XA1SERLICHE1
Patentamts^
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Die Weichensignale sollen nicht nur anzeigen, ob die Weiche für den geraden oder
krummen Strang steht, sondern auch, dafs die Weichenzungen richtig anliegen. Es ist deshalb
erforderlich, dafs die Weichensignale sich erst dann richtig einstellen, nachdem die Zungen
anliegen.
Das Weichensignal steht in der Regel neben der Weiche und es wird durch das Weichengestä'nge
mitbewegt. Das Weichengestänge hat am Anfang und Ende der Bewegung Leergänge,
welche dazu dienen, die Weiche vor der" Umstellung zu entriegeln und nach der
Umstellung wieder zu verriegeln. Während dieser Leergänge wird bei der vorliegenden
Construction das Weichehsignal bewegt.
Auf der. beiliegenden Zeichnung ist die Weichensignalbewegung an einer Weiche mit
Spitzenverschlufs nach Patent No. 45436 dargestellt.
Auf der zugleich als Laternenstange dienenden Weichensignalstange A ist der einarmige
Hebel B befestigt (Fig. 1, 3 und 4). Dem Schenkel des Hebels ist eine breite Form zur
Aufnahme . der zum Stellen dienenden Gleitbahn CDE gegeben (Fig. i). Die Theile C
dieser Bahn bilden einen kurzen Leergang nach richtiger Einstellung des Weichensignals;
die Theile D dienen zur Bewegung desselben und der Theil E ist Leergang bei mittlerer
Stellung des Weichensignals.
In der Gleitbahn bewegt sich ein Zapfen F,
welcher auf dem Schieber G befestigt ist (Fig. i, 3 und 4). Der Schieber G ist in der
Lagerplatte H geführt und durch einen Bolzen J mit der Stange K verbunden. Diese greift im
Punkte L an das Weichengestänge an.
Auf beiden Seiten des Zapfens F enthält der Schieber G Knaggen M und N, Fig. 4
und 5, welche mit einer an dem Hebel B befindlichen Leiste O bei Mittelstellung des Signals
in Berührung treten.
In der Fig. 1 ist die Bewegungsvorrichtung bei verriegelter Weichenzunge und richtiger
Stellung des Weichensignals dargestellt1; in den Fig. 2 und 3 bei entriegelter Weiche und
Mittelstellung des Weichensignals. Der Zapfen F des Schiebers G hat sich hierbei durch den
Gleitbahntheil D in den Theil E bewegt und
dem Weichensignal seine Mittelstellung ertheilt. Bei der Bewegung des Zapfens durch den
Gleitbahntheil E des Hebels übt der Zapfen keinen Druck auf die Gleitfläche aus und es
wird das Weichensignal , in dieser Stellung durch das Schleifen der Knaggen M N an der
Leiste O gehalten. Wenn die Weiche umgestellt ist (durch Weiterbewegung), so tritt der
Zapfen F mit dem anderen Gleitbahntheil D in Berührung und stellt das Weichensignal während
der Verriegelung der Weiche für die andere Fahrtrichtung richtig ein.
Pateντ-Anspruch:
An Weichensignalen mit drehbarer Laternensäule ein auf der Säule befestigter Hebel,
welcher mit Gleitbahnen (C D E) von solcher Gestalt versehen ist, dafs ein gleichzeitig mit
dem Weichengestänge bewegter und in diese Gleitbahnen eingreifender Zapfen (F) am Anfang seiner Bewegung die eine Hälfte der
Laternendrehung und am Ende derselben die andere Hälfte der Drehung ausführt, in Verbindung
mit der Leiste O und den Knaggen MiV
zum Festhalten der Laterne in der mittleren Stellung. . -