer benutzt ist, andererseits und vor allen Dingen aber gelingt so die Wiedergewinnung der ausgetriebenen Flüssigkeit in wirtschaftlicher Weise. Denn wenn für die einzelnen Kammern dasselbe)Trocknungsgas verwendet oder die aus den einzelnen Kammern austretenden Gase miteinander vermischt werden, so wird dadurch die aus dem Trockengut ausgetriebene Flüssigkeit oder Feuchtigkeit so stark mit dem Trocknungsgas verdünnt, daß ihre Wiedergewinnung daraus wirtschaftlich zur Unmöglichkeit wird. Infolgedessen war man bisher im allgemeinen gezwungen, die aus dem Gut ausgetriebene Flüssigkeit, wie z.B. die Spiritusdämpfe, verloren zu geben und mit dem austretenden Trocknungsgas ins Freie entweichen zu lassen. Die dadurch bedingten Verluste aber waren außerordentlich hoch. Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung gibt nun die Möglichkeit zu einer wesentlich stärkeren Anreicherung des Trocknungsgases an den Dämpfen der ausgetriebenen Flüssigkeit, indem das nur durch die ersten Kammern hindurchgeschickte Trocknungsgas getrennt gehalten wird von dem durch die nächstfolgenden Kammern hindurchgeschickten. In der ersten Kammer, wo die größte Menge der Feuchtigkeit oder Flüssigkeit aus dem Gut ausgetrieben wird, enthält das Trocknungsgas bei seinem Austritt einen wesentlichhöheren Gehalt an Feuchtigkeit, mit anderen Worten, es ist in viel höherem Grade mit den Dämpfen der ausgetriebenen Flüssigkeit gesättigt als dasjenige aus den darauffolgenden Kammern, in die die Bahnen schon in vorgetrocknetem Zustande eintreten. So gelingt es, aus dem die erste bzw. ersten Kammern ver- 6Ό lassenden Trocknungsgas die mitgeführten Dämpfe o.'dgl., wie insbesondere Spiritusdämpfe, in wirtschaftlicher Weise wieder zur Abscheidung zu bringen. Hier braucht man daher nur denjenigen Anteil dieser Dämpfe unter Umständen verloren zu geben, der in besonders stark verdünntem Zustande mit dem Trocknungsgas aus den hinteren Kammern austritt.
Man hat zwar schon Trockenvorrichtungen vorgeschlagen, bei denen in der Mitte eines

Claims (1)

  1. winkelförmig gebogenen Trockenraumes die Absaugung der von beiden Enden her zugeführten erwärmten Frischluft stattfand. Auch wenn man die beiden Schenkel dieses Trockenraumes als Einzelkammern auffassen wollte, ließe sich also nicht sagen, daß hier die Abführung der Trockenluft aus den einzelnen Kammern getrennt vorgenommen würde, vielmehr werden durch die gemeinsame Absaugung die beiden to sich in der Mitte des Trockenraumes vereinigenden Luftströme miteinander vermischt. Hier ist es also nicht möglich, aus der ersten Kammer eine mit der wiederzugewinnenden Flüssigkeit besonders angereicherte Luft abzuziehen, und deswegen gestattet die bekannte Einrichtung die Wiedergewinnung der ausgetriebenen Flüssigkeit auch nicht in wirtschaftlicher Weise.
    Ferner hat man bereits vorgeschlagen, Benzindämpfe o. dgl. aus Gummiaufstrichen o. dgl. zu entfernen und wiederzugewinnen, indem man einen warmen Luftstrom über die Aufstriche hinwegführt. Das ausgetriebene Gemisch von Benzindämpfen und Luft soll dann nacheinander verschiedenen Kondensatoren zugeführt werden, um das Lösungsmittel möglichst vollständig wiederzugewinnen, worauf die Luft im Kreislauf wieder "in die Apparatur eingeführt werden soll. Von der Verwendung mehrerer hintereinandergeschalteter Kammern, aus denen das Gemisch von Trocknungsgas und Lösungsmittel getrennt entfernt wird, ist bei dieser bekannten Einrichtung aber keine Rede.
    In der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer für die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung geeigneten Trockenvorrichtung schematisch in einem senkrechten Schnitt veranschaulicht.
    Der Trockenraum besteht hier aus^djei^je-
    trennteiuKammOTL a, b und c,^ die im wesent-
    liehen gegeneinander abgeschlossen nebenein ander angeordnet sind. Die zu trocknende Bahn d wandert in der Pfeilrichtung durch die drei Kammern a, b und c nacheinander hindurch, die zu diesem Zweck an den einander gegenüberliegenden Wänden mit Ein- und Austritttsschlitzen e, f, g und h versehen sind, während zur Einführung der feuchten Bahn in die erste Kammer α ein Schlitz i und zur Herausführung der getrockneten Bahn aus der letzten Kammerc ein Schlitz k dient.
    Jede der Kammern a, 5 und c ist mit einem Luftzuführungskanal I am Boden und einem Luftaustrittskanal m an der Decke versehen, derart, daß die Frischluft in an sich gebräuchlicher Weise an der Austrittsseite der Bahn aus der Kammer in diese eintritt und sie an der Eintrittsseite verläßt. Die Luft o. dgl. kann entweder im zuvor angewärmten Zustand in die Kammern eintreten, oder es kann die Erwärmung auch im Innern der Kammern mit Hilfe von in der Zeichnung nicht veranschaulichten Heizkörpern, wie Schlangen o. dgl., vorgenommen werden, oder beides kann vereinigt zur Anwendung kommen.
    Wie ohne weiteres verständlich, wird die die erste Kammer α durchstreichende Luft den größten Teil der Feuchtigkeit aus den hindurchwandernden Bahnen aufnehmen und durch den Kanal m dieser Kammer abführen. Die hier abgeführte, mit Feuchtigkeit beladene Luft wird gesondert gesammelt und kann, wenn es sich um die Wiedergewinnung wertvoller Flüssigkeiten, wie Spiritus o.dgl., handelt, einem dafür geeigneten Trennungsverfahren physikalischer oder chemischer Art unterworfen werden, bevor man sie ins Freie austreten läßt. Je nach Lage des Falles kann man dann auch noch die aus der Kammer b austretende Luft in derselben Weise behändem oder mit den darin enthaltenen Dämpfen ins Freie entweichen lassen. Entsprechendes gilt von der aus der dritten Kammer c entweichenden Luft.
    Statt die Luft in bekannter Weise wiederholt durch die einzelnen Kammern umzuführen, kann man sie, wie bekannt, auch bei ihrem einmaligen Durchgang durch die einzelne Kammer einer gründlichen Durchwirbelung unterwerfen, so daß für eine wesentlich stärkere Berührung der einzelnen Luftteilchen mit der zu trocknenden Fläche Sorge getragen wird. Die Zahl 90 : der hintereinander angeordneten Kammern kann beliebig wechseln.
    Pateniansprüche:
    i. Verfahren zur Gewinnung der mittels Luft o. dgl. ausgetriebenen Flüssigkeit oder Feuchtigkeit aus durch Trockenräume hindurchwandernden Bahnen, insbesondere des Spiritus aus mit Spiritus-Kunstharz-Lösungen getränkten oder überzogenen bahnförmigen Faserstoffschichten, die in erster Linie als Grundstoff für Hartpapier, Hartgewebe u. dgl. dienen sollen, üx Trockenräumen mit mehreren Kammern, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft oder das sonstige Trocknungsgas mit der davon aufgenommenen Flüssigkeit oder Feuchtigkeit nach Kammern getrennt abgeführt und das aus der bzw. den ersten Kammern für sich abgeführte Gas-Dampf-Gemisch o. dgl. zur Abscheidung . der wiederzugewinnenden Anteile verwendet wird,
    3, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknungsgas in allen oder einzelnen der Kammern in wirbelnder Bewegung gehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEJ39358D 1929-09-20 1929-09-20 Verfahren zur Gewinnung der mittels Luft o. dgl. ausgetriebenen Fluessigkeit oder Feuchtigkeit aus durch Trockenraeume hindurchwandernden Bahnen Expired DE598166C (de)

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