DE59740C - Thermokauter - Google Patents

Thermokauter

Info

Publication number
DE59740C
DE59740C DENDAT59740D DE59740DA DE59740C DE 59740 C DE59740 C DE 59740C DE NDAT59740 D DENDAT59740 D DE NDAT59740D DE 59740D A DE59740D A DE 59740DA DE 59740 C DE59740 C DE 59740C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
handle
cautery
thermocautery
return line
glowing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59740D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. med. C. A. PAQUELIN in Paris, 12 Place Vendöme
Publication of DE59740C publication Critical patent/DE59740C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B18/00Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body
    • A61B18/04Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body by heating
    • A61B18/06Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body by heating caused by chemical reaction, e.g. moxaburners

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Otolaryngology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. September 1890 ab.
Es mufs als ein erheblicher Mangel der bisher üblichen Thermokauter bezeichnet werden, dafs die bei der Erhitzung des Thermokauters entstehenden Verbrennungserzeugnisse unmittelbar an der Verbrennungsstelle ins Freie ausströmen, da hierdurch die der Brennstelle benachbarten Theile in nachtheiliger, unter Umständen sogar schädlicher Weise beeinflufst und gleichzeitig der Arzt belästigt wird. , Um diese Uebelstände zu beseitigen, wird nach"vorliegender Erfindung der Thermokauter mit einer die Verbrennungsgase bis hinter die Handhabe zurückführenden Leitung versehen. Diese Rückleitung ist so angeordnet, dafs die Verbrennungsgase gleichzeitig zur Anwärmung der zugeführten Brenngase bezw. des Gemisches aus Kohlenwasserstoff und Luft dienen.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht einen mit dieser Neuerung versehenen Thermokauter.
Bei demselben strömt das aus dem Carburator B, Fig. 1, kommende Gasgemisch von Kohlenwasserstoffen und atmosphärischer Luft durch Vermittelung eines Schlauches in das innere Rohr α, Fig. 2 und 3, des eigentlichen Thermokauters und wird durch dieses, sowie ein sich anschliefsendes Metallrohr c bis zum vorderen. Ende des Kauters geleitet, wo die Verbrennung vor sich geht. Das obere Röhrchen c besteht aus verdichtend wirkendem Metall, wodurch die Verbrennung der Gase in bekannter Weise gefördert wird, so dafs der Kauter —. bei beschränkter Abkühlung — immer wieder von selbst in den Glühzustand kommt. Die Verbrennungserzeugnisse treten in den das Röhrchen c umgebenden Mantel b und werden durch das beständig frisch zuströmende Gasgemisch zurückgedrängt, so dafs sie in den zwischen dem Zuleitungsrohr α und dem letzteres umgebenden Rohr e befindlichen Ringraum treten, um schliefslich durch Oeffnungen g auszutreten, welche in dem auf dem hinteren Ende des Rohres e angebrachten Anschlufsstück d für den vom Carburator kommenden Zuleitungsschlauch für das Gasgemisch angeordnet sind. Ueber das Rückleitungsrohr e wird eine aus Wärme schlecht leitendem Material bestehende Hülse f geschoben (Fig. 1), welche auf dem tellerartigen Flantsch am vorderen Ende des Anschlufsstückes d aufsitzt, als Handhabe dient und nur den oberen erglühenden Wirkungstheil des Kauters freiläfst. Zwischen dem Kauter und der Handhabe ist ein Ringraum gelassen, in welchen vorteilhaft mittelst des am Kauter angebrachten Gebläses ein Luftstrom eingeblasen wird. Diese Luft kann zwischen e und f frei oder in einem Schlangenrohr, wie Fig. 1 veranschaulicht, oder sonstwie circuliren. Statt dessen kann zwischen e und/ auch ein schlechter Wärmeleiter^ ζ. Β. Asbest, eingeschaltet werden. Durch die Zurückleitung der Verbrennungsgase bis hinter die Handhabe f in Verbindung mit der Kühlung der letzteren durch eingeblasene Luft wird erreicht, dafs die benachbarten Theile der der Behandlung unterzogenen Stelle des Organismus vor jeder Berührung mit den Verbrennungsgasen geschützt bleiben und dafs ferner der Arzt den Apparat in unmittelbarer Nähe des Operationsfeldes mit seiner Hand fassen kann, ohne sich durch ausströmende
Verbrennungsgase oder durch den heifs gewordenen Griff zu verbrennen, wodurch eine wesentlich vermehrte Sicherheit im Handhaben und Tasten mit dem Instrument erzielt wird. Andererseits wirken die zwischen α und e zurückströmenden heifsen Verbrennungsproducte vorwärmend auf die zugeleiteten Gase ein.
Wie Fig. 4 veranschaulicht, kann der Verbrennungsraum von der Rückleitung durch einen Körper Ar getrennt sein, in welchem mehrere Durchgänge für die Verbrennungsgase vorhanden sind. Das aus verdichtend wirkendem Metall bestehende Röhrchen c kann nach Fig. 5 durch eine Platte c1 ersetzt werden, welche den Verbrennungsraum in zwei Kammern theilt, von welchen die eine zur Zuleitung des Gas- und Luftgemisches, die andere zur Ableitung der Verbrennungsproducte dient. Nach Fig. 6 kann das Ende des Käufers auch einfach aus einem umgebogenen Rohr bestehen, von dessen Schenkeln der eine zur Zuleitung des Gasgemisches, der andere zur Abführung der Verbrennungsgase dient.
Unter den Verbrennungsproducten befindet sich auch Wasserdampf. Derselbe verdichtet sich im Anschlufsstück d, aus welchem er in Form von kleinen Wassertröpfchen durch die Oeffnungen g heraussickert. Dieses Niederschlagwasser kann zur Kühlung nutzbar gemacht werden, indem man dasselbe hierzu mittelst einer geeigneten Leitung entweder zwischen Ummantelung e und Handhabe f oder aufserhalb dieser Handhabe ableitet.
Um den beschriebenen Kauter auch nur zum Trocknen benutzen zu ,können, wofür z. B. in der zahnärztlichen Praxis häufig das Bedürfnifs vorliegt, wird auf das glühende Kauterende eine Kappe h, Fig. 7, aufgesetzt, welche so an die Handhabe f angeschlossen wird, dafs eine Fortsetzung des zwischen der Handhabe und dem Kauter vorhandenen Ringraumes entsteht. Bei dieser Einrichtung erwärmt sich der zur Kühlung der Handhabe eingeblasene Luftstrom an dem glühenden Kauterende und strömt am äufsersten Ende des Instrumentes durch eine Oeffnung des Aufsatzes h auf die zu trocknenden Theile. Die Handhabe mufs in diesem Falle am hinteren Ende dicht geschlossen sein.
Soll das Instrument zum Beleuchten innerer Theile dienen, so wird auf die Handhabe f eine innere emaillirte Kappe i, Fig. 8, aufgesetzt, welche auf der einen Seite offen und hier durch ein Metalldrahtgewebe j oder dergleichen abgeschlossen ist, um das Licht nach dieser Seite hindurch treten zu lassen. Die Kappe / könnte selbstredend durch jedes andere schützende und Licht durchlassende Organ ersetzt werden.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Thermokauter, bei welchem die Verbrennungserzeugnisse durch eine gleichzeitig zur Vorwärmung des frisch zugeleiteten Gasgemisches dienende Rückleitung (b e) zwecks Schutzes der behandelten Wunde, sowie der operirenden Hand bis hinter die die Rückleitung mit Zwischenraum umgebende Handhabe (f) zurückgeführt und in den zwischen der Rückleitung und der Handhabe befindlichen Raum zwecks Kühlhaltung der Handhabe ein Lüftstrom eingeblasen oder ein schlechter Wärmeleiter eingefügt wird.
2. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. die Ableitung des Niederschlagwassers des als Verbrennungserzeugnifs der Kohlenwasserstoffe auftretenden Wasserdampfes zwischen Kauter (e) und Handhabe (f) oder aufserhalb dieser letzteren.
3. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. der Ersatz des verdichtend wirkenden Rohres (c) durch eine den Mantel (b) in Zuleitung und Rückleitung trennende Scheidewand (c1, Fig. 5) oder der Ersatz des Rohres (c) und Mantels (b) durch ein gebogenes Rohr (Fig. 6), von welchem der eine Schenkel als Zuleitung, der andere als Rückleitung dient.
4. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. die Anordnung eines das glühende Kauterende umgebenden, einen Fortsatz der Handhabe (f) bildenden Aufsatzes (h, Fig. 7) mit ' einer oder mehreren Oeffnungen an der Spitze, um die in den Ringraum zwischen Handhabe (f) und Kauter (e) eingeblasene und am glühenden Ende des letzteren erwärmte Luft zum Austrocknen der behandelten Stellen des Organismus zu benutzen.
5. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. die Anordnung einer das glühende Kauterende umgebenden durchbrochenen oder durchscheinenden Haube (ij, Fig. 8), welche das Licht durchläfst, um innere Körpertheile unter Schutz vor einer Berührung mit dem glühenden Kauterende zu beleuchten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT59740D Thermokauter Expired - Lifetime DE59740C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE59740C true DE59740C (de)

Family

ID=333933

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT59740D Expired - Lifetime DE59740C (de) Thermokauter

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE59740C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1922585A1 (de) Gasherd mit ebenem Aufsatz mit Winderhitzer
DE59740C (de) Thermokauter
DE2140810A1 (de) Heizvorrichtung
DE187582C (de)
AT216710B (de) Warmluft-Ofen
DE626349C (de) Umwaelzheizung fuer Backoefen
DE12405C (de) Plätteisen
DE584161C (de) Heissluftsterilisiervorrichtung fuer chirurgische Instrumente
DE205342C (de)
DE184420C (de)
DE151447C (de)
DE713914C (de) Russblaeser
DE471430C (de) Gasheizofen mit Ringbrenner und Heissluftzirkulationsleitung
DE1956475A1 (de) Trockner
DE703403C (de)
DE197432C (de)
DE275855C (de)
DE190441C (de)
DE399766C (de) Schwitzbad mit Entlueftungsvorrichtung und um den Schwitzraum herumgefuehrten Zuegen oder Rohrleitungen fuer die Heizgase
DE514670C (de) Luftdusche
AT222845B (de) Säulenofen
AT17740B (de) Spiritusglühlichtlampe.
DE308208C (de)
DE175291C (de)
DE86783C (de)