DE59596C - Löseventil für Luftdruckbremsen von Eisenbahnzügen - Google Patents
Löseventil für Luftdruckbremsen von EisenbahnzügenInfo
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- DE59596C DE59596C DENDAT59596D DE59596DA DE59596C DE 59596 C DE59596 C DE 59596C DE NDAT59596 D DENDAT59596 D DE NDAT59596D DE 59596D A DE59596D A DE 59596DA DE 59596 C DE59596 C DE 59596C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/36—Other control devices or valves characterised by definite functions
- B60T15/54—Other control devices or valves characterised by definite functions for controlling exhaust from triple valve or from brake cylinder
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1890 ab.
Um bei EisenbahnzUgen eine geeignete Regelung der Zugbewegung in den Fällen langer
und stärkerer Thalfahrten zu bewirken, wird eine selbstthätige Druckentlassung aus den
Bremscylindern herbeigeführt. Mit dem Bremscylinder ist ein Druckentlassungsventil 21 verbunden
, welches eine Auslafsöffnung überwacht und für welches eine Eröffnung immer
dann herbeigeführt wird, wenn die Zugstange einen Zug in einer Richtung, um die Wagen
anzuziehen, erfährt.
Wenn ein Zug eine lange Strecke bei angelegten Bremsen herabfährt, so sind die Zugstangen
der verschiedenen Wagen ohne Zug. Hat sich nun die Geschwindigkeit durch das Bremsen bis zur gewünschten Grenze vermindert,
so soll zuerst der Druck im Zugrohr so weit vermehrt werden, um die bekannten dreifachen Ventilapparate in ihre Entlastungsstellung überzuführen, und wird danach Dampf in
die Maschine eingelassen, um einen Zug auf die Zugstangen der verschiedenen Wagen auszuüben;
die damit erzielte Herausbewegung erwähnter Stangen hat eine Streckung des ganzen Zuges zur Folge, die Entlassungsventile
öffnen sich, der Druck entweicht aus den Bremscylindern und die Bremsen werden genügend
weit gelockert.
Der Zeitraum, welcher zwischen der Bewegung im dreifachen Ventilapparat und der Entweichung
des Druckes aus den Bremscylindern zufolge der Auswärtsbewegung der Zugstangen statthat, reicht .aus zur Wiederfüllung der
Hülfsbehälter. Die gänzliche oder theilweise Entlastung der Bremsen kann, wenn erforderlich,
der Maschinenführer durch geeignete Regelung der thätigen Zugkraft bewirken, indem
die sofortige und selbstthätige Entlassung des Bremsdruckes durch einen Ruck auf die Zugstange
zu erzielen ist.
Es geschieht also der unter Druck stattfindende Luftübertritt aus dem Hauptbehälter
und dem Hauptluftrohr- (Brems-) Rohr B, Fig. 6, nach dem Hülfsbehälter 1, sowie aus
diesem nach dem Bremscylinder 1a mittelst
eines bekannten dreifachen Ventilapparates 2. Das Rohr 3 hat Verbindung nach dem Auslafskanal
29 des Ventilapparates 2; dieser Kanal wird vom Schieber des Apparates in bekannter Weise überwacht. Um die Zugbewegung
während der Wiederladung des Hülfsbehälters -bei abfallenden Bahnstrecken
noch beherrschen zu können, werden die Bremsen selbstredend nicht ganz gelöst, sondern
bleiben an den Rädern liegen. Dies wird erzielt durch ein Druckzurückhaltungsventil,
welches den Bremscylinderdruck nicht unter einen gewissen Betrag (etwa 1,05 kg) herabsinken
läfst.
Dieses DruckzurUckhaltungsventü 11 ist, um
leicht zugänglich zu sein, an einem Wagenende in dem vom Bremscylinder-Auslafskanal
ausgehenden Rohr 3 angebracht. Das Ventilgehäuse 11 steht mit dem Rohr 3 durch einen
Stutzen in Verbindung, von welchem ein Kanal nach dem Innern führt; das diesen Kanal oben absperrende Ventil wird für
gewöhnlich durch ein Gewicht 14 oder eine Feder auf seinen Sitz gedrückt und die Gröfse
dieses Druckes nach der Pressung bemessen, welche während der Wiederfüllung des Hülfsbehälters
im Bremscylinder aufrecht erhalten
bleiben soll; wird das Ventil von einem höheren Druck im Rohr 3 von seinem Sitz
abgehoben, so entweicht solcher Ueberdruck. Um die Luft aus dem Bremscylinder unter
gewöhnlichen Verhältnissen, also bei waagrechter oder schwach ansteigender Bahnstrecke,
wo das Druckzurückhaltungsventil überflüssig erscheint, frei entlassen zu können, ist ein
Dreiweghahn 13 vorhanden.
Zur Entlassung des im Bremscylinder mittelst des vorerwähnten Ventils zurückgehaltenen
Druckes, dann, wenn derselbe etwa bei abfallender Bahn zu grofs wird und Stöfse des
Wagens verursacht, so dafs in der vorhergehenden Zugstange eine Längsbewegung auftritt,
verbinde ich diese mittelbar mit dem Auslafsventil 21 im Rohr 3, welches die Luft
aus dem Bremscylinder austreten läfst, wenn es vermöge der Auswärtsbewegung der Zugstange
geöffnet wurde.
Das erwähnte Entlassungsventil ist aus der Figur ersichtlich. Das Ventilgehäuse 5 steht
durch ein Zweigrohr 4 mit dem Rohr 3 in Verbindung; ein darin geführtes Ventil 21
überwacht den ins Freie gehenden Kanal 28. Die Feder 24 drückt das Ventil stets auf seinen
Sitz, wenn es nicht mittelst Hebels 18 von diesem abgehoben wird. Die seitlichen Arme
dieses Hebels greifen über Stifte, welche im Gehäuse festsitzen. Der Hebel 18 kann mithin
nach zwei Richtungen bewegt werden, wobei immer einer der Stifte als Drehzapfen dient
und jede Bewegung eine Anhebung des Ventils 21 bezw. Eröffnung des Auslafsweges 28
für die aus dem Bremscylinder bezw. dem Rohr 3 kommende Luft bewirkt.
Der Hebel 18 steht nun mit der Zugstange 10 in geeigneter Verbindung mittelst
des Hebels 7, welcher durch Feder 6 an den Entlassungsventilhebel 18 angeschlossen ist,
während der andere Arm von 7 gegen eine Schulter der Zugstange 10 sich anlegt, zum
Zweck, dafs bei einer Auswärtsbewegung dieser Stange der Hebel 7 um seinen Drehzapfen
gedreht wird und so vermöge seiner Verbindung nach dem Entlassungsventil 21
hin dieses öffnet. Nach dem Aufhören des Zuges in der Stange 10 geht dieselbe wieder
zurück und auch der Hebel 7 wird durch Feder 6 in seine Ruhelage zurückgeführt, worauf die Feder 24 das Entlassungsventil 21
auf seinen Sitz drückt.
Die Oeffnungsdauer des Entlassungsventils stimmt überein mit der Zeitdauer des Zuges in
der Zugstange.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Luftdruckbremsen für Eisenbahnzüge das Ventil 21, welches bei längeren und stärkeren Thalfahrten durch einen in der Zugstange entstehenden Zug mittelst Hebels und Stangenverbindung geöffnet wird und bei geeigneter Stellung des selbstthätigen Steuerventils 2 Luft aus dem Ausströmungsrohr 3 bezw. dem Bremscylinder entläfst, demnach die Bremse löst.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59596C true DE59596C (de) |
Family
ID=333799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59596D Expired - Lifetime DE59596C (de) | Löseventil für Luftdruckbremsen von Eisenbahnzügen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59596C (de) |
-
0
- DE DENDAT59596D patent/DE59596C/de not_active Expired - Lifetime
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