DE57067C - Knallsignal mit durch Schaltwerk gedrehter Fächerscheibe - Google Patents

Knallsignal mit durch Schaltwerk gedrehter Fächerscheibe

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DE57067C
DE57067C DENDAT57067D DE57067DC DE57067C DE 57067 C DE57067 C DE 57067C DE NDAT57067 D DENDAT57067 D DE NDAT57067D DE 57067D C DE57067D C DE 57067DC DE 57067 C DE57067 C DE 57067C
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DE
Germany
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lever
rod
arm
hammer
pin
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT57067D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. ADAMS und St. A. SAY in London, 67 Newington Causeway bezw. 40 The Avenue Acre Lane Brixton
Publication of DE57067C publication Critical patent/DE57067C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/20Audible signals, e.g. detonator audible signalling
    • B61L5/22Devices for initiating the release of detonators in a certain position of a signal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Vorliegendes Knallsignal soll bei Nebel auf Eisenbahnen in Anwendung kommen und besteht aus einer nahe dem Schienenstrang angeordneten Minenkammer, in welcher ein die Patronen zwischen radialen Armen aufnehmendes Fächerrad derart angeordnet ist, dafs sie vermöge der bei der Apparateinstellung bewirkten Fortschaltung zwei Patronen unter gleichzeitig zur Auslösung bereitgestellte Hämmer rückt, um ein einzelnes Knallsignal oder deren zwei hinter einander abfeuern zu können.
Das Abfeuern erfolgt selbstthätig unter Vermittelung von neben dem Geleise angeordneten Anstofshebeln und die Apparateinstellung kann in Zusammenhang mit der Einstellung von Signalen bewirkt werden.
In den Fig.,i bis 6 ist a die Grundplatte des Apparates neben der in Fig. 1 punktirt gezeichneten Schiene b. c ist ein Hebel, welcher, wenn er um ein kurzes Stück über die Schienenoberkante vorsteht, durch das Rad eines vorbeifahrenden Zuges niedergedrückt wird, um die Auslösung eines der gespannten Hämmer zu veranlassen. ' Der Hebel c sitzt fest an seiner Achse c1 und wird durch ein Gewicht c2 oder durch eine Feder aufgekippt gehalten, d dl sind die beiden Hämmer zum Abfeuern der auf die Pfannen e e1 gelegten und von den Armen des Fächerrades η gehaltenen Patronen, f ist eine Minenkammer, bestehend aus zwei Platten, zwischen denen genügend Raum ist, um das Fächerrad η sowie: die auf die untere Platte fallenden Knallpatronen aufzunehmen.
Mit dem Fächerrad η ist das Sperrrad g, Fig. 5, verbunden, in das drei Klinken 3, 4 und 5 eingreifen. Die Klinke 3 ist die Schaltklinke, welche sich vertical über die Zähne 10 heraushebt und beim Eingriff das Rad g in Pfeilrichtung fortschaltet. 4 ist eine gewöhnliche Sperrklinke zur Verhinderung einer dieser Drehung entgegengesetzten Bewegung. Die' Schaltklinkenbewegung geht von dem schwingenden Arm h aus, an dem die Klinke 3 angelenkt ist; derselbe kommt aus der gezeichneten in die punktirte. Lage durch Drehung des um einen Stift 6 drehbaren Winkelhebels k, welcher einerseits mittelst des Zwischengliedes 7 an den Arm h angreift und andererseits in dem bei 8 geschlitzten Arm einen Mitnehmerstift 9 aufnimmt, der an der Signalstange m sitzt.
Um einer etwaigen unbeabsichtigten Verstellung des Rades g und der Fächerscheibe η in Pfeilrichtung als Folge einer Erschütterung durch die Explosion vorzubeugen, ist eine Klinke oder ein Sperrstück 5 in fesler Verbindung mit der Stange m derart angebracht, dafs sie normal in die Bahn der entgegengesetzt sperrenden Zahnung 11 hineinsteht.
Sobald die Stange m in Pfeilrichtung verstellt wird, rückt das Sperrstück 5 so weit von dem Rad g ab, dafs es sich unter Einwirkung des Hebels k und der Schaltklinke 3 frei drehen kann. Beim Rückgang der'Stange in fafst aber das Sperrstück 5 einen der Zähne 11, wie in Fig. 5 ersichtlich, wodurch das Rad g für die Zeitdauer des Abfeuerns festgestellt ist.
Verticale Cylinder ο ο bilden die Patronenvorrathsbüchsen und sind über kreisförmigen Oeffnungen der Oberplatte f angeordnet. Durch diese Oeffnungen fallen die Knallpatronen auf

Claims (1)

  1. die untere Platte der Kammer f und zwischen die Arme des Fächerrades κ, Fig. 6.
    Sobald auf die die Apparatumstellung vermittelnde Stange m ein Zug in Pfeilrichtung, Fig. 5, wirksam wird, kommt unter Vermittelung des Hebels k, des Armes h und der Schaltklinke 3 eine Drehung der Räder g und η um den Abstand je eines der Zähne ι ο zu Stande, der dem Winkelabstand zwischen den Armen des Rades η entspricht. Dabei werden gleichzeitig zwei Knallpatronen einzeln auf die gegenüberliegenden Pfannen e e' aufgelegt , so dafs sie für die Abfeuerung durch die zugehörigen Hämmer bereit liegen.
    In einer Aussparung der Grundplatte und verdeckt durch eine abnehmbare Platte p1, Fig. 2, ist eine horizontale Welle ρ angeordnet, an welcher zwei seitliche Kurbelarme 12 und 13 sitzen. Der Kurbelzapfen bei 12 greift in den Schlitz 14 am Ende der Stange m; an den Zapfen, sowohl 12 wie bei 13, schliefst je ein nach Fig. 3 und.4 gestaltetes Zwischenglied 15 bezw. 16 mit Schlitz 30 und Haken 17, Fig. 3, an. In Eingriff mit dem Schlitz 30 steht ein Stift 18 an dem kurzen Arm des Hammers d1, und der Haken 17 des Zwischengliedes greift über den Stift 19, der an dem Auslösungsarm oder Hebel c3 angebracht ist. 20 ist der Einschnapphebel, der bei 21 drehbar gelagert ist und mit einem Stift 22 seines kürzeren Armes in den Schlitz 24 eines Gelenkstückes 23 eingreift; letzteres ist bei 25 mit dem Arm c3 verbunden. 26, 26 . sind die Lager für die Achse c1 und 29 ist ein auf diese aufgepafster Stellring, um die Hammerarm nabe in Stellung zu halten.
    An dem durch Fig. 7 und 8 dargestellten Hülfsgestell mit der Grundplatte a1 ist ein zweiter Anstofshebel c gelagert, so zwar, dafs er neben der Schiene in kurzer Entfernung von der Hauptgestellplatte α liegt. Die Stange r zum Abdrücken des zweiten Hammers ist an einen Auslösungshebel 27 angelenkt, der nach Art des in Fig. 3 und 4 bei c3 dargestellten, ausgebildet ist.
    Wird die Stange m vorgestofsen, so werden die beiden Kurbeln 12 und 13 und die anderen Hebelwerktheile in die durch ausgezogene Linien in Fig. 4 bezeichnete Stellung gebracht. Dies veranlafst ein Emporheben der Hebel c c und Hämmer d dl unter Vermittelung der Zwischenglieder 15 und 16.
    Während die Stange m. in ihre Anfangslage, wie in Fig. 4 punktirt ersichtlich, zurückgestellt wird, bleiben die Hebel und Hämmer gehoben, wobei der Hebel c durch das Gewicht c2 und der Hammer d in der Abzugsstellung durch den Hebel 20, wie ebenfalls in Fig. 4 ersichtlich, gehalten wird. Beide Hämmer werden in ähnlicher Weise emporgehoben gehalten und der Apparat steht nun. für die Zuganfahrt bereit.
    Sobald das erste Rad des Zuges den Hebel c niederdrückt, erfolgt durch Bewegung eines Hebels nach Art des Hebels c3 in Verbindung mit der an der Achse c6 festsitzenden Nabe 28 und Vermittelung des Gelenkstückes 23 ein Anheben des Einschnapphebels 20, so dafs der Stift 18 am Arm d ausgelöst wird Und unter Niederfallen des Hammers in die in Fig. 3 ersichtliche Stellung gelangt, und die Knallpatrone wird also auf der Pfanne c entzündet.
    In gleicher Weise wird, wenn das Rad den zweiten Hebel c, Fig. 1, 7 und 8, niederdrückt, unter Anzug der Stange r der Hebel c3 in Verbindung mit der Nabe 27, die auf der Welle c1 lose aufgepafst ist, bewegt, wodurch gleichfalls der Hebel 20 mittelst des Gelenkstückes 23 ausgelöst und der Hammer d1 zum Aufschlagen und Entzünden der Patrone auf der Pfanne e gebracht wird.
    Soll das Gestänge m zugleich mit Semaphoren oder anderen Signalvorrichtungen in Verbindung gebracht werden, so ist die getheilte Anordnung desselben nach Fig. 9 und 10 zweckmäfsig anwendbar. Der Gestängetheil m1 führt links zu dem betreffenden Semaphor und trägt am Ende eine Muffe t, in welcher sich das eingepafste Ende der Stange m frei verschieben kann. Eine winkelhebelartige Fangklinke u ist derart drehbar an der Muffe 7 angelenkt, dafs sie über einen Stift ν der Stange m, Fig. 9, fassen kann, die durch eine Feder normal nach der rechts anschliefsenden Minenkammer zurückgezogen wird.
    Unterhalb des Gestänges ist ein Flacheisen w mit einem Schlitz bei %>l angeordnet, in welch letzterem das Schwanzende u1 der Klinke u als in einer Führung gleitet und zur Auslösung der Klinke festgehalten wird, wenn die Stange m\ wie in Fig. 10 ersichtlich, zurückgezogen wird. Die beschriebene Einrichtung ermöglicht nach der Knallsignaleinstellung, sofern sie durch einen einmaligen Vor- und Rückwärtsschub der Stange m veranlafst wird, eine nachträgliche unabhängige Einstellung eines Signals in Verbindung mit dem Gestängetheil m1.
    Pa te ν τ-An Sprüche:
    i. Eine Knallsignal-Vorrichtung mit einem die Patronen an zwei Pfannen (ei1, Fig. 2) ablegenden drehbaren Fächerrad (n, Fig. 6), dessen Fortschaltung unter gleichzeitiger Hebung der bezüglichen Hämmer (d dl) in die Abfeuerungsstellung durch Vorwärts- und Rückwärtsschub einer Stange (m) eingerichtet ist, und zwar in der Weise, dafs a) ein mit dem Fächerrad verbundenes und gegen Rückwärtsdrehung ge-
    sichertes Sperrrad (ίο) beim Vorschub mittelst der Klinke 3 fortgeschaltet wird, um beim Rückwärtsschub bei einer mit der Stange fm) verbundenen, entgegengesetzt sperrenden Zuschaltklinke (5) an. , weiterer Drehung in derselben Richtung gehindert zu werden, und dafs
    b) mittelst des an die Stange fm) schliefsenden Zwischengliedes (1 5) eine Hammerhebung beim Anzug jener Stange bis zum Einschnappen eines den Hammer während des Rückwärtsschubes haltenden Hebels (20) veranlafst wird, welcher behufs Auslösung des Hammers durch den Arm fc3) des Anstofshebels fc) mittelbar erst dann gehoben wird, wenn letzterer unter Einwirkung eines darüber laufenden Eisenbahnrades niedergedrückt wird.
    Zur Verbindung der unter 1. gekennzeichneten Knallsignal-Vorrichtung mit einem Signal-Stellwerk ein zweitheiliges Gestänge (mm1, Fig. 9), dessen einer an das Signal schliefsender Theil fm1) mit dem anderen einschiebbar verbundenen und unter Feder-. wirkung stehenden Theil m dadurch zu einmaliger Hin- und Herbewegung ,des letzteren gekuppelt wird, dafs eine mittelst Anlagearmes (v}) auslösbare Klinke (u) des ersteren über einen Stift fv) an der Stange fm) greift.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT57067D Knallsignal mit durch Schaltwerk gedrehter Fächerscheibe Expired - Lifetime DE57067C (de)

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