DE596061C - Eigelbersatz, insbesondere fuer die Herstellung von Glaceleder - Google Patents

Eigelbersatz, insbesondere fuer die Herstellung von Glaceleder

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    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring

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Description

  • Eigelbersatz, insbesondere für die Herstellung von Glaceleder Die Erfindung betrifft die Verwendung eines Eigelbersatzes insbesondere bei der Herstellung von Glaceleder. -Bei der Herstellung von Glaceleder sowie -bei der Fettung von Ledern. findet in großem Maße Eidotter, welche gewöhnlich als Sogen. nannte Faßeier bezeichnet werden, zuweilen aber auch Eieröl Verwendung. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, sulfonierte. Wollfettfettsäuren zu diesem Zweck zu verwenden, ahne daß es allerdings gelungen wäre, dieses Mittel einzuführen, denn -die Eierpräparate ergeben weit bessere Resultate.
  • Als Nachteil . der Eierpräparate wurde empfunden, daß dieselben infolge - ihres. Eiweißgehaltes leicht verderblich sind. und in Fäulnis geraten. Aber auch das sogenannte Eieröl ist nicht völlig beständig, weil das Lecithin, insbesondere bei der Gerbung,, sich leicht zersetzt. - Schließlich -sind die: Eierpräparate und auch das Eieröl -von wechselnder der Beschaffenheit, welche je nach Herkunft und. Bereitungsweise schwankt., Trotz dieser Nachteile und des- relativ hohen Preises für Eier, und Eierpräparate hat man bisher wegen der eingangs erwähnten gerbereitechnischen Vorzüge vori ihrer Verwendung -nicht Ab=' stand .genommen. -Die erfindungsgemäß verwendeten Mischungen sind durchaus haltbar;, sie sind. daher geeignet, Eigelb und Eierpräparate völlig zu ersetzen,. ohne auf der anderen Seite deren, leichte Verderblichkeit. aufzuweisen.
  • Die verwendeten Gemische lassen . sich in mehrfacher Weise dadurch erhalten, daß zunächst Fette oder Fettöle mit gegebenenfalls denaturiertem Alkohol behandelt werden, wobei ein an Sterinen und Lecithin angeteichertes Fettgemisch in Lösung geht. Nach -dem Verdampfen des, Alkoholauszuges läßt sich aus dem Verdampfungsrückstand das Lecithin durch Ausfällen. mit Aceton entfernen. Bei der üblichen Fällung von Lecithin-, Öl- oder Fettgemischen -mit- Aceton gelingt es nicht, das Lecithin quantitativ auszuscheiden. Es verbleiben je nach dem ursprünglichen Öl- oder Fettgehalt .der Mischung noeh geringe Mengen Lecithin gelöst, die aber unschädlich sind und im Endprodukt nicht stören. Das erhaltene Fett oder Öl ist lecithinarm, dagegen in bezug auf Sterine erheblich angereichert.
  • Dieses Gemisch, läßt sich nun in vorteilhafter Weise insbesondere bei der Glaceiederherstellung verwenden. Es lassen sich ebenso gute oder gar bessere Ergebnisse als mit Eierpräparaten erzielen; wobei jedoch jedwede Zersetzungserscheinungen vermieden werden können. -. Es gelingt sonach nach dem neuen Verfahren, von dem für die -Ernährung wichtigen und im Inland nicht in ausreichender Menge -erzeugten Hühner- bzw. Entenei völlig abzusehen und an dessen Stelle mit dem gleichen oder besseren Erfolg Stoffe zu verwenden, welche zum Teil als Abfallprodukte ,anderer Industrien im Inland in ausreichenden Mengen anfallen.
  • Ausführungsbeispiele i. Lammfelle werden mit folgender Gare ausgegerbt: 2,5°o Cholesterinöl, 6°/o Alaun, io°%o Mehl, 2 % Kochsalz, 6o °/a Wasser (auf das Blößengewicht bezogen).
  • 2. Auf iookg Falzgewicht kommen folgende Fettlickermischungen in das Walkfaß i,öo 0/p Marsailler-Seife, i,oo °/o Klauenöl, i,oo bis i,5 % Cholesterinöl oder 3. i,oo °/o sulfoniertes Öl, i,oo °/o Klauenöl, 1,25 % Cholesterinöl. Je nach Bedarf können die Mengen abgeändert und dem jeweiligen Zweck angepaßt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von praktisch lecithinfreien, aus Sterinen bzw. Sterinabkömmlingen und Ölen oder Fetten bestehenden Gemischen, welche aus Lecithin, Sterin und Öle oder Fette enthaltenden Gemischen durch Abtrennen des Lecithins erhalten werden, als -Eigelbersatz, insbesondere bei der Herstellung von Glaceleder allein oder zusammen mit anderen Lederfettungsmitteln.
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