DE59552C - Taucherrüstung - Google Patents
TaucherrüstungInfo
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- DE59552C DE59552C DENDAT59552D DE59552DA DE59552C DE 59552 C DE59552 C DE 59552C DE NDAT59552 D DENDAT59552 D DE NDAT59552D DE 59552D A DE59552D A DE 59552DA DE 59552 C DE59552 C DE 59552C
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63C—LAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
- B63C11/00—Equipment for dwelling or working underwater; Means for searching for underwater objects
- B63C11/02—Divers' equipment
- B63C11/10—Rigid suits
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. October 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Taucherrüstungen und hat den Zweck, deren
Construction zu verbessern und deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen.
Bisher wurden Taucherrüstungen gewöhnlich in der Weise construirt, dafs, wenn der Taucher
die Rüstung angelegt hat, ein oder mehrere Gewichte nothwendig sind, um ihm zu ermöglichen,
im Wasser unterzutauchen. Ueberdies wurden derartige Rüstungen gewöhnlich so hergestellt, dafs der Druck der Luft innerhalb
der Rüstung gleich ist dem Druck des Wassers auf die Aufsenseite der Rüstung. Bei den
Taucherrüstungen, wie sie bisher construirt sind, ist daher der Taucher, wenn er in grofsen
Tiefen arbeitet, einem grofsen Drucke ausgesetzt, da ihm die Rüstung in dieser Hinsicht
keinen Schutz gewährt. Die Bewegungen des Tauchers im Wasser werden durch seine Rüstung und das Gewicht, welches ihn niederziehen
soll, sehr behindert.
Die vorliegende Erfindung dient zur Erleichterung der Ausführung von Arbeiten unter
Wasser, d. h. dazu, dem Taucher zu gestatten, in grölseren Tiefen und durch längere Zeit
mit Sicherheit und gröfserer Leichtigkeit und Bequemlichkeit zu arbeiten, als dies bisher
möglich war.
Zu dem Zwecke construirt man die vorliegende Taucherrüstung ähnlich wie die Schale
eines Krebses oder einer Krabbe. Mit anderen Worten, man construirt die Taucherrüstung
so, dafs das Gewicht derselben sammt dem des Tauchers nahezu gleich ist dem des hiervon
verdrängten Wassers. Deshalb wird die Taucherrüstung, obgleich sie hinreichenden
Auftrieb besitzt, um auf dem Wasser zu schwimmen, wenn der Taucher sie angelegt hat, vermöge des Gewichtes des Tauchers und
ihres eigenen herabsinken, wenn der Taucher seine Bewegung macht. Der Taucher kann
aber durch Bewegung seiner Glieder nach Bedarf im Wasser emporsteigen oder sich in demselben
in jeder gewünschten Richtung bewegen, indem das Gewicht der die Glieder einschliefsenden
Theile der Rüstung so bemessen ist, dafs, wenn eines der Glieder durch die Muskelkraft
gehoben wird, der dieses Glied umschliefsende Theil der Rüstung vermöge seines Auftriebes
in die Höhe gehf.
Ueberdies wird diese Taucherrüstung so hergestellt, dafs sie starken äufseren Drucken zu
widerstehen vermag, wodurch die Nothwendigkeit der Einführung von Luft unter gleichem
Druck in die Rüstung wegfällt. Der Druck des Wassers wird daher nicht vom Körper
des Tauchers getragen, sondern von der Rüstung selbst.
Diese Taucherrüstung ist mit besonders construirten Kugelgelenken hergestellt, wodurch
die einzelnen Theile der Rüstung in solcher Weise verbunden werden, dafs der Taucher
seine Glieder frei gebrauchen kann. Die äufseren Kugeln dieser Gelenke sind aus zwei
Theilen zusammengesetzt und werden durch den äufseren Druck des Wassers zusammengehalten
und geschlossen. Zum Zusammenhalten derselben, wenn sich der Taucher aufserhalb
des Wassers befindet, dienen leichte Klammern oder Befestigungsvorrichtungen von
irgend einer geeigneten Gestalt und Form. Jedes dieser Kugelgelenke ist so construirt und
angeordnet, dafs dessen Achse oder Mitte nahezu mit dem entsprechenden Gelenk am
Körper des Tauchers zusammenfällt.
Eine weitere Eigenthümlichkeit der vorliegenden Erfindung ist die Construction der Taucherrüstung
in der Weise, dafs der Helm und der Rumpftheil bis etwa zur Magengegend des Tauchers aus einem Stück hergestellt sind, wodurch
ein beträchtlich gröfserer Rauminhalt und ein Luftraum erhalten wird, der hinreicht,
um dem Taucher das Athmen durch eine ziemliche Zeit zu gestatten, wenn die Luftrohre
beschädigt sein sollten.
Eine andere Eigenthümlichkeit der vorliegenden Erfindung ist die Anordnung des inneren
kugelförmigen Theiles des Gelenkes in der Weise, dafs er sich um Zapfen auf der Innenseite
des äufseren kegelförmigen Theiles dreht. Hierdurch werden die mechanischen Schwierigkeiten
vermieden, die aus der Einführung solcher Zapfen von der Aufsenseite durch ein Zapfenloch entstehen, und ebenso die daraus
resultirende Neigung zum Lecken und andere Uebelstände.
Die Taucherrüstung kann aus Aluminiumbronze oder einem anderen geeigneten Metall
oder Material hergestellt werden, dessen Festigkeit hinreicht, dem Drucke des Wassers zu
widerstehen, dem die Rüstung ausgesetzt ist.
Die die Glieder umfassenden Theile der Rüstung sind überdies so construirt, dafs sie
nahezu im Wasser schwimmen, so dafs, wenn der Taucher seine Hand, seinen Arm oder sein
Bein hebt, der zugehörige Theil der Rüstung vermöge seines Auftriebes sich hebt; der
Taucher braucht sich daher beim Heben dieses Theiles der Rüstung nicht anzustrengen; die
Bewegungen des Tauchers werden auf diese Weise sehr erleichtert.
Der auszuhaltende Wasserdruck (der natürlich von der Tiefe abhängt, in welcher der
Taucher arbeiten soll) im Verein mit dem gewählten Metall bestimmt die Fleischstärke des
Metalls, welche, um die erforderliche Schwimmfähigkeit zu erzielen, für die verschiedenen
Theile der Ausrüstung entsprechend bemessen werden mufs. Sie ist am gröfsten im weitesten
Theile und am geringsten in den engsten röhrenförmigen Stücken, welche die Fingerspitzen
des nachstehend beschriebenen Handschuhes bilden sollen.
Aufserdem umfafst die vorliegende Erfindung andere nachstehend beschriebene Neuerungen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist eine zweckmäfsige und vortheilhafte Form der Ausführung
der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Fig. ι und 2 sind Seitenansichten, die vorliegende
Taucherrüstung im Gebrauch darstellend und die Winkel angebend, um welche die Glieder bewegt werden können.
Fig. 3 und 4 sind Vorderansichten der genannten Rüstung, die Arme in verschiedenen
Stellungen zeigend.
Fig. 5 und 6 sind verticale Schnitte der Taucherrüstung. Die Schnitte sind nach auf
einander senkrechten Ebenen geführt.
Fig. 7, 8, 8 a und 9 zeigen Vorderseiten und Hinteransichten des Kniestückes.
Fig. ι ο ist eine Vorderansicht und Fig. 11
eine Seitenansicht des Schulterstückes, mittelst dessen der Armtheil der Rüstungen am Rumpf
derselben befestigt ist.
Fig. 12 ist eine Seitenansicht eines Schulterstückes,
das dem Arm einen anderen Bewegungsbereich gestattet.
Fig. 13, 14, 14a, 15 und 16 sind Ansichten
des Ellenbogengelenkes, verschiedene Anordordnungen desselben für eine Bewegung von
63° bezw. 900 zeigend.
Fig. 17 bis 23 zeigen Ansichten verschiedener
Formen eines Handschuhes, der in Verbindung mit der Taucherrüstung zu benutzen ist.
Fig. 24 bis 27 zeigen Ansichten des Gelenkes für den Knöchel mit daran befestigtem
Schuh.
Fig. 28 und 29 zeigen eine andere Form des Schulterstückes, das zu demselben Zwecke
dient, wie das in Fig. ι ο und 11 dargestellte.
A ist der obere Theil der Taucherrüstung, der in einem einzigen geeignet geformten Stück
(am besten von cylindrischer Gestalt mit halbkugeligem Obertheil) den Helm und den
Rumpftheil vereint.
B ist der Bauchtheil, der den unteren Theil des Rumpfes umgiebt; cc1 sind die Oberbezw.
Unterarmtheile, D D die Schultertheile, welche einen Theil der Gelenke bilden, mittelst
deren die Armtheile C am Theil A befestigt sind. EE1 zeigen die Ober- und die Unterschenkeltheile,
mit welchen ein Kniegelenk F und ein Knöchelgelenk G verbunden ist. Ein
Schuh H ist am Knöchelgelenk befestigt, / ist ein Handschuh, der am Armtheil C befestigt ist.
Der obere oder Haupttheil A der Rüstung wird am besten aus zwei Hälften hergestellt,
wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, deren Ränder an einander stofsen, und welche durch geeignete
Klammern A1 zusammengehalten werden. Diese Construction dient zur Erleichterung des
An- und Ablegens dieses Haupttheiles A und kann auch bei den Arm- und Beintheilen und
anderen Theilen der Rüstung angewendet werden ; die einzelnen Theile sind dabei im stumpfen
Stofs verbunden und durch Klammern oder dergleichen in irgend einer geeigneten Weise
oder Form festgehalten.
Die Länge dieses oberen Theiles A kann verringert werden, wenn dies gewünscht wird,
sofern man nur die Gestalt desselben gleich-
zeitig so abändert, dafs der erforderliche Auftrieb erzielt wird. Das letztere erreicht man
am besten dadurch, dafs man den Rückentheil der Rüstung sowohl im Vertical- als auch im
Horizontalschnitt elliptisch gestaltet.
Die Beintheile, bestehend aus dem oberen und unteren Theil EE1, sind am Rumpf der
Rüstung, wie in Fig. ι und 4 und in vergröfsertem
Mafsstabe in Fig. 5 und 6 dargestellt, durch Kugelgelenke befestigt, die am Bauchtheil B angebracht sind. Dieser Theil
besteht aus einer kugelförmigen Erweiterung B1
am unteren Ende des Rumpfes A, an welchem durch Klammern oder andere geeignete Verbindungen
B3 B3 ein halbkugelförmiger Theil B2
befestigt ist. In diesem sitzt innen ein Kugelsegment, das in zwei Theile E2E3 getheilt ist.
Die Beintheile E der Rüstung sind an diesen Theilen JE12E3 befestigt.
Eine hin- und hergehende Bewegung der Beine ist durch längliche Oeffnungen oder
Schlitze jB4 im Theil B2 ermöglicht. Das Eindringen von Wasser durch diese Oeffnungen
wird durch die Theile-E2 i?3 und durch eine
wasserdichte Einlage i?4 aus dünnem Kautschuk oder anderem elastischen und geeigneten Material
zwischen den inneren und äufseren Theilen an der Verbindungsstelle verhindert. Die Theile E2Es bewegen sich um Zapfen B5.
Zur Verringerung der Reibung zwischen den Theilen E2 Es und dem Theil B, sowie um
zu verhindern, dafs diese Theile durch den Wasserdruck nach einwärts gedrängt werden,
befestigt man in dem letzteren zwischen diesen Theilen durch geeignete Stifte oder Schrauben
Β7 eine Kugelbahn B6 und an den benachbarten
Rändern der Theile E2 Es geeignete
Kugelbahnen E5, und zwischen diesen Kugelbahnen ordnet man in in denselben angebrachten
becherförmigen Ausnehmungen eine Reihe von Kugeln E6 an. Diese Kugeln können sich frei
und unabhängig von einander um ihre Achsen in ihren Ausnehmungen drehen, während die
Theile sich bewegen, und dienen zur Ergänzung der vorgenannten Zapfen ß5.
Das Kniegelenk F, das in Fig. 7 bis 9 deutlicher
dargestellt ist, ist ein Kugelgelenk, bestehend aus einem äufseren Theil jF4, der am
Oberschenkeltheil der Rüstung befestigt ist, und einem inneren kugelförmigen Theil F1,
der am unteren Theil des Schenkeltheiles befestigt ist. Der Schlitz oder die Oeffnung F2
geht am rückwärtigen Theil des Gelenkes hinauf, wie in Fig. 8, um die Biegung des
Beines zu ermöglichen. Der innere Theil F1
des Gelenkes ruht auf einem Zapfen F3, der am besten in einem Stück mit der Innenfläche
des Theiles jF4 hergestellt ist, wodurch eine , Bewegung der beiden Theile gegen einander
ermöglicht wird. Der Knöchel ist in ähnlicher Weise mit einem Kugelgelenk versehen, mittelst
dessen er mit dem Fufstheil H oder dem Schuh verbunden ist, der von irgend einer geeigneten
Gestalt sein kann.
Jedes der Schulterstücke £>, die von kugelförmiger
Gestalt sind, dient als der äufsere Theil eines Kugelgelenkes, durch welches die
oberen Theile C des Armtheiles mit dem Rumpf A der Rüstung verbunden sind.
Eine Hälfte dieses Schulterstückes kann an jeder der Hälften des Rumpfes der Rüstung
befestigt oder daran gebildet sein, oder können getrennt hergestellt und am Rumpf und dem
Fortsatz D3 befestigt sein, Fig. 28 und 29. Die beiden Hälften dieses Schulterstückes
schliefsen ein Kugelsegment D1 ein, wie im vergröfserten
Mafsstabe in Fig. 10 bis 12 dargestellt
ist. D2 ist ein Schlitz oder eine Oeffnung von entsprechenden Dimensionen am
äufseren Theil des Gelenkes, um die Bewegung des Armtheiles C zu ermöglichen und dem
Taucher zu gestatten, seinen Arm hin- und herzubewegen. Das Eindringen des Wassers
durch diesen Schlitz oder diese Oeffnung wird durch das Segment D1 verhindert, welches
hinreichend grofs ist, um diese Oeffnung zu schliefsen, in ' welcher Stellung immer der
Arm D sich im Schlitz D2 befindet. Um die Reibung zwischen den festen und beweglichen
Theilen des Gelenkes zu verringern, wird, wie gezeichnet, eine Anzahl von Rollen oder
Kugeln J angebracht, welche zwischen denselben angeordnet sind und sich bei der Bewegung
der Theile drehen. Der Spielraum zwischen den äufseren und inneren kugelförmigen Theilen
des Gelenkes ist durch eine dünne Lage Kautschuk oder dergleichen wasserdicht gemacht,
die sich in einer Ausnehmung oder Nuth J1 im äufseren Theile des Gelenkes befindet oder
in anderer Weise daran befestigt ist. Der Ansatz oder die Erweiterung D1 wird am Armtheil
C am besten durch ein Gelenk verbunden, welches die Bewegung des Armtheiles um seine
Achse gestattet, während derselbe an diesem Ansatz festgehalten wird.
Wenn die äufseren Schultertheile vom Rumpf getrennt hergestellt werden, oder um die
Schultertheile fester an der Rüstung anzubringen und die Belastung derselben aufzunehmen,
bringt man manchmal an diesem Schulterstück Fortsätze D3 an, wie in Fig. 28 und 29 gezeigt,
welche am Rumpf der Taucherrüstung befestigt sind und als Stützen dienen. Dieses
Stück jD3 ist an den Stellen, wo es an der
Rüstung befestigt ist, mit Ausnehmungen oder Löchern D4 versehen, in welche geeignete
Stifte oder Bolzen eintreten, die aus dem Rumpf der Rüstung herausragen oder durch denselben
hindurchgehen.
Das Ellenbogengelenk K des Armtheiles C, das in Fig. 13 bis 16 dargestellt ist und die
Gelenke am Handgelenk und an den Fingern des Handschuhes / sind sämmtlich dadurch
gebildet, dafs in einer kugelförmigen Erweiterung eines der zu verbindenden Theile eine ähnliche,
aber kleinere kugelförmige Erweiterung am anderen Theile eingeschlossen ist, einigermafsen
ähnlich der in der vorerwähnten Beschreibung erläuterten Kupplung. Durch Abänderung der
Gröfse der Oeifnung oder des Schlitzes in der äufseren Kugel des Gelenkes kann die Gröfse
der Bewegung des einen Theiles gegen den anderen nach vorwärts oder seitlich nach Belieben
geändert werden. So sind in Fig. 13 und 14 die Dimensionen der Schlitze oder
Oeffnungen K* derart bemessen, dafs die Theile sich um einen Winkel von ca. 60 ° gegen
einander bewegen können, während in Fig. 15 und 16 eine besondere Anordnung des Ellenbogengelenkes
dargestellt' ist, welche eine Bewegung um ca. 90° gestattet. In diesem
letzteren Falle ist der innere Theil des Kugelgelenkes nicht wie das Gelenk des Schulterstückes
D, Fig. ι und 2, zusammengesetzt, sondern besteht aus einem oder mehreren
Kugelsegmenten K1 K~ K3, die sich um einen
gemeinsamen Zapfen K^ drehen, wie gezeichnet in einander passen und an den Rändern mit
Ausnehmungen L L1 L2 versehen sind, die mit
dünnen Kautschuklagen oder anderem geeigneten elastischen Material ausgefüllt sind, das am
besten in diesen Ausnehmungen oder in irgend einer anderen geeigneten Weise befestigt ist,
um eine wasserdichte Verbindung zwischen den Segmenten zu bilden.
Die Segmente gleiten über einander, wenn der Arm bewegt wird, und ermöglichen so
eine beträchtliche Bewegung, ohne dafs das obere Segment KB gegen den Arm des Tauchers
gedrückt würde. Geeignete Anschläge sind angebracht, um die Bewegung der Segmente
zu beschränken.
Bei dem bei /, Fig. 17 bis 20, dargestellten
Handschuh sind Vorkehrungen getroffen, um die Bewegung des Handgelenkes mittelst des
Kugelgelenkes I1, das bei /2 drehbar ist, zu
ermöglichen. Der Daumentheil ist in gleicher Weise mit ähnlichen Gelenken versehen, um
die Bewegung desselben zu ermöglichen, indem für jedes Gelenk im Daumen ein entsprechendes
Gelenk im Daumentheil des Handschuhes angebracht ist; die Handfläche ist in einem
Theile /3 eingeschlossen, der sich um den Zapfen /2 bewegt und, wie gezeichnet, am
anderen Ende mit einem Kugelgelenk versehen ist; der Drehpunkt dieses Gelenkes ist bei /4
angedeutet. Dieses Gelenk trägt einen Theil M, der die Finger einschliefst, und der Rücken
dieses Theiles ist, wie in der Zeichnung angedeutet , von gewölbter Form, was die Bewegung
der Finger in diesem Theile ermöglicht, um den Krampf zu verhindern, und überdies dem Theile Schwimmfähigkeit verleiht.
Um das An- und Ablegen des Handschuhes zu erleichtern, ist derselbe am besten aus
Stücken zusammengesetzt, die durch geeignete Klammern M1 mit einander verbunden sind,
während geeignete Ausnehmungen M"2 um die Ränder der Oeffnungen in den Kugelgelenken
angeordnet sind, die mit Kautschuk oder anderem elastischen Material ausgefüllt sind.
In Fig. 21 bis 23 ist eine Form des Handschuhes dargestellt, bei welcher jeder Finger
eine besondere Hülle N besitzt, die mit Gelenken versehen ist, welche den Fingergelenken
entsprechen und jenen des Daumens, Fig. 17 bis 20, gleichen.
. Diese Gelenke sind ähnlich construirt, wie die vorstehend beschriebenen Kugelgelenke,
unterscheiden sich aber von denselben dadurch, dafs sie, wie gezeigt, mit abgeflachten Seiten iV1
versehen sind, um die Schwierigkeit zu umgehen, welche sich bei vollständigen Kugeln
wegen des grofsen Raumes, den sie zwischen den Fingern einnehmen, ergeben würde. Fig. 21
und 23 zeigen den Handschuh geschlossen, d. h. in der Stellung, in welcher ein Gegenstand
gefafst wird. Die Hämmer und anderen Werkzeuge des Tauchers sind am besten mit stärkeren oder geeignet gestalteten Griffen versehen,
die der Gestalt der Finger angepafst sind, um das Erfassen derselben mit dem Handschuh
zu erleichtern.
Die Drehung der einzelnen Theile der Rüstung, die mittelst Kugelgelenke verbunden
sind, wird dort, wo es nöthig ist, dadurch ermöglicht, dafs die Verbindung zwischen den
Kugelgelenken und den Theilen, an welchen sie befestigt sind, in der Weise erfolgt, dafs
die Drehung oder theilweise Drehung derselben gegen einander möglich ist. Dies geschieht am
besten, wie beim Ellenbogengelenk angedeutet, dadurch, dafs man die Theile durch ein röhrenförmiges
Stück O verbindet, das am Kugelgelenk befestigt oder an demselben geformt
ist und in das Ende des Theiles C eintritt, das daran zu befestigen ist.
Eine ringförmige Nuth O1 ist am röhrenförmigen
Stück O und an der Innenseite des damit zu verbindenden Theiles angebracht;
zwei Löcher P P gestatten das Einschieben eines geeigneten Stiftes oder dergleichen durch
diese Löcher in tangentialer Richtung in die genannten Nuthen, wodurch der betreffende
Theil und das röhrenförmige Stück zusammengehalten werden, aber zugleich ihre Drehung
gegen einander ermöglicht wird.
Bei dem in Fig. 7, 8 und 9 gezeichneten Kniegelenk ist, da eine Drehung der Theile
gegen einander nicht nothwendig ist, der Stift oder dergleichen, der das Gelenk mit dem
Oberschenkeltheil verbindet, durch die Löcher
PP im Ende des Oberschenkeltheiles gesteckt, Fig. 8 a, und tritt'in den kurzen Schlitz oder
die Nuth O2 im cylindrischen Stück O ein,
Fig. 8.
Der Schuh H, Fig. 24 bis 27, ist an einem Gelenk H1 der vorstehend beschriebenen Art
befestigt, das bei H2 am unteren Beintheil E1
drehbar ist und zur Entlastung des Fufses vom Wasserdruck dient.
Kugeln oder Rollen zur Unterstützung der beweglichen Theile können in allen Gelenken
benutzt werden, wo die inneren Segmente nicht in bequemer Weise durch Zapfen unterstützt'werden können, oder wo es wünschenswerth
ist, die Reibung der beweglichen Theile zu verringern. Diese Kugeln werden in einer
Weise benutzt, welche im wesentlichen jener ähnlich ist, die für die Schulter- und Hüftenoder
Bauchgelenke der Rüstung beschrieben wurde. Jedes Glied der Rüstung kann so dem Wasserdruck widerstehen, ohne die Reibung
des einfachen Kugel- oder Zapfengelenkes zu erfahren.
Die äufseren kugelförmigen Theile der Gelenke sind am besten aus zwei durch Klammern
oder ein ringförmiges Metallband verbundenen Hälften zusammengesetzt, wobei das Metallband
sich um diese Hälften legt und durch Stifte oder in anderer Weise an seiner Stelle gehalten
wird.
Der grofse Druck des Wassers hat das Bestreben, Alles an seiner Stelle zu halten, und
erzeugt hinreichende Reibung, um jede seitliche Verschiebung des einen Theiles gegen
einen anderen zu verhindern, und verhindert überdies Undichtigkeit.
Die wasserdichte Anordnung der Verbindungen besteht aus einer elastischen Substanz, die
auf oder in einer der einander berührenden Flächen der Verbindungsstelle angebracht und
befestigt sind. Eine Lage Kautschuk oder anderen elastischen Materials wird in den Spielraum
zwischen den auf einander liegenden Flächen gebracht, welche Lage etwas dicker ist, als nothwendig, um denselben genau auszufüllen,
wodurch der Verschlufs hergestellt und der Durchgang von Flüssigkeit verhindert
wird. Der Druck zur Erzielung dieses Resultates kann so gering sein, dafs er nur wenige
Hundertstel Atmosphäre beträgt und die Beweglichkeit der Gelenke durch zu grofse Reibung
nicht behindert.
Die Luft wird dem Taucher durch Röhren Q Q geliefert, von denen eines Luft in das
Innere der Rüstung leitet und das andere die verdorbene Luft abführt. Diese Röhren können
wie in Fig. 1 und 2 angegeben angeordnet sein, oder auch in anderer Weise, wie es eben
wünschenswerth erscheint, so dafs eine continuirliche Circulation entsteht. In seichtem
Wasser werden gewöhnliche Luftröhren genügen. Wenn aber der Taucher in Tiefen niedersteigt, bei welchen der Wasserdruck auf
diese Röhren gröfser ist als der normale Druck der eingeführten Luft, so werden sich diese
Röhren allmälig schliefsen, wodurch die Luftzuführung abgesperrt, wird. Um diese Gefahr
zu vermeiden, werden Röhren aus Metall oder anderem Material angewendet, welches hinreichend
stark ist, um diesem äufseren Druck zu widerstehen. Da ' nun der gesammte
Wasserdruck von der Rüstung und den Röhren getragen wird, so ist es nicht nothwendig, Luft
unter starkem Druck einzuführen, und der Taucher ist von allen Unannehmlichkeiten befreit,
die vom Druck des Wassers oder vom Druck der Luft herrühren, und eine beständige
Zuführung von Luft unter gewöhnlichem Druck ist ermöglicht. Da nun diese Metallröhren
schwimmen, können Gewichte, da sie die Bewegung des Tauchers hindern, fortfallen.
Ferner kann man, statt dem Taucher Luft in der vorstehend angegebenen Weise zuzuführen,
einen geeigneten Apparat zur Erneuerung der ausgeathmeten Luft durch chemische Mittel oder in anderer Weise im
Körper oder Rücken der Rüstung unterbringen, indem man denselben vergröfsert und so den
erhöhten Auftrieb aufbringt, der wegen des Gewichtes des Lufterneuerungsapparates nothwendig
wird. Hierdurch wird jede Verbindung mit einem Schiff auf der Oberfläche des Wassers
durch Luftröhren entbehrlich und alle Unbequemlichkeit und alle Hindernisse vermieden,
die aus der Anwendung von Luftröhren für die Bewegungen des Tauchers entstehen.
Die vorliegende Taucherrüstung gestattet vermöge ihrer Schwimmfähigkeit einem Taucher,
im tiefen Wasser zu arbeiten, ohne dafs er durch den Druck behindert würde, und gestattet
überdies dem Taucher, sich so frei zu bewegen und zu schwimmen, wie ein Krebs
oder eine Krabbe oder ein anderes Schalthier, und ist in allen Theilen wasserdicht.
Claims (2)
1. Eine Taucherrüstung von Metall, bei welcher
die Verbindung der zu einander beweglichen Rüstungstheile durch Kugelgelenke herbeigeführt wird, deren Bewegungsmittelpunkte mit den Gelenkmittelpunkten
der Körpertheile des Tauchers zusammenfallen.
2. An der im Anspruch 1. bezeichneten Taucherrüstung eine Einrichtung, welche
die Drehbewegung der Theile zu einander gestattet, bestehend aus einem cylindrischen
Gelenke mit röhrenförmigem Stücke O, welches in einer Oeffnung des zunächst gelegenen
Theiles der Rüstung beweglich ist, wobei die Theile des cylindrischen Gelenkes durch einen Stift verbunden und am Aus-
einandergehen verhindert sind, welcher Stift durch Oeffnungen im Gehäuse hindurchgeht
und in eine Rinne am Umfange des inneren röhrenförmigen Stückes eintritt.
An derselben Taucherrüstung eine Einrichtung, die Einzeltheile durch Wasserdruck wasserdicht an einander anzuschliefsen, bestehend aus der Anbringung der Klammern oder ringförmigen oder gürtelartigen Metallbänder, welche sich um die Einzeltheile der Gelenke herumlegen und dieselben verbinden.
An derselben Taucherrüstung eine Einrichtung, die Einzeltheile durch Wasserdruck wasserdicht an einander anzuschliefsen, bestehend aus der Anbringung der Klammern oder ringförmigen oder gürtelartigen Metallbänder, welche sich um die Einzeltheile der Gelenke herumlegen und dieselben verbinden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59552C true DE59552C (de) |
Family
ID=333760
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59552D Expired - Lifetime DE59552C (de) | Taucherrüstung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59552C (de) |
-
0
- DE DENDAT59552D patent/DE59552C/de not_active Expired - Lifetime
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