DE130462C - - Google Patents
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- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B5/00—Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping
- B28B5/06—Producing shaped articles from the material in moulds or on moulding surfaces, carried or formed by, in or on conveyors irrespective of the manner of shaping in moulds on a turntable
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Kronleuchtern,
welche aus einzelnen ringförmigen Guisstücken bestehen. Mit Hülfe des Verfahrens
gelingt es, dieselben in einigen Minuten vollständig aufzubauen und zu einem Preise herzustellen,
der nur einen Bruchtheil des jetzigen beträgt. Die zur Ausführung des Verfahrens
nothwendigen Einrichtungen sind auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung zum Gieisen
in Vorderansicht und
Fig. 2 im waagerechten Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 1.
Fig. 3 und 4 sind Seitenansichten der Mischtrommel (Fig. 1).
Fig. 5 zeigt die Vorrichtung (Fig. 1) nach dem Gieisen mit angehobenen Ringen in
Vorderansicht.
Fig. 6 zeigt den aufgebauten Kronleuchter im Axialschnitt.
Fig. 7 und 8 sind Einzeldarstellungen eines Nippelkopfes für die Drahtaufhängung der
Ringe, und zwar ist Fig. 7 eine innere Ansicht und Fig. 8 eine Draufsicht dieser Einrichtung.
■ "Fig. 9 und 10 zeigen ein Stück des Lampenkranzes
von innen, und zwar zeigt Fig. 10 dasselbe von oben gesehen mit in den Eisenring
eingeschraubten Hülsen als Halter elektrischer Glühlampen.
Fig. 11 zeigt den unteren Lampenkranz von
Fig. 6 im Grundrifs.
Fig. 12 zeigt einen blos mit Reibung auf der senkrechten Spindel gehaltenen Ring im
Grundrifs.
Auf einem festen Gestelle 1 ist mittelst
Kugellagerung ein runder Tisch 2 mit seiner Nabe 3 derart aufgesteckt, dais er sich sammt
seiner Belastung leicht um seine Achse in beiden Richtungen drehen läfst. Zu diesem
Behufe ist dieser Tisch 2 auf seinem Umfange mit Handgriffen 4 versehen. Die Nabe3 ist mit
dem Tische 2 behufs gröfserer Festigkeit und Stabilität durch Arme verbunden, welche eine
Seil- oder ähnliche waagerechte Scheibe 46 tragen, deren Zweck weiter unten erklärt wird.
Auf dem Tische 2. ist eine in der Mitte offene (daher) ringförmige Platte 5 befestigt,
welche als Unterlage für die gröfste Lampenringform 6 dient, in welcher der Ring 10
(Fig. 6) gegossen' wird. Die kleineren Leuchterringformen 7, 8, 9 (Fig. 5 ), welche
zum Giefsen der Leuchterringe 11, 12, 13
(Fig. 6) bestimmt sind, ruhen auf Ringen 18, 19,20 (Fig. 2 und 5), welche vor Beginn
der Arbeit concentrisch in einander sämrntlich auf dem Tisch 2 aufliegen (Fig. 1 und 2).
Unter jedem von diesen Tragringen 18, 19, 20 sind senkrechte Stangen 21,23, 24 befestigt,
welche in der Tischplatte 2 ihre Führung haben. Der- innerste von diesen Tragringen
(20) ist mit den längsten senkrechten Stangen 21, der nächst gröfsere Ring 19 mit
kürzeren senkrechten Stangen 23, der folgende 18 mit noch kürzeren 24 versehen. Die senkrechten
Stangen eines jeden Ringes sind gleich
lang. Die Stangen 21 sind unten mit einer
Platte 22 verbunden, welche beim Heben die übrigen Verticalstangen 23, 24 und ihre Ringe
nach einander mitnimmt, oder es können auch die senkrechten Stangen der übrigen Ringe
ähnliche Mitnehmer unten erhalten.
In der Mitte des Tisches 2 ist ein Loch vorgesehen, durch welches von oben eine Ve'rticalspindel
25 beliebig tief heruntergelassen werden kann. Diese Spindel ist die Centralspindel
des Kronleuchters und wird in bekannter Weise mittels Rollen heruntergelassen bezw. gehoben. Unten und oben ist
dieselbe mit Augen oder Haken versehen. An' dem unteren Auge wird die Platte 22 befestigt
oder aufgehängt, falls die Formen in diejenige Höhe gehoben werden sollen, die ihnen im
Kronleuchter (Fig. 6) entspricht, und nach welcher auch die Länge der unteren senkrechten
Stangen zu bemessen ist.
Die grofsen Kronleuchterringe, wie 10, 11,
12,13, werden in Ringformen 6, 7, 8, 9 aus
Gips oder einer ähnlichen geeigneten, schnell erhärtenden, widerstandsfähigen Masse gegossen.
Nach Erhärtung dieser Masse wird die Form aus einander genommen.
Behufs Befestigung bezw. Aufhängung der Kronleuchterringe auf die Centralspindel 25,
sowie behufs Anbringung der Glühlampen wird in den Gipsring ein Eisenring 28 (Fig. 6
bis 10) mit eingegossen, an welchen sowohl die zur Aufhängung der Ringe auf die Centralspindel
dienenden- Drähte, als auch die zum Aufstecken der Glühlampen und dergl.
dienenden Hülsen angebracht werden. Die Hängedrähte 29 tragen zu diesem Zwecke Nippel 30 (Fig. 8), welche mit ihren Flügelköpfen
31 in längliche, diametrale Schlitze 32 der in den Blechstreifen bezw. Eisenring 28
von innen eingeschraubten Hohlknöpfe 33 eingesteckt und dann um 900 gedreht werden,
so dafs sie nicht herausfallen können, hingegen nach abermaligem Drehen um 900 leicht
herausnehmbar bleiben. Am anderen ■ Ende ist Draht 29 mit einer Oese 26 versehen,
mittels, welcher er über einen Stift 27 der Spindel 25 aufgehängt werden kann (Fig. 7,
8 und 6).
Behufs Anbringung der Glühlampen und dergl. werden in den Eisenring 28 kleine, mit
entsprechenden Gewinden versehene Stutzen 34 eingeschraubt, mittels welcher dann die Befestigung
der Lampen leicht ausführbar ist (Fig. 9 und 10).
Die am höchsten gelegenen Ringe des Kronleuchters 15,16,17 (Fig. 6) werden an
der Centralspindel 25 nur durch Reibung gehalten, indem sie dieselbe mit drei oder mehr
Kautschükwulsten 35 umgreifen.
Die Zierketten 36, Lampen 37, Tressen 38 (Fig. 6) und ähnliche Verzierungen sind in
üblicher Weise an dem Kronleuchter angebracht, und die zu ihrer Befestigung nötliigen
Häkchen, Schrauben und dergl. müssen selbstverständlich an den Ringen vorgesehen sein.
Eine neben dem Formtische aufgestellte feste Hohlsäule 39, deren Obertheil 40 um
die senkrechte Achse drehbar ist und eine waagerechte Giefstrommel 41 trägt, deren
Spindel 42 in dem Obertheil 40 drehbar gelagert ist, steht mit einer Wasserleitung in
Verbindung und bildet einen Krahn, auf dessen horizontalem Arm 43 die Giefstrommel
41 bei 44 und 45 aufgehängt ist (Fig. ι und 5).
In der Giefstrommel 41 befindet sich ein
Mischapparat mit rotirender Spindel 42. Die Spindel und der Mischapparat werden beim
Drehen des Tisches 2 ebenfalls umgedreht. Zu diesem Behufe ist der Drehtisch 2 unten
mit der oben schon erwähnten waagerechten Scheibe 46, und die Spindel 42 mit einer senkrechten
Scheibe 47 versehen, über welche ein Seil, eine Schnur, Kette oder- dergl. 48 gespannt
und von auf der Säule 39 angebrachten Führungs- und Spannrollen 49,50 geführt
wird (Fig. 1 und 2).
Auf der linken Trommelseite (Fig. 1 und 3) befinden sich mehrere Ausflufsansätze 53 zum
Anbringen von Schläuchen, wie 51, mittels welcher kleinere Verzierungen, wie 16, 17
(Fig. 6), gegossen werden, deren Formen beim Giefsen nicht am Tisch 2, sondern irgendwo auf der Seite sich befinden.
Fig. ι und 2 zeigen die Stellung der Vorrichtung
beim Gieisen. Die grofsen Ringformen liegen sammt ihren Eisen, Ringen, Zierketten
und dergl. auf dem Tische 2 centrisch in einander; genau über jedem zu giefsen den Ring
ist ein Trichter, und über demselben senkrecht befindet sich je eine Ausflufsöffnung im
Mischcylinder 41, welche jedoch vorläufig verschlossen sein mufs. Dieser Mischcylinder ist
mit der richtigen Menge von Gips bezw. der noch trockenen Gufsmasse angefüllt, und die
Oeffnung 52 ist geschlossen.
Nun wird der Drehtisch 2 mit der Hand an seinen Heften 4 gefafst und gedreht, wodurch
auch die Mischvorrichtung in der Trommel 41 in Thätigkeit gesetzt und das Mischwasser
in die Trommel eingelassen wird. Man hat nun gerade so viel Zeit, dafs die
Hähne der Schläuche 51 und die Ringöffnungen der Trommel 41 geöffnet werden können,
so dafs sämmtliche Gufs formen bei Ununterbrochener Rotation des Tisches 2 und der
daraufliegenden Ringform mit der Gufsmasse sich anfüllen, worauf sofort genügend Wasser
in die Trommel 41 nach Abschlufs ihrer Ausflufsöffnungen
aus dem Krahn 39 eingelassen wird, damit die in ihm zurückgebliebene Gufsmasse darin nicht erhärten kann.
Inzwischen wird die Spindel 25 heruntergelassen, die kleinen fertig gegossenen Guisstücke
17, 16, 15 u.s.w. werden aufgeschoben und die Ringe 10,11,12,13 u.s.w. können
aufgebaut werden. Zu diesem Zwecke werden die abnehmbaren Blechhüllen von den noch auf dem Tische 2 in ihnen befindlichen
Ringen abgenommen, und es wird einer nach dem anderen, sowie es die verschiedenen
Durchmesser erlauben, mittels der Drähte 29 (Fig. 6) u.s.w. auf der Spindel 25 befestigt.
Das Heben dieser Ringe ist in Fig. 5 veranschaulicht.
Nachdem die Mischtrommel 41 sowie der Trichterarm auf die Seite umgedreht sind,
damit sie der Arbeit nicht im Wege stehen, wird der kleinste Unterlagsring in dem
Auge 54 angehängt, und die Spindel wird gehoben, so dafs die mitgehobene Platte 22 auch
die verschiedenen Stangen 23, 24 u. s. w. mitnimmt und sämmtliche Ringe in ihren Guisformen
aus einander gehoben erscheinen. Es ist dann leicht, die Mäntel und Formen abzunehmen
und die fertigen Ringe auf die Spindel aufzuhängen. Zuletzt werden auch die verschiedenen Verzierungen angebracht
und die Glühlampen in ihre Rohrstutzen 34 eingesteckt. Der Kronleuchter ist alsdann
fertiggestellt. . .
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Kronleuchtern, welche aus einzelnen ringförmigen Guisstücken bestehen, dadurch gekennzeichnet, dais die Kronleuchterringe (10, 11, 12, 13) aus Gips oder einer ähnlichen schnell erhärtenden Guismasse in centrisch zu einander auf Unterlagringen (18,19,20) auf einem Drehtisch (2) gelagerten Guisformen hergestellt werden, deren Füllung beim Drehen des Tisches mittels einer oberhalb des Tisches angeordneten Giefsvorrichtung gleichzeitig bewirkt wird, wonach die Kronleuchterringe durch an den Unterlagringen befestigte und in dem Drehtisch geführte, Stangen (21,23,24) von verschiedener Länge, gegen deren Enden nach einander eine Mitnehmerplatte (22) stöfst, teleskopartig aus einander gezogen und durch Aufhängung an der Kronleuchterspindel (25) in dieser Lage fixirt werden.
- 2. Verfahren gemäfs Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dais ■ die Kronleuchterringe (10, 11, 12, 13) an der Kronleuchterspindel (25) mittels Drähten (29) aufgehängt werden, an deren Enden Nippel (30) mit Kreuzköpfen (31) angeordnet sind, welche in entsprechende Schlitze (32) eines in die Leuchterringe eingegossenen Blechstreifens (28) eingesteckt werden.
- 3. Verfahren gemäfs Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dais die Spindel (42) der Mischvorrichtung für die die Guisformen anfüllende Giefstrommel (41) beim Drehen des Tisches mittels einer mit dem Drehtisch gekuppelten Scheibe (46) angetrieben wird, indem deren Drehung durch ein über Rollen (49, 50) geführtes Spannseil (48) auf die Antriebsrolle (47) der Mischvorrichtung übertragen wird.
- 4. Verfahren gemäis Anspruch 1, bei welchem die auf der oberen Kronleuchterspindel (25) zunächst anzuordnenden Ansatzstücke (15,16,17) auf einem Nebentisch in Formen gegossen werden, welche durch Nebenschläuche (51) aus der Giefstronimel (41) beschickt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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