DE58159C - Verfahren zur Vermehrung der Hefenbildung und zur besseren Vergährung von Maischen - Google Patents

Verfahren zur Vermehrung der Hefenbildung und zur besseren Vergährung von Maischen

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DE58159C
DE58159C DENDAT58159D DE58159DA DE58159C DE 58159 C DE58159 C DE 58159C DE NDAT58159 D DENDAT58159 D DE NDAT58159D DE 58159D A DE58159D A DE 58159DA DE 58159 C DE58159 C DE 58159C
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J. HRADIL, Apotheker, in Alt-Döbern N.-L
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06Ethanol, i.e. non-beverage
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gährungsprocefs ist bedingt durch die Bildung der Hefezellen. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, eine Erhöhung der Zellenbildung beim Gährungsprocefs zu erreichen und den Aufbau der Hefezellen zu erleichtern.
Dies wird dadurch erreicht, dafs man den zu vergährenden Materialien oder auch den Gährungsmitteln selbst Pflanzenschleim in irgend welcher Form hinzufügt, weil dieser in den zu vergährenden Materialien nicht in genügender Menge enthalten ist.
Dieser Pflanzenschleim ist dadurch gekennzeichnet, dafs er im Wasser nicht löslich ist, sondern in demselben nur zu einer nicht klebrigen Gallerte und so zu einer durchsichtigen schleimigen Masse aufquillt.
In getrocknetem Zustande bildet er amorphe Massen von mehr oder weniger hornartiger Beschaffenheit, welche sich beim Kochen nur mit verdünnten Säuren schwer lösen. Bei fortgesetztem Kochen erhält man dann eine Art klebrigen Schleimes, wie er im Roggen und anderen Cerealien enthalten und als Gummischleim zu bezeichnen ist.
Der hier zur Verwendung kommende Schleim ist also nicht mit dem im Wasser löslichen Gummischleim zu verwechseln, denn während letzterer eine Modification der Dextrinarten ist, ist ersterer dies nicht.
Dieser Pflanzenschleim wird durch Abkochen schleimführender Stoffe erhalten; zu diesem Zwecke werden dieselben, z. B. Quitten- und Leinsamen, Plantago Psyllium, Fugaceen, einzellige Algen u. s. w., ferner Knollen von Orchideen und Wurzeln von Althea u. s. w., mit hinreichender Menge Wasser digerirt und längere Zeit im Kochen erhalten. Sind die Stoffe genügend erschöpft, so wird der Schleim durch Seihen oder dergleichen abgeschieden. Hierauf wird der gewonnene Schleim in einem Abdampf kessel eingedickt bezw. zur Trockne gebracht.
An Stelle des Pflanzenschleimextractes kann man auch die schleimführenden Stoffe selbst direct verwerthen.
Zu den hierzu dienenden schleimführenden Pflanzenstoffen zählen nach Prof. Luerssen in Leipzig alle diejenigen, welche durch die Quellung bei verschleimten oder sogenannten Gallertmembranen auf Zusatz von Wasser bezw. durch die Quellung der Zellmembrane in verschiedenen Schichten gekennzeichnet sind.
Diesen Pflanzenschleim setzt man nun in einer dieser Formen dem zu vergährenden Material oder dem Gährmittel selbst zu, wobei man bei Verwendung des Schleimextractes noch irgend einen indifferenten Stoff hinzufügen kann, um hierdurch die gleichmäfsige und feine Zertheilung des Pflanzenschleimes in der Maische zu erleichtern.
Kommen schleimführende Samen zur Verwendung, so wird die Wirkung derselben durch vorheriges Keimenlassen erhöht.
Die Menge des zur Verwendung kommenden Pflanzenschleimes ist sehr verschieden und richtet sich ganz nach dem zu vergährenden Material; so kommen z. B. bei Kartoffelmaischen 25 bis 50 g Pflanzenschleim auf 1000 1 Maisch-
raum. Dies Verfahren zur Erhöhung der Zellenbildung kann man bei allen alkoholischen Gährungen mit grofsem Vortheil anwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Vermehrung der Hefenbildung und zur besseren Vergährung von Maischen, bestehend in der Hinzufügung von Pflanzenschleim bezw. von Pflanzenschleim führenden Stoffen zu den für die Gährung bestimmten Maischmaterialien bezw. zu der Maische oder dem Hefengut, welcher Pflanzenschleim sich dadurch kennzeichnet, dafs er auf Zusatz von Wasser einer Quellung unterliegt und eine Gallerte bildet.
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