DE59740C - Thermokauter - Google Patents
ThermokauterInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
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- A61B18/04—Surgical instruments, devices or methods for transferring non-mechanical forms of energy to or from the body by heating
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. September 1890 ab.
Es mufs als ein erheblicher Mangel der bisher üblichen Thermokauter bezeichnet werden,
dafs die bei der Erhitzung des Thermokauters entstehenden Verbrennungserzeugnisse
unmittelbar an der Verbrennungsstelle ins Freie ausströmen, da hierdurch die der Brennstelle
benachbarten Theile in nachtheiliger, unter Umständen sogar schädlicher Weise beeinflufst
und gleichzeitig der Arzt belästigt wird. , Um diese Uebelstände zu beseitigen,
wird nach"vorliegender Erfindung der Thermokauter mit einer die Verbrennungsgase bis
hinter die Handhabe zurückführenden Leitung versehen. Diese Rückleitung ist so angeordnet,
dafs die Verbrennungsgase gleichzeitig zur Anwärmung der zugeführten Brenngase bezw. des Gemisches aus Kohlenwasserstoff
und Luft dienen.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht einen mit dieser Neuerung versehenen Thermokauter.
Bei demselben strömt das aus dem Carburator B, Fig. 1, kommende Gasgemisch von
Kohlenwasserstoffen und atmosphärischer Luft durch Vermittelung eines Schlauches in das
innere Rohr α, Fig. 2 und 3, des eigentlichen Thermokauters und wird durch dieses, sowie
ein sich anschliefsendes Metallrohr c bis zum vorderen. Ende des Kauters geleitet, wo die
Verbrennung vor sich geht. Das obere Röhrchen c besteht aus verdichtend wirkendem
Metall, wodurch die Verbrennung der Gase in bekannter Weise gefördert wird, so dafs der
Kauter —. bei beschränkter Abkühlung — immer wieder von selbst in den Glühzustand
kommt. Die Verbrennungserzeugnisse treten in den das Röhrchen c umgebenden Mantel b
und werden durch das beständig frisch zuströmende Gasgemisch zurückgedrängt, so dafs
sie in den zwischen dem Zuleitungsrohr α und dem letzteres umgebenden Rohr e befindlichen
Ringraum treten, um schliefslich durch Oeffnungen g auszutreten, welche in dem auf dem
hinteren Ende des Rohres e angebrachten Anschlufsstück d für den vom Carburator kommenden
Zuleitungsschlauch für das Gasgemisch angeordnet sind. Ueber das Rückleitungsrohr
e wird eine aus Wärme schlecht leitendem Material bestehende Hülse f geschoben
(Fig. 1), welche auf dem tellerartigen Flantsch am vorderen Ende des Anschlufsstückes d aufsitzt,
als Handhabe dient und nur den oberen erglühenden Wirkungstheil des Kauters freiläfst.
Zwischen dem Kauter und der Handhabe ist ein Ringraum gelassen, in welchen vorteilhaft
mittelst des am Kauter angebrachten Gebläses ein Luftstrom eingeblasen wird. Diese Luft
kann zwischen e und f frei oder in einem Schlangenrohr, wie Fig. 1 veranschaulicht, oder
sonstwie circuliren. Statt dessen kann zwischen e und/ auch ein schlechter Wärmeleiter^ ζ. Β.
Asbest, eingeschaltet werden. Durch die Zurückleitung der Verbrennungsgase bis hinter die
Handhabe f in Verbindung mit der Kühlung der letzteren durch eingeblasene Luft wird
erreicht, dafs die benachbarten Theile der der Behandlung unterzogenen Stelle des Organismus
vor jeder Berührung mit den Verbrennungsgasen geschützt bleiben und dafs
ferner der Arzt den Apparat in unmittelbarer Nähe des Operationsfeldes mit seiner Hand
fassen kann, ohne sich durch ausströmende
Verbrennungsgase oder durch den heifs gewordenen Griff zu verbrennen, wodurch eine
wesentlich vermehrte Sicherheit im Handhaben und Tasten mit dem Instrument erzielt wird.
Andererseits wirken die zwischen α und e zurückströmenden heifsen Verbrennungsproducte
vorwärmend auf die zugeleiteten Gase ein.
Wie Fig. 4 veranschaulicht, kann der Verbrennungsraum von der Rückleitung durch
einen Körper Ar getrennt sein, in welchem mehrere Durchgänge für die Verbrennungsgase
vorhanden sind. Das aus verdichtend wirkendem Metall bestehende Röhrchen c kann nach
Fig. 5 durch eine Platte c1 ersetzt werden, welche den Verbrennungsraum in zwei Kammern
theilt, von welchen die eine zur Zuleitung des Gas- und Luftgemisches, die andere
zur Ableitung der Verbrennungsproducte dient. Nach Fig. 6 kann das Ende des Käufers auch
einfach aus einem umgebogenen Rohr bestehen, von dessen Schenkeln der eine zur Zuleitung
des Gasgemisches, der andere zur Abführung der Verbrennungsgase dient.
Unter den Verbrennungsproducten befindet sich auch Wasserdampf. Derselbe verdichtet sich
im Anschlufsstück d, aus welchem er in Form von kleinen Wassertröpfchen durch die Oeffnungen
g heraussickert. Dieses Niederschlagwasser kann zur Kühlung nutzbar gemacht
werden, indem man dasselbe hierzu mittelst einer geeigneten Leitung entweder zwischen
Ummantelung e und Handhabe f oder aufserhalb dieser Handhabe ableitet.
Um den beschriebenen Kauter auch nur zum Trocknen benutzen zu ,können, wofür z. B. in
der zahnärztlichen Praxis häufig das Bedürfnifs vorliegt, wird auf das glühende Kauterende
eine Kappe h, Fig. 7, aufgesetzt, welche so an die Handhabe f angeschlossen wird, dafs eine
Fortsetzung des zwischen der Handhabe und dem Kauter vorhandenen Ringraumes entsteht.
Bei dieser Einrichtung erwärmt sich der zur Kühlung der Handhabe eingeblasene Luftstrom
an dem glühenden Kauterende und strömt am äufsersten Ende des Instrumentes durch eine
Oeffnung des Aufsatzes h auf die zu trocknenden Theile. Die Handhabe mufs in diesem
Falle am hinteren Ende dicht geschlossen sein.
Soll das Instrument zum Beleuchten innerer Theile dienen, so wird auf die Handhabe f
eine innere emaillirte Kappe i, Fig. 8, aufgesetzt, welche auf der einen Seite offen und
hier durch ein Metalldrahtgewebe j oder dergleichen abgeschlossen ist, um das Licht nach
dieser Seite hindurch treten zu lassen. Die Kappe / könnte selbstredend durch jedes andere
schützende und Licht durchlassende Organ ersetzt werden.
Claims (5)
1. Ein Thermokauter, bei welchem die Verbrennungserzeugnisse
durch eine gleichzeitig zur Vorwärmung des frisch zugeleiteten Gasgemisches dienende Rückleitung (b e)
zwecks Schutzes der behandelten Wunde, sowie der operirenden Hand bis hinter die
die Rückleitung mit Zwischenraum umgebende Handhabe (f) zurückgeführt und
in den zwischen der Rückleitung und der Handhabe befindlichen Raum zwecks Kühlhaltung der Handhabe ein Lüftstrom eingeblasen
oder ein schlechter Wärmeleiter eingefügt wird.
2. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. die Ableitung des Niederschlagwassers des
als Verbrennungserzeugnifs der Kohlenwasserstoffe auftretenden Wasserdampfes zwischen
Kauter (e) und Handhabe (f) oder aufserhalb dieser letzteren.
3. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. der Ersatz des verdichtend wirkenden
Rohres (c) durch eine den Mantel (b) in Zuleitung und Rückleitung trennende Scheidewand
(c1, Fig. 5) oder der Ersatz des Rohres (c)
und Mantels (b) durch ein gebogenes Rohr (Fig. 6), von welchem der eine Schenkel
als Zuleitung, der andere als Rückleitung dient.
4. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1.
die Anordnung eines das glühende Kauterende umgebenden, einen Fortsatz der Handhabe
(f) bildenden Aufsatzes (h, Fig. 7) mit ' einer oder mehreren Oeffnungen an
der Spitze, um die in den Ringraum zwischen Handhabe (f) und Kauter (e) eingeblasene
und am glühenden Ende des letzteren erwärmte Luft zum Austrocknen der behandelten Stellen des Organismus zu benutzen.
5. Bei einem Thermokauter nach Anspruch 1. die Anordnung einer das glühende Kauterende
umgebenden durchbrochenen oder durchscheinenden Haube (ij, Fig. 8), welche
das Licht durchläfst, um innere Körpertheile unter Schutz vor einer Berührung mit dem glühenden Kauterende zu beleuchten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59740C true DE59740C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59740D Expired - Lifetime DE59740C (de) | Thermokauter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59740C (de) |
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