DE575210C - Einrichtung an Drehstromnebenschlussmotoren zur Stabilisierung der Drehzahl - Google Patents
Einrichtung an Drehstromnebenschlussmotoren zur Stabilisierung der DrehzahlInfo
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- DE575210C DE575210C DES97868D DES0097868D DE575210C DE 575210 C DE575210 C DE 575210C DE S97868 D DES97868 D DE S97868D DE S0097868 D DES0097868 D DE S0097868D DE 575210 C DE575210 C DE 575210C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K27/00—AC commutator motors or generators having mechanical commutator
- H02K27/12—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having multi-phase operation
- H02K27/18—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having multi-phase operation in shunt connection with rotor feeding
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- Power Engineering (AREA)
- Control Of Multiple Motors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
26. APRIL 1933
26. APRIL 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d 2 GRUPPE 39
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. April 1931 ab
Ein Nachteil des für Regelantriebe viel verwendeten Drehstromnebenschlußmotors besteht
darin, daß bei weitgehender Drehzahlregelung, wenn die Drehzahl des Motors sehr Jdein wird, der Motor sein Nebenschlußverhalten
verliert und einen großen Drehzahlabfall zwischen Leerlauf und Belastung mit dem Nenndrehmoment aufweist. Diese Eigen-
$" schaft macht sich besonders störend bei Papiermaschinenantrieben
und ähnlichen Antrieben bemerkbar, wenn die Drehzahl des Motors bis auf Null herabgeregelt werden muß.
Dabei kann es sogar vorkommen, daß der Motor schon bei kleinen Belastungen in den
labilen Bereich der Charakteristik gelangt und infolgedessen stehenbleibt.
Die Ursache für diesen starken Drehzahlabfall besteht darin, daß der Einfluß der
Streuung des Sekundärteiles der Maschine
ao sehr groß ist, weil nämlich bei geringen Drehzahlen auch die Frequenz in dem Sekundärteil
der Maschine groß ist. Die Größe dieser Frequenz ist proportional der Größe des
Schlupfes.
as Durch die Erfindung sollen die erwähnten
Nachteile des Drehstromnebenschlußmotors beseitigt werden. Erfindungsgemäß sind in
den Sekundärkreis eines Drehstromnebenschlußmotors kapazitive Widerstände eingeschaltet,
durch die der Einfluß des induktiven Widerstandes des Sekundärkreises aufgehoben
wird. Dabei können die kapazitiven Widerstände unmittelbar in den Sekundärkreis eingeschaltet
werden. Sie können jedoch auch, was zweckmäßiger ist, über einen Transfermator
mit dem Sekundärkreis gekoppelt werden.
Es sei erwähnt, daß es an sich bereits bekannt
ist, mit einzelnen Wicklungen von Maschinen Kondensatoren zur Beeinflussung des
Betriebsverhaltens zu kombinieren. Beispielsweise ist es bekannt geworden, zur·Läuferwicklung
von gewöhnlichen Asynchronmotoren Kondensatoren parallel zu schalten. Ferner ist eine andere Anordnung bekannt geworden,
bei der die Kondensatoren mit der Primärwicklung von Asynchronmaschinen in
Reihe geschaltet waren. Diese bekannten Anordnungen haben jedoch eine andere Wirkung
zur Folge, als sie durch die vorliegende Erfindung erstrebt wird.
In der Zeichnung ist eine läufergespeiste Drehstromnebenschlußmaschine dargestellt.
Mit r sind die drei Phasen eines Drehstromnetzes bezeichnet, an denen der Läufer 2 des
Motors über Schleifringe 3 angeschlossen ist. Die offenen Phasen der Ständerwicklung 4
sind an drei auf dem. Kollektor verschiebbare Bürstenpaare 50, 5* angeschlossen. Mit 6
sind Kondensatoren bezeichnet,· die an die Sekundärwicklung des mit 7 bezeichneten Zwischentransformators
angeschlossen sind. Die
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Fritz Stier in Berlin-Charlottenburg.
Primärwicklungen dieses Transformators sind unmittelbar in den Sekundärkreis des Drehstromnebenschlußmotors
eingeschaltet und können durch Schalter 8 kurzgeschlossen werden, wodurch die Kondensatoren unwirksam
gemacht werden.
Die Kompensation des induktiven Widerstandes des Sekundärteiles ist nur erforderlich,
solange der Motor mit einer geringen ίο Drehzahl, also großem Schlupf, betrieben
wird. Infolgedessen ist es zweckmäßig, die Kondensatoren abzuschalten, sobald der Motor
mit einer höheren Drehzahl betrieben wird.
Durch die Erfindung wird eine erhebliche Verbesserung der Kennlinien von Drehstromnebenschlußmotoren
erzielt, wenn diese bis in die Nähe der Drehzahl Null herabgeregelt
werden sollen. Da infolge der Einschaltung von kapazitiven Widerständen im Sekundärkreise
des Nebenschlußmotors nur der 0hmsche Widerstand der Wicklungen und der
Bürstenübergangswiderstand wirksam ist, so wird die dem Ständer läufergespeister Dreh-Stromnebenschlußmotoren
über den Kollektor elektrisch zugeführte Spannung, abgesehen vom Ohmschen Spannungsabfall, gleich der
im Ständer induzierten Spannung, d. h. die aufgenommene Schleifringleistung wird stark
verringert. Nimmt man z. B. unkompensiert den Leistungsfaktor des Sekundärkreises
cos φ 2 zu 0,3 an, so erhält man bei vollständiger
Kompensierung und bei konstantem Moment etwa eine Verringerung der primär
zugeführten Leistung um etwa 80 °/0. Infolge der Einschaltung eines Kondensators in den
Sekundärkreis det Maschine werden auch die Ströme· erheblich verringert und damit die
Stromzuleitungen entlastet. Vor allem wird durch die Kondensatoren im Sekundärkreis
der Drehstromnebenschlußmotor einem in Leonardschaltung betriebenen, konstant erregten
Gleichstrommotor gleichwertig.
Claims (3)
1. Einrichtung an Drehstromnebenschlußmotoren zur Stabilisierung der
Drehzahl im unteren Regelbereich, gekennzeichnet durch mit der Wicklung des Sekundärkreises in Reihe geschaltete kapazitive
Widerstände, die bei niedrigen Drehzahlen zur Aufhebung des induktiven Widerstandes wirksam gemacht werden.
2. Einrichtung an Drehstromnebenschlußmotoren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die kapazitiven Widerstände über "einen Transformator mit
dem Sekundärkreis gekoppelt sind.
3. Einrichtung an Drehstromneben- 6t>
schlußmotoren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen zu den Primärwicklungen
des Transformators parallel geschalteten Kurzschlußschalter, durch den die Kondensatoren unwirksam gemacht
werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97868D DE575210C (de) | 1931-04-03 | 1931-04-03 | Einrichtung an Drehstromnebenschlussmotoren zur Stabilisierung der Drehzahl |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97868D DE575210C (de) | 1931-04-03 | 1931-04-03 | Einrichtung an Drehstromnebenschlussmotoren zur Stabilisierung der Drehzahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE575210C true DE575210C (de) | 1933-04-26 |
Family
ID=7521043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES97868D Expired DE575210C (de) | 1931-04-03 | 1931-04-03 | Einrichtung an Drehstromnebenschlussmotoren zur Stabilisierung der Drehzahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE575210C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749412C (de) * | 1942-02-25 | 1944-11-22 | Anordnung zur Verminderung der bei Belastung auftretenden Drehzahlaenderung von staendergespeisten Drehstrom-Nebenschlussmotoren |
-
1931
- 1931-04-03 DE DES97868D patent/DE575210C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE749412C (de) * | 1942-02-25 | 1944-11-22 | Anordnung zur Verminderung der bei Belastung auftretenden Drehzahlaenderung von staendergespeisten Drehstrom-Nebenschlussmotoren |
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