DE595708C - Verfahren zur Entfernung wasserhaltiger Rueckstaende aus Druckbehaeltern - Google Patents

Verfahren zur Entfernung wasserhaltiger Rueckstaende aus Druckbehaeltern

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DE595708C DESCH98430D DESC098430D DE595708C DE 595708 C DE595708 C DE 595708C DE SCH98430 D DESCH98430 D DE SCH98430D DE SC098430 D DESC098430 D DE SC098430D DE 595708 C DE595708 C DE 595708C
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J3/00Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor
    • B01J3/02Feed or outlet devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K13/00Sugars not otherwise provided for in this class

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Description

Bei der Verzuckerung von cellulosehaltigem Material, z. B. nach, dem Dr. Scholler· sehen Verfahren (Patent 577 850), 'erhält man Lignin' oder ligninartigie Rückstände, die im folgenden kurz als Lignin bezeichnet werdein. Dieses Lignin entsteht als harter, mehr oder weniger zusammenhängender Ligninkuchen, der insbesondere dann hart wird, wenn die Flüssigkeit von oben nach unten den Perkolator durchfließt. Ein Herauspressen des Ligninkuchens ist ohne weiteres unmöglich. Man hat bei der fabrikatorischen Verzuckerung der Cellulose (in Tornesch) daher bisher den Ligninkuchen mittels eines Bohrers zerkleinern oder ihn durch Händarbeit entfernen müssen, was mehrere Stunden erforderte.
Die vorliegende Erfindung besteht in einem Verfahren zur Entfernung des Lignins und ermöglicht es, den Entfernungsprozeß von etwa S Stunden auf einige wenige Minuten abzukürzen. Das neue Verfahren besteht darin, daß der Ligninkuchen im Reaktdonsgefjäß durch plötzliches Öffnen desselben an geeigneten Stellen und der so herbeigeführten Entspannung der ihm anhaftenden, etwa 1700 heißen Flüssigkeit in kleine Teile zerrissen wird. Mit dem Dampf kann so das Ligninmatetial gleich mit ausgestoßen werden und, soweit dies nicht der Fall ist, kann es leicht entfernt werden. Vorteilhaft wird z. B. 'ein Ventil benutzt, das zweckmäßig am unteren Ende des Perkolators angebracht ist. Das vorliegende Verfahren kann z. B. auch so ausgeführt werden, daß man durch entsprechende große Ventile gleichzeitig den Dampf oberhalb und unterhalb des Iigninkuchens aus dem Perkolationsgefäß plötzlich austreten läßt. Auch hierbei wird durch die plötzliche Wasserverdampfung der Ligninkuchen gesprengt und kann dann während der Druckentspannung und auch noch nach derselben, in letzterem Falle infolge seiner Schwere, durch die untere Öffnung aus dem Perkolationsgefäß austreten.
Ausführ ungsb eispiel
Ein Perkolator mit einem Inhalt von 20 0001 enthält 2 bis 3 Tonnen Ligninkuchen mit einem Wassergehalt von etwa 50 bis 70 o/0 bei 'einer Temperatur von 170° und einem Druck von 7,5 atü. Durch rasches Öffnen eines Schiebers, der sich am unteren Konus des Perkolators befindet, wird der Druck im Innern des Perkolators, und zwar zunächst in der unmittelbaren Nähe des geöffneten Schiebers, herabgesetzt, so daß infolge der Entspannung das Wasser explosionsartig teilweise verdampft und den Ligninkuchen in kleine Stücke reißt, die, gemischt mit Dampf, aus dem Schieber austreten. Die freigegebene Öffnung des Schiebers (Ventil) hat einen Durchmesser von 150 mm. Innerhalb von 3 Minuten ist der gesamte Inhalt des Perkolators ausgestoßen.
Der sich !entwickelnde Dampf kann bei dem vorliegenden Verfahren zur Entfernung des Lignins aus dem Reaktionsgefäß benutzt werden. Ferner kann auch der Dampf im Anschluß hieran noch zum Transport des Li-
gnins an eine Verwendungsstelle, ζ. Β. Feuerung, herangezogen werden.
Wird das Lignin nicht zur Feuerung, sondern für irgendwelche technischen Zwecke, S z. B. Isolationszwecfce o. dgl., verwendet, so empfiehlt es sich, dasselbe an geeigneter Stelle, z. B. in der Abscheidungskammer zwischen Ligninmasse und Dampf, noch weiterhin zu trocknen, um den Wassergehalt, der
ίο durch das vorliegende Verfahren um etwa 1Z7 reduziert ist, noch um die ganzen restlichen '6J1 oder einen wesentlichen Teil derselben zu reduzieren.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen der bei dem Verfahren angewendeten Apparatur in einem Längsschnitt.
Der Perkolator 1 der Abb. 1 ist in seinem unteren Teile mit Mauerwerk und Filter 2 versehen, so daß ein spitz zulaufender Konus 3 entsteht, der zu dem Absperrorgan (Schieberventil) 4 führt, an welches sich das konisch erweiternde Auspuffrohr 5 ansetzt. Letzteres führt in die Abscheidungskammer 6, aus der durch die Öffnungen 7 der vom Lignin befreite Dampf entweicht, während das Lignin zu Boden fällt und durch die Transportschnecken 8 je nach Bedarf wegtransportiert wird.
In der Abb. 2 setzt sich direkt an das Schieberventil 4 ein allenfalls hochsteigendes Rohr 9 an, durch welches der Dampf die kleinen Ligninteale in eine andere Kammer 10 (z. B. Kesselhaus) führt, woselbst sie nach Scheidung von dem Dampf an Ort und Stelle
(z. B. zur Feuerung) verwendet werden können. Der Filterstutzenil (Abb. 1) wird während der Explosion gemäß dem vorliegenden Verfahren etwas geöffnet, damit durch den Filter etwas Dampf oder Flüssigkeit tritt, so daß dieser angepreßt wird zur Vermeidung seiner Xosreißung infolge der Explosion.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Entfernung vonwasserhaltigen Rückständen, bestehend beispielsweise aus dem bei der Hoizverzuckerung nach dem Perkolationsverfahren erhaltenen Lignin oder anderen Stoffen, welche unter hohem Druck und erhöhter Temperatur eine erhebliche Wassermenge in 5" sich aufzunehmen vermögen, aus einem unter hohem Druck und erhöhter Temperatur stehenden Reaktionsgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Gefäß plötzlich durch Öffnen desselben an einer oder mehreren Stellen derart herabgesetzt wird, daß der sich entwikkelnde Dampf die aus Lignin o. dgl. bestehende Masse innerhalb des Reaktionsgefäßes in kleine Teile zerreißt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Perkolationsrohr angewendet wird, bei welchem der freigegebene Querschnitt des Auspuffventils kleiner ist als V5 des Querschnittes des Perkolationsrohres.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Perkolationsrohr mit möglichst spitz zulaufendem Konus am unteren Ende verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der sich entwickelnde Dampf zur Entfernung des Lignins aus dem Reaktionsgefäß benutzt wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung des austretenden Dampf-Lignin-Gemisches in einer Staubkammer o. dgl. vor sich geht.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis s, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf zum Transport des Lignins an eine Verwendungsstelle, z. B. Feuerung, benutzt wird.
  7. 7. Perkolationsrohr zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ventilaustritt ein Auspuffrohr angebracht ist, das sich trichterförmig nach unten erweitert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DESCH98430D 1932-07-26 1932-07-26 Verfahren zur Entfernung wasserhaltiger Rueckstaende aus Druckbehaeltern Expired DE595708C (de)

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