DE589736C - Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden und Waren aus Kautschuk - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden und Waren aus Kautschuk

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DE589736C
DE589736C DED64811D DED0064811D DE589736C DE 589736 C DE589736 C DE 589736C DE D64811 D DED64811 D DE D64811D DE D0064811 D DED0064811 D DE D0064811D DE 589736 C DE589736 C DE 589736C
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rubber
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/24Crosslinking, e.g. vulcanising, of macromolecules
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2307/00Characterised by the use of natural rubber

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gegenständen und Waren aus Kautschuk Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei der Herstellung von Gegenständen und Waren aus Kautschuk, die nach dem Kaltvulkanisationsverfahren unter Verwendung von Schwefelchlorid vulkanisiert worden sind.
  • Die Vulkanisation von Kautschukgegenständen mittels des Kaltvulkanisationsverfahrens durch Verwendung von Schwefelchlorid hat, obwohl sie wegen der Schnelligkeit und wegen der Einfachheit der erforderlichen Anlage bequem ist, den Nachteil, daß die so erhaltenen Produkte nicht sehr stabil sind und im allgemeinen viel schneller in ihrem Wert herabgesetzt werden als die Piodukte. die nach einem Heißvulkanisationsverfahren erhalten sind, bei dem Schwefel unmittelbar der Kautschukmischung zugesetzt wird.
  • Vulkanisierter Kautschuk, der durch diese Kaltvulkanisation hergestellt ist, gibt zu einem langsamen Freiwerden von Salzsäure Anlaß, die für jedes Gewebe oder jeden Textilstoff schädlich ist, der mit dem Kautschuk in Berührung kommt oder sich in seiner Nähe befindet.
  • Auf diese Weise vulkanisierter Kautschuk verfällt auch viel schneller' im Vergleich zu vulkanisiertem Kautschuk, der durch eine Heißvulkanisation hergestellt ist. Gemäß der Erfindung betrifft das Verfahren zur Verbesserung von Gegenständen und, Waren aus Kautschuk o. dgl. Kompositionen, die nach dem Kaltvulkanisationsverfahren unter Verwendung von Schwefelchlorid vulkanisiert sind, die Behandlung der genannten Artikel oder Waren mit Lösungen anorganischer Substanzen, die das gebundene Chlor in dem kalt vulkanisierten Kautschuk durch Schwefel ersetzen, z. B. ein Thiosulfat, ein Sulfid oder ein Polysulfid, wie z. B. eine Lösung eines Alkalisulfids, eines Ammoniumsulfids oder von Schwefelwasserstoff.
  • Diese Behandlung kann vorteilhafterweise die übliche Behandlung mit Ammoniakgas oder -lösung ersetzen, die häufig als Milderungsprozeß bezeichnet wird.
  • Wenn ein Lösungsmittel verwendet wird, kann es Wasser enthalten, oder es kann vorzugsweise solcher Art sein, daß es bis zu einem gewissen Ausmaß durch Kautschuk absorbiert wird, wie z. B. Aceton oder Alkohol oder eine Mischung dieser Stoffe mit oder ohne Benzol oder anderen Kautschuk aufquellenden Lösungsmitteln oder eine Mischung der letztgenannten Art mit einem Zusatz einer gewissen Menge Wasser.
  • Die Behandlung gemäß der Erfindung, bei der das Chlor in dem kalt vulkanisierten Kautschuk durch Schwefel ersetzt wird, ergibt ein Material, das einen ähnlichen chemischen Charakter wie heiß vulkanisierter Kautschuk hat.
  • Es wurde auch gefunden, daß, wenn vulkanisierte Gegenstände, die unter Kaltvulkanisation hergestellt sind, mit'einem Alkalihydroxyd, wie z. B. einer Ätznatronlösung, unter vergleichbaren Bedingungen behandelt werden, keine wesentliche Verbesserung der Eigenschaften des vulkanisierten Kautschuks herbeigeführt wird, sondern eher das Umgekehrte.
  • In dein nachstehenden Beispiel ist erläutert, wie mit Schwefelchlorid vulkanisierter, in Streifen geschnittener Kautschuk verbessert wird, wenn er gemäß dem Verfahren nach der Erfindung behandelt wird.
  • Eine Lösung von Ammoniumpolysulfid in einer Mischung von Benzol und wässerigere Alkohol -wird dadurch bereitet, daß technische Ammoniumsulfidlösung mit freiem Schwefel z Tage lang in Berührung gebracht -wird. Ein Teil dieser Lösung -wird dann mit dem Zehnfachen seines Volumens einer Mischung von Alkohol und Benzol verdünnt (i0.- i Vol.). Mit Schwefelchlorid vulkanisierter, in Streifen geschnittener Kautschulz zeigte nach Eintauchen in diese Lösung während i Stunde bei gewöhnlicher Temperatur eine ausgesprochene Verbesserung der Eigenschaften itn Vergleich zu einem Teil desselben Materials, das nicht so behandelt worden war, nachdem eine beschleunigte Alterung -während 7 Tagen in einem Geer-Prüfapparat bei 70° vorgenommen worden war.
  • Thiosulfat kann in -wässeriger oder in wässerig alkoholischer Lösung verwendet werden. Schwefelwasserstoff kann in genau derselben Weise wie Ammoniumpolysulfid angewendet werden.
  • Die Wirkung des neuen Verfahrens ruft z. B. folgende Veränderungen der Eigenschaften eines Vulkanisates hervor.
  • Mittels Schwefelchlorid kalt vulkanisierter Ventilschlauch wurde in eine benzolalkoholische Lösung von Aminoniumpolysulfid, die gemäß dem obigen Beispiel bereitet -war, eingetaucht.
    IZugfesügkeit Dehnung Dehnung
    in Icg!qmm beio,51cg,`qmm bei Bruch
    Das unbehandelte Material ergab . . . . . . . . . . . . 1,08 625011 750 °
    und nach 7 Tagen bei 7o° . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,63 933 01 " iooo ° "
    Das Material ergab nach z Stunden Behand-
    lung in der Lösung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . i,i8 8o8 °;`" 1017 ";`o
    und nach 7tägigem Altern bei 7o° . . . . . . . . . . . 0,74 820 0,4) 933 °"
    Die erhöhte Stabilität zeigt sich besonders in der beständigeren Ausdehnbarkeit des behandelten Materials.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung von Kautschukgegenständen, die mit Schwefelchlorid kalt vulkanisiert -worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kaltvulkanisate mit Lösungen anorganischer Substanzen, wie Thiosulfat, Sulfid, Polsulfid oder Schwefelwasserstoff, nachbehandelt, die bei Chloreinwirkung Schwefel abscheiden.
DED64811D 1932-01-01 1932-12-03 Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden und Waren aus Kautschuk Expired DE589736C (de)

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