DE57763C - - Google Patents

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DE57763C
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    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
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    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
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Description

PATENTAMT.
Bei den bisher üblichen Verfahren zur Behandlung des Gypses unter sogenanntem Brennen desselben und unter Anwendung von Alaun konnte nur ein Product erhalten werden, welches in keiner Weise gegen die Einflüsse der Atmosphärilien widerstandsfähig war.
Fernerhin angestellte Versuche, sogenannten gebrannten oder entwässerten Gyps mit Borax (Natrium b ο rat) zu behandeln, hatten die Wirkung, dafs je nach der Stärke der angewendeten Boraxlösung nicht allein eine Verzögerung, sondern auch sogar, namentlich bei Anwendung gröfserer Boraxmengen, eine völlige Verhinderung des Abbindens eintrat.
Mit Hülfe der Boraxbehandlung war also mit Sicherheit widerstandsfähiger Gyps nicht zu erhalten.
In wesentlich anderer Weise wirkt nun das Kaliumborat.
Eine Lösung desselben von 5 bis 20 pCt. verzögert ebenfalls das schnelle Abbinden. Eine völlige Verhinderung des Abbindens tritt dagegen nicht ein.
Diese Eigenschaft, nämlich Verzögerung des Abbindens, ist deshalb wünschenswerth, weil die verschiedenen Metallsalze, welche man für die technische Verwendung des Gypses zum eventuellen Färben des Gypssteines benutzt, in concentrirter Lösung aufgenommen werden und durch Wechselwirkung farbige Niederschläge in der Masse erzeugen.
Je nach der Stärke der angewendeten Kaliümboratlösung kann die Verzögerung der Abbindung auf eine bestimmte Zeit festgehalten werden. Hierbei tritt das Kaliumborat mit dem Calciumsulphat des Gypses und den angewendeten Metallsalzen bezw. Niederschlagen derartig in Wechselwirkung, dafs eine unlösliche krystallinische Verbindung entsteht, was bei Anwendung von Natriumborat nicht möglich ist, da Natrium keine unlöslichen Verbindungen bezw. Doppelverbindungen zu bilden im Stande ist.
Dieses den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren der Behandlung von entwässertem Gyps mit Kaliumborat zur Regelung der Abbindezeit kann man nun in folgender Weise für die Herstellung eines dem natürlichen Marmor ähnlichen, denselben bezüglich der Widerstandsfähigkeit noch übertreffenden* Productes zweckmäfsig verwenden. Hierzu verwendet man den Gyps namentlich der älteren Formation, mit Ausschlufs der an kohlensaurem Kalk und Anhydrit reichen und ebenso der faserigen Gypsarten, da anderenfalls der Gyps, wie sich herausgestellt hat, bei der dem Entwässern desselben nachfolgenden Behandlung aus einander fällt.
Solche geeigneten Gypse nun werden, entweder in ihrer natürlichen Gestalt als Block oder etwa durch Sägen, Meifseln oder dergl. in irgend einer Weise gestaltet, je nach der Formation so lange erhitzt, bis sie nur noch etwa 10 bis 20 pCt. ihres ursprünglichen Krystallwässers enthalten. ■ .
Hierbei haben die Gypsblöcke oder die daraus hergestellten Gegenstände ihr krystallinisches Gefüge verloren. Um nun dieses wieder zu geben, werden die betreffenden Gegenstände bezw. Gypsblöcke in eine (etwa 5 bis 20 pCt.) Lösung von Kaliumborat gebracht, "zu dem Zwecke, zunächst das vorzeitige Abbinden
bezw. das vorzeitige Erhärten des Gypses zu verhindern und bei der nachfolgenden Behandlung mit Metallsalzen die Erzielung eines harten, krystallinischen, unlöslichen Productes zu ermöglichen.
Die so entsprechend vorliegender Erfindung behandelten Gypsblöcke oder Gegenstände sind nur für einen nachfolgenden Färbe- bezw. Erhärtungsprocefs geeignet, welcher zweckmä'fsig darin besteht, dafs man diese Blöcke bezw. Gegenstände abermals erhitzt — und zwar bis auf 80 bis 1000C. —, um das nicht gebundene überflüssige Wasser auszutreiben, und nun behufs Erhärtung und event. Färbung in eine Lösung von Metallsalzen bringt, welche mit dem Calciumsulphat un- bezw. schwerlösliche Verbindungen geben, so dafs also Natronsalze, Chloride, Nitrate nicht verwendbar sind.
Nach dieser Behandlung tritt unter starker Erwärmung eine Erstarrung ein. Wird beabsichtigt, die auf diese Weise hergestellten Gegenstände der Einwirkung der Atmosphärilien auszusetzen, so empfiehlt es sich, die noch heifsen Gegenstände entweder in heifses Erdwachs, statt dessen man auch andere Kohlenwasserstoffe benutzen kann, einzutauchen oder mit einer Lösung derselben zu tränken. In beiden Fällen erzielt man ein Product, welches gegen die Einflüsse der Atmosphärilien völlig unempfindlich ist und somit für architektonische und künstlerische Zwecke dem natürlichen Marmor nicht allein gleichwerthig, sondern vielmehr wegen seiner bedeutend gröfseren Widerstandsfähigkeit denselben mit gröfserem Erfolge zu ersetzen geeignet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, entwässerte Gypsblöcke oder daraus gefertigte Gegenstände für die Behandlung mit Metallsalzen geeignet zu machen, so dafs die ersteren in fester krystallinischer Structur und wesentlich unlöslich in ihrer Masse eventuell auch gefärbt erhalten werden können, gekennzeichnet durch die Tränkung derselben mit Kaliumboratlösung.
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