DE48323C - Einrichtung zur gleichzeitigen Entfernung der Luft aus den Scheitelpunkten einer Heber- oder Saugleitung - Google Patents

Einrichtung zur gleichzeitigen Entfernung der Luft aus den Scheitelpunkten einer Heber- oder Saugleitung

Info

Publication number
DE48323C
DE48323C DENDAT48323D DE48323DA DE48323C DE 48323 C DE48323 C DE 48323C DE NDAT48323 D DENDAT48323 D DE NDAT48323D DE 48323D A DE48323D A DE 48323DA DE 48323 C DE48323 C DE 48323C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
siphon
suction line
vertices
valve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48323D
Other languages
English (en)
Original Assignee
O. SCHMIDT in Berlin N., Strafsburgerstr. 10
Publication of DE48323C publication Critical patent/DE48323C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F10/00Siphons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, vermittelst welcher von einer einzigen Stelle aus die bei einer Heber- oder sonstigen Saugleitung in den Scheitelpunkten derselben, deren Anzahl eine beliebige sein kann, während des Betriebes sich ansammelnde Luft gleichzeitig entfernt werden kann. Der erstrebte Zweck wird dadurch erreicht, dafs die Saugleitung vorübergehend in eine Druckleitung umgewandelt und durch den auf diese Weise erzeugten Wasserdruck die angesammelte Luft aus der Rohrleitung herausgedrückt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist in der Fig. ι eine solche sich irgendwie verzweigende Heber- oder Saugleitung mit einer beliebigen Anzahl von Scheitelpunkten dargestellt, während in der Fig. 2 die Ventilanordnung für die an diesen Scheitelpunkten angebrachten Luftkessel, und in den Fig. 3 und 3a, sowie in den Fig. 4 und 4 a die Verschlüsse an den beiden Enden der Heber- oder Saugleitung dargestellt sind.
Bei dieser Einrichtung erhält die Heberoder Saugleitung, welche, wie erwähnt, beliebig verzweigt sein und eine beliebige Anzahl von Scheitelpunkten haben kann, an jeder Einlaufstelle A, wie aus den Fig. 1,3 und 3 a zu ersehen, einen doppelten und selbstthätigen Verschlufs, und zwar erstens einen mit einem Schwimmer s versehenen Drehschieber α, welcher sich selbstthätig öffnet, sobald das zufiiefsende Wasser den Schwimmer s zum Steigen bringt und sich beim Fallen . des Wasserstandes entsprechend wieder schliefst, und zweitens ein Rückschlagventil b, welches sich schliefst, sobald die von dem Einlauf der Saugleitung nach dem Auslauf hin gerichtete Bewegung des Wassers aufhört oder eine zu geringe wird, infolge des Sinkens des Wasserspiegels unter ein Minimalniveau, in welchem Falle die Stromgeschwindigkeit zum Heben der Kugel oder Klappe des Rückschlagventils nicht mehr ausreicht und aufserdem der Schieber abschliefst.
Ein Schliefsen des Rückschlagventils tritt auch ein, wenn das Wasser eine Bewegung in der entgegengesetzten Richtung annimmt. In allen diesen Fällen bewirken beide vorerwähnten Abschlufsorgane einen völlig sicheren und selbstthätigen Abschlufs des Einlaufschenkels A.
An der Ausmündung B ist die Leitung, wie aus den Fig. 1, 4 und 4a zu ersehen, durch einen Schieber 5 verschliefsbar.
An jedem Scheitelpunkt C der Leitung wird ein Luftkessel F, Fig. 1 und 2, angebracht, in welchem sich die aus dem Wasser ausgeschiedene Luft ansammelt. Diese Luftkessel F erhalten an ihrem höchsten Punkte ein Doppelventil c und d, von denen das eine c beispielsweise ein Tellerventil seih kann, welches sich durch die eigene Schwere und den Ueberdruck der Atmosphäre schliefst, während das zweite d ein Schwimmerventil ist, welches so lange geschlossen bleibt, als der Wasserstand in dem Luftkessel F hoch genug ist, um das Schwimmerventil gegen die Ventilöffnung anzudrücken.
An diese Heber- oder Saugleitung wird (am besten an der Stelle, an welcher sich die
Pumpstation befindet) ein Standrohr D angeschlossen, welches vermittelst eines Hahnes f nach Bedarf mit der Saugleitung verbunden oder von derselben abgeschlossen werden kann. An Stelle des Standrohres kann auch ein Manometer (Vacuummeter) oder ein beliebiger anderer Apparat angeordnet werden, welcher gestattet, die Höhe des Wasserstandes anzuzeigen und nach Erfordernifs mittelst eines Schwimmers an einen beliebigen, leicht übersichtlichen Ort zur Controle des Wasserstandes in der Rohrleitung bezw. in den Luftkesseln zu übertragen.
Die Heberleitung bezw. der fallende Schenkel derselben steht noch mit einem Wasserzuführungsrohre E in Verbindung, von welchem die erstere durch den Hahn g abgesperrt werden kann.
Die beschriebene Einrichtung functionirt wie folgt:
Hat sich in den Luftkesseln F Luft angesammelt, so sind die schwimmenden Kugeln d in ihre untersten Stellungen gelangt und die unteren Ventilöffnungen daher offen. Soll dann die Luft aus sämmtlichen Luftkesseln F entfernt werden, so schliefst man die Ausmündung B der Rohrleitung. Infolge dieses Abschlusses der Saugrohrleitung hört die Weiterbewegung des Wassers in der Rohrleitung auf und schliefst sich, wie erwähnt, die Einmündung A selbstthätig ab. Oeffnet man dann den Hahn g, so wird durch das Zuführungsrohr E Wasser in die Heber- oder Saugleitung einströmen und die letztere vorübergehend in eine Druckrohrleitung umgewandelt. Infolge dessen öffnen sich sämmtliche Ventile b in den Luftkesseln F, und die in den letzteren angesammelte Luft wird so lange abgeblasen, bis die Kugelventile d durch das zugeströmte WTasser bis auf ihren höchsten Stand getrieben sind und dadurch die unteren Ventilöffnungen an den Luftkesseln schliefsen. Nach dem Oeffnen des Hahnes f steigt das Wasser im Standrohr D aufwärts, der in diesem angeordnete Schwimmer läfst an irgend einer gewünschten Stelle die Höhe des Wasserstandes erkennen und zeigt hierdurch an, ob alle Luft aus der Rohrleitung und den Luftkesseln entfernt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zur beliebigen, jeder Zeit möglichen gleichzeitigen Entlüftung einer beliebigen Anzahl von Scheitelpunkten einer Heber- oder Saugleitung von einer Centralstelle aus, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs durch Einlassen von Druckwasser in die Leitung ein Ventil c, welches an jedem Scheitelpunkte angeordnet ist, geöffnet wird, so dafs durch dasselbe die angesammelte Luft so lange entweicht, bis ein zweites, ebenfalls an jedem Scheitelpunkt angeordnetes schwimmendes Ventil d durch das Steigen des Wassers geschlossen und dadurch der innere Ueberdruck auf das Ventil c aufgehoben wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48323D Einrichtung zur gleichzeitigen Entfernung der Luft aus den Scheitelpunkten einer Heber- oder Saugleitung Expired - Lifetime DE48323C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE48323C true DE48323C (de)

Family

ID=323308

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT48323D Expired - Lifetime DE48323C (de) Einrichtung zur gleichzeitigen Entfernung der Luft aus den Scheitelpunkten einer Heber- oder Saugleitung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE48323C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1628144A1 (de) Kompressor-Aggregat zur Abgabe eines staendig unter einem bestimmten UEberdruck stehenden Antriebsmittels
DE48323C (de) Einrichtung zur gleichzeitigen Entfernung der Luft aus den Scheitelpunkten einer Heber- oder Saugleitung
DE545646C (de) Entwaesserungsventil
DE624314C (de) Selbsttaetig wirkendes Be- und Entlueftungsventil fuer Druckwasserleitungen
DE3523102C2 (de)
DE10196792T5 (de) Luftablassventil
DE6898C (de) Neuerungen an Entwässerungsanlagen
DE118526C (de)
DE673815C (de) Vorrichtung zum voruebergehenden Beschaffen von Unterdruck (UEberdruck) mit Pumpen, die normalerweise zum Erzeugen von UEberdruck (Unterdruck) dienen
AT10485B (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Rückführung von Dampfwasser in den Kessel.
DE893889C (de) Saugwindkessel mit Wasserstandsregelung fuer Kolbenpumpen
DE570746C (de) Wasserabscheider fuer Gasrohrleitungen
DE336906C (de) Entlueftungs- und Entwaesserungseinrichtung fuer geschlossene Dampfheizanlagen
DE510715C (de) Kesselspeiseeinrichtung mit zwei abwechselnd unter verschiedenem Druck stehenden, zwischen der Foerdervorrichtung und dem Kessel angeordneten Behaeltern
DE212779C (de)
AT124625B (de) Wasserentleervorrichtung für Lokomotivdampfzylinder.
AT378609B (de) Zuschaltventil zum zuschalten eines hochdruckmediums in ein mit niederdruck beaufschlagtes system
DE394074C (de) Vorrichtung zum Schliessen und Wiederoeffnen von Fluessigkeitsleitungen
DE263172C (de)
DE225205C (de)
DE133894C (de)
DE426984C (de) Durch Druckluftgestaenge betriebene selbsttaetige Hauswasserversorgungsanlage in Gebirgsgegenden
DE15423C (de) Neuerungen an Kondensationsvorrichtungen für Lokomotiven
DE170659C (de)
DE132864C (de)