DE586809C - Selbsttaetig wirkende Schalteinrichtung fuer Triebmotoren von Fahrzeugen, die von Verbrennungsmotoren mit elektrischer Kraftuebertragung angetrieben werden - Google Patents

Selbsttaetig wirkende Schalteinrichtung fuer Triebmotoren von Fahrzeugen, die von Verbrennungsmotoren mit elektrischer Kraftuebertragung angetrieben werden

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DE586809C
DE586809C DEA66715D DEA0066715D DE586809C DE 586809 C DE586809 C DE 586809C DE A66715 D DEA66715 D DE A66715D DE A0066715 D DEA0066715 D DE A0066715D DE 586809 C DE586809 C DE 586809C
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BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Selbsttätig wirkende, Schalteinrichtung für Triebmotoren von Fahrzeugen, die von Verbrennungsmotoren mit elektrischer Kraftübertragung angetrieben werden Bei Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb, deren Triebmotoren aus einem Netz mit praktisch konstanter Spannung gespeist werden, wird die Reihenparallelschaltung der Triebmotoren sowohl für die Regelung der Anfahrt als auch für die Geschwindigkeitsregelung angewendet.
  • Um die Bedienung derartiger Fahrzeuge zu vereinfachen, hat man selbsttätig wirkende Einrichtungen angewendet, welche während des Anfahrvorganges sowohl die Regelung der Vorschalt`,viderstände als auch die Gruppenschaltung der Triebmotoren besorgen. Insbesondere dort, wo die Anfahrtströme mit Rücksicht auf das speisende Kraftwerk einen gewissen Höchststrom nicht überschreiten sollen, finden gewisse selbsttätige Anlaßeinrichtungen vorteilhafte Anwendung.
  • Diese Einrichtungen, bei welchen stromabhängige Fortschaltrelais zur Steuerung der Regelapparate verwendet werden, sind so beschaffen, daß sie die Summenströme der Triebmotoren während des Anlassens in gewissen Grenzen konstant halten. Dabei ist es erforderlich, die Stromstärke vor der Umschaltung der Motoren aus der Reihen- in die Parallelschaltung auf den halben Wert des zulässigen Höchststromes sinken zu lassen, da bei der darauffolgenden Parallelschaltung der Summenstrom sofort auf den doppelten Wert ansteigt.
  • Ganz andere Aufgaben erfüllt die Gruppen-, schaltung der Triebmotoren von Fahrzeugen mit Brennkraftmotoren, die einen die Fahrmotoren speisenden Generator mit veränderlicher Klemmenspannung antreiben. In diesem Falle wird die Gruppenschaltung der Triebmotoren zur Einstellung der Geschwindigkeit und mithin der Fahrleistung angewendet. Da diese einerseits durch die verfügbare Leistung des Brennkraftmotors begrenzt ist und andererseits die volle verfügbare Leistung im ganzen vorgesehenen Zugkraftbereich ausgeübt werden soll, kommt der richtigen Einstellung der Fahrleistung eine ganz besondere Bedeutung zu.
  • Bei solchen Fahrzeugen werden vorteilhaft Generatoren verwendet, die eine mit zunehmender Stromstärke fallende Klemmenspannung geben. Soll die Leistung des Generators bei allen den verschiedenen Zugkräften entsprechenden Strömen konstant sein, dann muß das Produkt aus Strom und Spannung konstant sein, d. h. die Stromklemmenspannungskurve des Generators soll eine Hyperbel sein. Diese Bedingung kann von solchen Generatbren um so leichter erfüllt werden, je kleiner der Strombereich ist, in dem die Hyperbelform annähernd erreicht werden soll.
  • Wie unten gezeigt wird, kann durch die Anwendung der Gruppenschaltung der Triebmotoren der Strombereich, in dem der Generator mit konstanter Leistung arbeiten soll, auf die halbe Größe jenes Bereiches verringert werden, der ohne Anwendung der Gruppenschaltung zu bestreiten wäre. Hierdurch werden Abmessungen und Gewicht des Generators geringer und sein Wirkungsgrad bei großen Zugkräften wesentlich verbessert.
  • Fig. i zeigt das Zugkraftstromdiagramm eines Fahrzeuges mit zwei in Reihen- und Parallelschaltung zu betreibenden Triebmotoren. Die Kurve i-2 zeigt den Strom eines Motors bzw. den gemeinsamen Strom beider Motoren in Reihenschaltung in Ab-Ihängigkeit von der Zugkraft, die Kurve 3-4 zeigt den doppelten Strom eines Motors bzw. den Summenstrom beider Motoren in Parallelschaltung in Abhängigkeit von der Zugkraft. Werden die Motoren von Z1 bis Z2 parallel geschaltet und von Z2 bis zur höchsten Zugkraft Z, in Reihe geschaltet, dann wird der höchstzulässige Summenstrom 21 innerhalb des Zugkraftspeichers Z1 bis Z3 nicht überschritten.
  • Aus dem Diagramm (Fig. i) ist ersichtlich, daß der Generator, wenn die Motoren im ganzen Zugkraftbereich Z1 bis Z3 parallel geschaltet blieben, bei der Zugkraft Z1 mit dem Strom J und der Spannung E und bei der Zugkraft Z, mit dem Strom 41 und der Spannung 4 arbeiten müßte. Die Typenleistung des Generators bestimmt sich demnach aus dem Produkt von E X 41. Werden die Motoren bis Z, parallel und von Z, bis Z, in Serie geschaltet, dann beträgt der maximale Strom 2J und die minimale Spannung. Die Typenleistung des Generators ist daher E X 2J, d. h. die Typenleistung ist in diesem Falle nur halb so groß als bei reiner Parallelschaltung.
  • Jene Zugkraft, bei welcher die Umgruppierung der Motoren erfolgen soll, ist entweder durch den Strom im Fahrmotor oder durch den Generatorstrom erfaßbar. Die vorliegende Erfindung umfaßt stromabhängige selbsttätig wirkende Umschalteinrichtungen, bei welchen von beiden Möglichkeiten Gebrauch gemacht wird. Die Umschaltung der Fahrmotoren hat mit Rücksicht auf einen stoßfreien Betrieb so zu erfolgen, daß die Wiedereinschaltung der Motoren nach erfolgter Umschaltung ohne übermäßige Strom-Stöße vor sich geht. Außerdem gestattet die Einrichtung das Umschalten der Motoren bei verringerter Klemmenspannung, wodurch die Schaltapparate vereinfacht werden. Ebenso wird durch den Entfall von geregelten Vorschaltwiderständen die Einrichtung billiger.
  • Die erwähnten Bedingungen sind bei Fahrzeugen mit Verbrennungskraftmotoren, die mit den die Motoren speisenden Generatoren unmittelbar gekuppelt sind, in der Weise zu erfüllen, daß dem Umschaltvorgang eine Aberregung des Generators vorausgeht und nach erfolgter Umschaltung eine allmähliche Wiedererregung veranlaßt wird. Die Aberregung des Generators kann sowohl durch Abschalten der Erregerwicklung als auch durch Vorschaltung von Widerständen vor die Erregerwicklungen geschehen, oder man verringert die Spannung durch entsprechende Verminderung der Drehzahl. Die allmähliche Wiedererregung kann ebenfalls durch stufenweises Abschalten von Widerständen in den Erregerstromkreisen oder durch langsame Steigerung der Drehzahl erzielt werden. Im nachfolgenden Ausführungsbeispiel ist eine Einrichtung beschrieben, die in Abhängigkeit vom, Generatorstrom eine automatische Umschaltung der Motoren nach dem erwähnten Prinzip veranschaulicht.
  • Der pneumatische Umschalter in Fig.2, mit welchem der Serienparallelschalter angetrieben wird, hat zwei Steuerventile V1 und V,, die von dem Schütz S gesteuert werden. Die Spannungsspule des Schützes S erhält Spannung über das Stromrelais R2, das beim Strom 2J anzieht. Waren die Motoren vor Auftreten des Gen eratorstromes 2 1 parallel geschaltet, dann befanden sich der pneumatische Umschalter, das Schütz S und R, in der gestrichelt gezeichneten Stellung, während R1 nur bei einem Strom kleiner als J abfällt. Beim Ansprechen des Relais R, schließt das Schütz S die Kontakte a und b. Dadurch erhält die Spule des Apparates Z über die vom Umschalter U gesteuerten Kontakte i und j Spannung und betätigt entweder eine Drosselklappe in der Brennstoffleitung des Verbrennüngskraftmotors oder einen Regulierwiderstand W im Erregerstromkreis des Generators. In beiden Fällen sinkt die Generatorspannung und damit auch der Strom auf Null oder auf einen bestimmten minimalen Wert, bei welchem die Umschaltung der Motoren erfolgen darf. Da die Spannungsspule des Schützes S über die Haltekontakte e und f und die Schließkontakte des Relais Rl, das schon beim Strom J angesprochen hat, Spannung erhält, bleibt das Schütz S in seiner Stellung, wenn auch das Relais R2 bei einer Verminderung des Stromes abfallen sollte. Außerdem wurden beim Ansprechen des Apparates Z mit dem Kontaktfinger, der von der Zugspule verstellt wird, die Kontakte m und n geschlossen, die vom Relais R, so lange überbrückt waren, als der Strom größer als J -war, weshalb der Haltestromkreis auch geschlossen bleibt, -wenn der Strom unter J sinkt.
  • Eine Betätigung des pneumatischen Umschalters durch das Steuerventil h, kann während dieses Vorganges nicht eintreten, da der Steuerstromkreis beim Kontakt K unterbrochen ist. Der Kontakt K wird von einem Spannungsrelais oder von einem Zentrifugalschalter so lange offen gehalten, als die Generatorspannung einen gewissen minimalen Wert nicht unterschreitet bzw. die Drehzahl nicht unter einen bestimmten Wert gesunken ist. Schließt Kontakt K, dann erhält die Spule des Ventils T, Spannung, und der Umschalter U wird in die vollgezeichnete Stellung gebracht, wodurch die Umschaltung der Motoren auf die Serienschaltung vollzogen ist. In dieser Stellung des Umschalters U wird der Stromkreis der Spule des Apparates Z bei den Kontakten i und ; geöffnet, wodurch die Zugvorrichtung, die finit verzögertem Rücklauf ausgestattet ist, langsam in ihre ursprüngliche Stellung zurückkehrt (Luftkolben oder Windflügel). Dadurch wird der Generator allmählich erregt bzw. die Drehzahl und damit die Generatorspannung wieder langsäm gehoben. In der Endsirellung des Apparates Z hat der Kontaktfinger die Kontakte in und n wieder geöffnet. Ist der nach erfolgter Umschaltung auftretende Generatorstrom größer als J, dann bleibt der Haltestromkreis des Schützes S über die Kontakte g und 1z des Relais R, geschlossen, und die Serienschaltung bleibt bestehen.
  • Sinkt der Generator bei Serienschaltung unter den Wert T, dann fällt Relais R, ab, und der Haltestromkreis des Schützes S wird geöffnet. Das Schütz S fällt in die gestrichelt gezeichnete Stellung. Dadurch erhält die Zugvorrichtung Z über die Kontakte k und l Spannung, und der Generator wird neuerdings aberregt, bis der Kontakt K das Ansprechen des Steuerventils V2 und hiermit die Umschaltung ermöglicht. Hierauf wird der Generator neuerdings erregt, und der Betrieb in Parallelschaltung geht -weiter, solange der Strom den Wert 21 nicht überschreitet.
  • Betriebsmäßig kann der Fall eintreten, daß das Fahrzeug mit einer Zugkraft beansprucht wird, die längere Zeit hindurch um den Wert ZR herum schwankt. Die Umschalteinrichtung müßte daher fortwährend zum Ansprechen kommen, was mit Rücksicht auf den Betrieb unzulässig ist. Ebenso wird nach dem Umschaltvorgang von Serien- auf Parallelschaltung -während der Wiedererregung des Generators ein Beschleunigungszustand eintreten, bei dem ein größerer Generatorstrom als 2J auftreten kann und eine Rückschaltung in die Serienschaltung verursachen würde.
  • Es ist deshalb notwendig, daß sich die Ansprechwerte des Relais R, und R2 nicht genau wie i ::2 verhalten, sondern um einen solchen Wert von diesen Werten verschieden sind, daß die Umschaltung von Parallel- aus Serienschaltung bei dem Strom 2J" bzw. bei der Zugkraft Z," und die Umschaltung von Serien- auf Parallelschaltung beim Strom T' bzw. bei der Zugkraft Z2' erfolgt (Fig. 3). Durch diese Maßnahme wird also ein Pendeln bei der Zugkraft Z2 vermieden.
  • Die gleiche Schalteinrichtung kann verwendet werden, wenn die Relais R1 und R2 statt vom Generatorstrom vom Strom eines Motors betätigt werden.
  • In Fig. q. ist J der Motorstrom bei der Zugkraft Z2, bei welcher die Umschaltung erfolgen soll. Wird das Relais R, , auf den Strom J' und das Relais R_2 auf den Strom T" eingestellt, dann arbeitet das System in der gleichen Weise. Bei parallel geschalteten Motoren erfolgt dieUmschaltung auf Serienschaltung bei der Zugkraft Z2", -während bei Serienschaltung der Motoren die Umschaltung auf Parallelschaltung bei der Zugkraft Z2 eintritt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Selbsttätig wirkende Schalteinrichtung für Triebmotoren von Fahrzeugen, die von Verbrennungsmotoren mit elektrischer Kraftübertragung angetrieben -werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Reihenparallelschaltung zweier Motoren oder Motorgruppen zwei vom Summenstrom der Motoren oder vom Strom eines Motors beeinflußte Relais vorgesehen sind, von denen eines bei einem bestimmten Höchststrom die Reihenschaltung der Motoren verursacht, .wenn diese parallel geschaltet waren, und das zweite bei einem bestimmten Mindeststrom die Parallelschaltung der Motoren verursacht, wenn diese in Reihe geschaltet waren.
  2. 2. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei vom Summenstrom der Triebmotoren betätigte Relais so bemessen sind, daß das eine Relais (R2), das die Reihenschaltung verursacht, seinen Anker bei einem Strom anzieht, der ungefähr doppelt so groß ist als jener Strom, bei welchem der Anker des anderen Relais (Ri) abfällt und dabei die Parallelschaltung der Fahrmotoren verursacht.
  3. 3. Schalteinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechstromwerte der Relais (R, und R2) vom Verhältnis i ::2 um einen solchen Betrag abweichen, daß die Umschaltung der Fahrmotoren aus der Reihen- in die Parallelschaltung bei einer kleineren Zugkraft erfolgt als bei jener, bei der die Umschaltung von der Parallelschaltung in die Reihenschaltung erfolgt, wodurch ein unerwünschtes oftmaliges Umschalten vermieden wird, wenn die im Betriebe auftretenden Zugkräfte um jene Zugkraft herum geringfügig schwanken, bei welcher die Umschaltung erwünscht ist. ¢.
  4. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei vom Strom eines Motors beeinflußte Relais so eingestellt sind, daß das eine Relais, das die Umschaltung der Fahrmotoren von der Reihen- in die Parallelschaltung verursacht, bei einem einer kleineren Zugkraft entsprechenden Strom anspricht als das -zweite Relais.
  5. 5. Schalteinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Umschalteinrichtung der Motoren betätigenden Stromrelais (R1, R.) einen Apparat (Z) steuern, der selbsttätig vor der Umschaltung der Fahrmotoren eine Verminderung der Klemmenspannung des Generators durch Vorschaltung von Widerständen in die Erregerwicklungen oder Verminderung der Drehzahl des antreibenden Verbrennungsmotors bewirkt und nach vollzogener Umschaltung eine allmähliche Steigerung auf den normalen Erregerzustand bzw. auf die normale Drehzahl bewirkt.
  6. 6. Schalteinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein von der Generatorspannung abhängiges Relais oder ein Fliehkraftschalter (K) die Umschalteinrichtung (U) so lange blockiert, bis die Spannung bzw. die Drehzahl des Generators unter einen bestimmten Wert gesunken ist, bei welchem die Umschaltung der Motoren ohne unzulässigen Stromstoß vorgenommen werden kann.
DEA66715D 1931-07-27 1932-07-27 Selbsttaetig wirkende Schalteinrichtung fuer Triebmotoren von Fahrzeugen, die von Verbrennungsmotoren mit elektrischer Kraftuebertragung angetrieben werden Expired DE586809C (de)

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