DE59500C - Maschine zum Umwickeln von Gummischläuchen mit Geweben und zugehörige Maschine zum Einschieben der Metalldorne - Google Patents
Maschine zum Umwickeln von Gummischläuchen mit Geweben und zugehörige Maschine zum Einschieben der MetalldorneInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/06—Insulating conductors or cables
- H01B13/08—Insulating conductors or cables by winding
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39: Horn, Elfenbein und plastische Massen
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1891 ab.
auf beiliegenden Zeich-Seitenansicht derselben,
Die nachstehend beschriebene Erfindung betrifft eine Maschine, welche dazu dient, bei
der Herstellung von saumlosen Gummi-Rohren oder -Schläuchen das Rohr mit Zeug zu umwickeln.
Die Maschine wirkt in der Weise, dafs das zu umwickelnde Gummirohr zwischen drei
Walzen gelegt wird, von denen die beiden unteren gedreht werden und die obere durch
eine besondere Stellvorrichtung gegen das Gummirohr geprefst wird; die sich drehenden
Walzen veranlassen sodann das Umwickeln der Hülle.
Die Maschine ist
nungen dargestellt.
nungen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine
theilweise im Schnitt,
theilweise im Schnitt,
Fig. 2 einen Theil derselben in Längsansicht,
Fig. 3 und 4 in Seitenansicht und Vorderansicht das zum Antrieb der Walzen dienende
Vorgelege,
Fig. 5 einen beweglichen Support an den Ständern der Maschine in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 6 in gröfserem Mafsstabe einen Querschnitt und
Fig. 7 die Vorderansicht des Ständers,
Fig. 8 die Oberansicht der Antifrictionsrollen zum Führen der Rollenwalzen.
Die Maschine besteht aus einzelnen Ständern S, welche auf dem Fufsboden befestigt
Lind unter einander durch Spannstangen s verbunden sind. Diese Ständer S sind in den
Backen s2 senkrecht durchbohrt und tragen
daselbst Schraubenspindeln s1, welche mittelst des Halsringes s3 gegen Verschiebung gesichert
sind. Die Schraubenspindeln tragen an ihrem unteren Ende Kegelräder s4, welche in Kegelgetriebe
s5, die auf der Welle s6 aufgekeilt
sind, eingreifen; durch die Welle se, welche von dem Antriebsmechanismus der Maschine
gedreht wird, wird infolge dessen die Schraubenspindel s1 gedreht und somit der auf der
Schraubenspindel sitzende Hängearm S2 senkrecht bewegt.
Der Hängearm S2 besteht aus zwei Theilen,
einem festen Theile t und einem an dem festen Theile beweglichen Theile i1. Letzterer
sitzt drehbar an den Bolzen f2 und besitzt einen mittleren, kreisförmig ausgehöhlten Theil
und zwei vorstehende zugespitzte Theile f3 i4,
in welchen die Greiftheile t5 te mittelst Schrauben
t1 verstellbar angeordnet sind. Eine Feder f8 drückt gegen den drehbaren Theil t1
und prefst denselben nach abwärts. Eine Stellschraube i7 veranlafst auch hier die Veränderung
der Spannung.
Der Ständer S ist ferner mit einem horizontalen Tisch T versehen. Auf diesem Tisch
sind in geeigneten Entfernungen von einander die Lagerkörper T1 (Fig. 6 bis 8) befestigt,
die mit Antifrictionsrollen q versehen sind, welche die Lagerung für die Wickelwalzen Q
bilden. Die Wickelwalzen Q gehen durch die ganze Länge der Maschine hindurch, sind also
etwas länger, als die Länge des zu bearbeitenden Gummirohres beträgt (15 bis 20 m), bestehen
aus einzelnen, mit einander durch Keile
verbundenen Theilen und sind an den Enden entsprechend in Zapfen gelagert. In dem
Schwingarm t1 ist die Wickelwalze Q1 gelagert,
welche durch die Greiftheile i5 fe gehalten
wird und dieselbe Länge wie die Walzen Q besitzt. Gegen diese Walze Q1
drücken die Antifrictionsrollen q\ welche in derselben Richtung wie Q1 gelagert sind und
beim Arbeiten der Maschine das Biegen der Walze Q1 verhindern. An einem Ende trägt
die Maschine einen Antriebsmechanismus, bestehend aus der Antriebsscheibe R, dem Antriebsvorgelege
R1 r und den auf den Walzen Q sitzenden Rädern r2. Ein Riemenausrücker R'2
setzt die Welle s6 aufser Betrieb.
Die Arbeitsweise mit vorliegender Maschine ist folgende:
Das in Arbeit zu nehmende Gummirohr χ wird über einen Dorn χ1 gezogen und dann
die eine Kante des Zeuges, mit welchem das Gummirohr bedeckt werden soll, leicht aber
fest in Berührung mit dem Rohr gebracht. Sodann wird dieses Rohr zwischen die Walzen
Q gelegt, die Welle s6 mit dem Antriebsmechanismus
verbunden, so dafs sich die Schraubenspindel s1 dreht und der Hängearm S2
nach abwärts bewegt, bis die Wickelwalze Q1 sich gegen das Gummirohr legt.
Wenn nun von der Wickelwalze Q1 ein genügender Druck auf die Wickelwalzen Q.
ausgeübt wird, so werden die Walzen Q von demselben Vorgelege aus gedreht, und die
Drehung der letzteren wird vermöge der am Gummirohr auftretenden Reibung auch auf die
Wickelwalze Q1 übertragen. Es wird somit dieses Gummirohr gedreht, und es werden die
Umlagen fest und genau um das Gummirohr gewickelt. Sobald dies geschehen ist, wird die
Maschine ausgerückt, der Hängearm S2 gehoben und das Gummirohr aus der Maschine
genommen.
Die vorbeschriebene Maschine besitzt den Vortheil, dafs sie ein rasches Arbeiten gestattet,
das hergestellte Product gut ist und Ausschufswaare vermieden wird.
Der Erfinder zieht vor, die beschriebene Maschine für solche Schläuche in Anwendung
zu bringen, welche saumlos sind, also direct in Rohren geformt und nicht erst durch
Ueberblatten hergestellt werden. Diese Schläuche haben die Vortheile grofser Haltbarkeit und
leichteren Herstellungsweise. Um nun in solche Schläuche den Dorn einzubringen, wird nachfolgendes
Verfahren und eine zugehörige Einrichtung verwendet.
Das saumlose Gummirohr gelangt aus der Schlauchmaschine auf ein Transportband.
Wenn dann die erforderliche Länge Schlauch hergestellt ist, so schneidet man den Gummischlauch
ab, schlingt in sein hinteres Ende einen Knoten oder verschliefst es auf andere Weise luftdicht. Vorher · wird jedoch in das
Innere des Gummischlauches oder Rohres pulverisirter Speckstein eingebracht, um ein
Anhaften des Rohres an den Innenwandungen zu verhüten. Sodann wird eine Metallstange,
der Dorn, in Richtung des Gummischlauches auf das Transportband gelegt und das Rohr
auf einen beweglichen Support oder ein bewegliches Transportband geführt. Wenn nun
der Dorn in das Rohr eintritt, wird die in demselben enthaltene Luft comprimirt und
dehnt dadurch sofort das Rohr aus. Dadurch wird wieder erreicht, dafs ein schwacher Luftstrom
an demselben Ende, an welchem der Dorn eintritt, aus dem Rohr austritt, und dieser Luftstrom bildet ein Schmiermittel für
den leichten Durchgang des Domes durch das Gummirohr und erleichtert wesentlich den Eintritt
des Domes in dasselbe. Die einzige Kraft, welche erforderlich ist, um das Rohr über die
Welle hin zu bewegen, ist diejenige, welche zur. Bewegung des Transportbandes nöthig ist, auf
welchem das Rohr liegt, indem das Rohr selbst und der in dasselbe eintretende Kern
genügend Reibung erzeugen, um ein Gleiten des Rohres auf dem Transportbande zu verhindern.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 9 a eine Seitenansicht und Fig. 9 b eine Oberansicht einer
solchen Maschine zum Ueberziehen des Gummischlauches über den Dorn. Fig. ioa und iob
zeigen in Querschnitt und Oberansicht ein Transportband mit Hemmvorrichtung für den
Dorn. A A1 und A2 sind drei Tische, welche in Längsrichtung hinter einander vor der
Schlauchmaschine angeordnet sind. Die Tische AA1A2 sind mit Transportbändern B B1 B2
versehen, welche auf Rollen α α1 α2 laufen
und von Scheiben C angetrieben werden. Die Transportbänder haben erhöhte Kanten, welche
das Abrutschen des Rohres verhindern. Die Transportbänder erhalten eine Bewegung in
Richtung des Pfeiles B. Ein Hebel F dient dazu, die Bewegung des Domes aufzuhalten
und damit in beschriebener Weise den Dorn in das Innere des vorgeschobenen Schlauches
zu schieben. Dieser Hebel befindet sich am Ende des zweiten Tisches. Sobald nun irgend
ein Gummischlauch die hinreichende Länge erhalten hat, wobei er auf dem Tisch A liegt,
wird er auf die erforderliche Länge abgeschnitten; auf dem Tisch A wird so eine genügende
Anzahl Rohre hergestellt und aufgespeichert. Hierauf wird in die ganze innere Höhlung des Schlauches pulverisirfer Speckstein
eingeblasen; sodann das obere, in der Nähe der Schlauchmaschine liegende Ende desselben
durch einen Knoten oder eine Klammer verschlossen und das Transportband B1 des
mittleren Tisches A* in Bewegung gesetzt.
Der Dorn G wird sodann auf das Transportband gelegt und durch Herabdrücken des
Claims (4)
- Hebels F gegen Verschieben auf dem in Richtung des Pfeiles sich bewegenden Transportband B1 geschützt. Sodann wird das andere Ende des Domes in das Ende eines der Gummischläuche, welche auf dem Tisch ruhen, eingeführt, wobei zuvor Sorge zu tragen ist, dafs dieses Rohr mit Luft angefüllt ist. Dieses Anfüllen kann einfach dadurch bewirkt werden, dafs der Arbeiter in das offene Ende des Rohres Luft einbläst. Hierauf wird das Rohr um einige Centimeter über den Dorn geschoben und durch die Bewegung des Bandes B1 dem Dorn zugeführt.Indem so der Dorn in das Rohr eintritt, wird die in ihm enthaltene Luft comprimirt und fängt sofort an, das Rohr auszudehnen, wodurch wiederum ein schwacher Luftstrom an dem Ende, wo der Dorn eingeführt wird, aus dem Rohr austritt und das Einführen erleichtert.Die in Fig. ii. bis 14 dargestellte Maschine unterscheidet sich von der in Fig. 9 und 10 dargestellten dadurch, dafs zwecks besserer Ausführung des Einblasens von pulverisirtem Speckstein und von Prefsluft entsprechende Düsen vorgesehen sind. Bei dieser Maschine werden drei Tische A A' A2 verwendet, welche in Richtung hinter einander liegen und die Transportbänder Bl B 2 B3 tragen, welche von Scheiben C C1 C2 C3 C* C5 Ce und C C8 C9 angetrieben werden. Die Transportbänder haben auch hier hochliegende Kanten C C, welche als Führungen für die Rohre bezw. Dorne dienen. Die Transportbänder laufen über Rollen α ax a2. Durch eine Kurbel D wird das Transportband des ersten Tisches in Drehung versetzt, die anderen beiden Transportbänder B1 und B2 werden zusammen bewegt, und es dienen zu diesem Zwecke die Riemenscheiben C10 Cu auf der Welle c9 der Transportscheibe C9, sowie die Scheiben C12 C13 auf den Wellen c7 und c5 und die Riemen D1. L ist die Austrittsdüse der Schlauchmaschine, welche das Gummirohr H liefert. P ist ein Luftzuführungsrohr, welches in Düse P1 übergeht, über welcher ein Trichter p1 liegt. Letzterer ist mit pulverisirtem Speckstein, Schlemmkreide oder ähnlichen Materialien gefüllt und durch einen Hahn ρ"1 verschliefsbar. Der Hahn ρ dient zur Regulirung des Luftstromes. Rohr R, welches Prefsluft zuführt und am Ende des Tisches A sich befindet, ist mit Regulirhahn R1 versehen. Der an dem hinteren Schlauchende anzubringende Knoten ist mit h bezeichnet.Paten τ-Ansprüche:ι . Eine Maschine zum Umwickeln von Gummiröhren mit Zeug, gekennzeichnet durch die beiden von einem Antriebsmechanismus in gleicher Richtung gedrehten Wickel walzen Q (Fig. 6 und 8), welche auf den Antifrictionsrollen q gelagert sind und die Länge des Gummirohres besitzen, sowie durch die in einem auf- und abwärts bewegbaren Hängearm gehaltene Rollwalze Q1, welche gegen das auf Dorn λ:1 gezogene, zwischen den Wickelwalzen Q* liegende Gummirohr χ drückt.
- 2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine zum Umwickeln von Gummiröhren die Anordnung der oberen Wickelwalze Q1 (Fig. 6) in einem um den auf- und abwärts beweglichen Hängearm t drehbaren Hängearm t1, welcher durch Federn ts nach abwärts geprefst wird, wobei Greiftheile i5 16 die obere Wickelwalze Q1 halten und die Auf- und Abwärtsbewegung derselben vermittelst der Schraubenspindel sl von der Welle s6 von dem Antriebsmechanismus aus bewirkt wird.
- 3. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Benutzung eines Verfahrens zum Ausfüllen des zu wickelnden Gummirohres mit einem festen Kern, darin bestehend, dafs das Ende des saumlosen Gummirohres verschlossen wird, in das andere Ende des mit Luft gefüllten und inwendig mit Speckstein bestreuten Gummirohres ein Dorn eingeführt wird, welcher die in dem Schlauchinnern enthaltene Luft zusammenprefst, wodurch der innere Rohrdurchmesser erweitert und infolge dessen die geprefste Luft wieder theilweise über den Dorn ausgetrieben wird.
- 4. Zur Ausführung des unter 3. gekennzeichneten Verfahrens eine Maschine zum Ueberziehen saumloser Gummischläuche über Metalldorne, bestehend aus Tischen A A1 A 2 (Fig. 11), über welche Transportbänder B Βλ Β2 mit erhöhten Kanten geführt werden und von denen der zweite Tisch eine Hemmvorrichtung F für den Dorn G (Fig. 12) besitzt, derart, dafs das nach Anspruch 3. vorwärts bewegte Gummirohr oder der Gummischlauch beim Bewegen des Transportbandes B1 des zweiten Tisches .A1 über den festgehaltenen Dorn G bewegt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59500C true DE59500C (de) |
Family
ID=333709
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59500D Expired - Lifetime DE59500C (de) | Maschine zum Umwickeln von Gummischläuchen mit Geweben und zugehörige Maschine zum Einschieben der Metalldorne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59500C (de) |
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- DE DENDAT59500D patent/DE59500C/de not_active Expired - Lifetime
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