DE453576C - Verfahren zur Herstellung von Druck-, Reserve- oder AEtzfarben fuer den Zeugdruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druck-, Reserve- oder AEtzfarben fuer den Zeugdruck

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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/46General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing natural macromolecular substances or derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Druck-, Reserve- oder Ätzfarben für den Zeugdruck. Die im Zeugdruck verwendeten Druckpasten enthalten bekanntlich außer den Farbstoffen und den zu ihrer Verbindung mit der Faser notwendigen Chemikalien auch noch Verdickungsmittel, denen eine wichtige Aufgabe zufällt.
  • Sie besteht darin, den Druckfarben die richtige Konsistenz und Adhäsion zu geben, damit sie von den Druckwalzen und Formen in der nötigen Menge aufgenommen werden, ohne daß sie beim Druck selber an den U'alzen klebenbleiben und schmieren, sie müssen nach erfolgtem Aufdruck das Auslaufen der Farben und Fixierungsmittel auf die unbedruckten Teile verhindern, sie müssen für die gleichmäßige Verteilung des Farbstoffes bei der Fixierungsoper ation Gewähr leisten und sich schließlich nach erfolgter Fixierung der Farbstoffe durch eine einfache Waschoperation rasch und vollständig wieder von der Faser entfernen lassen. Dabei darf der Preis des Verdickungsmittels nur mäßig sein.
  • Das gleiche gilt mit sinngemäßen Abänderungen, wenn es sich nicht um den Aufdruck von Farbstoffen, sondern um Reservedruck oder Ätzdruck, d. h. zum Abwerfen oder zur Zerstörung später aufgebrachter oder vorgefärbter Farbstoffe handelt.
  • Die der Verdickung zufallenden Aufgaben sind also sehr vielseitig und wichtig, und von der richtigen Wahl des Verdickungsmittels hängt nicht zum wenigsten der Erfolg aller Operationen ab.
  • Dabei ist der Kolorist, soweit die Verdickungen in Fragekommen, im wesentlichen noch immer auf empirische Erfahrung und Versuche angewiesen.
  • Als Verdickungsmittel werden, abgesehen von den gelegentlich als Hilfsstoffe benutzten chemisch indifferenten mineralischen Pulvern, wie feingemahlener Schwerspat, Blanc fixe, Lithopone u. dgl., kleisterbildende Stoffe, also die verschiedenen Stärkesorten, die ganz oder teilweise löslich gemacht sein können, ferner schleimgebende Stoffe und schließlich allerhand Gummiarten verwendet.
  • Um den Verdickungen die gewünschten Eigenschaften zu geben, werden gewöhnlich Gemische verschiedener Mittel verwendet, die sich in ihren Eigenschaften ergänzen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß namentlich Gummi, vor allem Tragant, ein für viele Zwecke unentbehrlicher Bestandteil von Verdickungen ist. Der große Nachteil des Tragants ist aber sein hoher Preis, der seine Verwendung trotz aller technischen Vorzüge für viele Zwecke ausschließt.
  • Es wurde nun gefunden, daß- man mit Hilfe von getrockneten Bananenschnitzeln und dem daraus hergestellten Bananenmehl, das von verschiedenen Bananensorten stammen kann, Verdickungen für alle Zwecke des Zeugdrucks herstellen kann, die bei wesentlich billigerem Preise einen in technischer Hinsicht vollwertigen Ersatz der teuren Tragantverdickung bilden.
  • Darüber hinaus hat sich die überraschende Tatsache ergeben, daß die unter Verwendung von Bananenprodukten hergestellten Druckfarben bei sonst gleicher Vorschrift mit den für den Zugdruck außerordentlich wichtigen Küpenfarben, insbesondere den Indanthrenfarbstoffen, wesentlich ausgiebigere und lebhaftere Drucke liefern als bei Anwendung der bisher für diese Farbstoffgruppe verwendeten Verdickungsmittel.
  • Als Beispiel für die Herstellung einer derartigen Verdickung dient nachstehende Vorschrift, die in weitesten Grenzen abgeändert werden kann.
  • Vorschrift für die Herstellung einer Verdickung unter Verwendung von Bananenmehl: Ioo g Bananenmehl, I 1 Wasser, 2o ccm Natronlauge 40' B8 werden miteinander verkocht.
  • Man kann auch folgendermaßen arbeiten: 2o kg Bananen, gemahlen, werden in I So 1 Wasser eingeweicht, sodann 24 Stunden stehengelassen, dann 3 Stunden unter Zusatz von 6oo g Weinsäure und 75o g Formaldehyd gekocht und kaltgerührt. Zur Herstellung einer Stärkebananenverdickung werden zu etwa 35o Teilen Bananenverdickung 65ö Teile Weizenstärkeverdickung gegeben. Der Zusatz von Weinsäure hat sich als vorteilhaft in vielen Fällen erwiesen, der Formaldehyd dient zum Konservieren der Verdickung. Die Bananenverdickung kann entweder für sich allein oder in Verbindung mit Weizen- oder Maisstärke in allen Fällen zum Ersatz der bekannten Stärketragantverdickung oder der aus unlöslichem Gummi hergestellten Verdickung (Kristallplattengummi) Anwendung finden.
  • Die mit dieser Verdickung hergestellten Farben drucken sich leicht, waschen sich gut aus und geben in vielen Fällen farbstärkere Drucke als andere Verdickungsmittel.
  • Die oft sehr schwierig zu druckenden schweren Decker in Tanninfarben oder noir reduit drucken sich glatt, die Farben halten sich im Geschirr lange Zeit, so daß man imstande ist, den Tragant aus der Reihe der im Kattundruck gebrauchten Drogen vollständig auszuschließen.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCIi: Verfahren zur Herstellung von Druck-, Reserve- oder Ätzfarben für den Zeugdruck, bei denen die bisher gebräuchlichen Verdickungsmittel ganz oder teilweise durch solche Mittel ersetzt sind, die aus den Früchten der verschiedenen Sorten der Bananenpflanzen stammen.
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