DE591691C - Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Mehrzahl durch Ventilationszwischenraeume voneinander getrennter Gleichrichterelemente - Google Patents
Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Mehrzahl durch Ventilationszwischenraeume voneinander getrennter GleichrichterelementeInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
25. JANUAR 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 591691 KLASSE 21 g GRUPPE 1102
I*i
voneinander getrennter Gleichrichterelemente
Patentiert im Deutschen Reiche vom ig. Dezember 1929 ab
Bei Trockengleichrichter!!, die aus einer Mehrzahl von· Gleichrichterelementen, z. B.
mit einer Oxydschicht bedeckter Metallplatten, zusammengesetzt sind, ist es bekannt,
die einzelnen Gleichrichterelemente unter Zwischenlage an die Oxydschicht sich anlegenden
duktilen Metalls auf einem Schraubenbolzen anzuordnen und den Kontakt zwischen den einzelnen Elementen durch den Anpressungsdruck
der Schrauben zu sichern. Es ist auch vorgeschlagen worden, die Metalloxydschicht
mit einem sie zum größten Teil bedeckenden Metallüberzug zu versehen, der
die Stelle des duktilen Metalls vertritt. Gleichrichterelemente der zuletzt erwähnten
Art bedürfen keiner unter Druck anliegenden Stromzuführungsmitte]; sie können daher
durch Luftzwischenräume voneinander getrennt angeordnet und in beliebiger Weise
elektrisch leitend miteinander verbunden werden. Derartig ausgebildete Gleichrichter sind
ebenfalls bekannt; die bekannte Anordnung ist jedoch, um ihren Zusammenhalt zu
sichern, mit zwischen den einzelnen Elementen angeordneten Distanzstücken ausgerüstet,
die einen erheblichen Teil des Metallüberzuges und der wirksamen Schicht bedecken
und dadurch eine ausgiebige Kühlung verhindern. Trockengleichrichter der zuletzt
erwähnten Bauart sind daher nur mit verhältnismäßig
niedriger Stromstärke be
lastbar. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Trockengleichrichteranordnung, die sich
durch die Möglichkeit einer besonders wirksamen Kühlung und dementsprechend hohe
Belastbarkeit der Gleichrichterplatten auszeichnet und infolgedessen vorzugsweise für
starke Ströme geeignet ist. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die zu
einer Gleichrichtersäule zusammengebauten Gleichrichterelemente, deren wirksame Schicht
mit einem Metallüberzuge versehen ist, in einem Gestell oder Rahmen so angeordnet
sind, daß sie ohne Anwendung die Gleichrichterelemente gegeneinander anpressender
Befestigungsmittel an ihrem Rande gehalten und ohne Lösung von Befestigungsmitteln
einzeln auswechselbar sind. Gemäß der weiteren Erfindung wird die Halterung der Gleichrichterelemente durch metallische Versteifungselemente
vermittelt, die zugleich die Stromzuführung bewirken.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs- " beispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht,
bei dem der Trockengleichrichter als Kupferoxydgleichrichter ausgebildet und aus einer größeren Anzahl hintereinander-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. OiIo Irion in Erfurt.
geschalteter Gleichrichterplatten von länglich reckteckigem Querschnitt zusammengesetzt
ist, die beiderseits mit einer Oxydschicht und einem Spritzmetallüberzug versehen sind,
und zwar zeigt Abb. ι den zusammengebauten Gleichrichter in Vorderansicht, Abb. 2 in
Oberansicht.
Zum Halten der Gleichrichterplatten dient ein rahmenartiges Gestell. Dieses besteht in
ίο der Hauptsache aus je zwei in der Längsrichtung
parallel zueinander verlaufenden unteren und oberen Winkeleisen ι bzw. 2, die an den
Enden durch Querverbindungen 3 bzw. 4 in der aus1 der Zeichnung ersichtlichen Weise
versteift sind. Der auf diese Weise gebildete untere Rahmen 1, 3 ist mit dem oberen
Rahmen 2, 4 durch aufrecht stehende Winkeleisen 5 verbunden. Mit diesen Winkeleisen
sind zwei in der Längsrichtung des Gestelles verlaufende Seitenwandungen 6 aus Hartholz
durch ■ Schrauben 7 verbunden. Die Wandungen 6 sind auf den einander zugekehrten
Seiten mit senkrecht stehenden Rillen 8 versehen, die zur Aufnahme der einzelnen
Gleichrichterplatten dienen, die von oben her eingeschoben werden. Jede Gleichrichterplatte
besteht aus einer beiderseits oxydierten Kupferplatte 9 von länglich rechteckiger
Gestalt, die auf ihrer Unterkante mit einer halbkreisförmigen Ausnehmung 10 auf
einem mit Isoliermasse 11 umpreßten Metallbolzen 12 aufliegt, welcher durch Schellen
13 mit den Querverbindungsstücken 3 der Winkeleisen 1 fest verbunden ist. Die Gleichrichterplatten
sind daher ohne Lösung von Befestigungsmitteln einzeln auswechselbar. Die aufrecht stehenden Längskanten der Metallplatten
9 sind mit j e einer längeren bzw. kürzeren, den Plattenrand umgreifenden federnden Messinghülse 14 bzw. 15 versehen,
die dazu dient, die Oxydschichten der beiden Plattenseiten durch Vermittlung der sie bedeckenden
Metallüberzüge miteinander in leitende Verbindung zu bringen, und außerdem zur Versteifung der an sich biegsamen
Platten beiträgt. Der Metallüberzug ist zu diesem Zweck auf die Oxydschichten so aufgebracht,
daß sein Rand gerade noch von den federnden Leisten 14, 15 bedeckt wird.
Wie insbesondere aus Abb. 2 zu ersehen ist, hat bei der beschriebenen Einrichtung die
Kühlluft, die zwischen den aufrecht stehenden Gleichrichterplatten 9 hindurchstreicht, völlig
freien Zutritt zu denjenigen Teilen der Platten, die mit dem Metallüberzug bedeckt sind.
Da die- Zwischenräume zwischen den aufrecht stehenden Gleichrichterplatten 9 eine
schornsteinartige Wirkung ausüben, tritt unten immer von neuem frische Kühlluft zu,
während die durch Abgabe von Stromwärme erwärmte Luft oben abzieht. Die in der angegebenen
Weise von dem Gestell gehaltenen Gleichrichterplatten, die, nachdem sie von
oben her eingeschoben sind, zur Erhaltung ihres Abstandes voneinander keiner besonderen
Befestigungsmittel bedürfen, sind daher . einerseits einzeln leicht auswechselbar
und andererseits besonders hoch belastbar, so daß sich eine äußerst zweckmäßige Gesamtanordnung
ergibt, die hinsichtlich Raumausnutzung und Gewicht die bisher bekannten Trockengleichrichteranordnungen wesentlich
übertrifft.
Die elektrisch leitende Verbindung zwischen den einzelnen Gleichrichterplatten wird
durch Leiter hergestellt, die teils an den Messinghülsen 14 oder 15, teils an einer von
Oxydschicht nicht bedeckten Nase 16 am oberen Plattenrande angelötet oder angeklemmt
sind. In der Zeichnung sind diese Stromverbindungen nicht dargestellt.
Anstatt, wie vorstehend beschrieben, die zum Tragen bzw. Halten der Gleichrichterplatten
unmittelbar dienenden Teile 11,8 aus nichtleitendem Stoff herzustellen, kann man
hierzu auch Metall verwenden, das zugleich die elektrisch leitenden Verbindungen zwischen
den einzelnen Platten darstellt. Dies ist besonders dann angebracht, wenn eine größere Anzahl Gleichrichterplatten zwecks
Erhöhung" der Gesamtstromstärke untereinander parallel geschaltet wird.
Die beschriebene Anordnung hat noch den weiteren Vorteil, daß infolge örtlicher Überlastung
etwa auftretende Durchschläge von dem Metallüberzug durch die Metalloxydschicht
hindurch zum Grundmetall unschädlich bleiben, da die Wandung des sich beim Durchschlag bildenden Trichters infolge des
ungehinderten Luftzutritts sofort oxydiert und so eine selbsttätige Isolierung des
Metallüberzuges vom Grundmetall herbeigeführt wird. Dies wäre nicht möglich, wenn
an irgendeiner Stelle, die vom Metallüberzug bedeckt ist, metallische Befestigungsmittel
angeordnet wären und wenn ein örtlicher Durchschlag der erwähnten Art zufällig gerade an einer unter diesem Befestigungsmittel
liegenden Stelle aufträte. Die Einrichtung gemäß der Erfindung hat daher noch die sehr erwünschte Nebenwirkung, daß die
Gefahr eines Kurzschlusses zwischen verschiedenen Gleichrichterplatten praktisch
ausgeschlossen ist.
Der die wirksame Schicht bedeckende Metallüberzug kann in an sich bekannter Weise
in einer Zink- oder Zinnschicht bestehen, die durch Aufspritzen mit der Metallspritzpistole
aufgebracht ist. Bei Metalloxydgleichrichtern kann man jedoch den Metallüberzug auch dadurch herstellen, daß man die oxydierten
Plattenseiten mit einem Reduktions-
mittel behandelt und so ihre Oberfläche in Metall zurückverwandelt.
Es empfiehlt sich, die Halterung der Gleichrichterplatten nur an solchen Stellen vorzunehmen,
die von Metallüberzügen frei sind. Die Erfahrung hat nämlich gezeigt, daß die
gleichrichtende Wirkung im wesentlichen auf diejenigen Teile der wirksamen Schicht beschränkt
ist, die mit dem Metallüberzug versehen sind. Infolgedessen tritt auch bei größeren Strombelastungen eine erhebliche
Erwärmung der von dem Metallüberzug nicht bedeckten Stellen, z. B. Plattenränder, nicht
ein. Wählt man daher zum Halten oder Befestigen der Gleichrichterplatten nur solche
Stellen, die vom Metallüberzug frei sind, so erreicht man, daß die gesamte für die Gleichrichtung
wirksame Fläche der Einwirkung des Kühlmittels ausgesetzt werden kann. Es ist dabei, gleichgültig, ob der mit dem Metallüberzug
nicht versehene Plattenteil von der wirksamen Schicht bedeckt ist oder nicht.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Mehrzahl durch Ventilationbzwischenräume voneinander getrennter Gleichrichterelemente, deren wirksame Schicht mit einem Metallüberzug versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichterelemente in einem Gestell oder Rahmen so angeordnet sind, daß sie ohne Anwendung die Gleichrichterelemente gegeneinander anpressender Befestigungsmittel an ihrem Rande gehalten und ohne Lösung von Befestigungsmitteln einzeln auswechselbar sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung der Gleichrichterelemente (9) durch metallische Versteifungselemente (14, 15) vermittelt wird, die zugleich die Stromzuführung bewirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES95695D DE591691C (de) | 1929-12-19 | 1929-12-19 | Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Mehrzahl durch Ventilationszwischenraeume voneinander getrennter Gleichrichterelemente |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES95695D DE591691C (de) | 1929-12-19 | 1929-12-19 | Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Mehrzahl durch Ventilationszwischenraeume voneinander getrennter Gleichrichterelemente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE591691C true DE591691C (de) | 1934-01-25 |
Family
ID=7519561
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES95695D Expired DE591691C (de) | 1929-12-19 | 1929-12-19 | Gleichrichteranordnung, bestehend aus einer Mehrzahl durch Ventilationszwischenraeume voneinander getrennter Gleichrichterelemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE591691C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2698918A (en) * | 1950-11-25 | 1955-01-04 | Int Standard Electric Corp | Dry disk rectifier assembled from unperforated rectifier plates |
| DE960915C (de) * | 1953-03-03 | 1957-03-28 | Licentia Gmbh | Aus Trockengleichrichterelementen aufgebauter Modulator |
| DE968515C (de) * | 1950-09-22 | 1958-02-27 | Siemens Ag | Trockengleichrichter |
| DE969402C (de) * | 1951-02-24 | 1958-07-10 | Standard Elektrik Ag | Trockengleichrichtersaeule |
| US2886747A (en) * | 1959-05-12 | diebold | ||
| DE972238C (de) * | 1951-10-11 | 1959-06-11 | Siemens Ag | Gleichrichtersaeule |
-
1929
- 1929-12-19 DE DES95695D patent/DE591691C/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2886747A (en) * | 1959-05-12 | diebold | ||
| DE968515C (de) * | 1950-09-22 | 1958-02-27 | Siemens Ag | Trockengleichrichter |
| US2698918A (en) * | 1950-11-25 | 1955-01-04 | Int Standard Electric Corp | Dry disk rectifier assembled from unperforated rectifier plates |
| DE969402C (de) * | 1951-02-24 | 1958-07-10 | Standard Elektrik Ag | Trockengleichrichtersaeule |
| DE972238C (de) * | 1951-10-11 | 1959-06-11 | Siemens Ag | Gleichrichtersaeule |
| DE960915C (de) * | 1953-03-03 | 1957-03-28 | Licentia Gmbh | Aus Trockengleichrichterelementen aufgebauter Modulator |
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