DE577268C - Anordnung zur Erregung von Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen mit einer der Schlupffrequenz proportionalen Spannung - Google Patents
Anordnung zur Erregung von Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen mit einer der Schlupffrequenz proportionalen SpannungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/34—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
27. MAI 1933
27. MAI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d 2 GRUPPE 27
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1927 ab
Es sind bereits Asynchronmaschinen bekannt, deren Kommutatorhintermaschine mit
einer der Schlupffrequenz proportionalen Spannung erregt wird. Die Kommutatorhintermaschine
führt dann bei derartigen Kaskaden in den Sekundärstromkreis der Asynchronmaschine eine Spannung ein, die
der in der Sekundärwicklung der Asynchronmaschine induzierten Spannung entgegengerichtet
ist. Die Spannung der Kommutatorhintermaschine kann dabei stets einen
bestimmten Bruchteil der Sekundärspannung der Asynchronmaschine betragen. Eine derartige
Anordnung eignet sich vor allem dazu, die Drehzahl der Asynchronmaschine mit steigender Belastung in beliebig starkem
Maße zu senken oder zu heben (Kömpoundieren),
ohne daß dabei, wie dies bei der Einschaltung von Widerständen bei gewöhnliehen
Asynchronmotoren der Fall ist, die Schlupfenergie der Asynchronmaschine verlorengeht.
Man kann aber auch die Kommutatorhintermaschine derart erregen, daß ihre Ankerspannung ständig die Sekundärspannung
der Asynchronmaschine gerade aufhebt. Mittels einer derartigen Anordnung kann man erreichen, daß die Asynchronmaschine
unabhängig von der Schlüpfung ständig dieselbe Leistung aufnimmt bzw. als Generator
abgibt. Es ist in diesem Falle nur erforderlich, daß in den Sekundärstromkreis der
Asynchronmaschine äußer der von der Kommutatorhintermaschine entwickelten Spannung
noch eine weitere konstante Spannung eingeführt wird, die je nach ihrer Phasenlage
in der Sekundärwicklung einen motorischen oder generatorischen und von der Schlupffrequenz
in der Stärke nicht beeinflußten Strom erzeugt. Eine derartige Anordnung
kann man bei Asynchronmaschinen verwenden, die starken und periodisch wiederkehrenden
Belastungsstößen ausgesetzt sind, wie die
Antriebsmotoren von WalzenstraBen oder Kompressoren oder auch Asynchrongeneratoren,
die von Kolbenmaschinen (z. B. von Großgasmaschinen oder Dieselmotoren) anger trieben werden. In allen diesen Fällen erreicht
man, daß die Asynchronmaschine unabhängig von der ihr mechanisch entnommenen oder zugeführten Leistung elektrisch die
gleiche Leistung aufnimmt oder abgibt. Ebenso kann man die Anordnung zur Kupplung
zweier Netze verwenden, derart, daß unabhängig von Frequenzschwankungen von dem einen auf das andere Netz eine bestimmte,
einstellbare Leistung übertragen wird.
Bei der bekannten Anordnung wird die der Schlupffrequenz proportionale Erregung der
Kommutatorhintermaschine dadurch erreicht, daß sie mit etwa konstanter Drehzahl ange-
*) Von dem Patentsweher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. laroslav Kosisek in Berlin-Charlottenburg.
trieben wird und daß ihre Schlupf frequenz
führende Erregerwicklung im Ständer an die Schleifringe der Asynchronmaschine angeschlossen
ist. Der Erregerwicklung der Kommutatorhintermaschine sind dabei Ohmsche
Widerstände vorgeschaltet, die derart groß bemessen sind, daß demgegenüber bei allen
betriebsmäßig vorkommenden Schlupffrequenzen der induktive Widerstand der Erregerwicklung
in den Hintergrund tritt. Man erreicht dadurch, daß der Erregerstrom und damit das Feld der Hintermaschine proportional
der Schlupffrequenz ansteigt und seine Phasenlage sich nicht ändert. Die Vorschaltung
der Ohmschen Widerstände hat aber, namentlich bei großen Kommutatormaschinen und bei großem Regelbereich, den Nachteil,
•daß eine verhältnismäßig große Energie in den Widerständen vernichtet wird. Außerdem
ist die von den Schleifringen gelieferte Erregerspannung vom Belastungszustand der
Hauptmaschine nicht vollständig unabhängig.. Die Erfindung betrifft nun eine Anordnung
zur Erregung der Kommutatorhintermaschine von Asynchronmaschinen mit einer der Schlupffrequenz proportionalen Spannung,
die die geschilderten Nachteile ganz oder teilweise vermeidet und die sich für solche Kommutatorhintermaschinen
als zweckmäßig er-' weist, die im Läufer mit Netzfrequenz oder annähernder Netzfrequenz erregt werden oder
im Ständer mit Schlupffrequenz über einen mit Netzfrequenz erregten Frequenzwandler.
Erfindungsgemäß ist in den Erregerstromkreis
der Kommutatorhintermaschine mit der Kommutatorseite eine Hilfskommutatormaschine
eingeschaltet, die mit der Asynchronmaschine synchron läuft und die im Ständer zweckmäßig
mit konstanter Stromstärke erregt ist. Da die Drehzahl der Hilfskommutatormaschine
proportional der Schlupffrequenz der Hauptmaschine sich ändert, so wird im Läufer (bzw. im Erregerstromkreis der Hintermaschine)
durch das Ständerfeld eine Spannung erzeugt, die proportional der Schlupffrequenz sich ändert, so daß auch das
Erregerfeld der Kommutatorhintermaschine proportional der Schlupffrequenz sich ändert.
Das Erregerfeld im Ständer der Hilfskommutatormaschine, das die gleiche Frequenz wie
die Spannung an den Bürsten besitzt, kann derart beschaffen sein, daß es im Läufer eine
Spannung erzeugt, die bei der der Netzfrequenz entsprechenden Drehzahl -des Läufers
gleich Null ist und die proportional der Schlüpfung der Hauptmaschine anwächst. Dies ist z. B. der Fall, wenn die Hilfskommutatormaschine
eine Drehstromnebenschlußmaschine ist, die mit der Hauptmaschine mechanisch gekuppelt ist und deren Ständerwicklung
vom Netz aus erregt ist, während die Läuferwicklung über den Kommutator in den Erregerstromkreis des Läufers der Kommutatorhintermaschine
über einen Transformator eingeschaltet ist. Man kann aber auch eine Anordnung wählen, bei der im Läufer
der Hilfskommutatormaschine durch das Ständererregerfeld auch bei der der Netzfrequenz
entsprechenden Drehzahl eine Spannung erzeugt wird, die sich aber bei Änderung der Drehzahl proportional ändert. Beispielsweise
besitzt die mit der Hauptmaschine gekuppelte Hilfskommutatormaschine im Ständer ausgeprägte Pole, die mit Netzfrequenz
erregt sind, während die Läuferwicklung über den Kommutator in den Erregerstromkreis
eingeschaltet ist. In diesem Fall ist es zweckmäßig, außer der von der Hilfskommutatormaschine
in den Erregerstromkreis eingeführten Spannung noch eine weitere Spannung vorzusehen, die jener entgegenwirkt
und ihre von der Drehzahl unabhängige Komponente ganz oder teilweise aufhebt.
In den Abb. 1 .bis 4 der Zeichnung sind
einige Ausführungsbeispiele der Anordnung nach der Erfindung dargestellt.
Bei der Anordnung nach Abb. 1 wird die
Kommutatorhintermaschine 2 im Läufer mit Netzfrequenz und proportional der Schlüpfung
der Asynchronmaschine 1 erregt. Es ist dazu eine Drehstromnebenschlußmaschine 12
vorgesehen, die mit der Maschine 1 mechanisch gekuppelt ist und deren Ständerwicklung
über einen Regeltransformator 13 vom Netz aus gespeist wird. Die Erregung der
Maschine 2 ist an die Bürsten der Drehstromnebenschlußmaschine 12 angeschlossen.
Beim synchronen Lauf der Maschine 1 ist die von der Maschine 12 an den Bürsten entwickelte
Spannung Null, sie wächst propartional der Schlüpfung der Maschine 1 an. Die
Erregung an der Maschine 12 kann derart eingestellt sein, daß die Sekundärspannung
der Maschine 1 bei allen Schlüpfungen gerade aufgehoben ist. In diesem Fall dient die vom
Transformator 14 eingeführte Spannung zur Abgabe oder Aufnahme einer von der Schlüpfung
unabhängigen konstanten Leistung. Wenn durch die Maschine 12 nur ein bestimmter
Bruchteil der Sekundärspannung der Maschine 1 aufgehoben wird, so kann mittels
der vom Transformator 14 gelieferten Spannung die Leerlaufdrehzahl oder auch die
Pliasenkompensierung der Maschine 1 auf
einen beliebigen Wert eingestellt werden. Ist die Maschine 12 keine Drehfeldmaschine, sondern
besitzt, wie bereits erwähnt, im Ständer ausgeprägte Pole, so steigt ihre Läuferspannung
proportional der Drehzahl an und zeigt bei Synchronismus der Maschine 1 einen bestimmten
Wert. Diese Spannung kann durch den Transformator 14 ganz oder teilweise
aufgehoben werden. Die Maschine 12 kann ein- oder mehrphasig ausgeführt sein. Im
ersteren Fall kann das Einphasenfeld in einem Drehfeld mit Hilfe einer Dämpferwicklung,
z. B. in der Kommutatorhintermaschine 2 oder in der Hilfskommutatorhintermaschine
22 der Abb. 3, erzeugt werden.
Die Anordnung nach Abb. 2 stimmt mit der nach Abb. 1 bezüglich der mit der Hauptmaschine
mechanisch gekuppelten und vom Netz erregten Drehstromnebenschlußmaschine
12 überein. Die Kommutatorhintermaschine 2 ist aber hier mit der Maschine 1
nur elektrisch gekuppelt. Sie ist mit einer asynchronen Belastungsmaschine 15 mechanisch
verbunden und wird im Läufer mit annähernder Netzfrequenz erregt. Dazu ist ein vom Netz über einen Regeltransformator 17
gespeister Frequenzwandler 16 vorgesehen, der mit der Belastungsmaschine 15 gekuppelt
ist und dessen Kommutatorseite die Läuferwicklung der mit der Maschine 1 gekuppelten
Drehstromerregermaschine 18 speist. Die Ständerwicklung dieser Maschine speist die
Erregung der Hintermaschine 2. Die von der Maschine 12 entwickelte, proportional der
Schlüpfung der Maschine 1 ansteigende Spannung ist über den Transformator 19 in den
Netzfrequenz führenden Teil des Erreger-Stromkreises der Maschine 2 eingeschaltet.
Obzwar die Leistung der Hilfskommutatormaschine 12 der Abb. 1 und 2 verhältnismäßig
gering gegenüber der Kommutatorhintermaschine ist, so kann man ihre Größe noch herunterdrücken, wenn man sie nicht unmittelbar
in den Erregerstromkreis der Kommutatorhintermaschine einschaltet, sondern in einen mit diesem Erregerkreis in Kaskade geschalteten
und ebenfalls Netzfrequenz führenden Erregerkreis.
Abb. 3 zeigt eine derartige Anordnung. Die Anordnung der Kommutatorhintermaschine
2 und der Drehstromnebenschlußmaschine 12 stimmt mit der nach Abb. 1 überein.
+5 Für die Erregung der Hintermaschine 2 ist aber noch ein besonderes asynchrones Erregeraggregat
vorgesehen, bestehend aus einem Asynchronmotor 20, einem mit der Ständerwicklung
an die Schleifringe der Maschine 2 angeschlossenen Asynchrongenerator 21 und
einer Hilfskommutatorhintermaschine 22· im Läuferstromkreis dieses Generators. Die
Hilfskommutatorhintermaschine wird im Läufer mit Netzfrequenz proportional der Schlüpfung der Maschine 1 von der Maschine
12 erregt. Die Leistung der Maschine 12 ist sehr gering. Sie beträgt beispielsweise bei
einer Erregerleistung von 40 kW an der Hintermaschine 2 nur etwa 1 kW.
Man kann die neue Anordnung auch bei Kommutatorhintermaschinen verwenden, die
im Ständer mit Schlupf frequenz erregt werden. Abb. 4 der Zeichnung zeigt eine derartige
Schaltung. Die mit der Hauptmaschine ι mechanisch gekuppelte Hintermaschine
2 besitzt eine Schlupffrequenz führende Erregerwicklung 23 im Ständer. Diese wird über den Frequenzwandler 24 vom Netz
aus gespeist. In den Netzfrequenz führenden Teil des Erregerstromkreises der Maschine 2
ist über den Transformator 25 die Drehstromnebenschlußmaschine 12 eingeschaltet.
Diese erzeugt in der Maschine 2 eine mit der Schlüpfung der Maschine 1 proportional anwachsende
Erregerkomponente.
Statt daß die Hilfskommutatormaschine 12 unmittelbar die Erregung der Kommutatorhintermaschine
beeinflußt, könnte sie auch einen Schnellregler (z. B. einen Thoma-Regler)
steuern, der seinerseits erst die Erregung der Hintermaschine regelt.
Claims (4)
1. Anordnung zur Erregung von Kommutatorhintermaschinen,
die zur Drehzahlregelung entweder unmittelbar oder über weitere Kommutatorhintermaschinen
in den Sekundärstromkreis von Asynchronmaschinen eingeschaltet sind und die im Läufer mit einer Spannung von mindestens
annähernder Netzfrequenz und mit einer der Schlupffrequenz proportionalen Spannung erregt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß im Erregerstromkreis der Kommutatorhintermaschine mit der Kommutatorseite eine Hilfskommutatormaschine
eingeschaltet ist, die mit der Asynchronmaschine synchron läuft und
die im Ständer (zweckmäßig mit konstanter Stromstärke) mit mindestens annähernder
Netzfrequenz erregt ist.
2. Anordnung nach Anspruch i, bei der die Hilfskommutatormaschine so erregt
ist, daß sie auch bei der der Netzfrequenz entsprechenden Drehzahl einen gewissen
Teil der sich- mit der Schlupffrequenz ändernden Spannung erzeugt, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser Spannungsüberschuß durch die Einschaltung einer weiteren Spannung im Erregerstromkreis der
Hintermaschine ganz oder teilweise aufgehoben ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, wobei der Erregerstromkreis der Kommutatorhintermaschine
gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Frequenzwandlers Netzfrequenz oder annähernde Netzfrequenz
aufweist, gekennzeichnet durch eine im Ständer vom Netz gespeiste und mit
der Asynchronmaschine mechanisch gekuppelte Drehstromnebenschlußmaschine als Hilfskommutatormaschine, deren Korn-
mutator in den Netzfrequenz führenden Teil des Erregerstromkreises der Hintermaschine
eingeschaltet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, wobei für die Erregung der Kommutatorhintermaschine
ein Aggregat, bestehend aus einem Asynchrongenerator mit einer im
Läufer mit Netzfrequenz erregten Hilfskornmutatorhintermaschine,
vorgesehen ist, dadurch, gekennzeichnet, daß die Hilfskommutatormaschine
(12) in den Erregerstromkreis der Hilfskommutatorhintermaschine
(22) des Asynchrongenerators eingeschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDrÜCKeUeI
Priority Applications (1)
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| DES78051D DE577268C (de) | 1927-01-23 | 1927-01-23 | Anordnung zur Erregung von Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen mit einer der Schlupffrequenz proportionalen Spannung |
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| DE577268C true DE577268C (de) | 1933-05-27 |
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| DES78051D Expired DE577268C (de) | 1927-01-23 | 1927-01-23 | Anordnung zur Erregung von Kommutatorhintermaschinen von Asynchronmaschinen mit einer der Schlupffrequenz proportionalen Spannung |
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1927
- 1927-01-23 DE DES78051D patent/DE577268C/de not_active Expired
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