DE29457C - Formtisch mit Einsatzkörper zum Formen von Riemscheiben unter Anwendung einstellbarer Modellringe - Google Patents

Formtisch mit Einsatzkörper zum Formen von Riemscheiben unter Anwendung einstellbarer Modellringe

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DE29457C
DE29457C DENDAT29457D DE29457DA DE29457C DE 29457 C DE29457 C DE 29457C DE NDAT29457 D DENDAT29457 D DE NDAT29457D DE 29457D A DE29457D A DE 29457DA DE 29457 C DE29457 C DE 29457C
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rings
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DENDAT29457D
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J. WURMBACH in Bockenheim-Frankfurt a. M
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C17/00Moulding machines characterised by the mechanism for separating the pattern from the mould or for turning over the flask or the pattern plate
    • B22C17/06Moulding machines using stripping plates; Stripping plates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: fSiESSEREi und Formerei.
Modellringe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1884 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Formen von Riemscheiben verschiedener Durchmesser und Kranzbreiten. Es kommt bei diesem Apparat ein Tisch mit einem aus mehreren concentrischen Ringen bestehenden Einsatzkörper in Anwendung, in dessen verschieden grofse ringförmige Ausschnitte Modellringe für das Formen der Riemscheibenkränze eingesetzt werden, welche Ringe man je nach der Kranzbreite der abzuformenden Riemscheibe heben oder senken kann.
Der Einsatzkörper wird vor dem Einstampfen des Sandes in die den Modellring umgebende Formkastenhälfte durch anschliefsende Platten abgedeckt, worauf das die Form für das halbe Arm- und Nabensystem bildende Modell befestigt wird. Der Modellring wird nach unten aus dem aufgestampften Sande herausgezogen und dann die Formkastenhälfte mit der nun darin enthaltenen Form abgehoben. In gleicher Weise wird in der anderen Kastenhälfte die Form für das halbe System hergestellt. Bei dieser Einrichtung kommen aufserdem noch einige neue Constructionsdetails in Anwendung.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Formeinrichtung in mehreren Ansichten und Schnitten dargestellt.
Der in dem Tisch a, Fig. 1, ruhende Einsatzkörper b, welcher das wesentlichste Merkmal meiner Einrichtung bildet, besteht aus mehreren unter einander verbundenen concentrischen Ringen, welche ringförmige Ausschnitte r, Fig. 3, zwischen sich lassen. Nach unten zu laufen diese Ringe in Ringstücke, Fig. 4, derart aus, dafs sich ein Armkreuz d in dem zwischen diesen Ringstücken gebildeten Zwischenraum auf und nieder verschieben läfst. In die verschiedenen ringförmigen Ausschnitte r kann man Modellringe c, durch welche die Kreuzform der Riemscheibe im Sande hergestellt wird, mit seitlichem Spielraum einsetzen, Fig. 1, 2 und 4, so dafs ein jeder Ausschnitt zur Aufnahme von mehreren im Durchmesser etwas abweichenden Modellringen geeignet ist. Durch das Armkreuz d kann ein solcher Modellring nach Bedarf gehoben oder gesenkt werden. Die unterschnittenen Ausklinkungen s, Fig. 6 und 7, am unteren Rande der Modellringe ermöglichen eine für diesen Zweck passende leicht lösbare Verbindung des Kreuzes d mit dem Kranz c. Man braucht nach dem Aufsetzen dieser Einklinkungen s auf die Arme des Kreuzes den Modellring nur etwas zu drehen, um ein Eindringen des vortretenden Flantsches der Arme in den unterschnittenen Theil der Ausklinkungen zu bewirken, Fig. 6. Alsdann kann man durch Drehen der Schraubenspindel /, die in der am Gestell festsitzenden Mutter e gelagert ist, den Modellring c heben oder senken· und somit auf passende Höhe einstellen.
Das Armkreuz d kann zwei, drei, vier oder mehrere Arme erhalten. Die ringförmigen Ausschnitte r werden durch Blechplatten m η verdeckt, von welchen erstere an die Aufsenperipherie des Modellringes e, letztere an die Innenperipherie passend genau anschliefsen. In dem so gebildeten ringförmigen Spalt läfst sich
der Modellring höher und tiefer einstellen bezw. vollständig nach unten herausziehen, so dafs in dem Sand, der in den aufgesetzten Formkasten g aufgestampft wird, die Form für die halbe Kranzbreite der Riemscheibe verbleibt, indem der Sand von den durch Stifte auf dem Einsatzkörper genau centrirten Platten m η zurückgehalten wird.
Auf der Innenseite m ist das halbe Armsystem für die zu formende Riemscheibe nebst halber Nabe befestigt, während auf Platte η die Kastenhälfte g durch Knaggen h, Fig. i, 2 und 6, centrirt und gegen Drehung gesichert wird. Zu einer vollständigen Riemscheiben-Formeinrichtung, d. h. einer solchen, die es ermöglicht, innerhalb bestimmter Grenzen Riemscheiben jeden Durchmessers zu formen, gehören zwei Einsatzkörper b, von denen die Einschnitte r des einen an Stelle der Stege des anderen sich befinden.
Die Herstellung der einen Hälfte der Form geschieht nach dem Einstellen des Modellringes c auf passende Höhe (je nach gewünschter Kranzbreite) und nach Befestigung des halben Arm- und Nabensystems auf der Platte m, sowie dem Aufsetzen und Centriren der einen Kastenhälfte g auf Platte n, einfach in der Weise, dafs man die Kastenhälfte mit Sand füllt, diesen aufstampft und dann durch Drehen der Spindel f den Modellring c zunächst aus dem Sand herauszieht, um endlich den Formkasten mit der fertigen Sandform für das halbe Riemscheibensystem von der Platte zu entfernen und die andere Kastenhälfte behufs Vornahme der gleichen Operation an Stelle der ersteren zu bringen.
Nachdem der Aufbau der Trichter und das Einsetzen der Kerne in üblicher Weise stattgefunden, setzt man die Kastenhälften zusammen und schliefst sie, worauf die Form gufsfertig ist.
Zum Zusammenhalten der die Formen enthaltenden Kastenhälften g verwende ich statt der sonst üblichen festen Führungsstifte auf- und abschiebbare Stifte z, Fig. 1 und 5, die beim Aufsetzen der Kasten an Knaggen y aufgehängt, nach dem Zusammensetzen der Kastenhälften g aber herabgezogen und, wie in Fig. 5 punktirt angegeben, mit ihrem oberen Hakenende unter die Knaggen y eingerückt und gegen Rückverschiebung gesichert werden.
Bei der Herstellung der Form für Riemscheiben mit zwei Armsystemen wird, wie Fig. 6 zeigt, die innere Blechplatte m und ihr halbes Armsystem so viel gehoben, als der halbe Abstand der beiden Armsysteme betragen soll, und durch den Untersatz i, der nebst der auf ihm liegenden Blechplatte m genau centrirt ist, in dieser Lage gehalten.
Auf die äufsere, auf dem Formtisch liegen bleibende Platte η wird, wie beschrieben, eine Formkastenhälfte aufgesetzt, die dann aufgestampft und abgehoben wird. Die zweite Formkastenhälfte wird in gleicher Weise aufgestampft. In jeder Kastenhälfte verbleibt also eine der Höhe des Untersatzes i entsprechende Aussparung. Der Untersatz wird dann entfernt, die Platte m, wie beschrieben, unmittelbar auf den Tisch gelegt, der Modellring c genau so hoch eingestellt, als die Höhe des Untersatzes i betrug, im Innern auf ganze Höhe vollgestampft und dann der Sand genau auf Oberkante des Ringes abgestrichen. Durch Hinunterziehen des Modellringes c erhält man dann einen Sandcylinder, das »Mittelstück«, welches genau in die Aussparung einer Formkastenhälfte pafst und so in dieselbe eingesetzt wird, dafs die in der Kastenhälfte und dem Mittelstück geformten halben Armsysteme sich genau decken. Ein solches Mittelstück mufs demnach für jede Formkastenhälfte hergestellt werden.
Um diese Mittelstücke bequem hantiren zu können, wird ein zerlegbarer Sandträger tt\ Fig. 7 und 8, in dieselben eingestampft, der nach dem Gufs leicht aus einander genommen und zwischen den Armsystemen in Theilen hervorgeholt werden kann.
Zu diesem Zweck besteht der Sandträger aus zwei mittelst Keilbolzen zu verbindenden Ringhälften t und einer Anzahl einzelner Arme t\ welche in die schwalbenschwanzförmigen Nuthen an der Aufsenseite des Ringes eingesetzt und durch Holzkeile festgehalten werden.

Claims (2)

Pa tent-An s PR.ü CHE:
1. Eine Formvorrichtung für Riemscheiben, gekennzeichnet durch einen Einsatzkörper b mit in ringförmigen Ausschnitten r desselben verschiebbarem Modellring c und an die Innen- und Aufsenperipherie von c anschliefsenden Deckplatten m n.
2. Bei solcher Riemscheiben-Formvorrichtung:
a) ein sammt Modellring einstellbares Armkreuz d zum Tragen bezw. Verschieben des Modellringes c;
b) die an ihrem oberen Hakentheil an Knaggen y höher und tiefer zu stellenden Führungsstifte z, wie durch Fig. 1 und 5 erläutert;
c) der mit Bezug auf Fig. 7 und 8 beschriebene zerlegbare Sandträger t f;
d) der Untersatz i zum Abformen von Riemscheiben mit doppelten Armsystemen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT29457D Formtisch mit Einsatzkörper zum Formen von Riemscheiben unter Anwendung einstellbarer Modellringe Active DE29457C (de)

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