DE560485C - Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes in Wicklungen, die Stroeme veraenderlicher Frequenz fuehren - Google Patents
Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes in Wicklungen, die Stroeme veraenderlicher Frequenz fuehrenInfo
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-
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- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/34—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
- H02K17/38—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter with a commutator machine
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
3. OKTOBER 1932
3. OKTOBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d2 GRUPPE
S 85499 Vlllb/sid2
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents:
. September 1932
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1928 ab
Bekanntlich haben Wicklungen, die Ströme veränderlicher Frequenz führen (z. B. die
Schlupffrequenz führenden Erregerwicklungen von Kommutatorhintermaschinen, die zur
Drehzahlregelung asynchroner Vordermaschinen dienen), die Eigenschaft, daß sich ihr aus
Blind- und Wirkwiderstand zusammensetzender Scheinwiderstand mit der Änderung der
Frequenz infolge Änderung des Blindwider-
Standes ebenfalls ändert, so daß der die Wicklung durchfließende Strom seine Phasenlage
und Größe mit der Frequenz ändert, was namentlich bei obigem Beispiel unzulässig ist.
Um diese Erscheinung zu beseitigen, kann man mittels bekannter Anordnungen in den
Stromkreis der Wicklung mit veränderlicher Frequenz eine Gegenspannung einführen, die
den induktiven Spannungsabfall bei allen Frequenzen aufhebt, so daß nur noch der von der
Frequenz unabhängige Ohmsche Widerstand übrig bleibt.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine zur Kompensierung des Blindwiderstandes dienende
Anordnung, die sich jedoch durch große Einfachheit auszeichnet und in vielen Fällen die zweckmäßigste Lösung darstellt.
Erfindungsgemäß ist in den Stromkreis der Wicklung mit veränderlicher Frequenz eine
synchrone oder asynchrone Blindleistungsmaschine eingeschaltet. Die Erregung dieser
Blindleistungsmaschine ist derart eingestellt, daß sie gegenüber dem Strom eine voreilende
Spannung erzeugt, die also gegenüber dem induktiven Spannungsabfall der genannten
Wicklung eine Phasenverschiebung von i8o° besitzt. Außerdem wächst die Größe dieser
Erregung proportional dem Strom in der Wicklung mit veränderlicher Frequenz an. Dementsprechend entwickelt die Blindleistungsmaschine
eine Spannung, die ebenso wie der induktive Spannungsabfall in der
Wicklung mit veränderlicher Frequenz einerseits proportional dem Strom, andererseits
auch proportional'der Frequenz anwächst, jedoch gegenüber diesem induktiven Spannungsabfall
in der Phase um i8o° verschoben ist, so daß man den induktiven Spannungsabfall
bei passender Bemessung der Blindleistungsmaschine bei jeder Frequenz aufheben kann. Die Blindleistungsmaschine läuft,
je nachdem es sich um eine synchrone oder asynchrone Maschine handelt, mit einer der
primären veränderlichen Frequenz genau oder annähernd entsprechenden Drehzahl. Die
neue Anordnung hat den Vorteil, daß man den induktiven Spannungsabfall in der mit
veränderlicher Frequenz arbeitenden Wicklung ohne Zuhilfenahme besonderer Regler
und mit verhältnismäßig einfachen Mitteln aufheben kann. Insbesondere ergibt sich dadurch
gegenüber bekannten oder vorgeschlagenen Anordnungen der Vorteil, daß im wesentlichen
nur eine kommutatorlose Maschine (Synchron- oder Asynchronmaschine) erforderlich
ist, nachdem die für die Erregung dieser Maschine erforderliche Gleich- oder
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Jaroslav Kosisek in Berlin-Charloitenbiirg.
Wechselstromkommutatormaschine verschwindend klein ausfällt. Außerdem ergibt sich der
Vorteil, daß ein besonderer Antriebsmotor für die Blindleistungsmaschine nicht erforder-Hch
ist, diese vielmehr bekanntlich als nicht belasteter, übererregter Motor läuft.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher angegeben.
In Abb. ι ist ι die asynchrone Vorder-
>o maschine eines Drehstromregelsatzes, deren Drehzahl mittels der Kommutatorhintermaschine
2 beeinflußt werden soll. 3 ist eine asynchrone Belastungsmaschine für die Maschine
2. Die Kommutatorhintermaschine 2 besitzt im Ständer außer der Kompensationswicklung
4 noch eine Schlupffrequenz führende Erregerwicklung 5. Diese wird vom
Netze aus über einen Regeltransformator 6 und über einen Frequenzwandler 7 gespeist.
Zur Aufhebung des induktiven Spannungsabfalles in der Wicklung 5 ist nun in deren
Stromkreis noch eine synchrone Blindleistungsmaschine 8 eingeschaltet. Um den Erregerstrom dieser Maschine 8 proportional
dem Strom in der Wicklung S anwachsen zu lassen, sind in den Stromkreis der Wicklung 5
noch in Stern geschaltete Ohmsche Widerstände 9 eingeschaltet, deren Spannung den
Schleifringen eines Hilfsfrequenzwandlers 10 zugeführt ist. Dieser Hilfsfrequenzwandler
ist mit der Maschine 8 gekuppelt. Er gibt daher an seinen Kommutator seine Gleichspannung
ab, die die Gleichstromerregerwicklung der Maschine 8 speist. Die Anordnung nach Abb. 2 deckt sich mit
Ausnahme der Ausbildung der Blindleistungsmaschine mit der der Abb. 1, so daß nur die
Blindleistungsmaschine gezeichnet ist. Diese ist als asynchrone Blindleistungsmaschine ausgebildet.
Zu ihrer Erregung ist eine Hilfskommutatormaschine 11 vorgesehen, die mit
der Maschine 12 mechanisch gekuppelt ist und im Läufer über Schleifringe mit derselben
Frequenz erregt wird, die in der Primärwicklung der Maschine 12 (bzw. in der
Erregerwicklung 5 der Abb. 1) herrscht. Die Hilfskommutatormaschine 11 besitzt im
Ständer zweckmäßig eine Kompensationswicklung, so daß ihren Sc'hlreifringen nur
Magnetisierungsstrom zugeführt werden muß. Das proportionale Anwachsen des Erregerstromes
an der Blindleistungsmaschine mit dem Strom in der zu kompensierenden Wicklung 5 wird bei der Anordnung nach Abb. 2
dadurch erreicht, daß der Primärstrom der Maschine 12 auch den Schleifringen der
Hilfskommutatormaschine 11 als Erregerstrom zugeführt ist. Dies kann, wie gezeichnet,
entweder unmittelbar geschehen oder auch unter Zwischenschaltung eines Stromtransformators.
Sowohl bei der Anordnung nach Abb. 1 als auch bei der nach Abb. 2 wird durch die
Blindleistungsmaschine in den Stromkreis der Erregerwicklung der Kommutatorhintermaschine
eine dem Quadrate der Schlupffrequenz der asynchronen Hauptmaschine proportionale,
die Selbstinduktionsspannung der Erregerwicklung aufhebende Gegenspannung eingeführt, da die Blindleistungsmaschine
einerseits infolge der Speisung mit Schlupffrequenz im Ständer mit einer dieser Schlupffrequenz
proportionalen Drehzahl läuft und anderseits mit einem Strom erregt wird, der dem Strom in der Erregerwicklung der Kornmutatorhintermaschine
und damit ebenfalls der Schlupffrequenz proportional ist.
Selbstverständlich könnte die synchrone oder asynchrone Blindleistungsmaschine auch
derart ausgeführt sein, daß ihre Erregermaschine mit der Blindleistungsmaschine zu
einer Maschine vereinigt ist, wobei sich dann der Bauart nach etwa eine Synchronmaschine
asynchroner Bauart mit Gleichstromkollektor für die Selbsterregung oder auch ein kompensierter
Asynchronmotor ergibt. .
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes in Wicklungen, die Ströme veränderlicher Frequenz fuhren (insbesondere in Schlupffrequenz führenden Erregerwicklungen von Kommutatorhintermaschinen), dadurch gekennzeich- 9S net, daß in den Stromkreis der Wicklungen eine Synchron- oder Asynchronmaschine eingeschaltet ist, die von ihrem niedrige Frequenz aufweisenden Teil aus (Gleichstromteil bei Synchronmaschinen) proportional dem Strom in der zu kompensierenden Wicklung derart erregt wird, daß sie eine kapazitive Spannung erzeugt.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, wobei eine asynchrone Blindleistungsmaschine vorgesehen ist, in deren Sekundärstromkreis eine mechanisch gekuppelte und im Läufer (über Schleifringe) erregte, zweckmäßig mit einer Kompensationswicklung ausgerüstete Kommutatorhintermaschine eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom in der Primärwicklung der Blindleistungsmaschine den Erregerschleifringen der Kommutatorhintermaschine (unmittelbar oder über einen Stromtransformator) zugeführt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES85499D DE560485C (de) | 1928-05-06 | 1928-05-06 | Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes in Wicklungen, die Stroeme veraenderlicher Frequenz fuehren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES85499D DE560485C (de) | 1928-05-06 | 1928-05-06 | Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes in Wicklungen, die Stroeme veraenderlicher Frequenz fuehren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE560485C true DE560485C (de) | 1932-10-03 |
Family
ID=7512404
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES85499D Expired DE560485C (de) | 1928-05-06 | 1928-05-06 | Anordnung zur Kompensierung des Blindwiderstandes in Wicklungen, die Stroeme veraenderlicher Frequenz fuehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE560485C (de) |
-
1928
- 1928-05-06 DE DES85499D patent/DE560485C/de not_active Expired
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