DE579232C - Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl liegender Betriebsdrehzahl - Google Patents
Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl liegender BetriebsdrehzahlInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D21/00—Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for
- F01D21/006—Arrangements of brakes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl
liegender Betriebsdrehzahl, und besteht darin, daß jeweils beim Durchlaufen der kritischen
Drehzahl im Sinne der Drehzahlverminderung eine Bremsvorrichtung durch .ein
von der Drehzahl abhängiges Organ eingeschaltet und dadurch ein rasches Durchlaufen
der kritischen Drehzahl bewirkt wird.
Gegenüber der an sich bekannten Anwendung einer Bremsvorrichtung, die jedoch nur
als Sicherheitsvorrichtung zum raschen Stillsetzen einer Turbine dient, wenn das Drucklager
icein Schmiermittel mehr erhält und wobei die Bremse ohne jede Rücksicht auf die
Drehzahl lediglich in Abhängigkeit vom Schmieröl druck eingeschaltet wird und auch
beim Stillstehen der Turbine angepreßt bleibt, bis das Schmiermittel wieder unter Druck ge-
ao bracht werden kann,, weist der Erfindungsgegenstand auch unter Berücksichtigung der
neuen Wirkung des raschen Durchlaufens des kritischen Drehzahlgebietes den Vorteil auf,
daß die Bremszeit verhältnismäßig kurz gewählt und die Bremswirkung ohne Gefahr einer zu großen Erhitzung der Bremse wesentlich
erhöht werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist ■ auf der Zeichnung in den
Abb. ι bis 4 in Anwendung bei einer Dampfturbine schematisch dargestellt. Abb. 5 zeigt
den zeitlichen Verlauf der Drehzahl während des Anlaufens und des Abstellens.
Die Dampfturbine 1 in den Abb. 1 bis 4
ist mit einem Geschwindigkeitsregler 2 versehen, welcher mittels einer hydraulischen
Steuerung die mechanische Bremsvorrichtung
3, 4 beim Durchlaufen der kritischen Drehzahl während des Abstellens in Tätigkeit
setzt. Die hydraulische Steuerung besteht aus zwei Schiebern 5 und 6. Der Schieber
5 wird mittels des Gestänges 7 und des Hebels 8 durch die Muffe 9 des Reglers 2 eingestellt,
während der Schieber 6 durch den im Raum 10 herrschenden Öldruck entgegen
der Wirkung der Feder 11 verstellt werden kann.
Der Schieber 6 verbindet je nach seiner Lage die Leitung 12 mit der Leitung 13 oder
mit dem Ablauf 14. Durch den Schieber 5 wird die Leitung.13 entweder mit einem der
Abläufe 14 oder 16 oder mit der Druckmittelzufuhrleitung
15 verbunden. In der obersten,
oder untersten Lage des Schiebers 5 wird zugleich auch eine Verbindung zwischen dem
Raum 10 und dem Ablauf 17 oder der Druckmittelzufuhrleitung
18 hergestellt.
Während des Stillstandes CAbb. 1) befindet sich die Reglermuffe 9 in der tiefsten, der
Schieber 5 also in der höchsten Lage. Der Raum 10 unter dem Schieber 6 ■ ist folglich
mit dem Ablauf 17 verbunden, wobei der Schieber 6 seinerseits den Raum 19 der
Bremsvorrichtung mit dem Ablauf 14 verbindet. Der Kolben 3 der Bremsvorrichtung
wird infolgedessen durch die Feder 20 nach
»aase»»
pibiS
unten gedrückt, so daß der Bremsklotz 4 nicht auf die Bremsscheibe 21 der Turbine
einwirken kann.
Während des Anlaufens (Abb. 2) befindet sich der Kolben 6 immer noch in seiner untersten
Lage, so daß der Raum 19 der Bremsvorrichtung auch weiterhin mit dem Ablauf
14 in Verbindung steht, die Bremsvorrichtung also nicht beeinflußt wird.
Erst bei der Betriebsdrehzahl (Abb. 3) hat sich der Schiebers so weit gesenkt, daß er
aus der Druckmittelzufuhrleitung 18 Druckmittel, z. B. öl, in den Raum 10 strömen läßt.
Der Schieber 6 wird infolgedessen in seine »5 obere Lage gehoben und verbindet dadurch
die* Leitung 12 mit der Leitung 13. Da aber die letztere durch den Schieber 5 mit dem
Ablauf 16 in Verbindung gebracht ist, wird auch jetzt die Bremsvorrichtung 3, 4 noch
äo nicht in Tätigkeit gesetzt.
Während des Absteilens (Abb. 4) wird der. Schieber 5 wiederum angehoben und verbindet
während des Durchlaufens der kritischen Drehzahl die Leitung 13 mit der Druckölzufuhr
15. Der Schieber 6 befindet sich immer noch in seiner oberen Lage, da das öl aus
dem Raum 10 bis dahin noch nicht entweichen konnte. Der Raum 19 der Bremsvorrichtung
erhält somit Drucköl aus der Zuleitung 15. Der Bremsklotz 4 wird an die Bremsscheibe
21 angepreßt, so daß die Drehzahl der Turbine rasch verzögert wird und nur kurze Zeit
im kritischen Gebiet verbleibt.
Durch die beschriebene Steuerung wird also erreicht, daß die Turbine wohl beim Abstellen,
nicht aber beim Anfahren inr gefährlichen Bereich gebremst wird.
In Abb. 5 zeigt die Kurvet den zeitlichen
Verlauf der Drehzahl der Turbine während des Anlaufens, die Kurve B während des Abstellens
für den Fall, daß keineBremsvorrichtung vorgesehen ist. η ist die Betriebsdrehzahl,
M4 die kritische Drehzahl. Die letztere ist verhältnismäßig niedrig gewählt und wird
deshalb beim Anlassen rasch durchlaufen, da die Kurve A dort steil verläuft. Beim Abstellen
dagegen bleibt die Drehzahl der Turbine wesentlich länger in der Nähe der kritischen
Drehzahl η&, so daß leicht unzulässige
Schwingungen oder Erschütterungen entstehen können.
Nach der Erfindung wird nun im Gebiet der kritischen Drehzahl von der ZeUi1 bis
zur Zeit i2 die Bremsvorrichtung eingeschaltet,
so daß der gefährliche Bereich rasch durchlaufen wird. Nachher kann die Verzögerung
der Drehzahl gemäß der Kurve B' wiederum langsam, d. h. durch die normalen
Reibungswiderstände erfolgen.
Der rasche Abfall der Drehzahl im gefahrliehen Bereich könnte natürlich statt durch
eine mechanische Bremsvorrichtung auch durch eine hydraulische oder elektrische Bremse erreicht werden, z. B. dadurch, daß
ein von der Turbine angetriebener elektrischer Stromerzeuger als Bremse wirkt.
Die Anordnung einer Bremsvorrichtung ermöglicht, die kritische Drehzahl wesentlich
niedriger als bisher zu wählen und dadurch einen ruhigen Lauf bei der Betriebsdrehzahl 7»
zu erzielen. Außerdem werden die Stopfbüchsverluste wegen der Verkleinerung des Wellendurchmessers vermindert.
Claims (2)
1. Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl liegender Betriebsdrehzahl,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils beim Durchlaufen der kritischen Drehzahl im Sinne der Drehzahlverminderung
eine Bremsvorrichtung durch ein von der Drehzahl abhängiges Organ eingeschaltet und dadurch ein
rasches Durchlaufen der kritischen Drehzahl bewirkt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung
so lange eingeschaltet-ist, als die Drehzahl in der Nähe der kritischen
Drehzahl liegt;
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99401D DE579232C (de) | 1931-06-26 | 1931-06-26 | Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl liegender Betriebsdrehzahl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES99401D DE579232C (de) | 1931-06-26 | 1931-06-26 | Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl liegender Betriebsdrehzahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE579232C true DE579232C (de) | 1933-06-23 |
Family
ID=7522221
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES99401D Expired DE579232C (de) | 1931-06-26 | 1931-06-26 | Maschine, insbesondere mit oberhalb der kritischen Drehzahl liegender Betriebsdrehzahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE579232C (de) |
-
1931
- 1931-06-26 DE DES99401D patent/DE579232C/de not_active Expired
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