DE596385C - Verdickungsmittel fuer den Zeugdruck - Google Patents

Verdickungsmittel fuer den Zeugdruck

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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/46General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing natural macromolecular substances or derivatives thereof

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Description

  • Verdickungsmittel für den Zeugdruck Beim Bedrucken von Stoffen finden in der Textilindustrie verschiedene Verfahren Anwendung, der sog. Handdruck, der Perrotinedruck und das Drucken mit erhabenen Gravuren. All diesen Verfahren ist gemeinsam, daß den zur Anwendung gelangenden Farbstoffen lein geschmeidiges Verdickungsmittel zugesetzt werden muß, um einen klaren und gleichmäßigen Druck zu .erzielen.
  • Als geeignete Verdickungsmittel kamen seither in der Hauptsache Tragcent und Gummiarabikum in Betracht, während man mit der erheblich wohlfeileren Stärke keine zufriedenstellenden Ergebnisse erhält.
  • Um eine zu große Reibung zwischen Rackel und Walze zu verhüten, wodurch ihre ungleichmäßige -und zu starke Abnutzung verursacht wird und die' sog. Rackelstreifen !entstehen, wird dem Verdickungsmittel Mineralöl oder Pflanzenöl zugesetzt. Dieses hat jedoch anderseits den Nachteil, daß die Verteilung des Farbstoffes ungleichmäßig wird, die Farbe fester an der Druckwalze -und den Druckplatten haftet und sich infolgedessen nur teilweise mit den Messern wegnehmen läßt. Hierdurch wird das Muster verschwommen, und es entstehen Flecken.
  • Durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verdickungsmittel werden diese Nachteile beseitigt. Es gestattet die hauptsächliche oder ausschließliche Verwendung von Stärke an Stelle von Tragcent und Gummiarabikum. Außerdem kann das Verdickungsmittel mit Mineralöl und fettem Öl versetzt werden, wodurch deren Vorteile ohne ihre sonst beobachteten ungünstigen Wirkungen reintreten.
  • Um dem Verdickungsmittel diese günstigen Eigenschaften zu verleihen, wird @es mit,einem Zusatz von Phosphatiden pflanzlichen oder tierischen Ursprungs., allein oder zusammen mit fettem Öl oder Mineralöl, versehen. Insbesondere kommen für diesen Zweck die in den Sojabohnen und im Erbsenschälmehl enthaltenen, in großen Mengen zur Verfügung stehenden Phosphatide in Betracht, ferner das aus Fischrogen gewonnene tierische Lecithin sowie die im Gehirn und Eigelb enthaltenen Phosphatide.
  • Ein in der Hauptsache aus Stärke, etwas Tragcent, Mineralöl und Phosphatiden mit einem geringen Gehalt an fettem Öl bestehendes Verdickungsmittel zeichnet sich dadurch aus, daß bei dessen Anwendung die beim späteren Fixieren der Farbstoffe durch Dampfeinwirkung sonst häufig beobachtete Krustenbildung, die die Fixierung verhindert und die hierfür benötigte Zeit beträchtlich verlängert, nicht eintritt. Ferner entstehen in der Gewebefaser keine unlöslichen Koagulationen; auch läßt sich das Mittel leicht aus der Faser ausspülen, was sonst bei Anwendung bestimmter Farbstoffe weniger gut, oftmals sogar gar nicht gelingt.
  • Ein weiterer Vorteil dieses Verdickungsmittels ist darin zu erblicken, daß bei seiner Anwendung kein Schleifen des Druckes eintritt, ferner, daß es keine netzende Wirkung besitzt und sich deshalb besonders für die Herstellung von einseitigem Druck eignet. Hierdurch wird bei günstigem Druckergebnis an Farbstoff gespart. Will man zweiseitig drucken, so wird dem Verdickungsmittel ein bekanntes netzendes Mittel, z. B. Türkischrotöl, zugefügt, Das Verdickungsmittel bleibt stets elastisch, was für das Chassistuch des Handdruckverfahrens, die Farbtücher des Walzendruckverfahrens und die Farbrollen beim Perrotinedruck besonders günstig ist und sie schütz, wenn sie sich außer Gebrauch befinden.
  • Die zur Herstellung des Verdickungsmittels dienenden Phosphatid@e werden z. B. durch Auslaugen geschroteter Sojabohnen mit einem :aus 9o Teilen Benzol und io Teilen Alkohol bestehenden Lösungsmittelgemisch gewonnen. Das Lösungsmittel nimmt in der Hauptsache das Öl und die Phosphatide auf. Nach dem Verdampfen von Benzol und Alkohol bleibt öl zurück, das die Phosphatide gelöst enthält. Um die letzteren abzuscheiden, wird entspannter Wasserdampf in das öl eingeleitet. Hierdurch werden die Phosphatide niedergeschlagen. Die Phosphatide werden abgetrennt, durch Abschleudern von der Hauptmenge des mitgerissenen öles befreit und durch Abdestillieren des Wassers unter vermindertem Luftdruck getrocknet. Man erhält so eine aus etwa 6o bis 7o Teilen Pflanzenlecithin und 3o bis 4o Teilen Sojabohnenöl: bestehende Mischung.
  • Ebenso läßt sich für den gleichen Zweck der bei der Extraktion von Sojabohnen mit Benzin abfallende Sojaschlamm verwenden, der in bekannter Weise mit Essigester oder Aceton gereinigt wird. Auch sind die bei dieser Reinigung abfallenden phosphorhaltigen Zersetzungsprodukte hierfür geeignet.
  • i Teil des aus etwa 7o Teilen Pflanzenlecithin und 3o Teilen Sojabohnenöl bestehenden Gemisches wird mit 3 Teilen Mineralöl unter ständigem Umrühren und Erwärmen bis auf eine Temperatur von 6o° C gelöst, bis eine vollkommen gleichmäßige Mischung erreicht ist (A). Beispiel i i5o g Weizenstärke werden mit 790 g Wasser gekocht, bis eine gut gebundene, klare Mischung erzielt ist. Man läßt bis auf 6o' C abkühlen und fügt 6o g A unter kräftigem Umrühren zu. Das Ganze wird 4 Stunden lang in einer Rührmaschine unter langsamem Abkühlen gerührt.
  • Beispiel 2 75 g Tragant werden 24 Stunden lang in 5oo g Wasser kalt gerührt. Dann werden weitere 365 g Wasser zugefügt, und das. Ganze wird 24 Stunden unter Umrühren gekocht. Das beim Kochen verdampfte Wasser wird durch die gleiche Menge Wasser ersetzt. Nach dem Abkühlen bis auf 6o° C werden 6o g A unter Umrühren langsam zugefügt. Das Ganze wird dann 4 Stunden lang unter langsamem Abkühlen gerührt.
  • Beispiel 3 i 2o g Weizenstärke werden mit i oo g der nach Beispiel 2, jedoch ohne Zusatz von A erhältlichen Verdickung in 720 g Wasser gekocht, bis eine gut gebundene Verdickung entstanden ist. Das verkochte Wasser wird ergänzt. Bei 60°C werden bog A langsam zugegeben. Dann wird 4 Stunden lang unter langsamem Abkühlen gerührt. Beispiel 4 5oo g Gummiarabikum werden in 440 g Wasser unter Erwärmen in einer Zeit von etwa 12 Stunden aufgelöst. Dann werden 6o g A langsam zugegeben, und das Ganze wird 4 Stunden lang unter allmählichem Abkühlen gerührt.

Claims (1)

  1. PATLNTANSI'RUCII: Verdickungsmittel für den Zeugdruck dadurch gekennzeichnet, daß sie neben den üblichen Verdickungsmitteln und bekannten Zusätzen Phosphatide pflanzlichen oder tierischen Ursprungs enthalten.
DEB143703D 1929-05-18 1929-05-18 Verdickungsmittel fuer den Zeugdruck Expired DE596385C (de)

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