DE59150C - Galvanisches Element - Google Patents

Galvanisches Element

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DE59150C
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Germany
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zinc
nitric acid
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sulfuric acid
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59150D
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English (en)
Original Assignee
E. BÜFFET in Brüssel, 6 Rue du Luxembourg
Publication of DE59150C publication Critical patent/DE59150C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
EUGEN BUFFET in BRÜSSEL. Galvanisches Element.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. August 1890 ab.
Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf eine neue galvanische Batterie, welche bezweckt, möglichst werthvolle Nebenproducte bei grofser Gleichmäfsigkeit des elektrischen Stromes zu liefern.
Es ist ein grofser Uebelstand, dafs bei den bisher verwendeten Primärbatterien, welche mit Zink arbeiten, die Kosten durch den Verbrauch an Zink recht bedeutende waren, so dafs diese Batterien den Maschinen zur Elektricitätserzeugung nicht gleichwerthig sind. Letzteres würde nicht der Fall gewesen sein, wenn die durch Oxydation des Zinks entstehenden Salze, welche man bisher als Abfallproducte bei den Zink-Primärbatterien erhielt, in einer technisch werthvollen Form erhalten worden wären. Dies war jedoch, wie gesagt, nicht der Fall, da das Zinkchlorid und schwefelsaure Zink, welche man bisher erhielt, wenig werthvolle Nebenproducte. sind, die in der erhaltenen Form technisch nicht oder doch nur in geringem Mafse verwerthbar waren und deren Umwandlung in metallisches Zink bezw. in das werthvolle Zinkoxyd viel zu kostspielig war, als dafs man im Ernst an eine derartige Ueberführung in grofsem Mafsstabe hätte denken können.
Damit war die weitere Verbreitung und technische Verwendung jener Primärbatterien aber ausgeschlossen.
Die vorliegende Neuerung des Erfinders eröffnet derartigen Primärbatterien eine neue Zukunft dadurch, dafs das durch die Oxydation des Zinks erhaltene Nebenproduct das äufserst werthvolle und technisch geschätzte Zinkoxyd ist. Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs das Zink in Wasser taucht, welches weder saure Salze oder Säuren in irgendwie nennenswerther Menge enthält, während die zweite Elektrode von einer Lösung von salpetersaurem Natron, dem Schwefelsäure in geringem Ueberschufs zugesetzt wird, als depolarisirende Flüssigkeit umgeben ist.
Bei dieser Anordnung des Elementes bildet sich höchst fein vertheiltes und reines Zinkoxyd, welches sich auf dem Boden des Gefäfses absetzt.
In der Bildung des Zinkoxyds liegt insofern noch ein weiterer wesentlicher Vorzug, weil dasselbe im Wasser nicht löslich ist, nicht am Zink haften bleibt und auch nicht die unangenehme Eigenschaft der Salze hat, dafs es auskrystallisirt und das Metall mit feinen Krystallen bedeckt und dadurch den Zutritt der Flüssigkeit zum Metall beeinträchtigt.
Ein weiterer Vorzug wird durch die Zusammensetzung der depolarisirenden Flüssigkeit erreicht, indem die Reduction der Salpetersäure äufserst regelmäfsig und langsam vor sich geht, im Gegensatz zu anderen Elementen, welche mit Salpetersäure arbeiten, bei denen die starke Bildung von salpetriger Säure eine ungewöhnlich kräftige Reduction verrSth.
Die so entstehenden übelriechenden und gesundheitsschädlichen Dämpfe fallen bei dem Element des Erfinders vollkommen fort, da die Anwesenheit von Salpetersäure in der depolarisirenden Flüssigkeit sich nur durch einen äufserst schwachen Geruch bemerkbar macht.
Um unter diesen Umständen eine vollständige Depolarisation zu erzielen, ist Erfinder ge-
zwungen, die gewöhnliche Anordnung von Elementen umzukehren und das Zink in ein inneres poröses Gefäfs zu bringen und das letztere mit einer Kohlenelektrode von grofser Oberfläche zu umgeben, welche in die Lösung eintaucht, die sich in dem äufseren Gefäfs befindet.
Mit diesem Element erzielt man einen sehr gleichmäfsigen und lange andauernden Strom.
Wenn man denselben mit einer Sammelbatterie in Verbindung bringt, kann man ohne bemerkenswerthen Abfall der elektromotorischen Kraft eine gute elektrische Beleuchtung von mehr als 120 Stunden erzielen, ohne wieder an das Element rühren zu müssen. Nach dieser Zeit ist das poröse Gefäfs zum gröfsten Theil mit einem weifsen Schlamm angefüllt, der aus sehr reinem Zinkoxyd besteht. Dieser Schlamm, welcher einen bedeutenden Werth besitzt, wird nun entfernt, reines Wasser wird eingegossen und die depolarisirende Mischung wird verstärkt oder ersetzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein galvanisches Element, welches behufs Erlangung eines constänten Stromes und eines werthvollen Nebenproductes gebildet ist aus einem porösen Gefäfs, in dem eine in Wasser eintauchende Zinkelektrode sich befindet und welches von einer eine grofse Oberfläche darbietenden Kohlenelektrode umgeben ist, welche in eine Lösung von salpetersaurem Natron oder einem ähnlichen salpetersauren Salz eintaucht, dem eine die zur Umwandlung der salpetersauren Salze in schwefelsaure Salze noth wendige Quantität wenig übersteigende Menge Schwefelsäure zugesetzt ist, wobei bei Benutzung des Elementes das metallische Zink in Zinkoxyd umgewandeil wird.
DENDAT59150D Galvanisches Element Expired - Lifetime DE59150C (de)

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