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Hydraulische Kniehebelpresse Bei der spanlosen Bearbeitung von Leder
und ähnlichen weichen Stoffen, wie Hartpappe, Textilien, Filzen, Asbest und sonstigen
Kunststoffen, treten besonders dann erhebliche Schwierigkeiten auf, wenn es sich
um Preß- und Stanzflächen größerer Ausdehnung handelt.
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So müssen z. B. beim Ausstanzen von Karosserieteilen aus Hartpappe
oder Hartfaserplatten mehrere sehr unterschiedlich geformte Stanzteile in einem
einzigen Werkzeug zusammengefaßt werden, welches sich möglichst über die gesamte
zur Verfügung stehende Preß- oder Stanzfläche erstreckt. Infolge der unterschiedlichen
Form solcher Stanzteile treten unter Umständen auch große Verschiebungen mit Bezug
auf den gemeinsamen Schnittschwerpunkt ein, so daß eine zur Tischführung einigermaßen
richtig ausgemittelte Kräfteverteilung in der Maschine in den meisten Fällen nicht
möglich ist. Ausschlaggebend ist vielmehr die günstigste Ausnutzung des Stanzgutes
im Hinblick auf die äußeren Umrisse der einzelnen Stanzteile. In solchen Fällen
ist eine genaue, planparallele Führung der Preß- oder Stanzflächen zueinander von
ausschlaggebender Bedeutung. In der Regel müssen daher die üblichen zu Verkantungserscheinungen
neigenden SchlittenführungendurchLenker mitkinematisch gesicherter Parallelführung
ersetzt werden.
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Weitere Erschwernisse ergeben sich aus dem Auf-
bau solcher
Stanzwerkzeuge, die mit Rücksicht auf die geringen Kosten in der Regel aus Bandstahl
bestehen, ' welcher in eine gemeinsame Sperrholzplatte eingelasse.n ist.
DerartigeWerkzeuge sind-nicht widerstandsf ähig genug, um mit dem sonst üblichen
Stanzklotz oder einer ähnlich wirkenden Stanzunterlage zusammenzuarbeiten. In diesen
Fällen muß vielmehr unmittelbar gegen eine nach Möglichkeit
geschliffene
Stahlplatte gestanzt werden. Bei Verwendung des üblichen Stanzklotzes oder einer
sonstigen nachgiebigen Stanzunterlage würden derartige Werkzeuge in kurzer Zeit
unbrauchbar werden. Derartige Arbeitsverhältnisse machen besondere Einrichtungen
der Maschine erforderlich, welche im wesentlichen darauf hinauslaufen, die Hesserschneide
bis auf Bruchteile von Millimetern an die geschliffene Stahlplatte heranzuführen,
ohne sie jedoch zu berühren. Besonders bei verhältnismäßig harten oder halbharten
Werkstoffen wird eine Trennung des Stanzgutes in dieser Weise herbeigeführt, obwohl
die Messerschneide theoretisch das Material nicht vollständig durchdringt.
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Um nun einerseits an jeder Stelle einer ausgedehnten Stanzfläche die
völlige Trennung herbeizuführen, aber andererseits auch eine unmittelbare Berührung
derMesserschneide mit der geschliffenen Stahlplatte zu vermeiden, sind die Erfordernisse,
welche an die genaue Führung der Preß- oder Stanzflächen zueinander gestellt werden
müssen, ungewöhnlich schwierig zu erfüllen. So müssen z. B. Vorkehrungen getroffen
sein, daß sämtliche Lagerspiele in den Getriebeteilen zur Herbeiführung der Preß-
oder Stanzbewegung im Augenblick des Durchstanzens aufgehoben sind. Dies geschieht
in einfacher Weise dadurch, daß der Preß- oder Stanztisch gegenüber einem ortsfesten
Oberbalken Querhaupt) angehoben wird. Würde die Stanzbewegung in umgekehrter Weise,
also durch Absenkung des Querhauptes erfolgen, so wäre es unmöglich, die Messerschneide
nahe genug an die Stanzunterlage heranzuführen, ohne diese nach erfolgter
Ab-
trennung des Stanzgutes zu berühren. Es würde vielmehr kurz vor Beendigung
der Preß- oder Stanzbewegung im Augenblick der Durchtrennung des Stanzgutes der
Preß- oder Stanzwiderstand plötzlich so gut wie vollständig aufgehoben sein. Als
Folge davon würde das verhältnismäßig schwere Querhaupt mindestens in dem Maße niedersinken
(nachfallen), wie es die unvermeidlichen Lagerspiele in den Gelenken der getrieblichen
Kette summierenderweise gestatten. Die Messerschneide würde dabei schlagartig auf
die Stanzplatte auftreffen und in kurzer Zeit unbrauchbar sein. Demgegenüber ist
bei aufsteigender Bewegung des Preß- oder Stanztisches eine derartige Wirkung ausgeschlossen.
Durch das Eigengewicht des Preß-oder Stanztisches sowie der anschließenden Glieder
seines Antriebes werden die Lagerspiele in den Gelenkverbindungen auch noch über
den Zeitpunkt der Auflösung des Preß- oder Stanzwiderstandes hinaus aufgehoben.
Eine zerstörende Wirkung auf die Messerschneide kann infolgedessen nicht eintreten.
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Demgegenüber ist die Beseitigung anderer Ursachen für die frühzeitige
Zerstörung des Werkzeuges erheblich schwieriger. So müssen z. B. die Einflüsse aus
der unvermeidlichen Formänderung sämtlicher am Preß- oder Stanzvorgang beteiligten
Maschinenglieder auf die Messerschneide nach Möglichkeit ausgeschaltet werden, sobald
eine Stahlplatte als Stanzunterlage verwendet wird. Die bisher bekannten Einrichtungen
zur Beseitigung dieser Erschwernisse bestanden im wesentlichen in einer weitestgehenden
Überdimensionierung der im Kraftfluß liegenden Maschinenteile. Die nach solchen
Grundsätzen entwickelten Bauformen waren im Vergleich zu den für das Pressen und
Stanzen der eingangs aufgeführten Werkstoffe erforderlichen Kräften unverhältnismäßig
unförmig und schwer.
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Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß insbesondere die empfindlichen
Stanzwerkzeuge innerhalb der Stanzfläche in sich schon unter der Einwirkung ganz
geringer Kräfte nachgeben und ohne Schaden zu leiden beim Auftreten des Preß-oder
Stanzdruckes sich in gewissen Grenzen absichtlich in geringem Maße verkrümmten Stanzflächen
anschmiegen. Außerdem braucht die Schneide des Stanzmessers beim Verarbeiten harter
und halbharter Werkstoffe nicht unbedingt messerscharf zu Sein, sondern kann
vielmehr in einer wenn auch äußerst schmalen Fläche auslaufen, ohne den Stanzvorgang
wesentlich zu erschweren. Nun ist die Schnittlänge eines entsprechend großflächigen
und kombinierten Stanzmessers in der Regel ebenfalls verhältnismäßig umfangreich,
so daß beim Anschmiegen des Stanzwerkzeuges an eine in geringem Maße vorgekrümmte
oder absichtlich vorgespannte Stanzfläche keine Beschädigung der Messerschneide
auftreten kann. Es handelt sich also bei der Erfindung darum, die preßwirksamen
Stanzflächen im Augenblick des Durchstanzens bz-,v. beim Auftreten des Enddruckes
derart gegeneinander abzustimmen, daß durch die unvermeidliche elastische Formänderung
der Stanzfläche Beschädigungen des Werkzeuges nicht auftreten können. Zu diesem
Zweck wird durch relativ zueinander veränderliche Stützmittel die Aufspannfläche
oder Auflagefläche des Stanztisches derart vorgeformt, daß das Stanz- oder Preßwerkzeug
in der Endstellung in seiner ganzen Ausdehnung in gleichem Maße und unter annähernd
gleicher Belastung der Stanzfläche gegenübertritt.
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Die Erfindung besteht demnach im wesentlichen darin, daß gegenüber
einem Querhaupt mit verhältnismäßig geringer elastischer Formänderung ein genau
planparallel verschiebbarer Pressentisch angeordnet ist, welcher im Gegensatz zum
feststehenden Querhaupt unter verhältnismäßig geringem Kraftaufwand verformt werden
kann. Infolge einer mehrfachen getrieblichen Abstützung wird gegenüber einem besonders
biegungs- und verdrehungssteifen Maschinensockel unter Berücksichtigung der jeweils
auftretenden Stanz- oder Preßkräfte der Pressentisch einer vorbestimmbaren Formänderung
unterzogen, die über die ganze Ausdehnung der Stanzfläche hinweg genau gleichen
Abstand und Druck in der Endlage sicherstellt.
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Um nun die Formänderung den jeweiligen Erfordernissen anzupassen,
sind die Stützmittel einzeln und gemeinsam verstellbar. Die Einzelverstellung erfolgt
zwecks Korrektur der mit Bezug auf das Stanzwerkzeug jeweils zu erwartenden Formänderung,
die gemeinsame Einstellung der
Stützmittel dagegen bei Verwendung
verschieden hoher Werkzeuge.
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Der Pressentisch wird gegenüber dem festen Querhaupt im wesentlichen
durch Zusammenwirkung eines doppelten Kniehebelgetriebes, welches parallel geschaltet
ist, mit einem dritten Kniehebelgetriebe, in dessen Kniegelenk ein durchgehender
Führungsbalken eingeschaltet ist, genau parallel geführt. Das dritte Kniehebelgetriebe
liegt jedoch gegenüber den beiden anderen Kniehebelgetrieben in Hintereinanderschaltung.
Die Anordnung des Führungsbalkens ist derart, daß von ihm aus sämtliche Kniehebelgetriebe
angetrieben bzw. gesteuert werden.
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Der Führungsbalken kann sowohl hydraulisch als auch mechanisch angetrieben
sein. Im Fall des hydraulischen Antriebs besteht gegenüber den bisher bekannten
Anordnungen der große Vorzug, daß mehrere hydraulische Kolben auf ihn einwirken
können, ohne daß bei außermittiger Beanspruchung des Pressentisches Verkantungen
auftreten können, d. h. die genaue planparallele Führung gestört würde. In
beiden Fällen ist der im dritten Kniehebelgetriebe liegende Führungsbalken außerordentlich
zweckmäßig, um mit verhältnismäßig geringem Kraftaufwand und beschleunigter Anstellbewegung
des Pressentisches verhältnismäßig große Druckkräfte auf das Werkstück auszuüben.
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Von besonderem Vorteil ist die Anordnung des durchgehenden Führungsbalkens
bei vollhydraulischem Antrieb durch mehrere Druckzylinder. Dabei hebt sich der Führungsbalken
schneller an als der Pressentisch und findet seine obere Bewegungsbegrenzung in
den Strecklagen der Kniehebelgetriebe durch den Pressentisch selbst. Der Pressentisch
erhält auf diese Weise einen zusätzlichen Druck, welcher aber im Vergleich zu dem
der beiden Knickstützenreihen verhältnismäßig gering ist. Dadurch entsteht in etwa
mittlerer Breite zwischen den beiden Knickstützenreihen eine zusätzliche dritte
Stütze, die praktisch über die ganze Länge des Pressentisches hinweg wirksam ist.
Etwaige während des Preß- oder Stanzvorganges auftretende Formänderungen werden
dadurch beseitigt und bei Verwendung empfindlicher Stanzwerkzeuge die Messerschneiden
geschont. Ist der Führungsbalken in Zusammenwirkung mit einer nach der Erfindung
möglichen mehrfachen Hy-
draulik bereits von großem Vorteil, so kommt seiner
zusätzlichen Wirkung als dritte Stütze für den Pressentisch in besonderen Fällen
erhöhte Bedeutung zu.
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Die Anordnung mehrerer parallel geschalteter hydraulischer Druckzylinder
an einem durchgehenden Führungsbalken ermöglicht außerdem, die Maschine mit beliebiger
Durchgangsbreite zu bauen. , Infolge der einheitlichen, Durchbildung sämtlicher
für alle Breiten verwendbaren Grundgetriebe ist gewissermaßen ein Gesamtaufbau nach
dem Baukastensystern möglich, wobei sich die baulichen Unterschiede bei verschiedenen
Durchgangsbreiten lediglich auf eine entsprechende Vermehrung an sich im wesentlichen
gleichbleibender Getriebegruppen beschränken. Dadurch ist im Hinblick auf eine rationelle
Herstellung der fertigungsmäßig schwierigsten Bestandteile mit einfachen Mitteln
eine weitgehende Anpassung maßlich sehr unterschiedlicher Bedarfsfälle möglich.
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In Zusammenwirkung mit dem dreifachen Kniehebelgetriebe ist der im
Ausführungsbeispiel gewählte hydraulische Antrieb ebenfalls von großem Vorteil,
weil innerhalb der Hydraulik mit einfachsten Mitteln Vorsorge getroffen werden kann,
den Leerweg des Pressentisches zumindest im Eilgang zudurchlaufen. NurbeibesondersschwierigenPreß-und
Stanzarbeiten wird der druckwirksame Teil des Gesamtweges in Abhängigkeit vom Arbeitswiderstand
mit geringerer Kolbengeschwindigkeit, dafür aber unter großem Kraftaufwand zurückgelegt.
Der Übergang vom Eilgang in den eigentliehen Arbeitsgang vollzieht sich dabei in
an sich bekannter Weise völlig selbsttätig.
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So werden in der nachfolgenden Beschreibung besondere Einrichtungen
vorgeschlagen, durch welche bei nur geringem Arbeitswiderstand der gesamte Arbeitshub
im Eilgang zurückgelegt wird und der Hub des Pressentisches in einfachster Weise
dem jeweiligen Verwendungszweck angepaßt werden kann. Demgegenüber erfolgt in Abhängigkeit
des Arbeitswiderstandes selbsttätig eine hydraulische Umschaltung auf geringere
Kolbengeschwindigkeit und hohen Druck. Im Ausführungsbeispiel wird vorzugsweise
die Anordnung besonderer Eilgang- und Arbeitskolben vorgeschlagen, deren Kolbenflächen
in einem zur Kniehebelwirkung besonders abgestimmten Verhältnis stehen. Statt dessen
kann natürlich auch mit einer Pumpe gearbeitet werden, die mehrere Druckstufen zuläßt
oder entsprechend unterteilt ist.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht.
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Fig. i zeigt eine Vorderansicht der Maschine, Fig. 2 einen Schnitt
nach der Linie II-II der Fig. 4, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie
111-111 der Fig. 4, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig.
7,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 7,
Fig.
6 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie VI-VI der Fig.:2 in der Knicklage
der Kniehebelgetriebe, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig.
2 in der Strecklage der Kniehebelgetriebe, Fig. 8 eine vergrößerte Einzeldarstellung
der Rückholvorrichtung für die Knickstützen in der Knicklage, Fig. 9 eine
vergrößerte Einzeldarstellung der Rückholvorrichtung für die Knickstützen in der
Strecklage, Fig. io ein Schaltungsschema über die Zusammenwirkung der Hydraulik
mit dem Einlösegestänge, Fig. i i eine Prinzi#skizze des Steuerschiebers beim Eilgang,
Fig.
12, eine Prinzipskizze des Steuerschiebers beim Arbeitsgang, Fig. 13 eine Prinzipskizze
des Steuerschiebers während der Rückbewegung des Pressentisches, Fig. 14 eine Prinzipskizze
des Steuerschiebers in der Ruhelage der Maschine, während welcher der durch die
Pumpe geförderte Ölstrorn drucklos umgewälzt wird.
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Das Unterteil A einer Presse oder Stanze ist mit einem Querhaupt
B durch die Säulen i fest verbunden (Fig. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7). An
den Säulen i gleitet der Pressentisch C auf und nieder, während das Querhaupt
B feststeht. Der Pressentisch C wird durch Knickstützenpaare D und
E derart bewegt (Fig. 6, 7), daß in jeder Höhenlage des Pressentisches
C die Planparallelität der Stanzflächen 2, und 3 sichergestellt ist, die
bei entsprechender Einstellung auch als Aufspannfläche für die Preß- und Stanzwerkzeuge
dienen können. Während nun das Unterteil A der Presse oder Stanze und das
mit ihm fest verbundene Querhaupt B außerordentlich biegungsfest und verdrehungssteif
ausgebildet sind (Fig. 2, 3, 6, 7), vermag sich der Pressentisch C unter
dem Einfluß der in entsprechender Weise eingestellten Knickstützen D und
E den geringfügigen Formänderungen des Querhauptes B und des Unterteils
A anzupassen (Fig. 3).
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Die Knickstützenpaare D und E sind durch ein weiteres,
im wesentlichen in der Horizontalebene wirkendes Kniehebelgetriebe F,
G, H (Fig. 7) miteinander verbunden, in dessen Kniegelenk ein
über die ganze Maschinenbreite durchgehender Führungsbalken G eingeschaltet
ist (Fig. 2, 4, 6, 7). Der Führungsbalken G wird durch eine Mehrzahl
hydraulischer Preßzylinder 4, 5, 6 auf und ab be-
wegt und iist durch
besondere Säulen 7, 8 gegen Quer- und Längsverschiebungen gesichert. Seine
Aufundabbewegung vollzieht sich außerdem aber auch unter der kinematischen Einwirkung
der Kniehebelgetriebe, so daß ein Verkanten in den Führungsbahnen der Säulen
7 und 8 nicht möglich ist. In der unteren kulielage stützt sich der
Pressentisch C auf die Säulen 7 und 8, welche seinen Hubweg nach unten
begrenzen (Fig. 6). Die Begrenzung nach oben erfolgt in der Regel durch -die
Knickstützenpaare D und E, wobei aber der Führungsbalken
G in der Strecklage des Kniehebelgetriebes F, G, H die
Unterseite des Pressentisches berührt (Fig. 7). Der Steuermer-hanismus für
die hydraulische Tischbewegung kann aber auch so eingestellt werden, daß eine Berührung
an dieser Stelle nicht stattfindet. In diesem Fall wirkt ein fester Anschlag des
Führüngsbalkens G mit einer Abreißklinke zusammen, durch deren selbsttätige
Entkupplung mit dem Steuergestänge die Rücklaufbewegung eingeleitet wird. Dieser
Schaltvorgang vollzieht sich unabhängig von der Stellung der beiden Einlösehebel
9 und io (Fig. i, io), deren Bedeutung noch näher geschildert wird.
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Das Unterteil A der Presse oder Stanze besteht vorteilhafterweise
aus den seitlichen Holmen i i und 12, die durch eine besondere Bodenplatte
13
miteinander verbunden sind (Fig. 6, 7). Auch die Bodenplatte
13 ist besonders starr und widerstaondsfällig gegen Biegung und Verwindung
durchgebildet und bildet gleichzeitig den Ölsumpf für die hydraulische Tischbewegung.
Die Oberseite der Grundplatte 13 trägt sowohl die Säulen, 7 und
8 als auch die ebenfalls feststehenden Antriebskelben 14, 15 und 16 für den
Führungsbalken G (Fig. 7). Außerdein sind auf der Bodenplatte der
Antriebsmotor 17, eine Pumpe 18 und ein Steuerschieber ig befestigt. Die Antriebskolben
14, 15, 16 sind durch Rohrleitungen 20, 21, :22, untereinander und mit dem Steuerschieber
ig einerseits sowie durch eige weitere Rohrleitung 23 mit der Pumpe 18 und
dem Überdruckventil andererseits verbunden (Fig. 5).
Die Wirkungs-,veise des
hydraulischen Antriebs wird weiter unten an Hand eines besonderen Schaltungsschemlas
(Fig. io, 11, 12, 13, 14) näher erläutert.
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In nächster Nähe der Befestigungsflächen mit dien seitlichen Holmen
ii und 12- des Unterteils A
trägt die Bodenplatte außerdem auf beiden Seiten
eine Mehrzahl besonders angeordneter Einstellschlitten 2,5, 26 für die Knickstützen
D und E. Vorteilhafterweise ist die Bodenplatte 13 an diesen
Stellen mit efitsprechenden Schultern 27, 28 versehen, die auf Gegenschultern
.29 und 3o der seitlichen Holme i i und 12, aufliegen (Fig. 6, 7). Im wesentlichen
dienen die Schulterpaare 2,7, 29 und 28, 30 zur übertragung der hohen
Stützkräfte auf die Holme ii und 12, welche ähnlich dem Querhaupt B besonders starr
und widerstandsfähig gegen Durchbiegung in senkrechter Richtung ausgebildet sind.
Mittels entsprechender Führungsleisten 31, 32
sind die Stützschlitten
25, 26 (Einstellschlitten) in der Bodenplatte 13 längs verschiebbar
geführt. Die Einstellschlitten 25 und 26 sind an der Oberseite mit
Schrägflächen 33 und 34 versehen, welche die unteren Stützlager
35 und 36 tragen. Die Stützlager 35 und 36 sind in ähnlicher
Weise mittels besonderer Führungsleisten 37, 38 an den Einstellschlitten
:25 und 26 geführt, wie die letzteren auf der Bodenplatte 13.
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Sämtliche Einstellschlitten 25 und 26 werden mittels
besonderer Gewindespindeln 39, 40 (Fig. 7)
gemeinsam auf der Bodenplatte
13 und unter den unteren Stützlagern 35 und 36 längs verschoben. Mit
Rücksicht auf die große Genauigkeit in der Parallelführung des Pressentisches
C sind die Einstellschlitten :25, 26 den unteren Stützlagern
35, 36
für die Knickstützenpaare D, F einzeln zugeordnet,
aber über den jeweils zu einer Knickstützenreihe gehörigen Gewindespindeln
39, 4o relativ zueinander verschiebbar und mittels Ringmutterpaaren 41, 42
auf ihnen voreinstellbar zu befestigen (Fig. 3). Die Gewindespindeln
39, 4o sind an ihren En,den 43, 44 (Fig. 5) in Lageraugen 45, 46 geführt,
welche auf der Bodenplatte 13 befestigt und mit Muttergewinden versehen sind.
Außerdem besitzen diese Gewinde die genau gleiche Steigung, so daß bei einer Drehung
der Gewindespindeln 39
und 40 um gleiche Winkelwege mittels einer entsprechenden
Antriebsvorrichtung auf beiden Maschinenseiten sämtliche Einstellschlitten
25 und 26
in gleicher Weise und um den gleichen Betrag
längs verschoben werden können (Fig. 3, 5, 6, 7). Die gegenüberliegenden
Enden 47, 48 der Gewindespindeln 39, 40 sind mit Nuten versehen, in welchen
Federkeile geführt sind, die in die Bohrung der Winkelräder 49, 5o eingesetzt sind.
Diese werden in besonderen, zweckmäßigerweise als Gehäuse ausgebildeten Lagerböcken
5 1 und 5.2 drehbar geführt und durch Stellringe 53 und 54
gegen Seitwärtsverschiebung gehalten. Die Winkelräder 49, 50
bilden mit den
Winkelrädern 55, 56 Kegelradpaare, welche zweckmäßigerweise von oben her
mittels Standwellen 57, 58 angetrieben sind,. Die oberen Enden der Standwellen
57 und 58 tragen ebenfalls zu Kegelradpaaren vereinigte Winkelräder
59, 6o und 61, 62, wobei die Winkelräder 6o und 62 zweckmäßigerweise
auf einer gemeinsamen, horizontal liegenden Welle 63 (Fig. 3, 4) befestigt
sind, die von beiden Seiten aus durch Handräder 64, 65 betätigt werden kann.
Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel kann auch statt der Handräder zweckmäßigerweise
ein Hilfsmotor angeschlossen sein, welcher mittels Druckknöpfen vorn Bedienungsstand
der Maschine etwa. ferngesteuert ist. Wird die gemeinsame Antriebswelle
63 in dieser oder ähnlicher Weise gedreht, so drehen sich auch die Winkelräder
49 und 5o und nehmen dabei die Gewindespindeln 39 und 40 mit. Da aber die
letzteren im Ausführungsbeispiel mit ihren abgekehrten Enden in den Muttergewinden
der Lageraugen 45 und 46 geführt sind, verschieben, sich die Gewindespindeln
39, 4o dabei in gleichem Maße unter Mitnahme der auf ihr befestigten Einstellschlitten
25
und 26.
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Ist nun schon beim Zusammenbau der Maschine durch entsprechende Einstellung
der Mutterpaare 41 und 4:2 ein entsprechender Ausgleich der zu erwartenden geringen
Formänderung der Gestellteile A und B möglich, so wird diese neuartige
Einstellmöglichkeit noch verfeinert durch eine weitere nachgeordnete (überlagerte)
Einstellmöglichkeit der Stützlager35 und 36 mittels von außen her bequem
zugänglicher Exzenterwellen 68, 69 (Fig. i, 3, 6, 7). Im Gegensatz
zur ersteren bietet die letztgenannte Einstellmöglichkeit jedoch eine nachträgliche,
den jeweils zur Verwendung gelangenden Werkzeugen entsprechende Korrektur in der
Höheneinstellung der einzelnen Knickstätzenpaare D, E
innerhalb entsprechender,
durch die Exzentrizität der an den Exzenterwellen 68, 69 angebrachter Zapfen
70, 71. Die Exzenterzapfen 70, 71 tragen zweckmäßigerweise Gleitsteine
72, 73, welche etwa in prismatischen, senkrecht angeordneten Führungsbahnen
der Stützlager 35, 36 auf und nieder bewegt werden können (Fig.
5, 6, 7). Diese Einrichtung kann aber auch durch andere Einrichtungen mit
ähnlicher Wirkung, welche von außen her einzeln zugänglich und bedienbar sind, ersetzt
werden. Um eine unbeabsichtigte Selbstverstellung der Exzenterwellen 68, 69
(Fig. 6) zu vermeiden, sind an den äußeren Enden Flächen 74, 75 angebrauchte,
auf welchen in besonderer Weise ausgebildete Sicherungsflansche 76, 77 abnehmbar
aufgesetzt sind. je nach Flächenzahl müssen die Sicherungsflansche als Kreisteilscheiben
ausgebildet und entsprechend bemessen sein, beim Ausführungsbeispiel also entsprechend
der Anordnung eines Vierkantes mindestens einen Viertelkreis bilden. Dementsprechend
sind die Sicherungsflansche 76, 77 mit etwa viertelkreisförmigen Schlitzen
versehen, die mit Klemmschrauben 78, 79 zusammenwirken. Überschreitet der
Verstellweg die durch die Länge des Bogenschlitzes gegebenen Grenzen, so müssen
die Sicherungsflansche 76, 77 von den Exzenterwellen 68, 69
abgezogen
und umgesteckt werden.
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Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung liegt in einer neuartigen
Einrichtung, um bei der Aufwärtsbewegung des Pressentisches C das Ausheben der Stützlager
35 und 36 (Fig. 7) aus den Schlittenführungen der Einstellschlitten
25 und 26
zu verhindern. Sobald nämlich der Führungsbalken
G unter der Einwirkung des hydraulischen Druckes nach aufwärts bewegt wi
rd, haben die in der Knicklage befindlichen Stützen das Bestreben, sich unter dem
Druck der Lenker F und H anstatt nach auswärts nach einwärts zu bewegen, weil das
Eigengewicht des Pressentisches C durch die nach einwärts gerichtete Lage der Kniehebel
So, 81 eine ebenfalls nach einwärts gerichtete Komponente der Kniegelenke mit der
Gelenkachse 82, 83 (Fig. 4, 6, 7) hervorruft. Durch diese nach einwärts
gerichtete Kraftkomponente werden zunächst in den unteren Kniehebelpaaren 84,
85 Zugkräfte wirksam, die die Stützlager 35, 36 zunächst von ihren
Schrägflächen 33, 34 abzuheben suchen. Es wäre nun naheliegend, statt der
offenen Prismenführungen die Einstellschlitten 25, 26 mit geschlossenen Führungen
auszustatten, die das Anheben verhindern. Bei der Vielzahl der einzeln verstellbaren
Stütz-'lager wäre aber eine derartige Einrichtung verhältnismäßig umständlich und
teuer. Demgegenüber ist die im Ausführungsbeispiel gezeigte Einrichtung äußerst
einfach und zuverlässig. Diese neuartige Einrichtung an Kniehebelpressen beruht
auf dem Gedanken, die kinernatisch als Koppel wirkenden Lenkerpaare F, H
als Niederhalter bzw. als Rückholvorrichtung zu benutzen, indem der Wendepunkt oder
eine geeignete Wendestrecke K gegenüber einer Wälzbank W angeordnet ist, an welcher
der zur Koppelkurve gehörige Koppelpunkt P zeilzügig (äquidistant) entlang geführt
wird (Fig. 7, 8, 9).
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Zu diesem Zweck sind auf den durchgehenden Gelenkbolzen
82, 83, 86, 87 besonders ausgebildete Lenker (Koppellenker) 88, 89
befestigt, die an einem außerhalb der Lenkerachse gelegenen Koppelpunkt P Rollenbolzen
go, gi tragen, auf welchen zum Zweck der Reibungsverminderung besondere Rollen 92,
93 gelagert sind. In der in Fig. 8 dargestellten Knicklage der Kniehebel
81, 85 liegt die Rolle 93 auf einer am seitlichen Holm i i des Maschinengestells
11, 13, 12 (A) befestigten Wälzbank W an. Im Verlauf der Aufwärtsbewegung
des Führungsbalkens G durchsehreitet der Koppelpunkt P (Fig. 8) den
gekrümmten Kurvenast K über den Wendepunkt hinweg bis zum Endpunkt P'
(Fig.
9), wobei er unter Vermittlung der Laufrollen 9:2 und 93 äquidistant
zur Wälzbank entlang geführt wird. Die örtliche Lage des Koppelpunktes P zur Lenkerachse
der Koppellenker 88, 89 ist nun so gewählt, daß er beim überschreiten des
Wendepunktes die Wälzbank verläßt. An dieser Stelle haben aber bereits die Kniehebel
8o, 81 und 84, 85
sich der Strecklage so weit genähert, daß die ursprünglich
nach innen gerichtete Bewegungstendenz der Kniegelenke 82, 83 sich zu einer
nach außen gerichteten Bewegungstendenz umgekehrt hat. Die obenerwähnte einwärts
gerichtete Kraftkomponente hat sich mit anderen Worten an dieser Stelle gewissermaßen
von einem negativen Wert in einen positiven umgewandelt, welcher nun seinerseits
nicht mehr bestrebt ist, die Stützlager 35, 36 von ihren Stützflächen
33, 34 abzuheben, sondern vielmehr auf die letzteren aufzupressen, so daß
von da an der Zwangslauf auch ohne Hilfe der Wälzbank W sichergestellt ist, während
kurz zuvor der Paarschluß zwischen den Stützflächen 33, 34 nur in Zusammenwirkung
mit der Wälzbank W aufrechterhalten werden konnte.
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Wie eingangs bereits geschildert, wird der durchgehende Führungsbalken
G mittels einer Mehrzahl von hydraulischen Antriebseinheiten auf und - ab
bewegt. Im wesentlichen bestehen diese aus an sich bekannten Kolbengruppen 14, 15,
16, die in entsprechend ausgebildeten Zylindern 4, 5, 6 gleiten. Im Ausführungsbeispiel
sind die Kolbengruppen 14,15, 16aufderBodenplatte13befestigt(Fig.2,7), währenddieZylinder4,5,6indenFührungsbalkenG
mittels besonderer Stützplatten94, 95, 96 mIt allseitigem Spiel eingehängt
sind. Diese Art der Aufhängung ist für das einwandfreie Funktionieren besonders
bei unterteiltem hydraulischem Antrieb von größter Bedeutung, weil auf diese Weise
die Zylinder 4, 5 und 6 sich einzeln und vom Führungsbalken
G völlig unabhängig auf der jeweiligen festen Kolbengruppe 14, 15,
16 einstellen und zentrieren können. Dadurch werden von den feingeschliffenen Gleitbahnen
Querkräf te irgendwelcher Art und Herkunft ferngehalten und die dort sich bildenden
Dichtungsfilme nicht abgequetscht. Um nun unter diesen Bedingungen auch die Druckübertragung
der Zylinder 4, 5, 6 auf den Führungsbalken G völlig einwandfrei durchzuführen,
muß neben der in solchen Fällen an sich bekannten Anwendung sphärischer Stützflächen
97, 98, 99 Vorsorge getroffen sein, daß die letzteren nicht etwa mit unmittelbar
am Führungsbalken G angebrachten Gegenflächen zusammenwirken, sondern daß
vielmehr besondere, frei verschiebliche sphärische Zwischenringe ioo, ioi, io2 angeordnet
sind. Nur so ist eine einwandfreie, von zusätzlichen Beanspruchungen der Dichtungsflächen
völlig befreite Kraftübertragung möglich. Selbstverständlich kann auch in umgekehrter
Weise vorgegangen werden, so daß die sphärische Spielraumkapplung nicht wie beim
Ausführungsbeispiel am Führungsbalken G, sondern an der Bodenplatte 13 angebracht
ist. Die ganze Einrichtung ist so getroffen, daß der Führungsbalken G nur
an den Säulen 7 und 8 in Zusammenwirkung mit den Kniehebelgetrieben
geführt ist, während die hydraulischen Einheiten (Kolbenmotoren) ausschließlich
zum Zweck des Antriebs vorhanden sind. Im Gegensatz hierzu ist im Schaltungsschema
nach Fig. io der Führungsbalken G mit den Zylindern 4, 5, 6 aus einem
Stück bestehend dargestellt, wie überhaupt auf bauliche Einzelheiten, wie etwa Befestigungsmibtel
u. dgl., bei allen Darstellungen verzichtet wurde.
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In den Schaltungsschemas nach Fig. io, 11, 12, 13, 14 sind zum besseren
Verständnis Teile mit übereinstimmender Aufgabe und Wirkung mit den gleichen Bezugszeichen
versehen worden wie in den Fig. 1, :2, 5, 7. Andererseits ist der getriebliche
Zusammenhang der Einlösehebel 9, io mit dem Steuerschieber ig und dem Führungsbalken
G nur im Schaltungsscherna nach Fig. io erkennbar, weil er für das Verständnis
der Erfindungsgedanken von untergeordneter Bedeutung ist. Lediglich die Einlösehebel
9 und io sind in Fig. i als Bestandteile einer Schalttafel 103 angegeben,
die der Vollständigkeit halber auch noch eine Kontrollampe io4 und die Druckknöpfe
105 für die Fernsteuerung des Antriebsmotors andeutungsweise enthält.
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Wie eingangs bereits geschildert, ist der Antriebsmotor
17 (Fig. 5) über eine Kupplung io6 mit einer Zahnradpumpe 18 verbunden,
die durch eine Leitung 107 Druckbl aus der als Ölbehälter (Ölsunipf) ausgebildeten
Bodenplatte 13 ansaugt. Nun ist im Schaltungsschema, nach Fig. io erkennbar, daß
die Pumpe 18 über eine Leitung:23 sowohl Drucköl in den Steuerschieber ig als auch
unter den Federkolben eines Überdruckventils:24 fördert, welches durch ein überlaufrohr
io8 mit dem Ölsumpf verbunden ist. An den Steuerschiebern ig sind abtriebseitig
die Druckleitungen 1 (21), 11 (?-o) und 111 (22) angeschlossen. Die Druckleitungen
I führen zu den Ringräumen i og, i i o, i i i und bewirken die Ahwärtsbewegung des
Führungsbalkens G (Rückzug). Die Druckleitungen II beaufschlagen die Eilgangkolben
i 12, 113, 114, während die Druckleitungen III die Ringräume 115,
116, 117 untereinander und mit dem Steuerschieber ig verbinden. Nach
erfolgter Umschaltung durch ein Widerstandsventil i 18 erhalten nicht nur
die Eilgangkolben 112, 113,
114 Drucköl, sondern auch die letztgenannten
Ringräume i 15, 116, i 17, welche von da an gemeinsam den Führungsbalken
G emportragen. Während des Eilgangs dagegen stehen nur die unter den Eilgangkolben
112, 113, 114 befindlichen Druckräume i ig, i2o, 121 unter Druck, während
in die Ringräume 115, 116, 117 über ein Rückschlagventil 122 Öl
aus dem Ölsumpf
nachgesaugt wird und diese an..fülilt.
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Im Steuerschieber ig bewegt sich ein Steuerkolben 123 auf und ab,
welcher durch das Einlösegestänge betätigt werden kann. In der unteren Endlage des
Steuerschiebers 123 wird der ölstrom aus der Druckleitung 23 zunächst
den Druckleitungen II (2o) zugeführt, die durch Beaufschlagung der Eilgangkolben
112, 113, 114 die Aufwärtsbewegung des Führungsbalkens G einleiten. Sobald
nun der FührungsbalkenG einen die Voreinstellung des
Umsteuerventils
iig (Widerstandsventil) überschreitenden Widerstand. etwa durch das Zusammentreffen
des Preß- oder Stanzwerkzeuges mit dem zu bearbeitenden Werkstoff, findet, weicht
das Umsteuerventil 118 entgegen der Wirkung einer Feder 124 (Fig. ii bis 1.4) in
den Rückflußsammelraum 125 des Stenerschiebers ig zurück, welcher durch die
Leitung 126 mit dem Olsumpf verbunden ist. Aus der Kolbenstellung nach Fig. ii wird
auf diese Weise die Kolbenstellung nach Fig. 12 hervorgerufen. Sobald nun das Umsteuerventil
118 seine innere Endstellung eingenommen hat, stehen außer den Leitungen II (:2o)
auch noch die Leitungen 111 (:22) unter Druck, so daß von da ab die von den Ringräumen
115, 116, 117 beaufschlagten großen Kolbenflächen 127, 128, 1:29 zusätzlich in den
Preß- oder Stanzvorgang der Maschine eingreifen. Von nun an ist die Summe sämtlicher
an der Aufwärtsbewegung beteiligten Kolben 112, 113,
114, 127, 128, 129 wirksam
und übt auf den FührungsbalkenG etwa die zehnfache Druckkraft aus wie bei der Betätigung
der Eilgangkolben 112, 113, 114 allein. In Verbindung mit den hintereinandergeschalteten
Kniehebelpaaren wird auf diese Weise ein gegen die Endlage des Pressentisches zu
in ungewöhnlichem Maße sich steigernder Preßdruck entwickelt, welcher im Vergleich
zu der baulich außerordentlich einfachen Niederdruckhydraulik, den größten Anforderungen
gewachsen ist. Bei den bisher bekanntgewordenen hydraulischen Pressen sind, um die
gleiche technische Wirkung zu erzielen, sehr große und umfangreiche hydraulische
Hochdruckanlagen erforderlich.
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Das den Steuerkolben 123 mit den Einlösehebeln 9 und
io verbindende Gestänge nach Fig. io führt zunächst über eine Stange 130 nach einem
am Gestell ortsfest und drehbar angebrachten Winkelhebel 131, welcher unter der
Wirkung einer Zugfeder 132 das Bestreben hat, den Steuerkolben nach erfolgter Freigabe
in die obere Endlage bzw. in die Ruhelage zurückzubewegen (Fig. 13, 14).
Nimmt der Steuerkolben 123 die obere Ruhelage nach Fig. 13 ein, so wird der Olstrom
aus der DruckleitUng 23 den Druckleitungen 1 (21) zugeleitet, während
die Leitungen II und 111 drucklos werden. Im gleichen Augenblick wird auch
das Umsteuerventil i 18 drucklos und kehrt in seine untere Ruhelage zurück.
Dadurch erhalten die Leitungen 111
mit den Ringräumen 115, 116,
117 freien Abfluß in den Olsumpf, wobei aber gleichzeitig der Rückfluß aus
den Leitungen Il bzw. aus den Druckräumen iig, 120, 121 der Eilgangkolben 112, 113,
114 nach Maßgabe der Voreinstellung einer besonderen Drosselmuffe 133 (Fig. 13)
freigegeben wird. Durch die Wirkung der Drosselmuffe wird auf diesj# Weise in den
Leitungen II (:2o) und folglich auch in den Druckräumen iig, 120, 121 ein geringer
Überdruck während des Abflutens in den Ölsumpf erzeugt, welcher ein allzu schnelles
Niedersinken des Führungsbalkens G unter der Einwirkung der auf ihm lastenden
Eigengewichte des Pressentisches C und der anschließenden Kniehebelgetriebeteile
verhindert. Der nach aufwärts gerichtete Arm des Winkelhebels 131 trägt zwei Rollen
134, 135 (Fig. io). Die Rolle 134 wirkt mit einer Abreißklinke 136 zusamrnen,
die an einem ebenfalls am Maschinengestell drehbar gelagerten Winkelhebel 137 angelenkt
ist. Der waagerechte Arm des Winkelhebels 137 ist mit einer Steuerstange
138 verbunden, die an ihrem unteren Ende in einer Bohrung des Einlösebockes
139 geradegeführt ist. Eine Druckfeder 14o bringt das Einlösegestänge 138, 137,
136 in die durch Anschläge 141, 142 bestimmte obere Ruhelage zurück. Die
Anschläge 141, 142 sind zusammen mit weiteren Anschlägen 143 und 144 auf den beiden
Zugstangen 145, 146 befestigt, welche ihrerseits die Abwärtsbewegung der Einlösehebel
9 und io nach unten begrenzen. Um zu verhindern, daß die Maschine durch Betätigung
nur eines einzigen Hebels eingelöst werden kann, sind die Zugstangen 145 und 146
an einem zweiarrnigen Ausgleichhebel 147 angelenkt, welcher auf der Steuerstange
138 drehbar gelagert ist. Wird nur ein einziger Einlösehebel niederbewegt,
so führt die Steuerstange 138 nur den halben Einlöseweg aus. Die zweite Hälfte
des Einlöseweges kann dann nur durch Betätigung des zweiten Einlösehebels zurückgelegt
werden. Es ist nun ganz gleich, ob die beiden Einlösehebel 9, io gleichzeitig
oder nacheinander niederbewegt werden. Sobald die Steuerstange 138 den erforderlichen
Gesamtweg durchlaufen hat, erfolgt die Einlösung. Durch besondere Ausbildung der
Steueirkanäle im Steuerschieber ig ist Vorsorge getroffen, daß die Einlösung nur
etwa am Ende des GesiLmteinlöseweges erfolgen kann. Für den Fall, daß die Zweihändeeinlösung
unzulässigerweise durch Festbinden eines der beiden Einlösehebel 9, io unwi
' rksam gemacht werden sollte, ist infolge der Entkupplung der Abreißklinke
136 nur noch ein einziges Mal eine Auslösung des Preß- oder Stanzvorganges möglich,
ein zweites Mal dagegen ausgeschlossen. Auf diese Weise werden Unfälle so gut wie
unmöglich gemacht.
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Die Abreißklinke 136 ist an ihrem Ende mit einer Anschlagfläche 148
versehen, die in der Bahn eines Anschlags 149 liegt. Der Anschlag 149 ist am Führungsbalken
G derart befestigt, daß er durch Seitwärtsschieben unwirksam gemacht werden
kann. Im letzteren Fall läuft der Führ ' ungsbalken G auf die Unterseite
des Pressentisches C auf (Fig. 7),
was, wie eingangs bereits geschildert,
bei Verwendung großer und komplizierter Bandstahlschnitte von Vorteil sein kann.
Indiesem Fall bewegt sich der Pressentisch erst nach Freigabe der beiden Einlösehebel
9 und io in seine untere Ruhelage zurück. Ist dagegen der Anschlag 149 wirksam,
so trifft er in der Strecklage der Lenker F und H mit der Anschlagfläche 148 der
Abreißklinke 136 zusammen und hebt diese von der Rolle 134 ab. Dadurch wird der
Winkel#hebel 131 freigegeben und zieht den Steuerkolben 123 unter dem Einfluß
der Zugfeder 132 in seine obere Schaltstellung (Fig. 13). Der Flüssigkeitsstrom
wird auf diese Weise in die Leitungen 1 (21) umgesteuert und setzt die Ringräume
iog, iio, iii unter Druck, wodurch der Rückzug
des Führungsbalkens
G eingeleitet wird. Dieser Vorgang erfolgt selbsttätig und daher ohne Rücksicht
darauf, ob, die Einlösehebel 9 und io noch zu diesem Zeitpunkt niedergehalten
sind oder nicht.
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Bei gewissen Preß- und Stanzarbeiten kann es ferner vorteilhaft sein,
den Hub des Pressentisches entsprechend zu vermindern. Im Gegensatz zum mechanischen
Antrieb wird bei hydraulischem Antrieb. auf diese Weise erheblich an Arbeitszeit
gespart, da die verhältnismäßig schweren Antriebsteile mit dem Pressentisch nicht
mehr den gesamten Hubweg immer wieder von neuem durchlaufen müssen. Zu diesem Zweck
ist am Führungsbalken G
ein weiterer Anschlag i5o angebracht, welcher etwa
durch Betätigung einer Schraubenspindel 15 1 in der Höhe verstellt werden
kann. Erreicht der Führungsbalken auf seinem Rückweg eine durch den Anschlag i5o
vorbestimmte Tieflage, so läuft die Rolle 135
auf dem Anschlag auf und bringt
den Winkelhebel 131 und damit den Steuerkolben 12,3 in die Mittelstellung
nach Fig. 14 zurück. In dieser Stellung wird der Olstrom mittels einer entsprechenden
Bohrung 152 des Steuerkolbens 123 drucklos umgewälzt, indem dieser über den Rückflußsammelraum
125 des Steuerschiebers ig und die Abflußleitung 126 in den Ölsumpf abfließen kann.
Im Schaltungsschema nach Fig. io bezieht sich die Darstellung des Einlösegestänges
auf die Leerlaufstellung des Steuerkolbens 123. Demnach befinden sich auch
die Einlösehebel 9, io in der Mittellage. In der Ruhelage liegen die auf
den Zugstangen 45 und 146 sitzenden festen Anschläge 141 und 142 unter der Einwirkung
der Druckfeder 14o an den Unterseiten entsprechender Fortsätze 153, 154 des Einlösebockes
139 an.
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Bevor die eigentliche Arbeit an der Maschine beginnt, wird das Querhaupt
B bei erheblichem Unterschied in der Höhe der Preßformen entsprechend eingestellt.
Zu diesem Zweck sind (Fig.:2, 3) ober- und unterhalb der Lageraugen 155 Muttern
156 und 157 vorgesehen, die auf einem mit Gewinde versehenen Säulenende 158 sitzen.
Bei gewissen Ausführungsformen kann es vorteilhaft sein, die Einstellmuttern 156
und 157 miteinander getrieblich so zu verbinden, daß an sämtlichen Säulen die gleiche
Einstellung gesichert ist. In bekannter Weise kann das für die Mutterverstellung
vorgesehene Getriebe mit einem besonderen Antriebsmotor gekuppelt werden, welcher
vom Bedienungsstand aus ferngesteuert ist. Ist mit Rücksicht auf den oftmaligen
Werkzeugwechsel die Einstellbarkeit des Querhauptes B noch weiter zu vervollkommnen,
so kann der Antriebsmotor für die Mutterverstellung mit einer automatischen Vorrichtung
zum Stillsetzen versehen sein, etwa mit einer an sich bekannten sogenannten thermischen
Abschaltvorrichtung. In diesem Fall setzt man nach vorheriger Ausschaltung des Anschlags
149 (Fig. io) die Maschine in der Strecklage der Knickstützen, also in der obersten
Stellung des Pressentisches, still und läßt unter Betätigung der Druckknopfsteuerung
für den Antriebsmotor der Querhaupteinstellung das QuerhauptB bis zum Aufsitzen
auf das Werkzeug ab. Sobald dies geschehen ist, wird der Antriebsmotor für die Querhauptverstellung
selbsttätig abgeschaltet.
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Die Feineinstellung des Pressentisches erfolgt dagegen mittels der
Handräder 64, 65 (Fig. 4) oder durch Fernsteuerung eines entsprechenden,
mit der Handradwelle 63 gekuppelten Antriebsmotors. In diesem Fall müßten
die Kegelradgetriebe und ihre Gehäuse 51, 52, 66, 67 entsprechend
umgebildet werden, etwa unter Verwendung von Schnecken und Schneckenrädern.
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Sind diese Vorarbeiten beendet, so wird an Hand von Probepressungen
und Probestanzungen festgestellt, ob eine Korrektur der Feineinstellung durch die
Exzenterwelle 69 (Fig. 7) erforderlich ist. In der Regel wird eine
solche Korrektur sich nur auf Werkzeuge abnormer Größe und verwickelter Bauformen
beschränken können, so daß normalerweise eine entsprechend sorgfältige Einstellung
von Haus aus mittels der Einstellinuttern 41 und 4:2 (Fig. 3)
ausreicht. Es
ist zweckmäßig, die Knickstützen D
und E durch entsprechende Verschraubungen
gegenseitig so zu verbinden und gegen Verwindung zu sichern, daß etwa durch eine
gegenseitige geringe Verschiebung in der Höheneinstellung sich die Verbindungen
nicht lösen können.
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Beim Niederdrücken der beiden Einlösehebel 9
und io (Fig. i)
legt sich die Abreißklinke 136 zunächst an die Rolle 134 so an, wie es Fig. io schematisch
veranschaulicht. In dieser Stellung wird in den Einlösehebeln 9 und io gewissermaßen
ein Druckpunkt spürbar, welcher darauf zurückzuführen ist, daß von nun an außer
der Feder 140 auch die Feder 132 zusätzlich wirksam ist, deren Zugkraft beim Durchdrücken
der Einlösehebel überwunden werden muß. Dabei gelangt der Steuerkolben
1:23
in die untere Schaltstellung, durch welche bei laufender Pumpe der Olstrom
zunächst unter die Eilgangkolben und nach Zusammentreffen des Pressentisches bzw.
des Preß- oder Stanzwerkzeuges mit dem Werkstück unter die Arbeitskolben gelangt.
Wird durch irgendeinen unvorhergesehenen Umstand der mittels des überdruckventils
24 eingestellte Betriebsdruck der Hydraulik überschritten, so wird die Aufwärtsbewegung
des Pressentisches unterbrochen, und die ganze von der Pumpe unter diesem Betriebsdruck
geförderte Ölmenge fließt über die Überlaufleitung io8 (Fig. io) in den Ölsumpf
zurück. Werden die Einlösehebel aus irgendeinem Anlaß freigegeben, bevor der Pressentisch
die Höchstlage erreicht hat, so kehrt der Steuerkolben 123 unverzüglich in die Höchstlage
zurück, wodurch im gleichen Augenblick die Rückwärtsbewegung des Pressentisches
eingeleitet wird. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Stanzen und Pressen ähnlicher
Art wirken demnach die Einlösehebel 9 und io gewissermaßen als Toter-Mann-Hebel.