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Verfahren zur .Darstellung von Vinyläthern Alkyläther des Vinylalkohols
und seiner Homologen können nach den, Angaben des Patents 338 -8j gewonnen werden,
wenn man Kohlenwasserstoffe der Acetylenreihe bei Temperaturen unterhalb o°, zweckmäßig
in Gegenwart von Quecksilberverbindungen, unter erhöhtem Druck - auf konzentrierte
Schwefelsäure einwirken läßt und die hierbei gebildete Vinylschwefelsäure mit Alkoholen
umsetzt. Eine direkte Bildung von Vinyläthern durch Anlagerung des Acetylens an
Alkohole wurde jedoch bisher nicht erzielt, sondern es entstanden unter den verschiedensten
Bedingungen stets Äther des Äthylidenglykols (Acetale), z. B. bei Verwendung von
Quecksilbersalzen als Katalysator beim Arbeiten in flüssiger Phase gemäß Patent
271 381, beim Arbeiten in der Gasphase gemäß Patent 403 78q:. In neuester Zeit wurden
zur Darstellung von Acetalen aus Acetylen und ein- oder mehrwertigen Alkoholen als
Katalysatoren Lösungen von Borfluorid und von @ Siliciumfluord in aliphatischen
Alkoholen, denen Quecksilberoxyd. zugesetzt, wurde; empfohlen (vgl. Chem. Centrälblatt
1930, 1, -870; 1i, z687): Als Zwischenprodukt dürften bei der Bildung dieser
Acetale die Vinyläther gebildet werden, jedoch gelang es bei den bekannten Verfahren
nicht oder doch nur in vollkommen ungenügendem Maße, eben das wertvolle Zwischenprodukt,
die Vinyläther, zu isolieren.
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Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß sich die Darstellung von
Vinyläthern mit fast quantitativer Ausbeute erzielen läßt, wenn man Acetylen in
flüssiger Phase auf organische Oxyverbindungen unter Zusatz' basisch wirkender Stoffe
bei erhöhter Temperatur einwirken läßt. Als basisch wirkende Stoffe seien beispielsweise
die Oxyde, Hydroxyde, Cyanide sowie Alkoholate, Fhenolate und Naphtholate der Alkalien
genannt. Den Katalysatoren können auch Quecksilberverbindungen, z. B. Quecksilberoxyd,
-sulfat oder -phosphat, zugesetzt werden, jedoch ist deren Mitverwendung keineswegs
erforderlich. Die Umsetzung kann in gleicher Weise mit ein- und mehrwertigen aliphatischen
Alkoholen wie mit hydroaromatischen und aromatischen Alkoholen; Phenolen, Naphtholen,
OXycarbonsäuren, partiell verätherten mehrwertigen Alkoholen und anderen organischen
Mono- oder Polyoxyverbindungen, soweit diese bei Temperaturen oberhalb joo° bei
Anwesenheit basisch wirkender Stoffe beständig sind, durchgeführt werden. Die Reaktionstemperatur
liegt
zwischen etwa 8o und 25o°. Falls der Siedepunkt der angewandten Oxyverbindung gleich
der Reaktionstemperatur ist oder höher als diese, kann die Umsetzung bei gewöhnlichem
Druck vorgenommen werden. Durch Verdünnung des Acetylens mit indifferenten Gasen,
z. B. Stickstoff oder Methan, kann hierbei die Gefahr einer Explosion vermieden
werden; selbst bei sehr starker Verdünnung wird das Acetylen umgesetzt.
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Bei der Herstellung von Monovinyläthern mehrwertiger Alkohole, besonders
solcher mit benachbarten Hydroxylgruppen, darf die Arbeitstemperatur nicht wesentlich
über die für die Reaktion gerade erforderliche Temperatür erhöht werden, da sonst
die zunächst entstandene Vinylgruppe mit der benachbarten Hydroxylgruppe leicht
unter Bildung cyclischex Acetale reagiert. Z. B. arbeitet man im Falle des Äthylenglykols
vorteilhaft bei 1:2o', : wobei die. Umlagerung des zunächst gebildeten Äthylenglykolmonovinyläthers
in Äthylenäthylidenäther nahezu völlig ausbleibt; während bei i8o° fast nur der
letztgenannte Äther gebildet wird-
Die Darstellung des Äthers kann sowohl diskontinuierlich wie kontinuierlich im technischen
Maßstabe leicht durchgeführt werden. In letzterem Falle wird beispielsweise einem
-- vorteilhaft mit Füllkörpern gefüllten -heizbaren Druckturm die umzusetzende organische
Oxyverbiridung mittels einer Druckpumpe kontinuierlich zugeführt, während gleichzeitig,
zweckmäßig im Gegenstrom, ein Acetylen-Stickstoff-Gemisch mittels einer Druckpumpe
im Kreislauf durch den Turm geleitet wird. Das bei der Reaktion verbrauchte Acetvlen
wird kontinuierlich ersetzt und ein Teil des im Kreislauf geführten Acetylen-Stickstoff-Gemisches
kontinuierlich abgeführt, um einer zu starken Anreicherung von Fremdgasen infolge
der Zuführung von nicht ioooloigem frischem Acetylen entgegenzuwirken, Das Reaktionsprodukt
wird an dein der Zuführstelle entgegengesetzten Ende des Turmes kontinuierlich abgezogen,
fraktioniert destilliert und der nicht umgesetzte Anteil erneut verwendet. Durch
katalytische Hydrierung der Vinyläther in flüssiger Phase, zweckmäßig in Gegenwart
von Lösungsmitteln, wie Methanol oder Äthanol, oder in der Gasphase mit den üblichen
Hydrierungskatalysatoren, 'ännen die gesättigten Äther gewonnen werden. So gelingt
es, z. B. aus Äthylenglylzolmonoäthyläther über den Äthylenglykoläthylvinyläther
den Äthylenglykoldiäthyläther, der bisher nur umständlich über die Natriumverbindung
mittels Diäthylsulfat oder Halogenäthyl erhältlich war, leicht darzustellen.
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Beispiel i In einen Rührautoklaven, in dem sich eine Auflösung von
5 Gewichtsteilen metallischem Natrium in iooo Gewichtsteilen absolutem Alkohol befindet,
wird ein Gemisch von Stickstoff und Acetylen im Volumenverhältnis i : y gepreßt,
bis der Druck etwa 15 Atm. beträgt. Der Autoklav wird auf 150' erhitzt, wobei
der Druck zunächst. auf etwa 3o Atm. steigt. Die infolge der Reaktion sich einstellende
Druckabnahme wird von Zeit zu Zeit durch Zugabe hochprozentigen Acetylens wieder
ausgeglichen. Nach Aufnahme der berechneten Acetylenmenge (nach etwa 15 Stunden)
läßt man erkalten. Durch fraktionierte Destillation des Reaktionsproduktes erhält
man reinen Äthylvinyläther vom Siedepunkt 36° in einer Ausbeute von mehr als 9 der
Theorie.
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Das gleiche Ergebnis wird erzielt, wenn man statt des absoluten Alkohols
die äquivalente Menge des handelsüblichen 94 gewichtsprozentigen Sprits und an Stelle
von metallischem Natrium die äquivalente Menge Ätzkali verwendet. Beispiele In einen
kührautoklaven, in dem sich eine Auflösung von io Gewichtsteilen Kaliumhydroxyd
in iooo Gewichtsteilen Butanol befindet, wird wie in Beispiel i eine Mischung von
Stickstoff und Acetylen im Volumenverhältnis i : 2 gepreßt, bis der Druck etwa 15
Atm. beträgt, und der Autoklav sodann auf i5o° erhitzt. Der Druck wird durch zeitweilige
Zuführung von hochprozentigem Frischacetylen zwischen 1q. und 2o Atm. gehalten,
bis die berechnete Menge Acetylen aufgenommen ist, was etwa 16 Stunden erfordert.
Beim Aufarbeiten des Reaktionsproduktes durch fraktionierte Destillation wird Vinylbutyläther
in einer Ausbeute von 95 °/o der Theorie erhalten. Bei Verwendung der gleichen Gewichtsmenge
n-Amylalkohol an Stelle von n-Butanol entsteht der Vinylamyläther vom Kp. i i i
°.
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Beispiel 3 Eine Auflösung von 5 Gewichtsteilen von festem Kaliumhydroxyd
in iooo Gewichtsteilen Cyclohexanol wird mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff
gemäß Beispiel i bei i5o° und einem Druck zwischen 12 und 2o Atm. behandelt. Die
Ausbeute an Vinyleyclohexyläther beträgt etwa 8o °/o der Theorie.
Beispiel
q.
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5 Gewichtsteile Ätzkali werden in iooo Gewichtsteilen Äthylenglykolmonoäthyläther
gelöst. Die Lösung wird mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff wie in Beispiel
i bei 2o bis 3o Atm. Druck und 15o° etwa 24 Stunden lang behandelt. Bei fraktionierter
Destillation des Reaktionsproduktes, das je nach den aufgenommenen Mengen Acetylen
größere oder geringere Mengen des unveränderten Äthylenglylctlmonoäthyläthers enthält,
wird Äthylenglykoläthylv invläther vom Siedepunkt i2.6° in einer go % der Theorie
übersteigenden Ausbeute erhalten.
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Durch Hydrierung des Äthylenglykoläthylvinyläthers mittels Nickelkatalysator
in Gas-oder flüssiger Phase, im letzteren Falle zweckmäßig unter Zusatz von Lösungsmitteln,
wie Alkoholen, kann Äthylenglykoldiäthyläther in 'vorzüglicher Ausbeute erhalten
werden. Beispiel s In iooo Gewichtsteilen Äthylenglykol werden 5 Geeichtsteile Ätzkali
gelöst. Die Lösung wird bei- i2o° mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff
nach Beispiel i belrandelt, bis die Acetylenaufnahme nur noch langsam erfolgt, was
nach 36 Stunden der Vall ist. Beim Aufarbeiten des Reaktionsgemisches durch fraktionierte
Destillation werden, auf angewandtes Glykol berechnet, erhalten: 33 % der Theorie
Äthylenglykolmonovinyläther; Fo % der Theorie Äthylenglykoldivinyläther, q.
% der Theorie Äthylenäthylidenäther (cyclisches Acetal) neben 50 0@0 der
Theorie an unverändertem Glykol.
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Bei höheren Temperaturen steigt die Menge des Äthylenäthvlidenäthers
beträchtlich infolge Umlagerung des primär entständenen Äthylenglykolmonovinyläthers.
Bei iSo° ist der Äthylenäthylidenäther das Hauptprodukt. Bei Verwendung derselben
Gewichtsmenge Kaliumcyanid an Stelle von Ätzkali erhält man im wesentlichen dasselbe
Resultat. Beispiel 6 q.7o Gewichtsteile Phenol werden zusammen mit 5o Gewichtsteilen
Phenolnatrium in iooo Gewichtsteilen Methanol gelöst. Die Lösung wird bei i 8o °
mit einem Acetylen-Stickstoff-Gemisch gemäß Beispiel i bei 40 bis 5o Atm. behandelt,
bis - nach etwa 2o Stunden - die dem angewandten Phenol entsprechende Menge Acetylen
aufgenommen ist. Nach dem Abdestillieren des Methanols und geringer Menge Methylvinyläther
wird durch fraktionierte Destillation ein schwäch phenolhaltiger Vinylphenyläther
erhalten, der nach dem Ausschütteln mit Natronlauge, 1 .'rocknen und erneutem
Fraktionieren in reiner Form in einer Ausbeute von über go 0/0 der verbrauchten
Phenolmenge bei einem Gesamtumsatz von etwa 8o % des angewandten Phenols erhalten
wird. Der Siedepunkt des Vinylphenyläthers liegt bei 155 bis 156'.
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Bei Anwendung der äquivalenten Menge m-Kresolnatrium wird in analoger
Weise der Vinyl-ni-lireSVläther in einer Ausbeute von etwa 85 0f0 der Theorie erhalten.
Beispiel? 7:2o Gewichtsteile ß-Naphthol und 1q. Gewichtsteile Ätzkali werden in
iooo Gewichtsteilen Methanol gelöst und nach Beispie16 mit einem Gemisch aus Acetylen
und Stickstoff 2d. Stunden lang behandelt. Der nach dem Abdestillieren des Methanols
und geringer Mengen Methylvinyläthers verbleibende Rückstand wird mit 25%iger Kalilauge
bis zur Neutralisation des nicht umgesetzten ß-Naphthols versetzt, ausgeäthert und
der Äther mit Chlorcalcium getrocknet. Man erhält den Vinyl-ß-naphthyläther vom
Schmelzpunkt 33° und Siedepunkt 26d.° in einer Ausbeute von 7o bis 8o °lü der Theorie.
Wird an Stelle von ß-Naphthol die gleiche Gewichtsmenge des im nicht substituierten
Ring hydrierten Tetrahydro-ß-naphthols verwendet, so wird der Vinyl-ß-tetrahydronaphthyläther
vom Kpia - 143 ' erhalten. Beispiel 8 In 8oo Gewichtsteilen n-Propylalkohol werden
25 Gewichtsteile Ätzkali gelöst und bei i 5o° mit einem Acetylen-Stickstoff-Gemisch
nach Beispiel i bei 15 bis 2o Atm. Druck behandelt, bis keine Acetylenaufnahme mehr
erfolgt. Bei der fraktionierten Destillation des Reaktionsproduktes werden etwa
go % der Theorie an Vinylpropyläther vom Siedepunkt 6d,° erhalten.
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Verwendet man an Stelle von n-Propylalkohol gleiche Gewichtsmengen
Isopropylalkohol, so erhält man in gleicher Weise den Vinylisopropyläther vom Siedepunkt
54 bis 56° in einer Ausbeute von etwa 70 % der Theorie.
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Bei Verwendung gleicher -Gewichtsmengen von Amylalkohöl an Stelle
von n-ProP'ylalkohol erhält man Vinylamyläther vom Siedepunkt i i i ° in einer Ausbeute
von go 0/ö der Theorie. Beispiel 9 In i2oo Gewichtsteilen Methylalkohol werden d.o
Gewichtsteile festes Ätzkali gelöst und im Rührautoklaven mit einem Gemisch von
Acetylen und Stickstoff: im Verhältnis 2 i bei i2o° behandelt, bis etwa i/3 der
theoretisch erforderlichen Acetylenmenge aufgenommen
ist. Hierauf
läßt man auf 4.o11 abkühlen und destilliert unter Dephlegmierung den größten Teil
des entstandenen Vinylmethyläthers ab. Hierauf wird bei 12o° die Behandlung mit
dem Acetylen-Stickstoff-Gemisch fortgesetzt, bis das zweite Drittel der theoretisch
erforderlichen Acetylenmenge aufgenommen ist, nach dem Abkühlen unter Dephlegmierung
der entstandene Vinyläther abdestilliert, der Autoklax wieder auf i2o° aufgeheizt
und das Acetylen-Stickstoff-Gemisch wie zuvor zugeführt usw. Die hierbei insgesamt
erzielte Ausbeute an Vinylmethyläther vom Siedepunkt g° ist praktisch quantitativ.
Beispiel io Eine Auflösung von 3o Gewichtsteilen Ätzkali in 915o Gewichtsteilen
Diäthylenglykolmonoäthyläther wird mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff
im Verhältnis 2 : i bei i5o° und io bis 15 Atm. Druck behandelt; bis keine Acetylenaufnahme
mehr erfolgt. Man erhält bei der Destillation des Reaktionsgemisches den Diäthylenglykolvinyläthyläther
vom Kp=o - go bis 97' in praktisch quantitativer Ausbeute.
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Verwendet man an Stelle des Diäthylenglykolmonoäthyläthers die gleiche
Gewichtsmenge Triäthylenglylzolmonoäthyläther, so erhält man in vorzüglicher Ausbeute
den Triäthylenglykolvinyläthyläthcrvom Kplo = ioo bis 125°.
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In gleicher Weise lassen sich die Monoäthyläther von Polyglykolen,
die io und 2o Äthylenoxydreste enthalten, in die entsprechenden Polyglykolvinyläthyläther
überführen. Beispiel ii 94.o Gewichtsteile Oktodecylalkohol werden mit 3o Gewichtsteilen
Ätzkali versetzt und bei 15o° mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff im Verhältnis
2 : i bei io bis 15 Atm. Druck behandelt, bis keine Acetylenaufnahme mehr erfolgt,
was nach etwa .4 Stunden der Fall ist. Bei der fraktionierten Destillation des Reaktionsproduktes
wird Vinylolztodecyläther vom Kpio=igo° in annähernd quantitativer Ausbeute erhalten.
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Bei der Hydrierung des Vinyloktodecyläthers mit Wasserstoff unter
Verwendung eines Nickelkatalysators und unter Zusatz von Methanol als Lösungsmittel
wird in quantitativer Ausbeute Äthyloktodecyläther vom II-Pro = igo' gewonnen. Wird
an Stelle von Oktodecylalkohol Oktanol bzw. Dekanol bzw. Duodekanol verwendet, so
entsteht Vinyloktyläther vom Kp5 = 75' bzw. Vinyldecyläther vom Kp4- iio°
bzw. Vinylduodecyläther vom Kp4= 12o°. Beispiel 12 io5o Gewichtsteile Diäthanolamin
und 3o Gewichtsteile Ätzkali werden in 8oo Gewichtsteilen Butanol gelöst und bei
15o° und 15 bis 2o Atm. Druck mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff im Verhältnis
2 : i behandelt, bis 26o Gewichtsteile Acetylen aufgenommen sind. Nach dem Abdestillieren
des Butanols erhält man den Monov invläther des Diäthanolamins vorn Kp$ = ioo bis
iio° in befriedigender Ausbeute.
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Beispiel 13 149o Gewichtsteile Triäthanolamin und 4.5 Gewichtsteile
Ätzkali werden in i2oo Gewichtsteilen Butanol gelöst und wie in Beispiel 12 mit
dem Acetylen-Stickstoff-Gemisch behandelt, bis 52o Gewichtsteile Acetylen aufgenommen
sind. Nach dem Abdestillieren des Butanols erhält man den Divinyläther des Triäthanolamins
vom Kps=i2o bis 13o° in befriedigender Ausbeute.
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Beispiel 14.
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In einer aus einem druckfesten Türm, Kühler, Abscheider, Druckzirkulationspumpe
und Acetylenkompressor bestehenden Apparatur läßt man ein 5oo/oiges Acetylen-Stickstoff-Gemisch
bei i 5o bis 16o11 und q. Atm. Druck derart zirkulieren, daß das Acetylen-Stickstoff-Gemisch
zunächst den 'mit Butanol, in dem etwa io o/o seines Gewichtes an Ätzkali aufgelöst
sind, beschickten und mit Raschigringen gefüllten Turm, dann den Kühler und Abscheider
passiert und über die Zirkulationspumpe dem Turm wieder zugeleitet wird. Der entstandene
Vinylbutyläther wird durch den Acetylen-Stickstoff-Kreislauf aus dem Turm zusammen
mit unverändertem Butanol (es destilliert ein etwa 6o- bis 7oo/oiger Vinylbutvläther
über) entfernt, im Kühler niedergeschlagen und im Abscheiden von dem zirkulierenden
Acetylen-Stickstoff-Gemisch getrennt. Das verbrauchte Acetylen wird durch den Acetylenkompressor
dauernd zwischen Druckzirkulationspumpe und Druckraum dem im Kreislauf geführten
Gas zugeführt. Hinter dem Abscheider wird kontinuierlich eine entsprechende Menge
des Kreislaufgases entspannt, um dessen Gehalt an Acetylen, der infolge der Zuführung
nicht ganz iooo/oigen frischen Acetylens dauernd fallen würde, bei 5o bis 6o 11q
zu halten. Eine der verbrauchten Menge entsprechende Menge Butanol wird zusammen
mit 3 Gewichtsprozent Ätzkali ständig oben in den Turm nachgepumpt. Am unteren Ende
des Turmes wird von Zeit zu Zeit oder kontinuierlich eine geringe Menge des Turminhaltes
abgezogen, um eine Anhäufung des verbrauchten Kaliumhydroxyds im
Turm
zu vermeiden. Das im Abscheider kondensierte Gemisch aus Vinylbutyläther und Butanol
wird kontinuierlich abgezogen. Das in dem Gemisch gelöste, bei der Entspannung frei
werdende Acetylen wird auf die Saugseite des Acetylenkompressors zurückgeführt und
das Vinyläther-Butanol-Gemisch, gegebenenfalls zusammen mit den am unteren Ende
des Turmes abgezogenen Anteilen, einer kontinuierlichen Destillation unterworfen.
Die Leistung des Druckturmes beträgt etwa i o °/o seines Volumens an Vinylbutyläther
pro Stunde.
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In gleicher Weise kann Vinyläthyläther an Stelle von Vinylbutylätlier
erhalten werden; in diesem Falle beträgt der Arbeitsdruck bei i 5o bis 16o' etwa
15 Atm. -Die Ausbeute an Vinyläther überschreitet in beiden Fällen 9o °/o der Theorie.
Beispiel 15 Ein mit Raschigringen gefüllter heiz- und kühlbarer Reaktionsturm wird
mit geschmolzenem Oktodecylalkohol, in dem 2 °/o seines Gewichtes an festem Ätzkali
aufgelöst sind, beschickt. Durch den Turm wird bei 17o bis i75° mittels eines Gebläses
Acetylen im Kreislauf geschickt. Das Acetylen tritt unten in den Turm ein, verläßt
ihn wieder am oberen Ende und wird dann durch einen Abstreifer geleitet, um evtl.
mitgerissene Anteile von Oktodecylalkohol bzw. Oktodecylvinyläther abzuscheiden,
von dem Gebläse angesaugt und von neuem in den Turm gedrückt. Die pro Minute durch
das System zirkulierende Acetylenmenge entspricht etwa dem Turminhalt. Eine der
bei der Reaktion verbrauchten Menge entsprechende Menge Acetylen tritt auf der Saugseite
des Gebläses automatisch aus einem Gasometer in den Kreislauf ein. Hinter dem Abscheider
wird kontinuierlich ein geringer Teil des zirkulierenden Acetylens abgezogen, um
eine Anreicherung der Fremdbestandteile des Frischacetylens im Kreislauf zu verhindern.
Am oberen Ende des Turmes wird kontinuierlich Oktodecylalkohol, in dem 21/0 Kalilauge
gelöst sind, zugeführt, während am unteren Ende kontinuierlich das Reaktionsprodukt,
hochprozentiger Vinyloktodecyläther, abgezogen wird. Die Zuführung des frischen
Oktodecylalkohols wird nach Maßgabe des Fortschreitens der stark exothermen, nötigenfalls
unter Kühlung vorgenommenen Umsetzung eingestellt. Im allgemeinen läßt sich pro
Stunde ein Viertel des Turminhalts umsetzen. Der erhaltene rohe Oktodecylvinyläther
wird einer Destillation im Vakuum unterworfen, wobei ein. nahezu ioo°/,iges Produkt
in etwa 9o°/oiger Ausbeute erhalten wird. Der Siedepunkt des V inyloktodecyläthers
liegt bei 179 bis i8o° bei 3 mm Hg.
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Bei Verwendung von Tetradekanol an Stelle von Oktodecylalkohol wird
Vinyltetradecyläther vom Kp4 - 14o bis 145', bei Verwendung von Cetylalkohol (erhalten
durch Verseifung von Spermöl) Vinylcetyläther vom Kp4- 16o bis i65° und bei Verwendung
von Oleylalkohol (erhalten durch Reduktion von ölsäureester mit Natrium) Vinyloleyläther
vom Kp2- i 7o bis i75° erhalten.
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In gleicher Weise lassen sich noch höhere Alkohole, wie die Montanalkohole,
in die entsprechenden Vinyläther überführen.
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Beispiel 16 5oo Gewichtsteile Ricinolsäure werden in 5oo Gewichtsteilen
Butanol gelöst und durch Zugabe von etwa 107 Gewichtsteilen festen Kaliumhydroxyds
neutralisiert, worauf noch 15 Gewichtsteile festes Kaliumhydroxyd zugesetzt werden.
Nachdem Lösung erfolgt ist, wird das Gemisch zwecks Abtrennung des bei der Neutralisation
entstandenen Wassers zum Sieden erhitzt. Hierbei destilliert zunächst ein Gemisch
von Butanol und Wasser über, das sich in der Vorlage in eine obere Butanolschicht
und eine untere wäßrige Schicht trennt. Das Butanol wird kontinuierlich dem Destillationsgut
wieder zugeführt. Die Destillation wird beendet, wenn wasserfreies Butanol vom Siedepunkt
etwa 1i7° übergeht. Sodann wird die vom Wasser befreite Masse in ein Druckgefäß
eingefüllt und 5 Atm. Stickstoff und io Atm. Acetylen aufgepreßt. Das Reaktionsgemisch
wird unter Rühren auf 15o° erwärmt und unter Zusatz des verbrauchten Acetylens durch
frisches so lange bei dieser Temperatur gehalten, bis kein Acetylen mehr aufgenommen
wird. Nach Beendigung der Reaktion läßt man erkalten und entspannt auf Atmosphärendruck.
Das Reaktionsgemisch besteht aus Vinylbutyläther und dem Kaliumsalz des Vinyläthers
der Ricinolsäure: Letzteres wird durch Abdestillieren des Vinylbutyläthers oder
durch Extraktion in reiner Form erhalten.