DE575447C - Verfahren zur laengere Zeit andauernden Pflanzenvertilgung - Google Patents

Verfahren zur laengere Zeit andauernden Pflanzenvertilgung

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DE575447C
DE575447C DEG81066D DEG0081066D DE575447C DE 575447 C DE575447 C DE 575447C DE G81066 D DEG81066 D DE G81066D DE G0081066 D DEG0081066 D DE G0081066D DE 575447 C DE575447 C DE 575447C
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binder
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/26Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests in coated particulate form

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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
28. APRIL 1933
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 451 GRUPPE
Dr. Herbert Grünbaum in Eisenach Verfahren zur längere Zeit andauernden Pflanzenvertilgung Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. November 1931 ab
Es ist bekannt, zur Freihaltung von Bodenflächen von Gras und Unkraut, Pflanzen und Samen durch chemische Mittel zu vertilgen. Diese Mittel wirken jedoch nur vorübergehend, weil sie durch Niederschläge rasch in tiefere Bodenschichten gewaschen werden. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, poröse Träger mit Mitteln dieser Art zu tränken und zur Unkrautvertilgung auf oder unter den Boden zu bringen. Solche porösen Träger lassen sich aber auch bei mehrmaliger Durchtränkung nur mit verhältnismäßig geringen -Mengen des anzuwendenden Mittels versehen; auch aus ihnen werden daher die Vertilgungsmittel schnell ausgewaschen, abgesehen davon, daß ein Teil der Vertilgungsmittel beim Trocknen der Träger nach der Tränkung auf deren Oberfläche auskristallisieren und somit der schnellen Auswaschung schutzlos ausgesetzt ist.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, zur Unkrautvertilgung Bodenflächen mit zerkleinerten sulfidischen Erzen oder Schlacken zu überdecken, aus welchen sich bei der Veras Witterung Sulfide und Schwefelsäure bilden. Diese Stoffe sind aber keine geeigneten Bedeckungsmaterialien für Wege, Gartenanlagen u. dgl., weil sie bei der Verwitterung zerfallen..
Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß Schotter- oder Steinmaterial, wie es zur Bedeckung von Wegen, Gartenanlagen
u. dgl. üblich ist, mit einem Überzug aus einem Gemisch eines an sich bekannten löslichen Pflanzenvertilgungsmittels mit einem erhärtenden, durch die atmosphärischen Einflüsse, insbesondere Niederschläge, allmählich löslichen oder zersetzlichen Bindemittel versehen wird.
Als solches Bindemittel ist in erster Reihe Gips verwendbar. Die Auswahl des Bindemittels erfolgt insbesondere unter Berücksichtigung des anzuwendenden Pflanzenvertilgungsmittels, so daß letzteres durch das Bindemittel chemisch nicht oder jedenfalls nicht so beeinflußt wird, daß seine Wirkungsweise verändert wird.
Praktische Versuche haben ergeben, daß während einer Vegetationsperiode ein Schottermaterial, welches mit einem Überzug von Natriumchlorat und Gips als Bindemittel versehen war, bei Aufbringung in Höhe von S cm auf einen Wiesenweg diesen vollständig frei von jedem Unkrautwuchs gehalten hat und sich auch keine durch Samenanflug verbreiteten Unkräuter entwickelt haben. Bei einem in gleicher Weise verwendeten Schottermaterial mit einem Überzug von Ferrosulfat und Harz als Bindemittel wurde ein schwacher Durchwuchs der kräftigeren und widerstandsfähigeren Horste des deutschen Weidelgrases (Lolium perenne) erkenniar im Umfange von etwa 5 °/0 der bedeckten Fläche. Eine Entwicklung der Samenunkräu-
ter wurde auch in diesem Falle. auf dem Schotter nicht wahrgenommen. Nur am Rande wurden die präparierten Steine von Ausläufer treibenden Unkräutern (Ranunculus- und Poa-Arten) etwas überwuchert, und zwar ebenfalls bei Ablauf der Vegetationsperiode nur zu etwa 5 °/0 der bedeckten Fläche.
Ein Parallelversuch mit unbehandeltem Schotter ergab bereits nach einem Monat starke Überwucherung mit Unkräutern, und nach Ablauf eines weiteren Monats unterschied sich der Pflanzenwuchs der mit Schotter bedeckten Parzelle kaum von der angrenzenden unbehandelten Wiesenwegfläche. Bei Ablauf der Vegetationsperiode war von dem unbehandelten Schottermaterial fast nichts zu sehen.
Das Pflanzenvertilgungsmittel wird in fester Form oder in einer konzentrierten ao Lösung mit einem Bindemittel oder mit • dessen wäßriger Lösung oder Aufschwemmung gemischt; das Gemisch wird vor dem Erstarren auf das Steinmaterial aufgebracht, z. B. durch Überspritzen oder Eintauchen *5 der Steine. Durch die atmosphärischen Niederschläge wird das Bindemittel mit dem Pflanzenvertilgungsmittel ausgewaschen; ein Teil des Pflanzenvertilgungsmittels wird auch allmählich aus dem Bindemittel äusgewaschen. Das erschöpfte Schotter- oder Steinmaterial kann wiederholt mit einem Überzug versehen werden. Dem Bindemittel können Farbstoffe hinzugesetzt sein, um die natürliche Farbe des Steinmaterials unverändert zu lassen oder nach Wunsch abzuändern.
Ausführungsbeispiele
1. 100 kg gebrannter Gips werden mit 60 1 einer 50 °/oigen Lösung von Natriumchlorat angerührt. Steine oder Schotter werden vor dem Abbinden des Gemisches mit dem Brei überspritzt oder in ihn getaucht und nach dem Abbinden der Deckschicht als Schottermaterial verwendet. Durch die atmosphärischen Niederschläge wird erfahrungsgemäß das Natriumchlorat in einer zur Unkrautvertilgung geeigneten Konzentration ausgewaschen.
2. 24,6 kg wasserfreies, sorgfältig calciniertes Ferrosulfat werden mit 14 kg Fichtenharz und ι ,4 kg Paraffin vermischt und in einem Kessel unter Rühren geschmolzen. Der dünnflüssig gewordenen Masse werden 1 bis I1Z2I Trichloräthylen zu weitergehender Verflüssigung hinzugefügt. Wenn die Masse genügend dünnflüssig und schaumig ist, wird der warme Inhalt mit Reisigbesen auf die Steine gespritzt. Die Steine bleiben ungefähr 2 Stunden liegen, werden dann umgeschaufelt und nochmals mit der Masse bespritzt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur längere Zeit andauernden Pflanzenvertilgung, dadurch gekennzeichnet, daß Stein- oder Schottermaterial mit einem Überzug aus einem Gemisch eines an sich bekannten löslichen Pflanzenvertilgungsmittels mit einem erhärtenden, durch die atmosphärischen Einflüsse, insbesondere Niederschläge, allmählich lösliehen oder zersetzlichen Bindemittel versehen wird.
DEG81066D 1931-11-06 1931-11-06 Verfahren zur laengere Zeit andauernden Pflanzenvertilgung Expired DE575447C (de)

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