DE596682C - UEberlaufvorrichtung fuer Druckmesser - Google Patents

UEberlaufvorrichtung fuer Druckmesser

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DE596682C
DE596682C DEST48464D DEST048464D DE596682C DE 596682 C DE596682 C DE 596682C DE ST48464 D DEST48464 D DE ST48464D DE ST048464 D DEST048464 D DE ST048464D DE 596682 C DE596682 C DE 596682C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L19/00Details of, or accessories for, apparatus for measuring steady or quasi-steady pressure of a fluent medium insofar as such details or accessories are not special to particular types of pressure gauges
    • G01L19/06Means for preventing overload or deleterious influence of the measured medium on the measuring device or vice versa
    • G01L19/0618Overload protection

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Description

  • Überlaufvorrichtung für Druckmesser Die Erfindung bezieht sich auf eine Überlaufvorrichtung für Druckmesser mit Meßflüssigkeit und einem Meßrohr, und insbesondere handelt es sich dabei um solche Vorrichtungen dieser Art, die vorzugsweise anwendbar sind für die Anzeige des Flüssigkeitsspiegels bzw. der Flüssigkeitshöhe in einem Tank oder sonstigen Behälter, beispielsweise in dem Tank für die Aufbewahrung des flüssigen Brennstoffs in Schiffen o. dgl.
  • Bei derartigen mit Meßflüssigkeit und einem Meßrohr arbeitenden Druckmessern besteht die Gefahr, daß bei der Druckmessung das Druckmittel, als welches vielfach eine zwischen die zu messende Flüssigkeitssäule und die Meßvorrichtung eingeschaltete Luft-oder sonstige Gassäule verwendet wird, zu plötzlich in den Druckmesser eintritt und claß dadurch' die Meßflüssigkeit teilweise aus dem Meßrohr hinausgeschleudert wird, wodurch nicht nur die Messung ungenau bzw. unrichtig wird, sondern auch Meßflüssigkeit verlorengehen kann. Zur Beseitigung des letzteren Nachteils hat man schon vorgeschlagen, an das Meßrohr eine mit einer Luftauslaßöffnung versehene Überlaufkammer anzuschließen, in deren oberem Teil das Meßrohr sich öffnet. Aber bei den bekannten Einrichtungen wurde die Druckmessung infolge der Herausschleuderung" von Meßflüssigkeit sofort in dem Augenblick ungenau, wo Teile dieser Flüssigkeit das eigentliche Meßrohr verließen. Außerdem bestand bei einer dieser bekannten Einrichtungen der Nachteil, Saß diese aus dem eigentlichen Meßrohr austretenden Teile der Meßflüssigleeit nicht den gewünschten, sondern einen davon abweichenden Weg einschlugen.
  • Gemäß vorliegender Erfindung ist nun die Anordnung so getroffen, daß durch die sich an das obere Ende des Meßrohres anschließende Überlaufkammer eine mit einer Längsbohrung und einer an ihrem oberen. Teil in diese Kammer mündenden Öffnung versehene Schraube in der axialen Verlängerung des Meßrohres hindurchgeführt und bis auf das obere Ende des Meßrohres niederschraubbar angeordnet ist. Ist diese hohle Schraube auf das obere Ende des Meßrohres niedergeschraubt, wie das bei Benutzung der Meßvorrichtung regelmäßig der Fall ist, so bildet demgemäß die Längsbohrung der Schraube die unmittelbare Fortsetzung des eigentlichen Meßrohres, und .die hohle Schraube stellt dann eine Verlängerung dieses Meßrohres dar. Der die Richtigkeit der Messung störende Austritt von Meßflüssigkeit erfolgt infolgedessen hier erst dann, wenn Teile der Flüssigkeit aus der oberen seitlichen Öffnung der hohlen Schraube in die überlaufkammer austreten. Die Gefahr eines Herausschleuderns von Meßflüssigkeit wird dadurch also verringert, und infolgedessen werden Fehlmessungen hier seltener vorkommen als dann, wenn die Meßflüssigkeit unmittelbar aus dem oberen Ende des Mehrohres in ;die ÜberIaufkammer eintritt. Andererseits wird durch das -'Hochschrauben der Hohlschraube, d. h. durch die Entfernung ihres unteren Endes vom oberen Ende des eigentlichen Mehrohres, ohne weiteres ein Rückfließen der in die Überlaufkammer eingetretenen Flüssigkeit in das eigentliche Mehrohr in einfachster Weise ermöglicht. Da die.gegebenenfalls die Verlängerung des Mehrohres bildende hohle Schraube durch die Überlaufkammer hindurchgeht, so wird durch diese Anordnung die Bauhöhe der Vorrichtung gegenüber derjenigen der bekannten Vorrichtungen in keiner Weise vergrößert.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch den Druckmesser mit der Überlaufvorrichtung bei niedergeschraubter Hohlschraube und Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt durch den oberen Teil des Druckmessers mit der Überlaufv orrichtung bei angehobener Druckschraube in größerem Maßstabe.
  • Im Boden 18 ,des Druckmessers ist eine Kammer 22 für die Meßflüssigkeit 16 ausgebildet, als welche vorzugsweise Quecksilber verwendet wird. Die Kammer 22 steht durch einen waagerechten Kanal mit dem Mehrohr 17 in Verbindung. Durch die Quecksilberkammer 22 geht ein senkrechtes, oben offenes Rohr 3.4 hindurch, das unten mit einem Ventil 7 in Verbindung steht. Durch ein an dieses Ventil 7 angeschlossenes Rohr 9 kann Luft unter Druck durch das senkrechte Rohr 34 in einen dieses umgebenden röhrenförmigen Raum 35 eingeführt werden, so daß das Ouecksilber in der Kammer 16 unter den Druck dieser Luft gesetzt wird. Ein zweites, von der zu messenden Flüssigkeitssäule herkommendes Rohr 6 mündet ebenfalls in dem Ventil 7.
  • An das gläserne Mehrohr 17, das sich hinter einer Glasscheibe 29 befindet, schließt sich oben eine Überlaufkammer 39 an, die durch eine Packung 36' flüssigkeitsdicht mit dem Glasrohr 17 verbunden ist. In der Decke der Kammer 39 befindet sich ein Luftloch 4.3.
  • Durch die Kammer 39 geht eine senkrecht angeordnete Schraube 38 in der axialen Verlängerung des Mehrohres 17 hindurch. Der untere Teil dieser Schraube ist mit einer Längsbohrung 41 (Fig. i) versehen, die sich demgemäß auch in der axialen Verlängerung der Bohrung 26 des Mehrohres 17 befindet. Die Längsbohrung 41 der Schraube 38 endet oben in :einer Quexbohrung 42, die sich in die Überlaufkammer 39 öffnet. An dein' oben aus der Kammer 39 herausragenden Ende der Hohlschraube 38 sitzt ein Kopf 40 oder eine Handhabe, die ein leichtes Verstellen der Schraube gestattet. Auf dem oberen Rand des Mehrohres 17 sitzt eine Unterlegscheibe 37 aus Leder oder anderrn geeigneten Material, -die als Sitz für das untere Ende der Hohlschraube 38 bei deren Niederschrauben dient.
  • Bei Benutzung der Vorrichtung wird zunächst der Raum 35, welcher das oben offene Rohr 34 umgibt und mit dem Spiegel des Quecksilbers 16 in der Kammer 2,2 in Berührung steht, durch das Rohr 9 in bekannter Weise mittels einer Pumpe mit Luft o. dgl. gefüllt. Nach Umstellen des Ventils setzt man dann den Raum 35 mit der Flüssigkeit in Verbindung, deren Druck gemessen werden soll, also beispielsweise mit dem Boden des Behälters für den flüssigen Brennstoff eines Schiffes, so daß der Druck dieser Flüssigkeitssäule auf die als Zwischenmedium wirkende, in dem Raum 35 befindliche Luft und von dort weiter auf das Quecksilber in der Kammer 22 wirkt. Dadurch steigt dann das Quecksilber 16 in dem Mehrohr 17 in die Höhe. Während der Ausführung derartiger Messungen ist die Schraube 38 auf ihren Sitz 37 gesenkt, so daß ihre Bohrung 41 die unmittelbare Verlängerung des Mehrohres 17 bildet. Wenn infolge einer Störung, beispielsweise der plötzlichen Aufhebung einer vorübergehenden Verstopfung, der Druckanstieg in der Kammer 35 zu schnell erfolgt, so tritt das Quecksilber gegebenenfalls bis in die Bohrung 41 der Schraube 38 ein. Das stört aber nicht, solange das Quecksilber nicht aus der Queröffnung L1.2 dieser Schraube in die Kammer 39 austritt. Wenn letzteres erfolgt und dadurch die Messung unrichtig wird, muh die Schraube 38 gelüftet werden, so daß nun das OOuecksilber aus der Überlaufkammer 39 durch die Öffnung der Unterlegscheibe 37 wieder in das Mehrohr 17 zurückfließen kann. Nachdem dann die Schraube 38 wieder auf ihren Sitz 37 gesenkt ist, kann die Messung von neuem erfolgen.
  • Natürlich kann die beschriebene Vorrichtung auch entweder zur unmittelbaren Messung des Drucks von Flüssigkeitssäulen oder aber auch zur Messung des Drucks von Gasen und Dämpfen Anwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Überlaufvorrichtung für Druckmesser mit Meßflüssigkeit und einem Mehrohr, an das sich eine mit einer Luftauslaßöffnung versehene Überlaufkammer anschließt, in deren oberem Teil das Meßrohr sich öffnet, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Überlaufkammer (39) eine mit einer Längsbohrung (4i) und einer an ihrem oberen Teil in die Kammer (39) mündenden Öffnung (4a) versehene Schraube (38) in der axialen Verlängerung des Meßrohr es (17) hindurchgeführt und bis auf das obere Ende (37) des Meßrohres (r7) niederschraubbar angeordnet ist.
DEST48464D 1931-10-31 1931-10-31 UEberlaufvorrichtung fuer Druckmesser Expired DE596682C (de)

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