DE58325C - Durch Wasserdruck betriebene Aufziehvorrichtung für Uhren, Laufwerke u. dergl - Google Patents

Durch Wasserdruck betriebene Aufziehvorrichtung für Uhren, Laufwerke u. dergl

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DE58325C
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weight
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DENDAT58325D
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Dr. L. VON ORTH in Berlin N.W., Klopstockstrafse 53 I
Publication of DE58325C publication Critical patent/DE58325C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B3/00Normal winding of clockworks by hand or mechanically; Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously
    • G04B3/12Normal winding of clockworks by hand or mechanically; Winding up several mainsprings or driving weights simultaneously by mechanical means, e.g. pneumatic motor

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Self-Closing Valves And Venting Or Aerating Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Einrichtung soll dazu dienen, Uhren und andere Laufwerke selbstthä'tig aufzuziehen. . ■
Die neue Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse a, welches durch ein Diaphragma (Lederplatte) in zwei Theile, einen oberen und unteren, getheilt ist. Mit dem Diaphragma verbunden ist eine Stange b, welche durch den Untertheil des Gehäuses hindurchgeführt wird und ein Gewicht b1 trägt. Der Obertheil des Gehäuses steht durch ein Leitungsrohr c mit einem Wasserstrahlapparat d, welcher an den Hahn einer Wasserleitung d1 angeschlossen ist, in Verbindung.
Die von dem Diaphragma im Gehäuse a getragene Stange b hat einen Ansatz b2, auf welchem ein Hebel e ruht. Dieser Hebel e ist mit Sperrklinke e1 versehen, so dafs bei der Aufwärtsbewegung des Hebels das Sperrrad · e2 gedreht wird und dadurch die Uhr oder das Laufwerk aufgezogen wird. Der Obertheil des Gehäuses α trägt ein Ventil /, welches mit Hülfe eines Ueberfallgewichtes g geöffnet und geschlossen wird, und zwar durch Vermittelung der Stange h, welche in der weiter unten angegebenen Weise von der Stange b des Diaphragmas ihre Bewegung erhält.
Der Vorgang zum Zwecke des Aufziehens der Uhr, also zum Zwecke der Drehung von Sperrrad e2, ist nun wie folgt:
Angenommen, das Diaphragma mit der Stange b und dem Gewicht bl befindet sich in der niedrigsten Lage, d. h. in der Stellung, wie in Fig. 1 gezeichnet ist, und es wird der Wasserhahn d1 geöffnet, so wird mit Hülfe des Wasserstrahlapparates d oberhalb des Diaphragmas ein Vacuum erzeugt, vorausgesetzt, dafs das Ventil f das Innere des Gehäuses α abschliefst. Infolge des sich bildenden Vacuums im Gehäuse α wird das Diaphragma und mit ihm die Stange b gehoben; der Ansatz b2 auf Stange b bewegt somit den Hebel e nach aufwärts, wodurch alsdann eine Drehung des Sperrrades e2 und somit ein Aufziehen des Gewichtes k stattfindet. Mit der Aufwärtsbewegung des Hebels e ist auch eine Drehung des Hebels h1 um den Drehpunkt /j2 desselben verbunden.
Dieser Hebel h1 trägt an seinem kurzen Hebelarm einen Schlitz, in welchen ein Stift hs eingreift, der an Stange h befestigt ist. Bei der Aufwärtsdrehung. des Hebels hl durch den Hebel e wird also der Hebelarm des Hebels hl mit dem Schlitz nach abwärts bewegt, somit auch die Stange h. Der Hebel Ii1 kann auch dadurch ersetzt werden, dafs auf Stange b ein Stift Z3 und auf Stange h ein Stift Z4 angeordnet wird. /3 und Z4 sind nur in bestimmtem Abstande von Z1 und Z2 anzuordnen. Die Stange h wirkt, wie bereits oben gesagt, auf das Ueberfallgewicht g ein, so dafs kurz vordem die Hebel e und h1 ihre höchste Stellung erhalfen, das Ueberfallgewicht g nach links herüberschlägt, wie in Fig. 2 angegeben ist.
Mit diesem Ueberfallen des Gewichtes g ist nun die Oeffnung des Ventils / verbunden und wird im Augenblick des Oeffnens Luft in den Obertheil des Gehäuses α einströmen und das Diaphragma mit der Stange b und dem Gewicht b1 sich wiederum senken, und zwar in die Anfangslage, wie in Fig. 1 angegeben ist.

Claims (2)

Mit dieser Senkung findet aber mittelst des Hebels I eine Aufwärtsbewegung der Stange h und somit ein Ueberschlagen des Gewichtes g nach rechts statt, wodurch alsdann das Ventil / wiederum geschlossen wird. Die Aufwärtsbewegung der Stange h bei der Senkung der Stange b ist aus Fig. ι der Zeichnung deutlich ersichtlich, indem bei der Abwärtsbewegung der Stange b der Stift l\ auf den Hebel I drückt, welcher alsdann mit seinem einen Hebelarm gegen den Ansatz /2 auf Stange h stöfst und diese Stange hebt. Es ist also jetzt der Obertheil des Gehäuses α wiederum abgeschlossen, und wird bei weiterem Ablauf des Wassers durch den Wasserstrahlapparat d das Diaphragma wieder gehoben, und wiederholt sich dasselbe Spiel, wie vorhin beschrieben. Es findet also eine Drehung des Sperrrades e2 in kurzen Intervallen statt; und zwar so lange, als der Wasserhahn dl geöffnet ist. Da also die Aufziehvorrichtung mit dem Oeffnen des Wasserhahnes d1 in Function tritt, so wird, um eine besondere Wartung der ganzen Aufziehvorrichtung überflüssig zu machen, das Leitungsrohr c an einen Wasserstrahlapparat angeschlossen, welcher an einen beliebigen Wasserhahn, welcher im Laufe des Tages öfter zu irgend welchen Zwecken benützt wird, angeschlossen wird. Beim jedesmaligen Gebrauch des Wasserhahnes findet daher eine Aufziehung des Uhrwerkes, Laufwerkes u. s. w. statt und ist somit eine besondere Wartung der Aufziehvorrichtung unnöthig. Da jedoch der Wasserhahn zu beliebiger Zeit benutzt werden soll und mit seinem jedesmaligen Oeffnen ein Aufziehen der Uhr verbunden ist, so ist ersichtlich, dafs eine Vorrichtung geschaffen werden mufs, um bei vollständig aufgezogenem Gewicht bei weiterer Oeffnung des Wasserhahnes dl den ganzen Apparat auszuschalten. Zu diesem Zwecke ist oberhalb des Uhrgewichtes k ein um Zapfen m drehbarer Hebel m1 angeordnet, welcher mittelst der Stange m2 mit dem um η drehbaren zweiarmigen Hebel η1 verbunden ist. Dieser Hebel n1 steht mit seinem kurzen Hebelarm mit der Stange h in Verbindung, so dafs bei der Drehung des Hebels n1 die Stange h aufund. abbewegt wird. Angenommen, es befindet sich in Fig. ι das Gewicht k annähernd in seiner höchsten Lage, d. h. das Uhrwerk sei beinahe vollständig aufgezogen. Beim weiteren Aufziehen des Gewichtes k infolge Oeffnens des Wasserhahnes d1 stöfst nun das Gewicht k gegen den Hebel m\ bewegt dadurch die Stange m2 "nach aufwärts und infolge der Verbindung dieser Stange mit dem zweiarmigen Hebel nl die Stange h nach abwärts, womit ein Ueberschlagen des Gewichtes g nach links und ein Oeffnen des Ventils / verbunden ist. Es wird also infolge dieses Umstandes die Stange b mit dem Gewicht b1 sich wieder senken, und ein weiteres Aufziehen der Uhr ist unmöglich gemacht, indem das an seiner höchsten Stellung angelangte Gewicht k das Ventil / geöffnet hält. Sobald das Gewicht k wieder um ein Stück sich gesenkt hat, kann bei Oeffnung des Hahnes d1 die Wasseraufziehvorrichtung wieder wirken, und zwar so lange, bis das Gewicht k wieder gegen den Hebel ml stöfst. Pateντ-Ansprüche:
1. Eine selbsttätige Aufziehvorrichtung für Uhren, Laufwerke u. s.'w., bestehend in einem an den Ablafshahn d1 einer Wasserleitung angeschlossenen Wasserstrahlsauger d und einer Kapsel α mit dem durch ein Ueberfallgewicht g gesteuerten Ventil/ und einem die Stange b nebst Gewicht bl tragenden Diaphragma, das nach Oeffnung des Wasserhahnes d1 infolge der durch den Ejector in der Kapsel α hergestellten Luftverdünnung die Stange b hebt und dadurch den Aufziehhebel e dreht bis kurz vor dessen höchster Stellung, mittelst des Hebels h1, der Stange h und des Ueberfallgewichtes g das Ventil / geöffnet und dadurch die Luftverdünnung' wieder aufgehoben wird, so dafs das Gewicht b1 wieder herabfällt und durch Stange b sämmtliche Theile in ihre ursprüngliche Lage zurückbringt.
2. Bei der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung behufs Ausschaltung derselben beim höchsten Stande des aufzuziehenden Gewichtes die Anordnung des Hebels m1, der Stange m1 und des Hebels n1 derart, dafs das Gewicht k kurz vor seinem höchsten Stande gegen die Rolle des Hebels m1 stöfst, dadurch die Stange h abwärts zieht und mit Hülfe des Ueberfallgewichtes g das Ventil/ öffnet, so dafs selbst bei weiterer Thätigkeit des Wasserstrahlsaugers in der Kapsel a eine Luftverdünnung so lange nicht erzeugt werden kann, als nicht das Gewicht k so weit herabgesunken ist, dafs das Ventil / wieder geschlossen werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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