DE2327794C3 - Öleinfülleitung mit Füllstandsanzeige und einer Einfüllöffnung für einen Ölbehälter einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Öleinfülleitung mit Füllstandsanzeige und einer Einfüllöffnung für einen Ölbehälter einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine öleinfulleitung mit Füllstandsanzeige
und einer Einfüllöffnung für einen ölbehälter einer Brennkraftmaschine.
Es ist für die Lebensdauer einer Brennkraftmaschine wichtig, den konstruktiv gegebenen maximalen
Schmierölfüllstand beim Ölwechsel oder beim Nachfüllen von öl möglichst nicht zu überschreiten. Bei einem
iii hohen Füllstand tauchen Kurbelkröpfungen und fleuelköpfe in das Schmieröl ein, was im Betrieb je
nach Höhe der Überfüllung durch das Verpanschen des Schmieröles zu betriebsgefährdender Temperaturerhöhung
führen kann und außerdem eine mehr oder weniger große Leistungseinbuße ergibt.
Üblicherweise wird der Schmierölfüllstand bei einer Brennkraftmaschine mit Hilfe eines Peilstabes kontrolliert,
damit ist jedoch eine genaue Beobachtung des sich beim Füllen ständig ändernden ölspiegels schwierig,
und es kann leicht zur Überfüllung kommen.
Es ist auch eine Einrichtung zur Prüfung des ölstandes in Kraftfahrzeugmotoren bekannt (DT-AS
28 832), die darin besteht, daß die öleinfulleitung aus
einem durchsichtigen bzw. durchscheinenden Kunststoffrohr besteht, an dem die Füllhöhe des Öles geprüft
werden kann. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser Einrichtung sind jedoch beschränkt auf solche Einbaufälle,
die gute Zugänglichkeit beim Einfüllen des Öles und eute Sichtverhältnisse auf das unmittelbar am ölbehälter
angeordnete Kunststoffrohr zur Kontrolle des ölstandes gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine öleinfülleitung
mit Füllstandsanzeige zu schaffen, die den Nachteil der bekannten öleinfulleitung beseitigt und
außerdem eine selbsttätige Füilhöhenbegrenzung im Ölbehälter ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen die Einfüllöffnung aufweisenden ersten Leitungsabschnitt mit einer zur selbsttätigen Begrenzung der
höchsten Einfüllhöhe im ölbehälter abgestimmten Länge, einem sich daran anschließenden gleichschenklig,
U-förmigen zweiten Leitungsabschnitt sowie einem sich an letzteren anschließenden, in den ölbehälter hineinragenden
dritten Leitungsabschnitt, der im Querschnitt größer ausgebildet ist als der kleinste Querschnitt
des ersten oder zweiten Leitungsabschnittes, und der, nahe dem oder am Behälterboden endend,
über öffnungen oder Aussparungen in seinem Endbereich mit den: ölbehälter in kommunizierender Verbindung
steht sowie in seiner Wandung in einem dem kleinsten Füllstand des Ölbehälters entsprechenden
Abstand vom Behälterboden eine mit der Atmosphäre in Verbindung stehende öffnung aufweist, die beim
Füllen des Ölbehälters, sobald der kleinste Füllstand erreicht ist, verschlossen wird, so daß sich bei weiterem
Füllen in der Luft, die zwischen dem ölspiegel im dritten
Leitungsabschnitt sowie zwischen demjenigen des im zweiten Leitungsabschnitt luftabsperrend verbliebenen
Öls eingeschlossen ist, in Abhängigkeit vom zunehmenden Behälterfüllstand in an sich bekannter Weise
ein Druck zur Füllstandsanzeige im ersten Leitungsabschnitt aufbaut.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine öleinfulleitung für ölbehälter
von Brennkraftmaschinen geschaffen wurde, die mit einfachen Mitteln ein Füllen des Behälters über den
höchsten zulässigen Behälterfüllstand hinaus selbsttätig verhindert, daß damit eine Einrichtung zur Füllstandsanzeige
geschaffen wurde, die einfach im Aufbau und daher auch für rauhen Betrieb geeignet ist, und daß
auch bei schwer zugänglichem ölbehälter das Füllen des Ölbehälters auf den richtigen Füllstand und die
ständige Überwachung des letzteren ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden kann.
Es ist zwar noch eine Einrichtung zur Anzeige des Füllstandes des Ölbehälters einer Brennkraftmaschine
bekannt (US-PS 10 43 680). Diese Einrichtung dient aber nur zur Fernanzeige des Füllstandes, nicht aber
zum Einfüllen des Öles, und sie besitzt auch keine Funktion zur selbsttätigen Füilhöhenbegrenzung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Einfüllöffnung
zweckmäßigerweise von einer Auffangvorrichtung für überlaufendes öl umgeben.
Ferner ist es vorteilhaft, daß der Endbereich des dritten Leitungsabschnittes als glockenartige Erweiterung
ausgebildet ist, um die Differenz zwischen der Anzeigehöhe und der der verbrauchbaren ölmenge proportionalen
Füllhöhe klein zu halten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Ölbehälter mit öleinfulleitung.
F i g. 2 schematisch einen Ölbehälter mit öleinfülleitung und glockenartiger Erweiterung.
Eine Öleinfülleitung für einen ölbehälter 14 einer
nicht dargestellten Brennkraftmaschine besteht aus einem ersten Leitungsabschnitt 11 mit einer Einfüllöffnung
21, einem sich anschließenden gleichschenklig, U-förmigen zweiten Leitungsabschnitt 12, in dem bei
der Erstfüllung des Ölbehälters 14 ein Teil Öl 23 luftabsperrend \ erbleibt, und einem in den Ölbehälter 14 hineinragenden
dritten Leitungsabschnitt Ϊ3, in dem beim Füllen des Ölbehälters 14 von einem vorbestimmten,
kleinsten Behälterfüllstand 24 an Luft eingeschlossen wird, in der sich in Abhängigkeit vom Behälterfüllstand
ein Druck aufbaut. Dieser Druck kann zur kontinuierlichen Füllstandsüberwachung verwendet werden, z. B.
indem an den dritten Leitungsabschnitt 13 ein Druckanzeigegerät angeschlossen wird.
Um die Füllstandsanzeige nicht zu verfälschen, ist es
wichtig, daß das den dritten Leitungsabschnitt 13 beim Füllen durchströmende öl keine Luft mitreiß·.. Aus diesem
Grunde ist der Querschnitt des dritten Leitungsabschnittes 13 größer als der kleinste Querschnitt des ersten
oder zweiten Leitungsabschnittes 11 oder 12. Dadurch
wird erreicht, daß der ölstrom aus dem zweiten Leitungsabschnitt 12 beim Füllen des Ölbehälters 14
den Querschnitt des dritten Leitungsabschnittes 13 nur zum Teil ausfüllt und nicht wie ein Kolben die Luft aus
dem dritten Leitungsabschnitt 13 verdrängt.
Der dritte Leitungsabschnitt 13 endet auf oder nahe
dem Behälterboden 27 und steht über Öffnungen bzw. Aussparungen 28 mit dem Ölbehälter 14 in kommunizierender
Verbindung.
In Höhe des vorbestimmten, kleinsten Behälterfüllstandes
24 besitzt der dritte Leitungsabschnitt 13 eine öffnung 15, die mit einer Leitung 16 und einer Absperreinrichtung
17 verbunden ist. Während der Erstfüllung des Ölbehälters 14 steht der dritte Leitungsabschnitt 13
über die öffnung 15 bei geöffneter Absperreinrichtung 17 mit der Atmosphäre in Verbindung. Wenn der vorbestimmte,
kleinste Behälterfüllstand 24 erreicht ist, was sich durch austretendes öl an der Absperreinrichtung
17 bemerkbar macht, wird diese verschlossen. Dadurch wird im dritten Leitungsabschnilt 13 ein Mindestfüllstand
gewährleistet, so daß bei Schräglage des Ölbehälters 14 keine Verfälschung der Füllstandsanzeige
durch unkontrollierte Entlüftung des dritten Leitungsabschnittes 13 über die öffnungen bzw. Aussparungen
28 eintreten kann.
Der erste Leitungsabschnitt 11 weist eine abgestimmte
Länge ti auf, so daß der einfüllseitige ölspiegel des sperrenden Öles im U-förmigen zweiten Leitungsabschnitt
J2 durch den im eingeschlossenen Luftvolumen sich beim höchsten zulässigen Behälterfüllstand
25 bzw. 26 ergebenden Luftdruck gerade bis zum Rande der Einfüllöffnung 21 angehoben wird. Damit ist
ein weiteres Füllen des Ölbehälters 14 nicht möglich. Wird dennoch weiteres Öl nachgegossen, so läuft dieses
über den Rand der Einfüllöffnung 21, aber nicht in den Ölbehälter 14.
Wie eingangs schon dargelegt wurde, ist der Luftdruck der eingeschlossenen Luft im dritten Leitungsabschnitt
13 abhängig vom Behälterfüllstand. Genauer gesagt von der Höhe /?, um die der ölspiegel 20 höher
liegt als der ölspiegel 19 im dritten Leitungsabschnitt 13. Der Luftdruck im dritten Leitungsabschnitt 13 steht
im Gleichgewicht mit den beiden Flüssigkeitssäulen h und ti, die deshalb immer gleich groß sind.
Um das beim Einfüllen versehentlich oder bei Erreichen des höchsten Behälterfüllstandes überlaufende Öl
aufzufangen, ist am Rande der Einfüllöffnung 21 eine Auffangvorrichtung 18 angeordnet.
Eine genaue Füllstandsanzeige ist mit der Anordnung nach Fig. 1 nur bei Λ'=100% und bei /i' = 0%
gewährleistet, wenn der Ölbehälter den Füllstand 26 bzw. 24 aufweist. Bei Zwischenkontrollen des ölstandes
ergibt sich ein Anzeigefehler, weil die Anzeigehöhe ti um die Differenzhöhe 29 kleiner ist als die der verbrauchbaren
Ölmenge proportionale Füllhöhe (Λ + 29). Um diesen Anzeigefehler klein zu halten, der nur bei
Zwischenkontrollen in Erscheinung tritt, ist der Endbereich des dritten Leitungsabschnittes 13, wie in F i g. 2
gezeigt, als glockenartige Erweiterung 22 ausgebildet. Infolge dieser Maßnahme wirkt der im dritten Leitungsabschnitt
13 sich aufbauende Druck auf den großen ölspiegel 19 der Glocke 22, so daß sich eine kleinere
Differenzhöhe 30 ergibt als im Beispiel der F i g. 1.
Um die Meßgenauigkeit zu erhöhen, ist es zweckmäßig, das Einfüllen von Öl und die Füllstandskontrolle
bei der Betriebstemperatur des Ölbehälters 14 vorzunehmen, z. B. bei betriebswarmer Brennkraftmaschine
kurz nach dem Abstellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- 23794Patentansprüche:!. öleinfulleitung mit Füllstandsanzeige und einer Einfüllöffnung für einen ölbehälter einer Brennkraftmaschine, gekennzeichnet durch einen die Einfüllöffnung (21) aufweisenden ersten Leitungsabschnitt (11) mit einer zur selbsttätigen Begrenzung der höchsten Einfüllhöhe im ölbehälter (14) abgestimmten Länge (h1), einem sich daran an- jo schließenden gleichschenklig, U-förmigen zweiten Leitungsabschnitt (12) sowie einem sich an letzteren anschließenden, in den ölbehälter (14) hineinragenden dritten Leitungsabschni'.t (13), der im Querschnitt größer ausgebildet ist als der kleinste Querschnitt des ersten oder zweiten Leitungsabschnittes (11, 12), und der, nahe dem oder am Behälterboden(27) endend, über Öffnungen oder Aussparungen(28) in seinem Endbereich mit dem Ölbehälter (14)in kommunizierender Verbindung steht sowie in seiner Wandung in einem dem kleinsten Füllstand (24) des Ölbehälters (14) entsprechenden Abstand vom Behälterboden (27) eine mit der Atmosphäre in Verbindung stehende Öffnung (15) aufweist, die beim Füllen des Ölbehälters (14), sobald der kleinste Füllstand (24) erreicht ist, verschlossen wird, so daß sich bei weiterem Füllen in der Luft, die zwischen dem ölspiegel (19) im dritten Leitungsabschnitt sowie zwischen demjenigen des im zweiten Leitungsabschnitt luftabsperrend verbliebenen Öls (23) ein- geschlossen ist, in Abhängigkeit vom zunehmenden Behälterfüllstand in an sich bekannter Weise ein Druck zur Füllstandsanzeige im ersten Leitungsabschnitt aufbaut.
- 2. öleinfulleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllöffnung (21) von einer Auffangvorrichtung (18) für überlaufendes Öl umgeben ist.
- 3. öleinfulleitung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß der Endbereich des dritten Leitungsabschnittes (13) als glockenartige Erweiterung (22) ausgebildet ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732327794 DE2327794C3 (de) | 1973-06-01 | Öleinfülleitung mit Füllstandsanzeige und einer Einfüllöffnung für einen Ölbehälter einer Brennkraftmaschine | |
| IT5100074A IT1013157B (it) | 1973-06-01 | 1974-05-14 | Condotta di riempimento per serbatoi di liquido |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732327794 DE2327794C3 (de) | 1973-06-01 | Öleinfülleitung mit Füllstandsanzeige und einer Einfüllöffnung für einen Ölbehälter einer Brennkraftmaschine |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2327794A1 DE2327794A1 (de) | 1974-12-19 |
| DE2327794B2 DE2327794B2 (de) | 1975-06-19 |
| DE2327794C3 true DE2327794C3 (de) | 1976-02-05 |
Family
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