DE577666C - Verfahren zur Desensibilisierung photographischer Halogensilberschichten - Google Patents

Verfahren zur Desensibilisierung photographischer Halogensilberschichten

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DE577666C
DE577666C DER86176D DER0086176D DE577666C DE 577666 C DE577666 C DE 577666C DE R86176 D DER86176 D DE R86176D DE R0086176 D DER0086176 D DE R0086176D DE 577666 C DE577666 C DE 577666C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
    • G03C5/32Latensification; Densensitisation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

  • Verfahren zur Desensibilisierung photographischer Halogensilberschichten Es ist bekannt, daß Pyridinium-, Chinolinium-, Thiazolium-, Oxyazolium- und Indoleniumverbindungen, die mit Hilfe ihrer reaktionsfähigen Methyl- oder Methylengruppen Kondensationsprodukte bilden, eine desensibilisierende Wirkung auf Halogensilberschichten ausüben (vgl. Patent ,39:4 744, Ber. 55, 3293; Patente 396 402, und 468 0g3, J. pr. Ch. 109, 32q.; Ber. 57, 685; Soc. London 123, 280q.; Soc. London 125, I913). Eine solche Wirkung ist auch von Phenazoniumverbindungen bekannt (vgl. Patent q.36161 und österr. Patent iio 886).
  • Es wurde nun gefunden, daß Pyraziniumv erbindungen sowohl in Form ihrer quartären Ammoniumsalze selbst ,als auch nach Kondensation evtl. vorhandener Methyl- oder Methylengruppen gegenüber Halogensilberschichten als Desensibilisatoren wirksam sind.
  • Dies war nicht vorauszusehen und kam überraschend, da einerseits bei den oben angeführten heterocyclischen Verbindungen, die nur ein Stickstoffatom pro Ring als Ringglied enthalten, die desensibilisierende Wirksamkeit an die Kondensation in den reaktionsfähigen Methyl- oder Methylengruppen gebunden ist, was in vorliegendem Falle nicht unbedingt erforderlich ist, weil andererseits bei den vorliegenden Produkten der die beiden Stickstoffatome als Ringglieder enthaltende Kern nicht so wie bei den eingangs erwähnten Phenazoniumverbindungen auf beiden Seiten mit zwei isocyclischen Kerneis verknüpft ist und weil es schließlich bisher überhaupt noch . unbekannt war, heterocyclische Ammoniumverbindungen mit zwei in p-Stellung befindlichen Stickstoffatomen als Ringglieder mit.Hilfe von kernsubstituierten Methyl- oder Methylengruppen weiterzukondensieren. -Die Überführung in die Cyclammoniumform erfolgt zweckmäßig mittels Halogenalkylen, _Alkylschwefelsäure, Arylsulfosäureestern .u. dgl. Im -Falle einer Kondensation mittels evtl. vorhandener reaktionsfähiger; Methyl- oder Methylengruppen werden dieselben in sauren oder neutralen Medien durch Einwirkung von aromatischen Aldehyden mit oder ohne Zusatz von Kondensationsmitteln, wie Piperidin, Dyäthylamin usw., bewerkstelligt. Diesen Kondensationsprodukten kommt nachstehende Formel zu: Die empfindlichkeitsvermindernde Wirkung wird praktisch in der Weise ausgewertet, daß das belichtete Aufnahmematerial mit einer Lösung der betreffenden Cyclammoniumverbindung behandelt wird, worauf dann bei verhältnismäßig hellem Lichte entwickelt werden kann, ohne daß eine Schleierbildung auftritt.
  • Das Verfahren hat gegenüber den bekannten den Vorzug, daß die Lösungen bereits in der Kälte hergestellt werden können, teirs farblos sind bzw., falls sie selbst gefärbt sind, die Halogensilberemulsion, Einger, photographische Utensilien ungefärbt lassen. Beispiele i. i Äquivalent 2, 5-Diinethylpyrazin wird mit i Äquivalent Dimethylsulfat vermischt, einige Zeit stehengelassen, hierauf in Wasser im Verhältnis i : iooo aufgelöst und mit dieser Lösung belichtete Platten oder Filme zunächst in der Dunkelkammer i bis 2 Minuten behandelt und hierauf bei braungelbem Lichte :entwickelt, ohne daß Schleierbildung auftritt.
  • 2. i Äquivalent 2, 5-Dimethytpyraäinmethylnitrat wird mit i Äquivalent Benzaldehyd in alkoholischer Lösung urfiter Zusatz von etwas Piperidin einige Zeit unter Rückfluß erwärmt, das nach dem Erkalten in hellgelben Nadeln auskristallisierte i, 5-Dimethyl-2- [ (benzyliden) methyl] -pyraziniumnitrat aus Alkohol umkristallisiert und in einer etwa I10 °10igen wäßrigen Lösung auf belichtetes Aufnahmematerial einwirken gelassen bzw. analog behandelt, wie im Beispiel angegeben.
  • 3. 1 Äquivalent - 5-Dimethylpyrazinjodäthy@at wird mit i Äquivalent p-Dilnethylamidobenzaldehyd in Essigsäureanhydridlösung r74 bis r/_ Stunde zurr` Sieden erhitzt und die nach dem Erkalten ausgeschiedenen Kristalle vom FZ. 2z6° - i-Äthyl-s-methy 1-2- [ (4-dimethylarnidobenzyliden) methyl] -pyrazirriurnjodid - irrt Verhältnis i : 2ooo in Wasser gelöst und damit belichtetes Aufnahmematerial vor der Entwicklung bei gelbem: Lichte vorbehandelt.
  • i Äquivalent 2, 5-Dimethylpyrazinjodmethylat wird mit i Äquivalent Anisaldehyd in alkoholischer Lösung nach Zusatz von etwas Piperidin einige Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt, das nach dem Erkalten abgeschiedene 1,5-Dimethyl-2-[(4-meth-, oxybenzyriderl)methyll-pyraziniumjodid aus Alkohol` umkristallisiert (gelbe Nadeln vom Fp. 204 bis 20,5°), in einer etwa 1/l0- bis ii200j,gen wäßrigen Lösung auf belichtetes Aufnahmematerial einwirken gelassen und weiterbehandelt, wie im Beispiel i angegeben.
  • i Äquivalent 2, 5 Dimethylpyrazinjodäthylat wird, analog wie im Beispiel 3 angegeben, mit iÄduivalent m-Nitrobenzaldehyd kondensiert und das erhaltene, schwach gelb gefärbte. i -Äthyl- 5 -methyl [ (3-nitrobenzyliden.)rnethyll-pyraziniumjodid (Nadeln vom Fp. z16') in einer etwa 1/100/01gen wäßrigen Lösung analog wie m Beispiel i auf belichtetes Aufnahmematerial einwirken gelassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Desensibilisierung photographischer Halogensilberschichten, dadurch gekennzeichnet, daf3 man PyrazinrumverbIndungen bzw. deren - Srrbstitutionsprodukte und Derivate mit Reagenzien, die zur Bildtang quartärer Cyclamnrnoniumsalze fähig sind, behandelt und sie sodann, entweder ahne sie weiter umzusetzen oder, falls z. B. kondensationsfähige Methyl- oder Methylengruppen vorliegen, erst nach erfolgter Kondensation mit aromatischen Aldehyden in gelöstem Zustande auf belichtete Hxlogensilberschichten einwirken läßt.
DER86176D 1932-10-15 1932-10-16 Verfahren zur Desensibilisierung photographischer Halogensilberschichten Expired DE577666C (de)

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