DE575467C - Verfahren zur Belueftung des Abwassers in Schlammbelebungsbecken mittels Druckluftwasserheber - Google Patents
Verfahren zur Belueftung des Abwassers in Schlammbelebungsbecken mittels DruckluftwasserheberInfo
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- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F3/00—Biological treatment of water, waste water, or sewage
- C02F3/02—Aerobic processes
- C02F3/12—Activated sludge processes
- C02F3/22—Activated sludge processes using circulation pipes
- C02F3/223—Activated sludge processes using circulation pipes using "air-lift"
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
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Description
Bei Schlammbelebungsanlagen, bei denen das Abwasser mehrere Becken in der Weise
durchströmt, daß das aus einem Becken überlaufende Wasser auf den Grund des nächsten
Beckens geführt wird und von dort langsam hochsteigt, um in ein anderes Becken überzulaufen,
benötigt das zu belebende Wasser wegen des im Verhältnis zum Uberlaufrohr großen Beckenquerschnitts eine sehr lange
Zeit, um vom Grunde des Beckens bis zum Überlauf zu gelangen. Während dieser Zeit
wird eine beträchtliche Menge Sauerstoff verbraucht. Ein Ersatz des verbrauchten Sauerstoffs
kann in bekannter Weise durch Einblasen von Preßluft geschaffen werden. Dies ist aber, wenn gleichzeitig Druckluftwasserheber
als Fördefpumpen verwendet werden, insofern von Nachteil, als die Einblaseluft
einen höheren Druck haben muß als die För-
äo derluft der Druckwasserheber. Ein Betrieb
beider Einrichtungen mit der höher gespannten Luft würde unökonomisch sein; eine geson- ·
derte Drucklufterzeugung aber würde eine Komplikation und Verteuerung der Anlage
und eine Erschwerung der Bedienung herbeiführen.
Es ist bekannt, das Abwasser vom Grunde eines Belebungsbeckens zu entnehmen, zu belüften
und es einem zweiten Belebungsbecken am Grunde zuzuführen. In diesem Becken erhält nur die örtlich eng begrenzte Um- i
gebung der Mündung des Einlaßrohres belüftetes Wasser, nicht aber die weiter abliegende
Wassermasse.
Ein Ersatz des beim Aufsteigen des Abwassers verbrauchten Sauerstoffes wird erfindungsgemäß
dadurch geschaffen, daß das Abwasser schichtenweise aus Zonen verschiedener
Höhe eines Beckens entnommen, besonders ■belüftet und jeweils derselben Höhenzone des
Beckens wieder zugeführt wird. Die Belüftung des sauerstoffarmen Abwassers geschieht
dadurch, daß das Förderrohr der Druckluft-» wasserheber zum Zwecke der Verlängerung
der Berührangsdauer des Abwassers mit der Förderlüft horizontal verlängert wird.
An sich sind zwar Druckluftwasserheber mit seitlichen Verlängerungsrohren bekannt,
die innerhalb eines Schlammbelebungsbeckens das Wasser umwälzen, aber hierbei tritt keine
erhebliche Verlängerung der Berührungsdauer des Abwassers mit der Förderlüft ein; auch
wird das Abwasser nicht derselben Höhen-zone des Beckens wieder zugeführt.
Ganz besonders günstig gestaltet sich das neue Verfahren bei Anlagen mit konzentrisch
zueinander angeordneten Ringbecken mit mehreren kreisenden Druckluftwasserhebern,
welche das Wasser verschieden hoch gelegener Zonen umwälzen; denn auf diese Weise gelingt
es. den gesamten Beckeninhalt gut zu belüften.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Theodor Steen in Berlin-Charlottenburg.
Die Abb. ι und 2 zeigen beispielsweise die neue Vorrichtung und erläutern das neue Verfahren.
Abb. ι stellt einen Aufriß einer Schlammbelebungsanlage im Schnitt und
Abb. 2 dieselbe Anlage im Grundriß dar. In diesen Abbildungen bezeichnen die Zahlen ii,
12 Ringbecken, 16, 17 Druckluftwasserheber,
20, 21 Saugfüße, 22, 23 Zonen im Abwasser, 24 Saugrohre, 25, 26 Förderrohre, 28 eine
to Drehbrücke, 31, 32 Ausgüsse, 33 Fallrohre, 34) 35 Verteilermundstücke, 36 Auffangtrichter.
Die Druckluftwasserheber 16, 17 haben ein
in der Höhe verstellbares Saugrohr 24 mit den Saugfüßen 20 bzw. 21 und dem Fallrohr
33, in dessen Auffangtrichter 36 die Ausgüsse 31 bzw. 32 der Förderrohre 25 bzw. 26
ausschütten. Die Fallrohre münden in die Verteilermundstücke 34 bzw. 35 aus. Die
so Mittel für die Höhenverstellung der Rohre 24 und 33, beispielsweise teleskopartig ineinander
verschiebbare Rohre, sind bekannt; sie sind daher in der Zeichnung nicht dargestellt.
Nachdem die Saugfüße 20 bzw. 21 und die Verteilermundstücke 34 bzw. 35 entsprechend
der Zone, aus der das sauerstoffarme Wasser gegen sauerstoffreiches Wasser ausgetauscht
werden soll, eingestellt sind und die Drehbrücke in Bewegung gesetzt ist, findet eine
Förderung-des sauerstoffarmen Wassers aus der Zone 22 des Hingbeckens 12 bzw. aus der
Zone 23 des Ringbeckens" i-i mittels der Mammufpumpe
17 bzw. 1.6 in die, Ausgüsse 31
bzw. 32 statt. Hierbei muß das sauerstoffarme Abwasser einen langen horizontalen
Förderweg unter Durchwirbelung des Wassers mit der Förderluft zurücklegen, so daß
das sauerstoffarme Wasser mit. der Luft sehr lange in inniger Berührung bleibt und der
Sauerstoff der Luft von dem Wasser aufgenommen wird. Beim Ausfluß aus den Ausgüssen
31 bzw. 32 entweicht die verbrauchte Luft. Das ausströmende Wasser fällt in die
Auffangtrichter 36 und reißt hierbei in bekannter Weise Luft mit. Das somit ausgiebig
belüftete Wasser fällt durch die Fallrohre 33 und tritt durch die Verteilermundstücke 34
bzw. 35 in die Abwasserzonen 22 bzw. 23 zurück. Da die Brücke 28 mit den Druckluftwasserhebern
16 und 17 kreist, wird das Wasser der gesamten Ringzone 22 bzw. 23
gegen sauerstoffreiches Wasser ausgetauscht. Das belüftete Wasser steigt langsam hoch,
mischt sich mit dem darüberliegenden Wasser und gibt Sauerstoff an dieses ab, so daß auf
diese Weise eine sehr wirksame Belüftung zustande kommt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Belüftung des Ab- 6»
wassers in Schlammbelebungsbecken mittels Druckluftwasserheber, die das Abwasser
aus den Becken entnehmen und mittels Leitungsrohre wieder in die Becken zurückführen, dadurch gekennzeichnet,
daß das Abwasser schichtenweise aus Zonen verschiedener Höhen (22, 23) eines Beckens (11, 12) entnommen, besonders
belüftet und jeweils derselben Höhenzone des Beckens, aus der es entnommen war, wieder zugeführt wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an die senkrechten Förderrohre (16 bzw. 17) des Druckluftwasserhebers
in bekannter Weise horizontale Verlängerungsrohre (25, 26) angesetzt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB154514D DE575467C (de) | 1932-02-24 | 1932-02-24 | Verfahren zur Belueftung des Abwassers in Schlammbelebungsbecken mittels Druckluftwasserheber |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB154514D DE575467C (de) | 1932-02-24 | 1932-02-24 | Verfahren zur Belueftung des Abwassers in Schlammbelebungsbecken mittels Druckluftwasserheber |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE575467C true DE575467C (de) | 1933-05-04 |
Family
ID=7003085
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB154514D Expired DE575467C (de) | 1932-02-24 | 1932-02-24 | Verfahren zur Belueftung des Abwassers in Schlammbelebungsbecken mittels Druckluftwasserheber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE575467C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157556B (de) * | 1954-09-15 | 1963-11-14 | Passavant Werke | Abwasserklaeranlage mit mindestens einem wannenfoermigen Belueftungs- und Belebungsbecken |
-
1932
- 1932-02-24 DE DEB154514D patent/DE575467C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157556B (de) * | 1954-09-15 | 1963-11-14 | Passavant Werke | Abwasserklaeranlage mit mindestens einem wannenfoermigen Belueftungs- und Belebungsbecken |
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