DE584840C - Verfahren zur Darstellung von Vinylaethern - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Vinylaethern

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DE584840C
DE584840C DE1930584840D DE584840DD DE584840C DE 584840 C DE584840 C DE 584840C DE 1930584840 D DE1930584840 D DE 1930584840D DE 584840D D DE584840D D DE 584840DD DE 584840 C DE584840 C DE 584840C
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Dr Walter Reppe
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C47/00Compounds having —CHO groups
    • C07C47/02Saturated compounds having —CHO groups bound to acyclic carbon atoms or to hydrogen
    • C07C47/06Acetaldehyde
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C43/03Ethers having all ether-oxygen atoms bound to acyclic carbon atoms
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    • C07C43/16Vinyl ethers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L27/00Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by a halogen; Compositions of derivatives of such polymers

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Description

  • Verfahren zur .Darstellung von Vinyläthern Alkyläther des Vinylalkohols und seiner Homologen können nach den, Angaben des Patents 338 -8j gewonnen werden, wenn man Kohlenwasserstoffe der Acetylenreihe bei Temperaturen unterhalb o°, zweckmäßig in Gegenwart von Quecksilberverbindungen, unter erhöhtem Druck - auf konzentrierte Schwefelsäure einwirken läßt und die hierbei gebildete Vinylschwefelsäure mit Alkoholen umsetzt. Eine direkte Bildung von Vinyläthern durch Anlagerung des Acetylens an Alkohole wurde jedoch bisher nicht erzielt, sondern es entstanden unter den verschiedensten Bedingungen stets Äther des Äthylidenglykols (Acetale), z. B. bei Verwendung von Quecksilbersalzen als Katalysator beim Arbeiten in flüssiger Phase gemäß Patent 271 381, beim Arbeiten in der Gasphase gemäß Patent 403 78q:. In neuester Zeit wurden zur Darstellung von Acetalen aus Acetylen und ein- oder mehrwertigen Alkoholen als Katalysatoren Lösungen von Borfluorid und von @ Siliciumfluord in aliphatischen Alkoholen, denen Quecksilberoxyd. zugesetzt, wurde; empfohlen (vgl. Chem. Centrälblatt 1930, 1, -870; 1i, z687): Als Zwischenprodukt dürften bei der Bildung dieser Acetale die Vinyläther gebildet werden, jedoch gelang es bei den bekannten Verfahren nicht oder doch nur in vollkommen ungenügendem Maße, eben das wertvolle Zwischenprodukt, die Vinyläther, zu isolieren.
  • Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß sich die Darstellung von Vinyläthern mit fast quantitativer Ausbeute erzielen läßt, wenn man Acetylen in flüssiger Phase auf organische Oxyverbindungen unter Zusatz' basisch wirkender Stoffe bei erhöhter Temperatur einwirken läßt. Als basisch wirkende Stoffe seien beispielsweise die Oxyde, Hydroxyde, Cyanide sowie Alkoholate, Fhenolate und Naphtholate der Alkalien genannt. Den Katalysatoren können auch Quecksilberverbindungen, z. B. Quecksilberoxyd, -sulfat oder -phosphat, zugesetzt werden, jedoch ist deren Mitverwendung keineswegs erforderlich. Die Umsetzung kann in gleicher Weise mit ein- und mehrwertigen aliphatischen Alkoholen wie mit hydroaromatischen und aromatischen Alkoholen; Phenolen, Naphtholen, OXycarbonsäuren, partiell verätherten mehrwertigen Alkoholen und anderen organischen Mono- oder Polyoxyverbindungen, soweit diese bei Temperaturen oberhalb joo° bei Anwesenheit basisch wirkender Stoffe beständig sind, durchgeführt werden. Die Reaktionstemperatur liegt zwischen etwa 8o und 25o°. Falls der Siedepunkt der angewandten Oxyverbindung gleich der Reaktionstemperatur ist oder höher als diese, kann die Umsetzung bei gewöhnlichem Druck vorgenommen werden. Durch Verdünnung des Acetylens mit indifferenten Gasen, z. B. Stickstoff oder Methan, kann hierbei die Gefahr einer Explosion vermieden werden; selbst bei sehr starker Verdünnung wird das Acetylen umgesetzt.
  • Bei der Herstellung von Monovinyläthern mehrwertiger Alkohole, besonders solcher mit benachbarten Hydroxylgruppen, darf die Arbeitstemperatur nicht wesentlich über die für die Reaktion gerade erforderliche Temperatür erhöht werden, da sonst die zunächst entstandene Vinylgruppe mit der benachbarten Hydroxylgruppe leicht unter Bildung cyclischex Acetale reagiert. Z. B. arbeitet man im Falle des Äthylenglykols vorteilhaft bei 1:2o', : wobei die. Umlagerung des zunächst gebildeten Äthylenglykolmonovinyläthers in Äthylenäthylidenäther nahezu völlig ausbleibt; während bei i8o° fast nur der letztgenannte Äther gebildet wird- Die Darstellung des Äthers kann sowohl diskontinuierlich wie kontinuierlich im technischen Maßstabe leicht durchgeführt werden. In letzterem Falle wird beispielsweise einem -- vorteilhaft mit Füllkörpern gefüllten -heizbaren Druckturm die umzusetzende organische Oxyverbiridung mittels einer Druckpumpe kontinuierlich zugeführt, während gleichzeitig, zweckmäßig im Gegenstrom, ein Acetylen-Stickstoff-Gemisch mittels einer Druckpumpe im Kreislauf durch den Turm geleitet wird. Das bei der Reaktion verbrauchte Acetvlen wird kontinuierlich ersetzt und ein Teil des im Kreislauf geführten Acetylen-Stickstoff-Gemisches kontinuierlich abgeführt, um einer zu starken Anreicherung von Fremdgasen infolge der Zuführung von nicht ioooloigem frischem Acetylen entgegenzuwirken, Das Reaktionsprodukt wird an dein der Zuführstelle entgegengesetzten Ende des Turmes kontinuierlich abgezogen, fraktioniert destilliert und der nicht umgesetzte Anteil erneut verwendet. Durch katalytische Hydrierung der Vinyläther in flüssiger Phase, zweckmäßig in Gegenwart von Lösungsmitteln, wie Methanol oder Äthanol, oder in der Gasphase mit den üblichen Hydrierungskatalysatoren, 'ännen die gesättigten Äther gewonnen werden. So gelingt es, z. B. aus Äthylenglylzolmonoäthyläther über den Äthylenglykoläthylvinyläther den Äthylenglykoldiäthyläther, der bisher nur umständlich über die Natriumverbindung mittels Diäthylsulfat oder Halogenäthyl erhältlich war, leicht darzustellen.
  • Beispiel i In einen Rührautoklaven, in dem sich eine Auflösung von 5 Gewichtsteilen metallischem Natrium in iooo Gewichtsteilen absolutem Alkohol befindet, wird ein Gemisch von Stickstoff und Acetylen im Volumenverhältnis i : y gepreßt, bis der Druck etwa 15 Atm. beträgt. Der Autoklav wird auf 150' erhitzt, wobei der Druck zunächst. auf etwa 3o Atm. steigt. Die infolge der Reaktion sich einstellende Druckabnahme wird von Zeit zu Zeit durch Zugabe hochprozentigen Acetylens wieder ausgeglichen. Nach Aufnahme der berechneten Acetylenmenge (nach etwa 15 Stunden) läßt man erkalten. Durch fraktionierte Destillation des Reaktionsproduktes erhält man reinen Äthylvinyläther vom Siedepunkt 36° in einer Ausbeute von mehr als 9 der Theorie.
  • Das gleiche Ergebnis wird erzielt, wenn man statt des absoluten Alkohols die äquivalente Menge des handelsüblichen 94 gewichtsprozentigen Sprits und an Stelle von metallischem Natrium die äquivalente Menge Ätzkali verwendet. Beispiele In einen kührautoklaven, in dem sich eine Auflösung von io Gewichtsteilen Kaliumhydroxyd in iooo Gewichtsteilen Butanol befindet, wird wie in Beispiel i eine Mischung von Stickstoff und Acetylen im Volumenverhältnis i : 2 gepreßt, bis der Druck etwa 15 Atm. beträgt, und der Autoklav sodann auf i5o° erhitzt. Der Druck wird durch zeitweilige Zuführung von hochprozentigem Frischacetylen zwischen 1q. und 2o Atm. gehalten, bis die berechnete Menge Acetylen aufgenommen ist, was etwa 16 Stunden erfordert. Beim Aufarbeiten des Reaktionsproduktes durch fraktionierte Destillation wird Vinylbutyläther in einer Ausbeute von 95 °/o der Theorie erhalten. Bei Verwendung der gleichen Gewichtsmenge n-Amylalkohol an Stelle von n-Butanol entsteht der Vinylamyläther vom Kp. i i i °.
  • Beispiel 3 Eine Auflösung von 5 Gewichtsteilen von festem Kaliumhydroxyd in iooo Gewichtsteilen Cyclohexanol wird mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff gemäß Beispiel i bei i5o° und einem Druck zwischen 12 und 2o Atm. behandelt. Die Ausbeute an Vinyleyclohexyläther beträgt etwa 8o °/o der Theorie. Beispiel q.
  • 5 Gewichtsteile Ätzkali werden in iooo Gewichtsteilen Äthylenglykolmonoäthyläther gelöst. Die Lösung wird mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff wie in Beispiel i bei 2o bis 3o Atm. Druck und 15o° etwa 24 Stunden lang behandelt. Bei fraktionierter Destillation des Reaktionsproduktes, das je nach den aufgenommenen Mengen Acetylen größere oder geringere Mengen des unveränderten Äthylenglylctlmonoäthyläthers enthält, wird Äthylenglykoläthylv invläther vom Siedepunkt i2.6° in einer go % der Theorie übersteigenden Ausbeute erhalten.
  • Durch Hydrierung des Äthylenglykoläthylvinyläthers mittels Nickelkatalysator in Gas-oder flüssiger Phase, im letzteren Falle zweckmäßig unter Zusatz von Lösungsmitteln, wie Alkoholen, kann Äthylenglykoldiäthyläther in 'vorzüglicher Ausbeute erhalten werden. Beispiel s In iooo Gewichtsteilen Äthylenglykol werden 5 Geeichtsteile Ätzkali gelöst. Die Lösung wird bei- i2o° mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff nach Beispiel i belrandelt, bis die Acetylenaufnahme nur noch langsam erfolgt, was nach 36 Stunden der Vall ist. Beim Aufarbeiten des Reaktionsgemisches durch fraktionierte Destillation werden, auf angewandtes Glykol berechnet, erhalten: 33 % der Theorie Äthylenglykolmonovinyläther; Fo % der Theorie Äthylenglykoldivinyläther, q. % der Theorie Äthylenäthylidenäther (cyclisches Acetal) neben 50 0@0 der Theorie an unverändertem Glykol.
  • Bei höheren Temperaturen steigt die Menge des Äthylenäthvlidenäthers beträchtlich infolge Umlagerung des primär entständenen Äthylenglykolmonovinyläthers. Bei iSo° ist der Äthylenäthylidenäther das Hauptprodukt. Bei Verwendung derselben Gewichtsmenge Kaliumcyanid an Stelle von Ätzkali erhält man im wesentlichen dasselbe Resultat. Beispiel 6 q.7o Gewichtsteile Phenol werden zusammen mit 5o Gewichtsteilen Phenolnatrium in iooo Gewichtsteilen Methanol gelöst. Die Lösung wird bei i 8o ° mit einem Acetylen-Stickstoff-Gemisch gemäß Beispiel i bei 40 bis 5o Atm. behandelt, bis - nach etwa 2o Stunden - die dem angewandten Phenol entsprechende Menge Acetylen aufgenommen ist. Nach dem Abdestillieren des Methanols und geringer Menge Methylvinyläther wird durch fraktionierte Destillation ein schwäch phenolhaltiger Vinylphenyläther erhalten, der nach dem Ausschütteln mit Natronlauge, 1 .'rocknen und erneutem Fraktionieren in reiner Form in einer Ausbeute von über go 0/0 der verbrauchten Phenolmenge bei einem Gesamtumsatz von etwa 8o % des angewandten Phenols erhalten wird. Der Siedepunkt des Vinylphenyläthers liegt bei 155 bis 156'.
  • Bei Anwendung der äquivalenten Menge m-Kresolnatrium wird in analoger Weise der Vinyl-ni-lireSVläther in einer Ausbeute von etwa 85 0f0 der Theorie erhalten. Beispiel? 7:2o Gewichtsteile ß-Naphthol und 1q. Gewichtsteile Ätzkali werden in iooo Gewichtsteilen Methanol gelöst und nach Beispie16 mit einem Gemisch aus Acetylen und Stickstoff 2d. Stunden lang behandelt. Der nach dem Abdestillieren des Methanols und geringer Mengen Methylvinyläthers verbleibende Rückstand wird mit 25%iger Kalilauge bis zur Neutralisation des nicht umgesetzten ß-Naphthols versetzt, ausgeäthert und der Äther mit Chlorcalcium getrocknet. Man erhält den Vinyl-ß-naphthyläther vom Schmelzpunkt 33° und Siedepunkt 26d.° in einer Ausbeute von 7o bis 8o °lü der Theorie. Wird an Stelle von ß-Naphthol die gleiche Gewichtsmenge des im nicht substituierten Ring hydrierten Tetrahydro-ß-naphthols verwendet, so wird der Vinyl-ß-tetrahydronaphthyläther vom Kpia - 143 ' erhalten. Beispiel 8 In 8oo Gewichtsteilen n-Propylalkohol werden 25 Gewichtsteile Ätzkali gelöst und bei i 5o° mit einem Acetylen-Stickstoff-Gemisch nach Beispiel i bei 15 bis 2o Atm. Druck behandelt, bis keine Acetylenaufnahme mehr erfolgt. Bei der fraktionierten Destillation des Reaktionsproduktes werden etwa go % der Theorie an Vinylpropyläther vom Siedepunkt 6d,° erhalten.
  • Verwendet man an Stelle von n-Propylalkohol gleiche Gewichtsmengen Isopropylalkohol, so erhält man in gleicher Weise den Vinylisopropyläther vom Siedepunkt 54 bis 56° in einer Ausbeute von etwa 70 % der Theorie.
  • Bei Verwendung gleicher -Gewichtsmengen von Amylalkohöl an Stelle von n-ProP'ylalkohol erhält man Vinylamyläther vom Siedepunkt i i i ° in einer Ausbeute von go 0/ö der Theorie. Beispiel 9 In i2oo Gewichtsteilen Methylalkohol werden d.o Gewichtsteile festes Ätzkali gelöst und im Rührautoklaven mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff: im Verhältnis 2 i bei i2o° behandelt, bis etwa i/3 der theoretisch erforderlichen Acetylenmenge aufgenommen ist. Hierauf läßt man auf 4.o11 abkühlen und destilliert unter Dephlegmierung den größten Teil des entstandenen Vinylmethyläthers ab. Hierauf wird bei 12o° die Behandlung mit dem Acetylen-Stickstoff-Gemisch fortgesetzt, bis das zweite Drittel der theoretisch erforderlichen Acetylenmenge aufgenommen ist, nach dem Abkühlen unter Dephlegmierung der entstandene Vinyläther abdestilliert, der Autoklax wieder auf i2o° aufgeheizt und das Acetylen-Stickstoff-Gemisch wie zuvor zugeführt usw. Die hierbei insgesamt erzielte Ausbeute an Vinylmethyläther vom Siedepunkt g° ist praktisch quantitativ. Beispiel io Eine Auflösung von 3o Gewichtsteilen Ätzkali in 915o Gewichtsteilen Diäthylenglykolmonoäthyläther wird mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff im Verhältnis 2 : i bei i5o° und io bis 15 Atm. Druck behandelt; bis keine Acetylenaufnahme mehr erfolgt. Man erhält bei der Destillation des Reaktionsgemisches den Diäthylenglykolvinyläthyläther vom Kp=o - go bis 97' in praktisch quantitativer Ausbeute.
  • Verwendet man an Stelle des Diäthylenglykolmonoäthyläthers die gleiche Gewichtsmenge Triäthylenglylzolmonoäthyläther, so erhält man in vorzüglicher Ausbeute den Triäthylenglykolvinyläthyläthcrvom Kplo = ioo bis 125°.
  • In gleicher Weise lassen sich die Monoäthyläther von Polyglykolen, die io und 2o Äthylenoxydreste enthalten, in die entsprechenden Polyglykolvinyläthyläther überführen. Beispiel ii 94.o Gewichtsteile Oktodecylalkohol werden mit 3o Gewichtsteilen Ätzkali versetzt und bei 15o° mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff im Verhältnis 2 : i bei io bis 15 Atm. Druck behandelt, bis keine Acetylenaufnahme mehr erfolgt, was nach etwa .4 Stunden der Fall ist. Bei der fraktionierten Destillation des Reaktionsproduktes wird Vinylolztodecyläther vom Kpio=igo° in annähernd quantitativer Ausbeute erhalten.
  • Bei der Hydrierung des Vinyloktodecyläthers mit Wasserstoff unter Verwendung eines Nickelkatalysators und unter Zusatz von Methanol als Lösungsmittel wird in quantitativer Ausbeute Äthyloktodecyläther vom II-Pro = igo' gewonnen. Wird an Stelle von Oktodecylalkohol Oktanol bzw. Dekanol bzw. Duodekanol verwendet, so entsteht Vinyloktyläther vom Kp5 = 75' bzw. Vinyldecyläther vom Kp4- iio° bzw. Vinylduodecyläther vom Kp4= 12o°. Beispiel 12 io5o Gewichtsteile Diäthanolamin und 3o Gewichtsteile Ätzkali werden in 8oo Gewichtsteilen Butanol gelöst und bei 15o° und 15 bis 2o Atm. Druck mit einem Gemisch von Acetylen und Stickstoff im Verhältnis 2 : i behandelt, bis 26o Gewichtsteile Acetylen aufgenommen sind. Nach dem Abdestillieren des Butanols erhält man den Monov invläther des Diäthanolamins vorn Kp$ = ioo bis iio° in befriedigender Ausbeute.
  • Beispiel 13 149o Gewichtsteile Triäthanolamin und 4.5 Gewichtsteile Ätzkali werden in i2oo Gewichtsteilen Butanol gelöst und wie in Beispiel 12 mit dem Acetylen-Stickstoff-Gemisch behandelt, bis 52o Gewichtsteile Acetylen aufgenommen sind. Nach dem Abdestillieren des Butanols erhält man den Divinyläther des Triäthanolamins vom Kps=i2o bis 13o° in befriedigender Ausbeute.
  • Beispiel 14.
  • In einer aus einem druckfesten Türm, Kühler, Abscheider, Druckzirkulationspumpe und Acetylenkompressor bestehenden Apparatur läßt man ein 5oo/oiges Acetylen-Stickstoff-Gemisch bei i 5o bis 16o11 und q. Atm. Druck derart zirkulieren, daß das Acetylen-Stickstoff-Gemisch zunächst den 'mit Butanol, in dem etwa io o/o seines Gewichtes an Ätzkali aufgelöst sind, beschickten und mit Raschigringen gefüllten Turm, dann den Kühler und Abscheider passiert und über die Zirkulationspumpe dem Turm wieder zugeleitet wird. Der entstandene Vinylbutyläther wird durch den Acetylen-Stickstoff-Kreislauf aus dem Turm zusammen mit unverändertem Butanol (es destilliert ein etwa 6o- bis 7oo/oiger Vinylbutvläther über) entfernt, im Kühler niedergeschlagen und im Abscheiden von dem zirkulierenden Acetylen-Stickstoff-Gemisch getrennt. Das verbrauchte Acetylen wird durch den Acetylenkompressor dauernd zwischen Druckzirkulationspumpe und Druckraum dem im Kreislauf geführten Gas zugeführt. Hinter dem Abscheider wird kontinuierlich eine entsprechende Menge des Kreislaufgases entspannt, um dessen Gehalt an Acetylen, der infolge der Zuführung nicht ganz iooo/oigen frischen Acetylens dauernd fallen würde, bei 5o bis 6o 11q zu halten. Eine der verbrauchten Menge entsprechende Menge Butanol wird zusammen mit 3 Gewichtsprozent Ätzkali ständig oben in den Turm nachgepumpt. Am unteren Ende des Turmes wird von Zeit zu Zeit oder kontinuierlich eine geringe Menge des Turminhaltes abgezogen, um eine Anhäufung des verbrauchten Kaliumhydroxyds im Turm zu vermeiden. Das im Abscheider kondensierte Gemisch aus Vinylbutyläther und Butanol wird kontinuierlich abgezogen. Das in dem Gemisch gelöste, bei der Entspannung frei werdende Acetylen wird auf die Saugseite des Acetylenkompressors zurückgeführt und das Vinyläther-Butanol-Gemisch, gegebenenfalls zusammen mit den am unteren Ende des Turmes abgezogenen Anteilen, einer kontinuierlichen Destillation unterworfen. Die Leistung des Druckturmes beträgt etwa i o °/o seines Volumens an Vinylbutyläther pro Stunde.
  • In gleicher Weise kann Vinyläthyläther an Stelle von Vinylbutylätlier erhalten werden; in diesem Falle beträgt der Arbeitsdruck bei i 5o bis 16o' etwa 15 Atm. -Die Ausbeute an Vinyläther überschreitet in beiden Fällen 9o °/o der Theorie. Beispiel 15 Ein mit Raschigringen gefüllter heiz- und kühlbarer Reaktionsturm wird mit geschmolzenem Oktodecylalkohol, in dem 2 °/o seines Gewichtes an festem Ätzkali aufgelöst sind, beschickt. Durch den Turm wird bei 17o bis i75° mittels eines Gebläses Acetylen im Kreislauf geschickt. Das Acetylen tritt unten in den Turm ein, verläßt ihn wieder am oberen Ende und wird dann durch einen Abstreifer geleitet, um evtl. mitgerissene Anteile von Oktodecylalkohol bzw. Oktodecylvinyläther abzuscheiden, von dem Gebläse angesaugt und von neuem in den Turm gedrückt. Die pro Minute durch das System zirkulierende Acetylenmenge entspricht etwa dem Turminhalt. Eine der bei der Reaktion verbrauchten Menge entsprechende Menge Acetylen tritt auf der Saugseite des Gebläses automatisch aus einem Gasometer in den Kreislauf ein. Hinter dem Abscheider wird kontinuierlich ein geringer Teil des zirkulierenden Acetylens abgezogen, um eine Anreicherung der Fremdbestandteile des Frischacetylens im Kreislauf zu verhindern. Am oberen Ende des Turmes wird kontinuierlich Oktodecylalkohol, in dem 21/0 Kalilauge gelöst sind, zugeführt, während am unteren Ende kontinuierlich das Reaktionsprodukt, hochprozentiger Vinyloktodecyläther, abgezogen wird. Die Zuführung des frischen Oktodecylalkohols wird nach Maßgabe des Fortschreitens der stark exothermen, nötigenfalls unter Kühlung vorgenommenen Umsetzung eingestellt. Im allgemeinen läßt sich pro Stunde ein Viertel des Turminhalts umsetzen. Der erhaltene rohe Oktodecylvinyläther wird einer Destillation im Vakuum unterworfen, wobei ein. nahezu ioo°/,iges Produkt in etwa 9o°/oiger Ausbeute erhalten wird. Der Siedepunkt des V inyloktodecyläthers liegt bei 179 bis i8o° bei 3 mm Hg.
  • Bei Verwendung von Tetradekanol an Stelle von Oktodecylalkohol wird Vinyltetradecyläther vom Kp4 - 14o bis 145', bei Verwendung von Cetylalkohol (erhalten durch Verseifung von Spermöl) Vinylcetyläther vom Kp4- 16o bis i65° und bei Verwendung von Oleylalkohol (erhalten durch Reduktion von ölsäureester mit Natrium) Vinyloleyläther vom Kp2- i 7o bis i75° erhalten.
  • In gleicher Weise lassen sich noch höhere Alkohole, wie die Montanalkohole, in die entsprechenden Vinyläther überführen.
  • Beispiel 16 5oo Gewichtsteile Ricinolsäure werden in 5oo Gewichtsteilen Butanol gelöst und durch Zugabe von etwa 107 Gewichtsteilen festen Kaliumhydroxyds neutralisiert, worauf noch 15 Gewichtsteile festes Kaliumhydroxyd zugesetzt werden. Nachdem Lösung erfolgt ist, wird das Gemisch zwecks Abtrennung des bei der Neutralisation entstandenen Wassers zum Sieden erhitzt. Hierbei destilliert zunächst ein Gemisch von Butanol und Wasser über, das sich in der Vorlage in eine obere Butanolschicht und eine untere wäßrige Schicht trennt. Das Butanol wird kontinuierlich dem Destillationsgut wieder zugeführt. Die Destillation wird beendet, wenn wasserfreies Butanol vom Siedepunkt etwa 1i7° übergeht. Sodann wird die vom Wasser befreite Masse in ein Druckgefäß eingefüllt und 5 Atm. Stickstoff und io Atm. Acetylen aufgepreßt. Das Reaktionsgemisch wird unter Rühren auf 15o° erwärmt und unter Zusatz des verbrauchten Acetylens durch frisches so lange bei dieser Temperatur gehalten, bis kein Acetylen mehr aufgenommen wird. Nach Beendigung der Reaktion läßt man erkalten und entspannt auf Atmosphärendruck. Das Reaktionsgemisch besteht aus Vinylbutyläther und dem Kaliumsalz des Vinyläthers der Ricinolsäure: Letzteres wird durch Abdestillieren des Vinylbutyläthers oder durch Extraktion in reiner Form erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Vinyläthern, dadurch gekennzeichnet, daß man Acetylen in flüssiger Phase auf organische Oxyverbindungen, soweit diese bei Temperaturen oberhalb ioo° bei Anwesenheit basisch wirkender Stoffe beständig sind, unter Zusatz basisch wirkender Stoffe bei erhöhter Temperatur einwirken läßt.
DE1930584840D 1930-10-31 1930-10-31 Verfahren zur Darstellung von Vinylaethern Expired DE584840C (de)

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