DE57968C - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Ketten aus geprefstem Glas - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Ketten aus geprefstem Glas

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DE57968C
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DENDAT57968D
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H. THÜMLER in Berlin W., Potsdamerstr. 82 a
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 32: Glas.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. September 1890 ab.
Die zum decorativen Behang von Lampen, Kronleuchtern, Ampeln u. s. w. verwendeten Glasketten werden gegenwärtig meist aus ge-' schliffenen Glasstücken durch Verbindung mit Metalltheilen hergestellt, oder man verwendet, wie bei den venetianischen Kronleuchtern, gezogene und in einander geschlungene Glasstäbe dazu.
Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstand, solche beweglichen Glasketten auf die Weise herzustellen, dafs die einzelnen Kettenglieder in Formen geprefst und dann zusammengesetzt werden. Dadurch können die verschiedenartigsten Muster erzeugt und beliebige Farben zusammengestellt werden.
Das Verfahren selbst besteht darin, zwei verschiedenartige Ringe oder andere Kettenglieder zu pressen, und zwar ein offenes (II) und ein geschlossenes (I) Glied, die während des Herausnehmens, aus der Form zusammengefügt werden, wobei die Schenkel der offenen Glieder sich von selbst schliefsen bezw. durch ein Hülfsinstrument zusammengedrückt werden. Hierauf gelangen die beiden zusammenhängenden Glieder in einen vorgewärmten Kühltopf. Bei Weiterarbeiten werden diese zweigliedrigen Theile wieder aus dem Kühltopf herausgenommen und in ein soeben geprefstes offenes Glied II von der einen Seite eingehängt, während von der anderen Seite ein geschlossenes Glied I eingefügt wird. Diesen viergliedrigen Theil bringt man in den Kühltopf zurück und fährt nun so fort, immer je zwei Glieder anzufügen , oder man stellt nur viergliedrige Theile her und verbindet diese später durch je ein offenes Glied II, Fig. 3.
Zur Ausübung dieses Verfahrens bedarf es
—einer eigenartigen Vorrichtung, um die offenen Glieder II zu pressen und beim Herausheben aus der Form so zu stellen, dafs die vollen Glieder I eingefügt werden können.
Auf beiliegendem Blatt Zeichnungen ist die Vorrichtung in Fig. 1 im Schnitt der Seitenansicht geschlossen, in Fig. 2 in derselben offen dargestellt, während Fig. 3 die an einander gefügten Glieder zeigt.
Der Untertheil α der Form ruht auf der Platte A, an dessen angegossenem Arm A ] Ober- und Untertheil b α in einem Scharnier c beweglich befestigt sind. Beide sind aber nochmals getheilt und hängen unter sich mittelst der Scharniere c l c2 zusammen. Andererseits werden Ober- und Untertheil durch einen umlegbaren Bolzen d mit vorzuschraubender Mutter dl oder durch einen Riegel zusammengeschlossen. In den Formkasten greift ein Kolben e mit rundem Kopfe1 und Ansatz e2 ein, dessen Hals mit einer Schraubenfeder/ umlegt ist. Durch einen angeordneten Hebel k kann er niedergezogen werden und wird in dieser Lage durch Einschnappen des federnden Riegels g gehalten. Ein zweiter Kolben /2, welcher . an der Presse befestigt ist, greift in den Obertheil b der Form.
Der Arbeitsvorgang ist nun folgender: Bei hochgestelltem Kolben e, dessen Kopf mit einem Ansatz e2 in Form der Ringöffnung versehen ist, umgiefst man den Kolbenkopf e1 mit
flüssiger Glasmasse durch die jetzt freie OefF-nung im Obertheil für den Presskolben. Hierauf wird das Ganze unter die Presse geschoben und der niedergehende Prefskolben h drückt die Form aus. Nach Hochgehen des Prefskolbens zieht man das Ganze unter der Presse vor und entfernt nun durch Niederdrücken des Hebels k den Kolbenkopf e J aus dem ringförmigen Gliede, während man mit der anderen Hand das Ganze hochstellt, wobei es sich um das gemeinsame Scharnier c dreht. Nach Oeffnung des Verschlusses d für Ober- und Untertheil dreht man letztere um die jederseitigen Scharniere c1 c2, Fig. 2. Das offene Glied II steht jetzt mit seiner Oeffhung nach oben aufrecht, am unteren Theil aber noch in der Form gehalten. Man hängt nun die vollen Glieder I ein, drückt die Schenkel des offenen Gliedes zu und öffnet dann erst die Form ganz durch Drehung um das Scharnier c.
Bei einiger Uebung und genügender Hitze der Glasmasse lassen sich die Handgriffe sehr schnell ausführen, so dafs ein geschickter Arbeiter verhältnifsmäfsig leistungsfähig ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von beweglichen Ketten aus geprefstem Glas, darin bestehend, dafs mittelst einer geeigneten Vorrichtung geschlossene (I) und offene Glieder (II) geprefst und erstere in letztere beim Herausnehmen dieser aus der Form eingehängt werden, worauf die so hergestellten Gliedertheile in einen stark erhitzten Kühltopf gelangen, in dem sich die offenen Glieder (II) selbstthätig schliefsen.
2. Vorrichtung zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher Ober- und Untertheil (b a) durch ein Scharnier (c) verbunden^ sind, um welches das Ganze gedreht werden kann, während jeder Theil noch mit einem zweiten Scharnier (c1 C2J versehen ist, zu dem Zweck, die aufrecht gestellte Form vorerst theilweise durch Drehung um die jederseitigen Scharniere (c1 c2) und nach Einhängung der vollen Glieder (I) in das so aufrecht gestellte offene Glied (II) durch Drehung um das gemeinschaftliche Scharnier (c) ganz zu öffnen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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