DE578564C - Verfahren zum Vorbehandeln backender Kohle vor ihrer Verschwelung oder Verkokung in engen, aussen beheizten Rohren - Google Patents

Verfahren zum Vorbehandeln backender Kohle vor ihrer Verschwelung oder Verkokung in engen, aussen beheizten Rohren

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DE578564C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zum Vorbehandeln backender Kohle vor ihrer Verschwelung oder Verkokung in-engen, außen beheizten Rohren Es ist vorgeschlagen worden, Kohle oder anderes bituminöses Gut in waagerechten oder senkrechten Rohren zu verschwelen, wobei das Gut in zerkleinerter Form das Rohr durchläuft. Die Fortbewegung des Gutes wird entweder .durch ein zugesetztes Gas, das nicht. oxydierend sein darf, wie z. B. Generator- oder Wassergas, erzielt oder die aus dem Gut selbst entstehenden Gase und Dämpfe übernehmen die Weiterleitung: Die Vorteile dieses Verfahrens sind großer Durchsatz -bei verhältnismäßig kleinen Apparaturen und demzufolge niedrige Anlagekosten.
  • Diese Verfahren sind jedoch nur für nicht backende Kohlensorten anwendbar und versagen vollständig bei backenden Brennstoffen. Selbst die Wahl hoher Geschwindigkeiten und großer Rohrdurchmesser sowie eine weitgebende Zerkleinerung der Kohle führen nicht zum Ziel, vielmehr treten auch in diesen Fällen Verstopfungen ein, die den Betrieb früher oder später zum Erliegen bringen. Auch eine an sich bekannte Vorbehandlung der Kohle im oxydierenden Luftstrom bei Temperaturen zwischen 50 und izo° ergibt keine Möglichkeit, solche Kohle nach dem obengenannten Verfahren zu verschwelen.
  • Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß die vorstehenden Schwierigkeiten behoben werden, wenn die Kohle durch Erhitzen auf höhere Temperatur in an sich bekannter Weise vorbehandelt wird, wobei das Gut auf seinem Wege zu den Behandlungsrohren über Rostflächen geleitet wird, durch deren Öffnungen die zur Vorbehandlung dienenden sauerstbffhaltigen heißen Feuerungsabgase dem Gute derart zugeführt werden, daß eine innige und rasche Durchmischung stattfindet. Vermutlich werden tiefer greifende Veränderungen in der Kohle herbeigeführt. Besonders günstige Ergebnisse hat eine Vorerhitzung auf etwa i8o bis 35o° gezeigt.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens wird gröbere Ausgangskohle zunächst auf eine maximale Korngröße von i bis q. mm zerkleinert.
  • Das neue Verfahren wird auf Spezialrosten durchgeführt, wie sie zur Behandlung von feinkörnigem oder staubförmigem Gut bereits vorgeschlagen wurden. Besonders geeignet sind Roste mit einer ortsfesten oder beweglichen Rostfläche, in deren geometrisch verteilte Öffnungen die Schäfte pilz- oder ventilförmiger Einsatzkörper eingeführt sind, so daß nur zwischen diesen Schäften und der Wandung der Bohrungen ein enger Durchgangsquerschnitt frei bleibt. Der Pilzkopf übergreift den Rand der Bohrung und ruht mit warzenähnlichen Fortsätzen auf der Rostfläche, so daß die Austrittsschlitze, die zwischen dem Kopf und der Rostfläche gebildet werden, .das Behandlungsgas parallel zur Rostfläche ablenken. Die Abmessungen der Bohrungen und Einsatzkörper werden so gevvählt, daß der Durchgangswiderstand in den frei bleibenden Querschnitten den Durchgangswiderstand, den das Behandlungsgas im Behandlungsgut findet, überschreitet. Dadurch werden Trichterbildungen im Brennstoffbett vermieden und eine gleichmäßige Behandlung des Gutes erreicht.
  • Es hat sich gezeigt, daß nach dem neuen Verfahren vorbehandelte Kohle in außen beheizten, engen Rohren verschwelt werden kann, ohne zu backen oder Ansätze bzw. Ablagerungen in der Schwelapparatur zu bilden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Vorbehandeln bakkender Kohle, die in engen Rohren ohne oder nahezu ohne ein besonderes Trägergas verschwelt oder verkokt werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut auf seinem Wege zu den Behandlungsrohren über Rostflächen geleitet wird, durch deren Öffnungen die zur Vorbehandlung dienenden, sauerstoffhaltigen, heißen Feuerungsabgase dem Gute derart zugeführt werden, daß eine innige und rasche Durchmischung stattfindet.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbehandlung auf festen oder beweglichen Rostflächen erfolgt, deren Öffnungen durch pilz- oder ventilförmige Einsätze derart ausgefüllt und überdeckt sind, daß der Durchgangswiderstand durch die frei bleibenden Kanäle bzw. Schlitze höher ist als der Durchgangswiderstand in dem Behandlungsgut.
DE1930578564D 1930-07-11 1930-07-11 Verfahren zum Vorbehandeln backender Kohle vor ihrer Verschwelung oder Verkokung in engen, aussen beheizten Rohren Expired DE578564C (de)

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