DE589331C - Verfahren zur Herstellung von Rhodaniden heterocyclischer quaternaerer Ammoniumbasen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rhodaniden heterocyclischer quaternaerer Ammoniumbasen

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DE589331C
DE589331C DEK125077D DEK0125077D DE589331C DE 589331 C DE589331 C DE 589331C DE K125077 D DEK125077 D DE K125077D DE K0125077 D DEK0125077 D DE K0125077D DE 589331 C DE589331 C DE 589331C
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DE
Germany
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alcohol
rhodanides
quaternary ammonium
betaine
ammonium bases
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Expired
Application number
DEK125077D
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English (en)
Inventor
Dr Heinrich Jungmann
Dr Kurt Ruelke
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Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/06Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom containing only hydrogen and carbon atoms in addition to the ring nitrogen atom
    • C07D213/16Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom containing only hydrogen and carbon atoms in addition to the ring nitrogen atom containing only one pyridine ring
    • C07D213/20Quaternary compounds thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rhodaniden heterocyclischer quatemärer Ammoniumbasen Es ist bekannt, daß das Betain, welches eine aliphatische Verbindung darstellt, befähigt ist, mit Rhadanwasserstoff ein Salz zu bilden. Von dieser Eigenschaft des Betains wird bei einem bekannten Verfahren Gebrauch gemacht, um durch Vereinigung von Betain und Rhodanwasserstoffsäure bzw. durch Umsetzung von Betainsalzen mit Rhodaniden therapeutisch wirksame Mittel in Form von Betainrhodänid herzustellen.
  • Es wurde gefunden, daß auch quaternäre Ammoniumbasen, die sich nicht wie das Betain selbst aus der Amir@oessigsäure oder ihren Homologen ableiten, sondern solche, deren Stickstoff einem heterocvclischen Ringsystem angehört, in gleicher Weise wie das Betain selbst für die Herstellung von Rhodaniden zu gebrauchen sind. Es handelt sich also hier wie bei den aliphatischen- Betainen um Verbindungen, deren Stickstoff sich einerseits in Ringbildung mit einer Carboxyl- bzw. Hydroxylgruppe befindet, der jedoch andererseits Bestandteil eines Ringes ist. Durch Überführung solcher qüaternären Basen von betainähnlichem Aufbau in Rhodanide können gemäß vorliegender Erfindung ebenfalls therapeutisch und auch desinfektionstechnisch wertvolle Stoffe erhalten werden, deren therapeutischebzw. baktericide Eigenschaften nach Belieben durch Auswahl der an den Stickstoff gebundenen Radikale verändert werden können. Man kann sie entweder in Form von Lösungen oder in fester Form mit oder ohne Beimischung von anderen Rhodaniden verwenden. Beispiel i a) In eine etwa 4o1 warme Lösung von 4,672.g wasserfreiem Natriumrhodanid (hergestellt durch Umkristallisation von wasserhaltigem NaS C N aus Alkohol und Äther) in 4o ccm Alkohol werden io g Pyridinbetainhydrochlorid anteilweise eingetragen. Man erhitzt etwa 2o Minuten zum Sieden und filtriert rasch vom ausgeschiedenen Natriumchlorid durch einen Heißwassertrichter. Im goldgelb gefärbten Filtrat beginnt sofort die Kristallisation des Rhodanids in Form farbloser Kristallblättchen. Nach dem Erkalten werden die Kristalle abgesaugt und mit wenig Alkohol und Äther gewaschen. Ausbeute: 7,5 g Rhodanid.
  • Aus der alkoholischen Mutterlauge, die gegebenenfalls auch für einen neuen Ansatz Verwendung finden kann, fällt auf Zugabe von Äther der Rest des Rhodanids aus. Das Rhodanid enthält noch etwa. 1 1,1, NaCl, von dem es durch Umkristallisation aus Alkohol befreit wird. Eine Reinigung erübrigt sich, wenn man die Umwandlung des Hydrochiorids in absolutem Alkohol vornimmt, wobei sich das Natriumchlorid quantitativ abscheidet und durch Filtration entfernt wird.
  • Das Pyridinbetainrhodänid ist leicht löslich in Wasser und Alkohol, unlöslich in Äther.
  • b) 15,5 g Pyridinbetain (1H20) werden in der berechneten Menge 5°(aiger Rhodanwasserstoffsäure (125 ccm) gelöst; die farblose Lösung wird im Vakuum bei 3o bis 4o° zur Trockene gebracht. Der kristallinische Rückstand wird mit absolutem .Alkohol in der Wärme gelöst und filtriert. Aus dem alkoholischen Filtrat scheidet sich beim Erkalten das rhodanwasserstoffsaure Salz in farblosen blättrigen Kristallen ab. Beispiel e a) Ih eine Lösung von 3,628g wasserfreiem Natriumrhodanid in Zoo ccm Alkohol werden log Chinolinbetainhydrochlorid in drei Anteilen eingetragen. Das Ganze wird etwa 2o Minuten zum Sieden erhitzt und dann durch einen Heißwassertrichter vom Natriumchlorid abfiltriert. Beim Abkühlen scheidet sich das Rhodanid aus der klaren roten Lösung in derben braunroten, farnblätterähnlichen Verwachsungen aus. Es wird abgesaugt und mit wenig Alkohol und Äther gewaschen.
  • Das Chinolinbetainrhodanid ist verhältnismäßig schwer löslich in kaltem Wasser und Alkohol, leichter in warmem Wasser und Al= kohol; leicht löslich in verdünntem Alkohol und in Äther.
  • b) 2o,55gChinolinbetain(C11H,N02,H20) werden in 125 ccm 5°/oiger wässeriger Rhodanwasserstoffsäure gelöst und im Vakuum bei 40° nicht übersteigender Temperatur zur Trockene gebracht. Der kristallinische Rückstand wird in wenig Alkohol warm gelöst und filtriert. Beim Erkalten scheidet sich das Rhoda-nid in gelb bis rot gefärbten groben Kristallen ab.
  • Beispiel 3 a) 17,91 Teile Acridin @ und 2o,84 Teile Bromessigsäure werden auf dem Wasserbad erwärmt. Nach einiger Zeit tritt Erstarrung nach anfänglicher Verflüssigung ein. Der dunkelgrüne Kristallkuchen wird heiß in gewöhnlichem Alkohol gelöst. Beim Erkalten bleiben grüne derbe Nadeln zurück. Aus Alkohol umkristallisiert, stellt das Hydrobromid ein leuchtend grünes Kristallpulver dar, das in heißem Alkohol löslich, etwas schwerer in kaltem Alkohol und unlöslich in Äther ist. Ausbeute: 9o°/" der Theorie.
  • b) Gibt man zu einer warmen Alkohollösung von 31,8 g bromwasserstoffsaurem Acridinbetain 9,72 Teile Kaliumrhodanid, in wenig Alkohol warm gelöst, so tritt sofort Erstarrung zu einem goldgelben Kristallbrei ein. Man erwärmt zur Siedehitze, wobei bis auf das gebildete Kaliumbromid alles in Lösung geht, filtriert heiß und erhält im Filtrat beim Erkalten gelbrote, wollig-filzige, feine Nadeln des Rhodanids, die .löslich in kaltem, sehr leicht löslich in warmem Alkohol und unlöslich in Äther sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Rhodaniden heterocyclischer quaternärer Ammoniumbasen, darin bestehend, daß man solche quaternäre Ammoniumbasen, deren Stickstoff Bestandteil eines Ringsystems ist und der sich mit einer Carboxyl- bzw. Hydroxylgruppe in einer ringförmigen Bindung nach .Art des Betains befindet, mit Rhodanwasserstoffsäure umsetzt oder daß man die Salze der Basen mit R*odaniden umsetzt.
DEK125077D 1932-04-13 1932-04-13 Verfahren zur Herstellung von Rhodaniden heterocyclischer quaternaerer Ammoniumbasen Expired DE589331C (de)

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