DE583640C - Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen - Google Patents

Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen

Info

Publication number
DE583640C
DE583640C DEM118216D DEM0118216D DE583640C DE 583640 C DE583640 C DE 583640C DE M118216 D DEM118216 D DE M118216D DE M0118216 D DEM0118216 D DE M0118216D DE 583640 C DE583640 C DE 583640C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
races
bed
pressure
printing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM118216D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LEONHARD MUNDSCHENK
Original Assignee
LEONHARD MUNDSCHENK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LEONHARD MUNDSCHENK filed Critical LEONHARD MUNDSCHENK
Priority to DEM118216D priority Critical patent/DE583640C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE583640C publication Critical patent/DE583640C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/46Details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rotary Presses (AREA)
  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)

Description

ur. Ina. EigsiiG
19OCT. 1933
AUSGEGEBENAM 7. SEPTEMBER 1933
Bei den jetzigen Zylinderschnellpressen drücken die Laufringe des Druckzylinders nicht oder nur wenig gegen die Laufschienen des Satzbettes, so daß der Druckzylinder bei schwerem Druck an den unterlegten Stellen z. B. der Bildstöcke von den übrigen Teilen der Form und von den Laufschienen abgehoben wird. Bei jedem Hochgehen und Wiederniedergehen des Druckzylinders entsteht eine Gangstörung, ίο weil hierdurch die Eingriffe zwischen Satzbettzahnstange und Druckzylinderzahnrad, wenn auch nur für ganz kurze Zeit, gelockert waren; die Folge sind Schmitzstreifen und starke örtliche Abnutzung der Druckstöcke und Formteile. Der Aufzug muß entsprechend dem Nachgeben des Druckzylinders an der Stelle verstärkt werden; auf dem meist aus vielen Stufen errichteten Seidenpapierberg liegt dann erst die eigentliche Zurichtung. Der Seidenpapierberg ist die Folge eines Maschinenmangels, nämlich des nachgebenden Druckzylinders. Die Abwickelung der Zahnkränze des hochgehenden Druckzylinders in den Zahnstangen des Satzbettes ist demnach nicht einwandfrei, und die Abwickelungsfläche auf dem Aufzug bei der Berührung der Druckform verläuft nicht im gleichen Abstand von der Druckzylinder achsenmitte.
Bei den Zylinderschnellpressen, die für BiI-derdruck bestimmt sind, werden von vornherein die Satzbettlaufschienen niedriger als j schrifthoch genommen, um dem bei der Zurichtung entstehenden dickeren Aufzug Platz zu geben. Eine genaue Abwickelung ist damit aber niemals zu erreichen. Eine höhere Belastung der Druckzylinderlager und damit ein Berühren und höhere Belastung der Satzbettlaufschienen durch die Laufringe.des Druckzylinders erzielen eine Besserung, wenn diese Belastung größer ist als die Pressung, welche zum Druck der größten und schwersten Form erforderlich ist. Der Zweck der höheren Belastung der Druckzylinderlaufringe ist das Ausrecken der beim Druck beanspruchten Maschinenteile, und zwar nur einmal vor dem. Druck, wohingegen bei fehlender oder geringer Belastung dieses Ausrecken erst durch die einzelnen stärkeren Unterlegungen der Druckformteile während des Druckes, und zwar sehr häufig, geschieht.
Die Belastung und Entlastung der Satzbettlaufschienen können bei den jetzigen Schnellpressen nur während der Bewegung des Satzbettes kurz vor dem Druck bzw. gleich nach ihm erfolgen, wobei die Druckform in jedem Fall einen Schlag erhält, der bei schnellerem Gang der Presse das Spießen der aus vielen Teilen zusammengesetzten Form vermehrt. Ferner ergeben sich Schwierigkeiten bei der genauen Einstellung der Abwickelungsstelle im Aufzug und über den Laufschienen des Satzbettes; letztere muß man höher stellen, wenn man vom Lederriemen in den Laufringen des Druckzylinders als Zwischenglied absehen will. Bei höherer Belastung der normalen Laufringe kann dann nur ein schwächerer Aufzug als normal benutzt werden. Bei Abnutzung der Laufringflächen ist außerdem ein
Nachschleifen wegen der dadurch bedingten Umfangverkleinerung nicht möglich.
Um diese Übelstände zu vermeiden und die Form vor den schlagartigen Erschütterungen zu schützen, soll nach der Erfindung die höhere Belastung durch die Druckzylinderlaufringe nicht mehr von den Laufschienen des in Bewegung befindlichen Satzbettes aufgenommen werden, sondern von breiten Tragrollen, die ίο in der ortsfesten Rollenbahn oder deren Tragbalken zu beiden Seiten des Satzbettes gelagert sind. Das Ausrecken der beim Druck auf Biegung und Dehnung beanspruchten Maschinenteile, das Erreichen der vorgesehenen höheren Spannung geschieht dann, ohne daß das Satzbett und die Form beeinflußt werden. Die Belastung und Entlastung der Druckzylinderlaufringe können nunmehr im Todpunkt der Bewegung des Satzbettes und in seiner Nähe vorgenommen werden; dadurch werden die schlagartigen Erschütterungen des Satzbettes vermieden; ferner ist ein Nachschleifen der Laufringe und der Tragrollen möglich, da beide im Umfang beliebig sein können. Der Druck selbst beansprucht, da die Pressung dafür geringer ist, die Maschinenteile dann auf Dehnung überhaupt nicht weiter und, weil der Druck etwas mehr in. der Mitte des Druckzylinders und der Rollenbahn erfolgt, auf Biegung sehr wenig. Vom eigentlichen Druck ist so gut wie nichts zu merken. Die Eingriffe der Druckzylinderzähnräder in die Zahnstangen des Satzbettes, wenn letztere vorhanden sind, bleiben somit während des Druckes unverändert, und die Abwickelungsfläche im Aufzug verläuft im gleichen Abstand von der Druckzylinderachse; deshalb können schwächere Zurichtungen verwendet werden, und es kann erheblich an Zeit und Mühe für die Arbeit des Zurichtens gespart werden.
Die die Belastung aufnehmenden breiten stählernen Tragrollen können zwanglos drehbar, also von beliebigem Umfang sein, so daß sie der Bewegung des Druckzylinders folgen; die Lager der Tragrollen können in der Höhe verstellt werden, um dadurch den nötigen Gegendruck auf die Druckzylinderlaufringe zu erzeugen und bei Abnutzung der Maschinenteile wieder die genaue Stellung zu erreichen. An Maschinen, bei denen sowohl das Satzbett als auch der Druckzylinder von einer unter dem Druckzylinder liegenden starken Welle aus angetrieben werden, können die Tragrollen auf derselben Welle lose oder fest angebracht werden. Im letzteren Falle kann man die gegeneinanderdrückenden Tragrollen und Laufringe im Durchmesser entsprechend der Metallzusammendrückung beide ein wenig größer nehmen, um die erforderliche Belastung und die genaue Abwickelungstelle im Aufzug zu erhalten.
Durch die Anordnung der Tragrollen wird das Satzbett in der Breite um mehrere Zentimeter schmaler, also an Gewicht leichter. Weiter brauchen jetzt die das Satzbett tra- e genden Rollenbahnen nicht mehr bis zum Rande des Satzbettes zu reichen, während sonst unter den Druckzylinderlaufringen unbedingt auch Rollen unter dem Satzbett liegen mußten. Man kann also jetzt bei kleinen Pressen mit zwei breiten Rollenbahnen nebeneinander für das Satzbett auskommen, wenn man nicht eine durchgehende Rollenbahn, z. B. für eine 50/70-cm-Maschine = 50 cm breit, vorzieht. In Kauf genommen werden bei der neuen Anord- / nung die Durchbiegung und Zusammendrükkung des Satzbettes und dessen Tragrollen. Beide können aber in kleinen Grenzen gehalten werden und bei Vermeidung der Rollen ganz verschwinden. Ferner kann nunmehr der ί Lederriemen, der seither notwendig war, wenn die normalhohen Laufschienen und Laufringe benutzt werden sollten, entbehrt werden.
In Abb. ι ist die Anordnung der mit den Laufringen des Druckzylinders zusammen- ί arbeitenden Tragrollen beispielsweise an einer Haltzylinderpresse einseitig wiedergegeben.
Der Antrieb des Druckzylinders 1 erfolgt hier in der seither üblichen Weise mittels der Zahnstangen 2 am Satzbett 3 durch Eingriff in die < Zahnräder 4 am Druckzylinder 1. Neben den Zahnrädern 4 liegen die Laufringe 5; diese drücken auf die in einem besonderen Gußstück 6 liegenden frei drehbaren Tragrollen 7. Das Gußstück 6 läßt sich in der Höhe durch dünne ! Unterlagen 8 genau für die erforderliche Belastung einstellen. Der dadurch ausgeübte Druck trifft nach oben durch die Laufringe 5 die oberen Lagerschalen des Druckzylinders 1 und nach unten durch den Tragbalken und die 1 Rollenbahn 9, die ein Gußstück bilden, auf die Seitengestelle 10; diese werden zwischen diesem Auflagepunkt und dem Druckzylinderlager auf Zug beansprucht. Die Druckzylinderlaufringes sind im Umfang etwas größer als der Druck- 1 Zylindermantel; sie können nach Abnutzung nachgeschliffen oder ausgewechselt werden; ebenso können die Tragrollen 7 beliebig im Umfang sein und nach Abnutzung nachgeschliffen werden. !
Abb. 2 zeigt die Anordnung einseitig an einer anderen Zylinderschnellpresse.
Der Antrieb des Satzbettes 20 und des Druckzylinders 21 erfolgt von einer starken Welle 22 aus, die in der festgelagerten und durch einen 1 angegossenen schweren Druckbalken gestützten Gleit- oder Rollenbahn 23 sich, befindet. Das Satzbett 20 wird durch die auf der W-elle 22 sitzenden Zahnräder 24 bewegt, die in die Zahnstangen 25 eingreifen. Der Druckzylinder zx 1 wird durch das Zahnrad 26 gedreht, das in das Zylinderzahnrad 27 eingreift.
Die Laufringe 29 des Druckzylinders 21 werden von den zwischen den Zahnrädern 24 und 26 mit der Welle 22 verbundenen breiten Tragrollen 28 gedrückt, bis die Gesamtbelastung größer ist als das erforderliche Druckgewicht der schwersten Form, gemessen im Berührungsstreifen zwischen dem Aufzug des Druckzylinders und der Form. Die beiden jetzt gleichartigen Maschinenteile können im Durchmesser größer genommen werden, um die höhere Belastung zu erreichen und die Abwickelungsstelle im Aufzug und der Formoberfläche innezuhalten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Mit Lauf ringen ausgerüsteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufringe (5 bzw. 29) des Druckzylinders mit Tragrollen (7 bzw. 28) zusammenarbeiten, die neben dem Satzbett in der Rollenbahn oder deren " Stützbalken gelagert sind, wobei die höhere Belastung und die genaue Lage der Abwickelungsstelle im Aufzug des Druck-Zylinders durch Unterlegungen (8) der Tragrollenlager erreicht werden.
  2. 2. Druckzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einzelantrieb des Druckzylinders und des Satzbettes der Zylinderschnellpresse durch Zahnräder von einer Welle (22) aus die mit den Laufringen (29) des Druckzylinders zusammenarbeitenden Tragrollen (28) auf der Welle (22) lose oder fest angeordnet werden, wobei im letzteren Fall die höhere Belastung und die genaue Lage der Abwickelungsstelle im Aufzug des Druckzylinders durch im Umfang größere Laufringe und Tragrollen erreicht werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM118216D 1932-01-05 1932-01-05 Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen Expired DE583640C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM118216D DE583640C (de) 1932-01-05 1932-01-05 Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM118216D DE583640C (de) 1932-01-05 1932-01-05 Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE583640C true DE583640C (de) 1933-09-07

Family

ID=7328997

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM118216D Expired DE583640C (de) 1932-01-05 1932-01-05 Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE583640C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1047794B (de) * 1953-09-03 1958-12-31 Windmoeller & Hoelscher Druckwerk mit Stuetzringen fuer Anilindruckmaschinen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1047794B (de) * 1953-09-03 1958-12-31 Windmoeller & Hoelscher Druckwerk mit Stuetzringen fuer Anilindruckmaschinen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2239966A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ausrichten eines stranggusskoerpers
DE583640C (de) Mit Laufringen ausgeruesteter Druckzylinder bei Zylinderschnellpressen
DE1289955B (de) Treib- und Biegevorrichtung einer Stranggiessanlage
DE2361820B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Weitertransportieren eines aus horizontal geteilten kastenfosen Gießformen gebildeten Formstranges längs einer Gieß- und Kühlstrecke
DE1950772A1 (de) Stranggiessvorrichtung mit gekruemmtem Abzug
DE914098C (de) Hydraulische Kniehebelpresse
DE2124706B2 (de) Rollenrichtmaschine für Werkstücke wie Träger o.dgl
DE235528C (de)
DE1941186A1 (de) Rollenwechsler fuer Rollenrichtmaschinen od.dgl.
DE2200639A1 (de) Einlauf-Fuehrungsvorrichtung fuer ein Walzwerk
DE447197C (de) Ziehbank fuer Rohre
DE461990C (de) Feuchtwerk fuer Rotations-Flachdruckmaschinen
DE973262C (de) Kniehebelpresse
AT126843B (de) Vorrichtung zum Auswechseln des Metalltuches an Papiermaschinen.
DE365434C (de) Typenflachschnelldruckvorrichtung mit wechselweise gehobener und gesenkter, unter Federdruck stehender Andruckwalze
DE525096C (de) Papierwagenfuehrung an Schreibmaschinen
DE542140C (de) Tastbrettwalzen-Lagerung fuer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen
DE467374C (de) Vorrichtung zum Fuehren des Werkstuecks, z. B. Walz- und Profileisen, bei Werkzeugmaschinen
DE2003263A1 (de) Transfereinrichtung zum gleichzeitigen Herausziehen mehrerer kontinuierlich gegossener Metallstraenge aus mehreren Giesskoepfen einer Stranggiessstation
DE484078C (de) Nach aussen im zurueckdraengenden Sinne wirksame Schutzeinrichtung an Geschirr-Ziehpressen o. dgl.
AT371033B (de) Strangfuehrungsgeruest fuer eine stranggiessanlage
AT146385B (de) Gattersäge.
DE618968C (de) Blechziehpresse mit Prellvorrichtung
DE1456610C3 (de) Rollenförderer
DE1118695B (de) Vorrichtung zum Ordnen von Stangen