DE58467C - Prefsluft-Weichensperre - Google Patents

Prefsluft-Weichensperre

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DE58467C
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DE
Germany
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switch
cylinder
piston
vehicle
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DENDAT58467D
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H. BÜSSING in Braunschweig
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)
  • Refuge Islands, Traffic Blockers, Or Guard Fence (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
H. BUSSING in BRAUNSCHWEIG. Prefsluft- Weichensperre.
Patentirt im Deutschen Reiche vom a. August 1890 ab.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, das Umstellen von fern bedienten Weichen während der Durchfahrt eines Fahrzeuges zu verhindern. Es soll hierzu die vom Radreifen des Fahrzeuges erzeugte Prefsluft verwendet werden, welche in einem an der Weiche angebrachten Cylinder wirksam wird und durch eine Sperrvorrichtung die Weiche gegen das Umstellen festlegt.
Auf beiliegender Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 ein Prefslufterzeuger und in den Fig. 3 bis 7 die Weichensperrvorrichtung dargestellt.
In dem Cylinder E, Fig. 3, ist ein Kolben F luftdicht verschiebbar. Die Kolbenstange G, geführt im Deckel des Cylinders, trägt am oberen Ende ein Rechteck X. Seitlich an dem Schieber O ist ein Sperrstück Y befestigt, dessen Endflächen / und K im oberen Theile parallel, nach unten zu geneigt, zu den Seitenflächen des Rechtecks X sind, Fig. 3 und 5. Der Schieber O, oben durch ein Röllchen R und seitlich in dem Lagerkörper P geführt, ist durch die Stange Q mit den Weichenzungen verbunden, so dafs derselbe beim Umstellen der Weiche mitbewegt wird, Fig. 3. Gegen ein Verdrehen wird die Kolbenstange durch die Führung des Rechtecks X in den Schlitzen U, Fig. 3 und 5, gesichert.
Die Lagerkörper P, an welchen auch der Cylinder E befestigt ist, ist an dem Fufse der Fahrschiene gelagert.
Am Boden des Cylinders E ist die vom Prefslufterzeuger, welcher in geringer Entfernung vor der Zungenspitze der Weiche angebracht ist, Fig. i, kommende Rohrleitung M angeschlossen, und befindet sich der Kolben F im Cylinder E bei frei beweglicher Weiche in seiner tiefsten Stellung, Fig. 1 und 3.
Wird nun durch den Radreifen eines gegen die Spitze der Weiche sich bewegenden Fahrzeuges der Kolben B in den Cylinder A hineingeschoben, Fig. 2, so wird das Ventill, geöffnet, und die Prefsluft tritt durch die Rohrleitung M unter den Kolben F und drückt diesen nach oben, Fig. 4. Hierbei tritt das Rechteck X in die Bewegungsebene des Sperrstückes Y, und zwar legt sich dasselbe bei der gezeichneten Weichenstellung gegen den parallelen Theil der Endfläche /, wodurch eine Bewegung des Schiebers O und somit auch der Weichenzungen unmöglich gemacht ist.
Die Lage der Sperrstange O für die andere Weichenstellung ist in Fig. 7 dargestellt; hierbei tritt das Rechteck X gegen den parallelen Theil der Endfläche K und hält die Zungen fest.
Trifft kein Radreifen den Hebel D mehr, so wird durch die Feder N der Rückgang des Kolbens B eingeleitet, wobei sich das Ventil L schliefst. Der Kolben F mufs aber noch in seiner Sperrstellung verbleiben und die Weiche mindestens noch so lange gesperrt halten, bis das letzte Rad des Fahrzeuges dieselbe verlassen hat.
Das Zurückströmen der Prefsluft von E nach A findet durch eine kleine Bohrung 5 statt, welche das Innere der Rohrleitung M mit dem Räume vor dem Kolben B im Cylinder A verbindet,. Fig. ι und 2. Der Querschnitt der Bohrung ist durch eine Schraube T regulirbar, und je nachdem man den Querschnitt ver-
gröfsert oder verkleinert, wird die Zeit zur Herstellung gleicher Spannung in E und A gröfser oder kleiner sein. Nach Herstellung gleicher Spannung in beiden Cylindern wird der Kolben F seinen Rückgang beginnen; hierbei wirkt sein Eigengewicht und die durch die Feder .ZV hervorgebrachte saugende Wirkung des Kolbens B, welcher eine Luftverdünnung im Cylinder E herbeiführt, wonach die äuisere Luft den Kolben F herunterdrückt.
Wird hierdurch infolge von Reibungswiderständen der Kolben nicht vollständig in seine Endstellung gebracht, wie z. B. in Fig. 6 dargestellt, so wird beim Umstellen der Weiche, wobei sich der Schieber O in der Pfeilrichtung bewegt, die geneigte Fläche des Sperrstückes Y denselben vollständig in die Endstellung drücken.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Weichensperre, welche während der Durchfahrt eines Fahrzeuges durch die Weiche derart wirkt, dafs die vom Radreifen des Fahrzeuges im Cylinder A erzeugte Prefsluft in einem an der Weiche gelagerten zweiten Cylinder E einen Kolben, bewegt, welcher in seiner vorgeschobenen Stellung durch ein mitbewegtes Verschlufsstück einen anderen durch die Weiche mitbewegten Theil festhält und dadurch das Umstellen der Weiche während der Durchfahrt verhindert und bei welcher, nachdem das Fahrzeug nicht mehr auf den Cylinder A einwirkt, durch das Zurückströmen der Prefsluft in den Cylinder A der Rückgang des Kolbens im Cylinder E und somit die Freigabe der Weiche wieder herbeigeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58467D Prefsluft-Weichensperre Expired - Lifetime DE58467C (de)

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