DE595157C - Drehkolbenkraftmaschine, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschine - Google Patents

Drehkolbenkraftmaschine, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschine

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DE595157C
DE595157C DE1930595157D DE595157DD DE595157C DE 595157 C DE595157 C DE 595157C DE 1930595157 D DE1930595157 D DE 1930595157D DE 595157D D DE595157D D DE 595157DD DE 595157 C DE595157 C DE 595157C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B13/00Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion
    • F01B13/04Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion with more than one cylinder
    • F01B13/045Reciprocating-piston machines or engines with rotating cylinders in order to obtain the reciprocating-piston motion with more than one cylinder with cylinder axes arranged substantially tangentially to a circle centred on main shaft axis

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Drehkolbenkraftmaschine, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Drehkolbenkraftmaschinen, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschinen, mit stetig umlaufenden Zylindern und abwechselnd stillstehenden und durch ein an der Kraftübertragung unbeteiligtes Getriebe beschleunigt nachgeführten Kolben.
  • In solchen Maschinen hatte man bisher zum sicheren Stillsetzen der Kolben beispielsweise Sperrklinken verwendet, womit die bei allen Sperrklinken unvermeidlichen Unzuträglichkeiten verbunden waren. Man hatte auch, um die Sperrklinken entbehrlich zu machen, schon vorgeschlagen, einen Punkt eines den Zylinderkörper mit dem Kolbenkörper verbindenden Winkelgestänges durch eine Kurve in einer solchen Bahn zu führen, daß der Kolbenkörper während des Stillstandes nach beiden Richtungen gesperrt war. Aber auch die zuverlässige Herstellung dieser Kurvenführung, die die ganze Kolbenkraft aufnehmen muß, ist mit Schwierigkeiten verbunden.
  • Bei der Erfindung wird als Nachführgetriebe ein Kurbelgetriebe verwandt und dessen Eigenschaft, in den Totlagen für eine von der Schubstange aus eingeleitete Bewegung selbstsperrend zu sein, zur Sperrung des nachgeführten Teiles ausgenutzt. Als selbstsperrendes Kurbelgetriebe zur beschleunigten Nachführung der Kolben wird ein doppeltes Planetenkurbelgetriebe benutzt.
  • Bei dem Getriebe gemäß der Erfindung ist in dem umlaufenden -Zylinderkörper ein Planetenkurbelrad gelagert, und die am Kurbelzapfen dieses Rades angelenkte Schubstange fallt, vorzugsweise unter Einschaltung eines toten Ganges, einen um die Hauptachse der Maschine frei drehbaren Zwischenkörper. Dieser trägt seinerseits ein zweites Planetenkurbelrad, und die am Kurbelzapfen dieses zweiten Planetenrades angelenkte Schubstange faßt mit ihrem anderen Ende den die Kolben tragenden Stern.
  • Die Verhältnisse sind gemäß der Erfindung so gewählt, daß das zweite Planetengetriebe, wenn die Kolben ihren Nachlauf beendet haben, sich also in ihrer dem Zylinderboden nächsten Stellung befinden, in einer solchen Stellung angelangt ist, daß es durch den Zug der am Kolbenstern anfassenden Schubstange beim Arbeitshub der Maschine nicht mehr bewegt werden kann. Für die Sperrung besonders günstige Verhältnisse erhält man, wenn man den Kurbelarm des im Zwischenkörper gelagerten Planetenrades kleiner macht als den Teilkreis dieses Planetenrades.
  • Die beiden Planetenräder greifen der Einfachheit wegen in ein und dasselbe Sonnenrad ein, und zwar vorzugsweise in ein innen verzahntes Sonnenrad, und der Teilkreisdurchmesser der Planetenräder ist gleich einem Bruchteil, z. B. gleich 1/4, des Teilkreisdurchmessers des Sonnenrades gewählt, so daß die Kurbelzapfen der Planetenräder annähernd Astroiden beschreiben. Um die Abnutzung der Zähne gleichmäßig zu halten, wird jedoch vermieden, die Zahnzahlen genau im Verhältnis i : -., i : 5 usw. zu halten.
  • Die Maschine ist als Zweitaktmaschine mit durch den Kolben überschliffenen Auspuff-und Spüllufteinlaßschlitzen ausgeführt. Uln ausreichende Zeit für die Spülung zu gewinnen, werden die Getriebeglieder zur Nachführung derart bemessen, daß die Kolben beim Nachholen zunächst eine geringe Beschleunigung erhalten und die Schlitze lange geöffnet bleiben.
  • Die Abbildungen zeigen schematisch die Stellung der Hauptteile der :Maschine in fünf Lagen, und zwar Abb. i bei Beendigung des Arbeitshubes, Abb. z bei größter Entfernung der Kolben vom Zylinderboden Abb.3 während der beschleunigten Nachführung der Kolben, Abb. q. bei Beendigung des Verdichtungshubes, also bei größter Annäherung der Kolben an die Zylinderböden, Abb. 5 während des Arbeitshubes, also bei stillstehendem Kolben.
  • In den Abbildungen ist i der Körper, mit dem die Zylinder 2 fest verbunden sind und der stetig um die im Raume feststellende Hauptachse 3 der Maschine umläuft; die Mittellinie der Zylinder ist konzentrisch zur Achse gekrümmt. Die Kolben 4 sind durch Arme 5 mit einer ebenfalls auf der Achse 3 gelagerten, unabhängig vom Körper i drehbaren Nabe 6 verbunden. Auf der Achse 3 ist ferner, unabhängig von dein Zylinderkörper i und der Kolbennabe 6 drehbar, der Zwischenkörper 12 gelagert.-Fest mit dem Zylinderkörper i verbunden ist die Achse 7 des Planetenkurbelrades 8, das mit seiner Verzahnung in die Innenverzahnung des feststehenden Sonnenrades 9 eingreift. An dem Kurbelzapfen io des Kurbelrades 8 greift das eine Ende der Pleuelstange i i all, deren anderes Ende an einem Zwischenpunkt der mit beiden Enden am Zwischenkörper 12 befestigten Gelenkkette 14. angreift.
  • Der Zwischenkörper 12 trägt die Achse 7a eines zweiten Planetenkurbelrades 8a, das ebenso wie das Rad 8 ausgebildet ist und ebenfalls in das Sonnenrad 9 eingreift. An seinem Kurbelzapfen ioa greift das eine Ende der Pleuelstange i i11 an, deren anderes Ende eine Nase 13 der Kolbennabe 6 faßt.
  • Die Zähnezahlen von Sonnenrad und Planetenräder verhalten sich annähernd wie i : 4. (z. B. 16 : 65), so daß die Kurbelzapfen langsam vorrückende Astroiden beschreiben, und zwar, da in diesem Beispiel die Kurbelradien kleiner sind als die Teilkreisradien, verkürzte Astroiden.
  • In der Nähe des Hubendes sind in den Zylindern Eintrittsschlitze 15 für die Sl3Villuft und Austrittsschlitze 16 angebracht; die Einspritz- und Zündvorrichtung ist nicht dargestellt.
  • Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Die Drehrichtung der Maschine ist der Drehrichtung des Uhrzeigers entgegengesetzt. Der Ver diclitungshub möge beendet sein, das Getriebe sich also in der Stellung nach Abb. -. befinden.
  • Beim Weiterlauf des Zylinderkörpers will die Pleuelstange i i Druck auf den Zwischenkörper 12 ausüben, was bei der augenblicklich durchgebogenen Lage der Gelenkkette 14 nicht möglich ist; der Zwischenkörper 12 und mit ihm das zweite Planetengetriebe 7a, 811, loa, lia und die Kolbennabe 6 erfahren also keinen weiteren uhrzeigerwidrigen Antrieb. Der Druck auf die Kolben versucht die Kolbennabe uhrzeigermäßig zu drehen, aber das Planetengetriebe 7a bis i ja befindet sich in seiner Sperrstellung, so daß es dem Zug der Pleuelstange ija nicht nachgeben kann. Die Kolben stehen also still, und der Arbeitshub beginnt.
  • Der Zylinderkörper schreitet unter Mitnahme des Planetengetriebes 7, 8, 9 und unter weiterer Lockerung der Kette 14 fort in die Stellung nach Abb. 5 und über diese hinaus unter wieder beginnender Straffung der Kette 14. in die Stellung nach Abb. i.
  • In dieser Stellung sind die Schlitze 15 und 16 an dem immer noch stillstehenden Kolben vorbeigegangen; durch den äußeren Schlitz treten die Abgase aus, während durch den inneren Schlitz Spülluft aus dem Maschinengehäuse eintritt.
  • Wenn das Getriebe in der Stellung nach Abb. 2 angelangt ist, haben die Kolben ihre größte Entfernung vom Zylinderboden erreicht, und die Kette 14 ist straff gezogen. Die Spülung dauert noch an.
  • Bei weiterem Fortschreiten des Zylinderkörpers folgt der Zwischenkörper 12 dem Zuge der Pleuelstange i i, weil die Kette 14 jetzt straff ist; das auf dein Körper 12 gelagerte Planetenrad 811 beginnt wieder zu rollen, und die Pleuelstange ija zieht die Kolbennabe und mit dieser die Kolben nach. Da die Bewegung von einer Totlage ausgeht, beginnt sie langsam, so daß noch Zeit zu weiterer Spülung bleibt; die Geschwindigkeit steigt dann, während das Getriebe durch die Stellung nach Abb. 3 hindurchgeht, bis bei wieder abnehmender Kolbengeschwindigkeit wieder die Lage nach Abb. q., dieses Mal jedoch um eeine Viertelumdrehung gegen den Uhrzeigersinn versetzt, erreicht ist und das Spiel sich wiederholt.
  • Wenn der Kolben auf dem Wege voll Stellung 2 nach Stellung 3 die Schlitze i S und 16 geschlossen hat, wird das Einspritzventil geöffnet, und bei Erreichung des Zündpunktes wird die Zündung eingeleitet. Ein Vergaser ist, da für die Verteilung des Brennstoffes der ganze Verdichtungshub zur Verfügung steht, entbehrlich.
  • Der Einfachheit wegen ist nur je eine Planetenkurbel dargestellt; es können aber natürlich auch mehrere gleichmäßig um den Umfang verteilte Planetengetriebe angewandt werden. Auch können die Kurbeltriebe durch Exzentergetriebe ersetzt werden; die Innenverzahnung kann durch eine Außenverzahnung ersetzt werden usw.
  • Es hat sich herausgestellt, daß die Einrichtung auch ghne die Einschaltung eines federnden Zwischengliedes oder toten Ganges arbeitet, allerdings macht dann der Zwischenkörper 12 eine Art Pilgerschrittbewegung, jedoch hat diese sich als unschädlich für die Arbeit der Maschine herausgestellt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Drehkolbenkraftmaschine, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschine, mit stetig kreisenden Zylindern und abwechselnd stehenbleibenden und durch ein an der Kraftübertragung unbeteiligtes, in der Ruhelage der Kolben selbstsperrendes Getriebe beschleunigt nachgeführten Kolben, dadurch gekennzeichnet, daß die Pleuelstange (ii) eines Planetenkurbelgetriebes (7, 8, io, ii), dessen Planetenrad (8) im Zylinderkörper (i) gelagert ist, an einer Zwischennabe (12) angreift, vorzugsweise mit so viel totem Gang, daß die Pleuelstange (i i) während des Arbeitshubes keinen Zug auf die Zwischennabe (12) ausübt, und daß ein zweites Planetenkurbelgetriebe (7a, 8a, 1oa, ija), dessen Planetenrad (8a) an der Zwischennabe (ia) gelagert ist und dessen Pleuelstange (iia) an der Kolbennabe (6) angreift, so angeordnet ist, daß es bei Erreichung der Ruhestellung der Kolben in einer Totlage angelangt ist und dadurch die Kolben sperrt.
  2. 2. Drehkolbenkraftmaschine, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschine, nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Planetenkurbelgetriebe ein gemeinsames, innenverzahntes Sonnenrad (9) besitzen.
  3. 3. Drehkolbenbrennkraftnnaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbelarm des in der Zwischennabe (12) gelagerten Planetenrades (8a) kleiner ist als der Teilkreisradius dieses Planetenrades.
DE1930595157D 1930-12-05 1930-12-05 Drehkolbenkraftmaschine, insbesondere Drehkolbenbrennkraftmaschine Expired DE595157C (de)

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