DE575469C - Verfahren zur Herstellung von 5,5-Phenylallylbarbitursaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5,5-Phenylallylbarbitursaeure

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DE575469C
DE575469C DEA60312D DEA0060312D DE575469C DE 575469 C DE575469 C DE 575469C DE A60312 D DEA60312 D DE A60312D DE A0060312 D DEA0060312 D DE A0060312D DE 575469 C DE575469 C DE 575469C
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phenylallylbarbituric
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phenylbarbituric
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  • Verfahren zur Herstellung von 5, 5-Phenylallylbarbitursäure Die in der Therapie viel verwendeten, in 5-Stellung disubstituierten Alkylarylbarbitursäuren können nach dem Verfahren der Patentschrift 247 952 in wässeriger Lösung dadurch erhalten werden, daß man die Phenylbarbiturs,äure in stark verdünnter Lauge während mehreren Stunden mit Alkylhalogenid im Autoklaven auf i oo° ;erhitzt. Bei genauer Innehaltung der im Beispiel der genannten Patentschrift angegebenen Bedingungen @erhält man, wie festgestellt wurde, keine Phenyläthylbarbitursäure (vgl. hierzu Chem. Zentralblatt 1925, 1I., S. 300). Versucht man, den Ailylrest unter denselben Bedingungen in die Phenylbarbitursäure einzuführen, so erhält man nur 4o bis 5o % der Theorie an Phenylallylbarbitursäure. Verfährt man nach den Angaben der britischen Patentschrift 15 452 VOM Jahre 19i2 und erhitzt Phenylbarbitursäure mit Propyljodid 6r/2 Stunden am Rückflußkühler, so bilden sich bloß Spuren von Phenylpropylbarbitursäure.
  • Nach den Angaben der schweizerischen Patentschrift 127126 wird die Alkyllerung der Phenylbarbitursäure in Gegenwart einer organischen Base, in Abwesenheit von Wasser und ebenfalls unter Druck vorgenommen.
  • Es wurde nun gefunden, da.ß ges gelingt, zu der wertvollen Phenylallylbarbitursäure in sehr guter Ausbeute (über 8o % der Theorie) zu gelangen, ohne daß bei hoher Temperatur oder im Autoklaven oder in Gegenwart einer organischen Base oder unter Verwendung der zuvor getrockneten Alkalisalze der Phenylbarbitursäure gearbeitet wird, wenn man wie folgt verfährt: 1. 120 g Phenylbarbitursäure werden in 3009 Wasser aufgeschwemmt und dazu 8o g 30%ige Natronlauge gegeben, wobei die Säure vorübergehend in Lösung geht und das Natriumsalz der Phenylbarbiturs.äure in feiner Verteilung wieder ausfällt. Bei 55 bis 6o° läßt man nun 78g Allylbromid nach und nach zulaufen, hält noch kurze Zeit auf dieser Temperatur und filtriert nach dem Erkalten die ausgefallene Phenylallylbarbiturs.äure. Durch die bekannten Reinigungsmethodenund UmkristaLlisieren aus verdünntem Alkohol erhält man i i o bis i 2o g reine Phenylallylbarbiturs.äure vom Schmelzpunkt 154 bis 155°.
  • 2. 204 g Phenylbarbitursäure werden mit Natronlauge neutralisiert, wie unter Beispiel i angegeben, und hernach bei 4o bis 45° unter ständigem Rühren etwa 8o g Allylchlorid zulaufen lassen. Die Reaktion verläuft aber langsamer, und es muB mehrere Stunden auf 45° gehalten werden, bis die Allylierung beendigt ist. Nach Aufarbeitung wie unter Beispiel i erhält man 19o bis 200 g reine 5, 5-Phenylallylbarbiturs,äure mit dem erwähnten Schmelzpunkt.
  • Im - Hinblick auf den Verlauf der Alkylierung bei den -eingangs erwähnten bekannten Verfahren konnte nicht vorausgesehen werden, daß die Alkylierung der Phenylbarbiturs,äure mit Allylbromid oder Allylchlorid bei so milden Bedingungen und noch dazu mit einer Ausbeute von über 8o % (86 bis 9o % der Theorie) an reiner Phenylallylbarbitursäure verlaufen würde.
  • Die Herstellung der Phenylallylbarbitursäure durch Ringschluß des Phenylallylmalonesters mit Harnstoff führt, wie festgestellt wurde, höchstens zu einer Ausbeute von 6o bis 70 % der Theorie, während die Kondensation der C-monosubstituierten Phenylbarbiturs,äure dagegen erheblich bessere Ausbeuten ergibt. Durch den nahezu quantitativen Verlauf bringt das neue Verfahren gegenüber dem bekannten Verfahren -einen erheblichen technischen Fortschritt mit sich; außerdem besitzt @es die Vorteile, daß für seine Ausführung eine vieleinfachere Apparatur notwendig ist, daß, in konzentrierter Lösung gearbeitet werden kann und daß, die Zeitdauer der Umsetzung eine wesentlich kürzere ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von 5, 5-Phenylallylbarbitursäure, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 5-Phenylbarbitursäure in Gegenwart wässeriger Alkalien ohne Anwendung von Druck und unterhalb von ioo° Allylhalogenideeinwirken läßt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf phenylbarbitursaures Natrium in wässeriger Aufschwemmung Allylbromid oder Allylchlorid bei einer 65° nicht übersteigenden Temperatur zur Einwirkung gebracht wird.
DEA60312D 1930-12-24 1931-01-15 Verfahren zur Herstellung von 5,5-Phenylallylbarbitursaeure Expired DE575469C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059465B (de) * 1955-02-15 1959-06-18 Pharmacia Ab Verfahren zur Herstellung von Barbitursaeurederivaten

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DE1059465B (de) * 1955-02-15 1959-06-18 Pharmacia Ab Verfahren zur Herstellung von Barbitursaeurederivaten

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