-
Bierleitungsreinigungsvorrichtung nach dem Einzylindersystem Bierleitungsreinigungsvorrichtungen
nach dem Einzylindersystem, bei denen der Reinigungsmittelbehälter als Hohlküken
eines Mehrwegehahnes ausgebildet ist, haben den Vorzug besonders gedrängter Bauart.
Sie haben aber in den bisherigen Ausführungen gegenüber den Zweizylinderapparaten
den Nachteil, daß man die Durchflußrichtung der Reinigungsmasse durch die Leitung
nicht schnell durch einfache Umstellung von Hähnen wechseln kann. Ein solcher schneller
Wechsel ist aber erwünscht, um ein Festsetzen der Reinigungsmasse in Knicken der
Bierleitung zu vermeiden.
-
Die Erfindung bezweckt, diese Mängel der Einzylinderapparate zu beheben,
ohne den Vorzug des gedrängten Baues und der einfachen Bedienung aufzugeben.
-
Die Erfindung besteht darin, daß zwischen Hohlküken und Hahnkörper
ein Ringschieber angeordnet ist, durch den die Durchflußrichtung der Reinigungsmasse
durch die Bierleitung umsteuerbar ist.
-
In der bevorzugten Ausführungsform hat das Küken eine durch ein Sieb
verschlossene Wasserein- und -austrittsöffnung eine gegenüberliegende Reinigungsmitteldurchtrittsöffnung
und eine nicht mit dem Reinigungsmittelbehälter in Verbindung stehende Querleitung,
deren durch Siebe abgeschlossene Mündungen in Höhe der Eintritts- und der Austrittsöffnung
liegen. Der Ringschieber hat einen von der oberen Stirnfläche nach der inneren Ringfläche
führenden Wassereintrittskanal, der an die Wasserleitung (Dampfleitung, Druckleitung)
angeschlossen werden kann, und drei. gleichmäßig gegen diesen Kanal versetzte, von
der einen zur anderen Ringfläche durchgehende Kanäle. Der Hahnkörper hat vier gleichmäßig
versetzte Kanäle, von denen zwei benachbarte an einen Abfluß und die beiden anderen
an die beiden Enden der Bierleitung anschließbar.sind. Der Querkanal in dem Küken
kann ersetzt werden durch zwei Umläufe in dem Ringschieber, von denen der eine voll
dem Wasserzufluß zum gegenüberliegenden Kanal führt, während der andere die beiden
übrigen Kanäle verbindet.
-
Die Vorrichtung wird in der Weise benutzt, daß das Reinigungsmittel
durch einen zweckmäßig mit einem Fenster versehenen Deckel in das Küken gefüllt
wird, worauf die Verbindungen mit der Wasserleitung (Druckleitung), den beiden Enden
der Bierleitung und dem Abfluß hergestellt werden. Dann wird durch entsprechende
Drehung des Schiebers und des Kükens das Reinigungsmittel durch die Bierleitung
hin und her getrieben.
-
Die Abb. i und z zeigen einen schematischen Längs- und Querschnitt
durch eine Ausführungsform der Vorrichtung mit einem Querkanal im Küken.
-
Abb.3 bis 6 zeigen schematisch die Stellungen. des Kükens und des
Ringschiebers. Abb. 7 bis io zeigen schematisch die Stellungen des Kükens und des
Ringschiebers bei
einer Ausführungsform der Vorrichtung, die im
Ringschieber zwei Umläufe, aber im Küken keine Querleitung enthält.
-
In Abb. i und 2 ist i der Hahnkörper mit dem Kanal a1 und a2, die
durch ihre Schlauchstutzen 2 und 3 an den Ausguß angeschlossen werden, und den Kanälen
b1 und b2, die durch ihre Schlauchstutzen 4. und an die Enden der Bierleitung angeschlossen
werden. 6 ist der Ringschieber. Sein Kanal w kann durch den Schlauchstutzen an die
Druckleitung angeschlossen werden; dem Kanal w gegenüber liegt die Durchbrechung
r, und gleichmäßig gegen r und w versetzt liegen die Durchbrechungen
in' und m2. 8 ist ein Schlüsselvierkant, 9 ist das Hohlküken, in dem die Reinigungsmittel
io liegen. Sein oberer Rand i i ist als Faustrad ausgebildet. Die obere, durch den
Stopfen 12 mit dem Schauglas 13 verschlossene Öffnung dient als Einfüllöffnung für
das Reinigungsmittel. k1 ist der Wassereintrittskanal (Druckmitteleintrittskanal),
der durch das Sieb 1q. abgeschlossen ist; der Kanal k'-', der dem Kanal k1 gegenüberliegt,
ist der Austrittskanal für das Reinigungsmittel. In gleichem Abstand zwischen den
beiden Kanälen k1 und k2 liegen die Mündungen q1 und q2 der Querleitung q, die durch
Boden und Wandung des Kükens geführt ist und keine Verbindung mit dem Innenraum
hat.
-
Nachdem das Reinigungsmittel eingeführt ist, wird w mit der Druckleitung,
a1 und a2 mit dem Ausguß, b1 und b2 mit den Enden der Bierleitung verbunden, und
es werden folgende Stellungen des Kükens und des Ringschiebers hergestellt: I (Abb.
3). Die Öffnung r des Ringschiebers wird auf b1 und die Öffnung k2 des Kükens wird
auf r gestellt.
-
Das Druckmittel strömt von w durch k1 in das Küken und nimmt das Reinigungsmittel
durch k2, r und b1 in die Bierleitung mit.
-
II (Abb. q). Sowie das Reinigungsmittel das Küken verlassen hat, wird
das Küken um 9o° im Uhrzeigersinne gedreht, so daß der Kanal k2 des Kükens vor den
Kanal zra2 des Ringschiebers tritt.
-
Das Druckmittel strömt von w durch q1, q, q2, t^, b1, die Bierleitung
b2, tn2, k2 in das Küken, dabei das Reinigungsn;iittel in das Küken mitnehmend,
wo es durch das Sieb i¢ zurückgehalten wird, während das Druckmittel unter Mitnahme
der aus der Bierleitung stammenden Unreinlichkeiten durch k1, W und a2 abfließt.
-
III (Abb. 5). Der Ringschieber wird um 9o° im Uhrzeigersinne gedreht,
so daß der Zuflüßkanal w vor den Kanal lzl des Kükens tritt.
-
Das Druckmittel strömt von w durch k1 in das Küken und nimmt das Reinigungsmittel
durch k2, r, b= in die Bierleitung mit.
-
IV (Abb.6). Sowie das Reinigungsmittel das Küken verlassen hat, wird
das Küken entgegen dem Uhrzeigersinne in die Stellung wie bei I gedreht.
-
Das Druckmittel strömt von 7e) durch q2, q, ql, r b°, die.
Bierleitung bl, in', k2 in das Küken, dabei das Reinigungsmittel in das Küken
mitnehmend, wo es durch das Sieb 14 zurückgehalten wird, während das Druckmittel
unter Mitnahme der aus der Bierleitung stammenden Unreinlichkeiten durch k1, arr
und a1 abfließt.
-
V. Der Ringschieber wird ebenfalls um 9o°, dem Uhrzeigersinne entgegen,
in seine Anfangsstellung zurückgedreht, wodurch die Stellung I wiederhergestellt
ist und das Spiel von neuem beginnt.
-
In der Ausführungsform, die der Abb. 7 bis io zugrunde liegt, ist
die Querleitung q weggelassen. Dafür verbindet in der Wand des Ringschiebers eine
Leitung L1, die mit in' und nag keine Verbindung hat, die Kanäle w und .r; diese
liefert in- den Stellungen II bis IV Druckmittel in die Kanäle b1 bzw. b2 zur Bierleitung.
Eine zweite Leitung L2, die mit w und r keine Verbindung hat, verbindet in der Wandung
des Ringschiebers die Kanäle ml und in' und stellt in den Stellungen I bis III eine
Verbindung zwischen den Enden bi bzw. b" der Bierleitung und den Abflußkanälen a1
bzw. a2 her.
-
Der Betrieb geht auch bei dieser Ausführung durch Rechtsdrehen des
Kükens um eine Vierteldrehung (Stellung 1I, Abb. 8), Nachdrehen des Ringschiebers
(Stellung III, Abb.9), Zurückdrehen des Kükens (Stellung IV, Abb. io) und Zurückdrehen
des Ringschiebers (Stellung V, Stellung I, Abb. 7) vor sich.