-
Radio-Empfangsgerät Bei Radio-Empfangsgeräten, bei denen in der üblichen
Weise an der Außenseite des Gehäuses oder Chassis Buchsen für den TonabnehmeranscMuß
vorgesehen sind, läßt sich in zahlreichen Fällen feststellen, daß trotz sorgfältiger
Abschirmungen im Innern des Gerätes und trotz einwandfreier Glättungsmittel noch
Störgeräusche verbleiben, die mit den bisherigen Mitteln .nicht beseitigt werden
konnten. Eingehende Versuche haben nunmehr gezeigt, daß eine -erhebliche' Geräuschquelle
in der einen Tonabnehznerbuchse besteht, und zwar in derjenigen Buchse, die mit
dem Gitter der Audionröhre oder einer Niederfrequenzverstärkerröhre verbunden ist.
Diese Buchse, die bei allen bekannten Geräten stets frei liegt, nimmt offenbar von
außen her eine Anzahl von störenden Spannungen auf, so daß hierdurch unerwünschte
Geräusche zustande kommen.
-
Die Erfindung hat daher eine Vorrichtung zum Gegenstand, durch die
es :ermöglicht wird, ein Freiliegen der mit dem Gitter verbundenen Tonabnehmerbuchse
auf jeden Fall zu vermeiden. Erfindungsgemäß ist eine besondere metallische Abschirmung
an der Außenseite des Gerätgehäuses bzw. Chassis vorgesehen, mittels welcher die
mit dem Steuergitter verbundene Buchse des Tonabnehmers verdeckt wird, wenn die
Tonabnehmerbuchsen nicht mit einem Tonabnehmer verbunden sind, sondern ,ein Empfang
drahtloser Nachrichten stattfindet- Man kann die Abschirmung so einrichten, daß
beide Tonabnehmerbuchsen für den Fall des Radioempfangs bedeckt sind, jedoch kommt
es ixn wesentlichen. .nur darauf an, die mit dem Gitter verbundene Tonabnehmerbuchse
zu verdecken.
-
Eine besonders geeignete Ausführungsform der Erfindung besteht daxin,
die metallische Abdeckung so zu gestalten und anzuordnen, daß beim Empfang drahtloser
Nachrichten . zwangsläufig. eine Verdeckung der mit dem Gitter verbundenen Tonabnehmerbuchse
erfolgt. Zu diesem Zweck wird die Abschirmvorrichtung in Form eines vor den entsprechenden
Buchsen angebrachten metallischen. Schiebers o. dgl. ausgebildet, der mit öffnungen
versehen ist, die so verteilt sind,- daß in der einen Stellung des Schiebers die
Buchse für den AntennenanscMuß frei und die Gitter-Buchse des Tonäbnehmeranschlusses
verdeckt ist, während bei der anderen Stellung die Tonabnehmerbuchse frei liegt
und die Antennenanschlußbuchse verdeckt wird.
-
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
bezieht sich Abb. r der Erfindung auf die Stellung für den Fall des Tonabnehmeranschlusses,
Abb. z auf die Stellung für den Fall des Antennenanschlusses.
In
beiden Abbildungen stellt c einen Teil der Wandung (z. B. der Rückwand) eines Empfangsgerätes
oder eines Empfängerchassis dar. An dieser Wandung, die ganz oder teilweise aus
Isoliermaterial besteht, befinden sich vier Buchsen e, a, ik und t, Die Buchse e
ist dabei für den Erdanschauß, die Buchse a für den Antennenanschluß bestimmt, während
die beiden anderen Buchsen für den Tonabnehmeranschluß bestimmt sind, und zwar möge
die Buchse tif zur Kathode der betreffenden Anschlußröhre führen, die Buchse t,
zu deren Gitter. Vor diesen Buchsen befindet sich nun ein metallischer Schieber
s, der mit zwei Löchern h und l., versehen ist. Befestigt ist der Schieber
s an der Wandiuig c mittels einer Schraube sch, wobei ein Hinundherverschieben
mittels eines Schlitzes ö ermöglicht wird. Bei der in Abb. i gezeigten Stellung
des Schiebers s, die dem Tonabnehmeranschluß entspricht, liegt die Buchse t, vollständig
außerhalb des Schiebers, also frei; die Buchse tk liegt ebenfalls frei, da sie hinter
der Öffnung 1. des Schiebers liegt. Dagegen ist die Antennenbuchse a von dem Schieber
bedeckt, was durch gestrichelte Darstellung angedeutet ist, so daß es nicht möglich
ist, die - Antennenbuchse während des Tonabnehmeranschlusses mit der Antenne verbunden
zu lassen. -Auch, die Erdanschlußbüchse e ist bei der Stellung nach Abb. i durch
die Schieber teilweise verdeckt, jedoch ist dies nicht unbedingt notwendig. Nach
Abb. z ist der Schieber um die Länge des -Schlitzes ö nach rechts verschoben und
das Gerät damit für den Antennenanschluß hergerichtet worden. Bei dieser Stellung
wird zunächst die Buchse t, des Tonabnehmeranschlusses von dem Schieber vollständig
verdeckt; auch die Buchse t,,,
wird teilweise verdeckt, jedoch ist dies mehr
eine ungewollte Folge der speziellen Form des Schiebers nach dem Ausführungsbeispiel.
In Wirklichkeit ist es nicht unbedingt notwendig, die Buchse il, zu verdecken. Die
Antennenanschlußbuchse a ist bei der Stellung nach Abb. z nicht mehr verdeckt, sondern
lieb genau hinter der Öffnung h des Schiebers, -so daß der Antennenstecker in die
Buchse a eingeführt werden kann. Ebenso liegt bei der Stellung nach Abb. z die Erdanschlußbuchse
e völlig frei.
-
Die konstruktive Anbringung des Schiebers s erfolgt am einfachsten
in der Weise, daß außer dem- erwähnten Schlitz ö, durch den die Schraube
sch ragt, der untere Rand an einer Grundplatte g entl.anggleitet, die um
einige Millimeter über den Teil c der Wandung hinausragt. Dadurch wird mit einfachsten
Mitteln eine genaue Parallelführung des Schiebers s gewährleistet. An den beiden
schmalen Kanten ist der Schieber zweckmäßig nach außen etwas uingeflanscht, so daß
er dort zwecks Bedienung angefaßt werdenkann.
-
Die Abschirmplatte kann auch, statt als Schieber, beispielsweise als
drehbare Scheibe ausgebildet und angeordnet sein, wobei die abwechselnd zu verdeckenden
Antennen- bzw. Tonabnehmerbuchsen in gleichen Abständen von der Achse dieser Scheibe
angebracht sind.