DE595802C - Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgaenge im Gestell von Schachtoefen - Google Patents

Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgaenge im Gestell von Schachtoefen

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DE595802C
DE595802C DEK121520D DEK0121520D DE595802C DE 595802 C DE595802 C DE 595802C DE K121520 D DEK121520 D DE K121520D DE K0121520 D DEK0121520 D DE K0121520D DE 595802 C DE595802 C DE 595802C
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    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/16Tuyéres

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgänge im Gestell von Schachtöfen . Die Gleichmäßigkeit des Niederganges der Beschickung in Schachtöfen; insbesondere in Hochöfen, ' ist in erster Linie von dem Verlauf der Gasströmung abhängig. Mit ihr ändert sich der Gang des @ Ofens, und von ihr ist die Wirtschaftlichkeit des Betriebes in starkem Maße beeinflußt. - Die im Schacht der Hochöfen aufsteigenden Gase suchen sich den bequemsten '\Veg durch die lockersten Be-, schickungsmassen, die dann wiederum am ehesten reduziert und niedergeschmolzen werden. Den größten Raum innerhalb der Beschickung der Schachtöfen, vor .allem der Hochöfen, nimmt der Koks ein; er wird in erster Linie von den .in das Gestell der Schachtöfen eingeführten Sauerstoffmengen vergast. Da der größte Sauerstoffanteil bekanntlich in den vor den Windformen befindlichen Oxydationsräumen vorhanden ist, wandert der Koks praktisch ausschließlich in diese Zonen und beeinflußt damit den Niedergang der übrigen Beschickung, die oberhalb der Oxydationszonen, d. h. der sauerstoffhaltigen Gebiete, in rascher Bewegung und lockerer Lagerung ist und somit den aufsteigenden Gasen einen bequemen Weg bietet. Die Tatsache, daß die Oxydationsräume und Oxydationszonen vor den Windformen der Schachtöfen von entscheidendem Einfluß auf die Gasströmung und damit den Betrieb der Öfen ist, hat erfindungsgemäß uigsgcmäß zu der Erkenntnis geführt; daß mit einer während des Betriebes der Schachtöfen erfolgenden Beeinflussung der Oxydationsräume, d. h. .der Sauerstoffverteilung im Gestell, regelnd auf die Verbrennungsvorgänge und damit auf den Gang und die Wirtschaftlichkeit der Schachtöfen eingewirkt werden kann.
  • Es war bisher der $ochofentechnik nicht möglich, : die Lage der Oxydationszone in Richtung der Formachse vom Gestellumfang in beliebige Gestelltiefen bei voller Windpressung zu verschieben. Durch die Erfindung wird nunmehr eine solche wahlweise Verlegung der Oxydationszone ermöglicht. Dies hat den Vorteil, daß man eilten Einfluß auf die Gasströmung während des Be-' triebes ausüben kann und somit in der Lage ist, die im Gestell und Schacht jeweils träge arbeitenden Beschickungsteile zu beleben, sie gasdurchlässiger zu machen, und damit wieder regelnd auf die Gesamtgasströmung einzuwirken. Das ist vor allem dann von größtem Vorteil, wenn üfen mit weiten Gestellen langsam betrieben werden und die Beschickungsmassen durch die großen Querschnitte nur ganz ungleichmäßig niedergehen.. 'Auch bei kleinen öfen wird eine schnelle Besserung eines vorübergehend schlechten Ofenganges dadurch erreicht, daß die Oxydationsräume während des Betriebes unter die stockenden Deschickuugsmassen verlegt werden. Man hat randgängige Ofen schon dadurch mittelgiingig zu machen versucht, daß man längere oder andere Windformen nach vorheriger Stillsetzung des Oferis einbaute. Dadurch schaffte man aber stets wiederum nur eine Treue gleichbleibende Oxydationszone, die nicht nach Belieben während des Betriebes, sondern nur nach langen Ofenstillständen durch den Einbau anderer Formen 'geändert werden konnte. Praktisch sind solche Maßnahmen auch wegen der Schwierigkeiten der Stillsetzung des Ofens unbrauchbar. Diese und andere Vorschläge zur Verengung des Blasquerschnittes verfolgen auch andere Ziele, die nicht im Zusammenhang stehen mit der Änderung der Lage der Oxydationszone. Bei einer vorbekaimten Einrichtung zum Regeln des Düsenquerschnittes wird ein in der Blasform befindlicher wassergekühlter Ring bis in den Mündungsquerschnitt verschoben, um in seiner äußersten Stellung -eine Querschnittsverengung der Blasöfnung und - damit eine Drosselung der Blasluft zu ergeben. Eine Änderung der Windrichtung und der Form des vor der Blasdüse befindlichen Oxydationsraumes wird indessen weder erstrebt noch erreicht.
  • Mit der Vorrichtung entsprechend der Erfindung ist es möglich, die Windeintrittsstelle im Gestell und damit die Lage der Oxydationszone bei Schachtöfen, insbesondere 'bei Hochöfen, beliebig zu verändern. Sie besteht aus einem durchlochten Körper, der praktisch die Gestalt einer kleinen Blasform hat, und der so in der -eigentlichen Windform und im Windstrom angeordnet ist, daß er sich ganz oder teilweise in deren Achsrichtung in das Gestellinnere hinein verschieben läßt, wobei er die Windeintrittsstelle und damit den Oxydationsraum vor sich ständig verlegt. In- der Zeichnung ist ein waagerechter Schnitt durch eine Windform . und einen Düsenstock mit in diesem Falle beispielsweise zylip-drischen Einbauhohlkörpern dargestellt. ` Der durchlochte Körper i, der zylindrisch oder auch wie eine Blasform gestaltet sein kann und dessen Wandungen gekühlt oder auch massiv sind, ist an dem einen Ende einer zentral durch das Düsenrohr 5 eingeführten Führungsstange 3 angeordnet, die bei «assergekühlten Einbauhohlkörpern gleichzeitig zur Zu- und Ableitung des Kühlwassers dient. Das andere Ende der Führungsstange 3 ist in einer Stopfbüchse 4. so gelagert, daß die Achse der Führungsstange 3 und des Einbauhohlkörpers i in jeder Stellung mit der Achse des Düsenrohres 5 und der Windform 2 zusammenfällt. Die Längsverschiebung des Einbauhohlkörpers i kann von Hand entweder durch unmittelbares Vortreiben der Führungsstange 3 erfolgen oder durch Handrad und Zahngetriebe mittelbar geschehen.
  • Um mit dieser Vorrichtung den Windeintritt im Gestell und damit die Oxydationszone nach der Gestellmitte hin zu verlegen, wird der Einbauhohlkörper i aus der Windform 2 heraus um so viel in das Gestellinnene v erschobeh, als die Oxydationszone nach vorn verlegt werden soll. Ist der Körper i ganz in die Windform 2 zurückgezogen, so erhält die Oxydationszone vor der @#.'indform wieder diejenige " Lage, die ihr durch die Stellung der Windform selbst gegeben ist.

Claims (1)

  1. P:ITENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgänge im Gestell von Schachtöfen, insbesondere von Hochöfen, dadurch gekennzeichnet, daß eine beliebige Verlegung des Windeintritts und der vor den Formen befindlichen Oxydationsräume in das Gestell der Schachtöfen durch im Windstrom der Blasformen angeordnete Hohlkörper (i) erfolgt, die während des Betriebes des Ofens ganz oder teilweise aus den Windformen in deren Achsrichtung in das Gestell des Ofens hinein vorgeschoben werden können.
DEK121520D 1931-07-31 1931-07-31 Vorrichtung zur Beeinflussung der Verbrennungsvorgaenge im Gestell von Schachtoefen Expired DE595802C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1000602B (de) * 1953-12-28 1957-01-10 Huettenwerk Oberhausen Ag Mit einem Kuehlmantel versehene Duese zur Einfuehrung von Gasen u. dgl. in ein Metallbad
DE958740C (de) * 1953-10-06 1957-02-21 Gutehoffnungshuette Sterkrade Blasduese fuer OEfen, insbesondere fuer Schachtoefen
DE1014745B (de) * 1952-03-18 1957-08-29 Basf Ag Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen
DE1117620B (de) * 1956-12-03 1961-11-23 Inst Rech S De La Siderurgie S Vorrichtung zur Formung des Windstrahls in den Windduesen eines Hochofens

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DE1014745B (de) * 1952-03-18 1957-08-29 Basf Ag Verfahren zum Betrieb von Schachtoefen
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DE1000602B (de) * 1953-12-28 1957-01-10 Huettenwerk Oberhausen Ag Mit einem Kuehlmantel versehene Duese zur Einfuehrung von Gasen u. dgl. in ein Metallbad
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