DE5979C - Rotationsdruckmaschine - Google Patents

Rotationsdruckmaschine

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DE5979C
DE5979C DENDAT5979D DE5979DA DE5979C DE 5979 C DE5979 C DE 5979C DE NDAT5979 D DENDAT5979 D DE NDAT5979D DE 5979D A DE5979D A DE 5979DA DE 5979 C DE5979 C DE 5979C
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DE
Germany
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rollers
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cylinder
rotary printing
printing press
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Application number
DENDAT5979D
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English (en)
Original Assignee
G. HORN, Obermaschinenmeister, in Berlin, Dessauerstr. 3
Publication of DE5979C publication Critical patent/DE5979C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F5/00Rotary letterpress machines
    • B41F5/04Rotary letterpress machines for printing on webs
    • B41F5/06Rotary letterpress machines for printing on webs with several printing units in sequential arrangement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1879.
GUSTAV HORN in BERLIN. Rotations-Druckmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1879 ab.
Die Erfindung besteht in einer Rotationsdruckmaschine für endloses Papier mit nur zwei Formcylindern, welche gleichzeitig jeder auf zwei Seiten drucken und so ohne Vermehrung der Umgangsgeschwindigkeit das doppelte leisten, als alle bis jetzt bestehenden Constructionen.
Diese Rotationsdruckmaschine ist auf beiliegender Zeichnung in der Fig. 1 als Schnitt senkrecht zu den Cylinderaxen und in Fig. 2 in der Seitenansicht parallel den Cylinderaxen dargestellt.
Die Formcylinder A und A1 , welche die Typen für die Vorder- und Rückseite des zu bedruckenden Papiers tragen, sind je zwischen den Druckcylindern B B1 und B2 B3 gelagert, so dafs die Wellen von A und A1 vollständig entlastet werden.
Die Papierrolle C giebt ihr Papier continuirlich an die Druckwalze B ab, nachdem dasselbe zuvor in dem Dampffeuchtapparat D D angefeuchtet worden ist und die Glättwalzen EE1 passirt hat, um mit dem erhaltenen ersten Druck zwischen B und A über die Führurigswalzen F F1 geleitet die zweiten Glättwalzen E1 E3 zu passiren und um dann den zweiten Druck auf der Rückseite zwischen Bs und A1 zu erhalten.
Die Papierrolle C1 giebt ihr Papier continuirlich der Druckwalze B1 ab, indem dasselbe zuvor in dem Dampffeuchtapparat D D1 angefeuchtet und die Glättwalzen EA Ex, passirt hat, um mit dem erhaltenen ersten Druck zwischen B1 und A über die Führungswalzen F2 F3 geleitet, die zweiten Glättwalzen E6 E-, zu passiren, um dann den zweiten Druck auf,der Rückseite zwischen B2 und A1 zu erhalten.
Diese beiden Systeme arbeiten gleichzeitig, ohne dafs eines durch das andere irgendwie beeinträchtigt wird, und es hat daher jeder Formcylinder für seine doppelte Leistung zwei Schwärzapparate.
Diese vier Schwärzapparate vertheilen die Druckschwärze aus den vier Farbkasten G G1 G3 G3 mit den zugehörigen Farbductoren H JI1 H2 H3 und den Leckwalzen JJ1 J2 J3, welche letztere die Farbe den Verreibungscylindern K K1 K2 K3 zuführen und auf diesen durch die zugehörigen Reiber L L auf K, L1 L1 auf K1, L1 L2 auf K2 und L2 L3 auf K3 gleichmäfsig verreiben.
Von diesen Verreibungscylindern KK1 wird die Farbe durch die Auftragwalzen MMM1 M1 auf den Formcylinder A übertragen und durch M2 M2 und M3 M3 von K2 und K3 auf den Formcylinder^, , wodurch jeder Formcylinder A und A1 von je vier Auftragwalzen berührt und eingeschlossen wird, um so jeder Zeit und jede Stelle mit der nöthigen Druckfarbe versehen zu können.
Die Farbkasten G G1 G2 G3 werden mittelst Pumpe durch die in diese einmündenden Röhren g g1 g2 g3 mit der nöthigen Farbe gespeist, und sind gegen Zutritt sonstiger Unreinlichkeit durch Deckel geschlossen.
Die Bewegung der Formcylinder A A1 geht von der Antriebswelle N aus und wird durch die Transmissionsräder N1 N2 N3 auf dieselben übertragen. Deren Verzahnung ist durch die punktirten Theilkreise angedeutet. Sie liegen aufserhalb der Lagerrahmen, Fig. 2.
Die Uebertragung der Bewegung der Formcylinder auf die Druckcylinder geschieht durch Zahnräder O, welche mit den Cylindern innerhalb der beiden Lagerrahmen angebracht sind, Fig. ι und 2.
Diese innen liegenden Zahnräder übertragen ihre Bewegungen durch die unteren ZxAMM1 M2 M3 befindlichen gleichgezahnten Räder 2MiKK1 K2K3, welche letztere ihre Bewegungen durch PP1 P2P3 bezw. durch die doppelten Schnecken ohne Ende Q Q1 Q2 Q3 in verlangsamter Weise den Farbductoren HH1 H2 H3 mittheilen.
Die Schneckenwellen sind mit Krummzapfen ggi g2 g3 versehen, welche durch gleitende Lager in den Hebeln 111 I2 I3 die gleichzeitig erfolgende seitlich hin- und hergehende Bewegung der Reiber L L L1 L1 L2 L1 L3 Z3 bewirken.
Ist nun das continuirlich sich abwickelnde Papier einmal von C zwischen B A und B3 A1 durchgeführt und bedruckt und zwischen letzteren in einfachen oder Doppelbogen vorgeschlagen, so gehen diese perforirten Bogen in den Falzapparat R R über. Sie werden zwischen den Bändern, auf den Walzen rr, r2 r3 r4 rh r6 r7 laufend, fortgeführt, durch die Arme s S1 der Walze 5 vollkommen in Bogen zerrissen und durch den Falzer T geknickt, zwischen r6 und rs geprefst, so dafs letztere Walzen mit ihren
Bändern die bedruckten und gefalzten Bogen fertig hinaustransportiren' können.
Das continuirlich sich abwickelnde Papier der Rolle C1 wird in ähnlicher Weise zwischen B1 A und B2 A1 durchgeführt, um dann von den Bandwalzen u U1 aufgenommen und in den Falzapparat U U übergeführt zu werden.
Die zwischen B2 und A1 doppelt oder einfach vorgeschlagenen Bogen werden durch die eingesetzten Arme ν V1 der Walze V vollständig auseinandergerissen, durch das Falzmesser W der Quere nach geknickt und zwischen die Bandwalzen w W1 geprefst, so dafs diese, die mit W2 W3 durch Bänder verbunden und durch n& in Bewegung gesetzt, die fertig gefalzten Bogen auf den Tisch X werfen, woselbst sie durch den beweglichen Fangwinkelrahmen Y aufgefangen werden.
Zum Einlegen der Papierrolle C ist deren Traggestell, welches bei c c2 c3 <r4 gelagert, auf Rollen ruhend hergestellt. Es kann auf den Schienen Z Z aus dem Maschinengestell hervorgezogen werden, da die hier abgebrochen gezeichneten Schienen Z Z in ihrer Verlängerung durch die hier ebenfalls abgebrochen gezeichnete Säule ζ gestützt werden. Dann kann durch jede beliebige Hebevorrichtung die neue Papierrolle frei eingelegt werden. Nachdem dies geschehen, wird sie mittelst der eben beschriebenen Vorrichtung an ihren Platz gebracht.
Die zweite Papierrolle C1 wird durch Hebel C1 direct vom Fufsboden an der durchgesteckten Axe angehoben und in ihre Lager gerollt, welche am Hauptlagerrahmen angebracht sind.
Zur Hemmung des Ablaufens des Papiers von ihren Rollen C C, sind auf deren Axen die nöthigen Bremsscheiben angebracht, deren Bremsklötze durch Verstellung der Gewichte mehr oder weniger in Thätigkeit gesetzt werden können.
Um die halbrunden Typenplatten auf die Formwalzen A A1 aufschrauben zu können, werden deren äufsere Schwärzapparate, zu den Farbkasten G G3 gehörig, mit den Hebeln i i auf den Prismen des Hauptlagerrahmens b b mittelst der Knaggen k k gelöst, so dafs man dann den ganzen Apparat von A A1 abziehen kann, um die Typenplatten auflegen zu können. Diese halbrunden Typenplatten werden durch die verschiebbaren Backen der Schrauben a a a a und λ, Ci1 a, a, etc. festgehalten.
Durch Anschieben der Farbapparate mit ihren bezw. Auftragwalzen M M und M3 M3 an die zugehörigen Formwalzen A A1 und Feststellen daselbst durch Andrücken der Hebel ii werden die Farbapparate wieder in Thätigkeit gesetzt.
Die Hauptvortheile dieser Maschine liegen nach Angabe des Erfinders in der doppelten Leistung derselben bei zwei Formwalzen, ohne dieselbe bedeutend zu vertheuern gegen die bis jetzt bestehenden Constructionen, welche ebenfalls zwei Formcylinder haben. Ferner wird jeder Formcylinder durch den doppelten Druck entlastet, so dafs dessen Lager bedeutend geschont werden, wodurch der Druck ein gleichmäfsigerer wird. Im weiteren ist die .Maschine noch dadurch vereinfacht, dafs die Theilvorrichtung des continuirlich bedruckten Papiers in einzelne oder Doppelbogen in U U oder R R, der Voreinschlag direct zwischen Druck- und Formcylinder vorgenommen wird.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ■i. Das gleichzeitige Drucken jedes Formcylinders auf zwei Seiten.
  2. 2. Das Voreinschlagen zur Theilung in einzelne oder Doppelbogen direct zwischen Formund Druckcylinder.
  3. 3. Die Einrichtung, dafs jeder Formcylinder mit zwei Farbapparaten versehen ist.
  4. 4./ Die Einrichtung, dafs zwei Farbapparate / auf dem Hauptlagergestell verstellbar und
    ' feststellbar angebracht sind.
  5. 5. Die Einrichtung, dafs zwei Papierrollen bei der Maschine thätig angebracht sind, von denen die eine auf Schienen in dieselbe geschoben wird.
    Alles wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT5979D Rotationsdruckmaschine Active DE5979C (de)

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