DE570542C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines aus Feuergasen, Luft und Wasserdampf bestehenden Heizgasgemisches fuer Trocknungsanlagen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines aus Feuergasen, Luft und Wasserdampf bestehenden Heizgasgemisches fuer Trocknungsanlagen

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DE570542C
DE570542C DEV26994D DEV0026994D DE570542C DE 570542 C DE570542 C DE 570542C DE V26994 D DEV26994 D DE V26994D DE V0026994 D DEV0026994 D DE V0026994D DE 570542 C DE570542 C DE 570542C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B23/00Heating arrangements
    • F26B23/02Heating arrangements using combustion heating
    • F26B23/028Heating arrangements using combustion heating using solid fuel; burning the dried product

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung- zur Herstellung eines aus Feuergasen, Luft und Wasserdampf bestehenden Heizgasgemisches für Trocknungsanlagen Die 1?rfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines aus Feuergasen, Luft und Wasserdampf bestehenden Heizgasgemisches für Trocknungsanlagen und besteht darin, daß in den Weg der mit gleichbleibendem Wärmeinhalt erzeugten und in an sich bekannter "'eise mit geringstem Luftüberschuß, also mit höchster Temperatur verbrannten Feuergase nach Verlassen des Wärmeerzeugers Wasser eingebracht wird, worauf dann erst zur Abkühlung des Feuergas-Wasserdampf-Gemisches der Zusatz von Frischluft oder bzw. und Brüdenabgasen in regelbaren Mengen erfolgt.
  • Für das Verfahren gemäß der Erfindung ist es von ausschlaggebender Bedeutung, daß die Feuergase mit geringstem Luftüberschuß erzeugt werden, um bei höchster Verbrennungstemperatur die günstigste Wasserverdampfung zu ermöglichen und bei der Abkühlung des Feuergas-Wasserdampf-Gemisches durch zuzusetzende Frischluft oder bzw. und zugesetzte Brüdenabgase Wasserdampf an diese abzugeben, um sie höher zu sättigen.
  • Es ist in der Trocknungsindustrie bekannt, den Heizgasen mittels Düsen Dampf oder Wasser, zuzusetzen, um ihnen einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt zu geben. Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Behandlung der Feuergase zur Herstellung eines für den Trockenvorgang erwünschten Heizgasgemisches erst nach Beendigung der Verbrennung, also bei höchster Temperatur, vorzunehmen. So wird beispielsweise kalte Frischluft erst vollkommen verbrannten Gasen zugemischt, um die Verbrennungstemperatur herabzusetzen. Es ist weiter auch bekannt, die den Trocknungsraum verlassenden Brüdenabgase zurückzuführen und mit den Feuergasen zu mischen, um ihre Temperatur herabzusetzen. Die Vermischung erfolgt bei diesen bekannten Verfahren in einer Mischkammer, die hinter einer Feuerung liegt, also an einer Stelle, an der die Gase völlig verbrannt sind. Hierbei wird die Forderung aufgestellt, vor der Zumischung nicht mehr Verbrennungsluft, als gerade theoretisch notwendig ist, zu verwenden, um so höchste Verbrennungstemperatur und beten Wirkungsgrad zu erzielen.
  • Das Wesen der Erfindung liegt nun in der ganz bestimmten Reihenfolge, in welcher die Zusätze Wasser, Frischluft oder bzw. und Brüdenabgase zu den mit geringstem Luftüberschuß hergestellten Feuergasen zugesetzt werden. Es muß diesen Feuergasen stets vorerst Wasser und erst dann Frischluft oder bzw. und aus dem Trockenraum rückkehrende Brüdenabgase zugeführt werden. Jedes in anderer Reihenfolge hergestellte Heizgasgemisch für Trocknungsanlagen, wenn auch gleicher Znsammensetzung, würde infolge zu geringer Wasserdampfaufnahme beispielsweise für die Zwecke der Trocknung von Holz unzulänglich sein.
  • Würde vor dem Zusatz von Wasser etwa Frischluft zugeführt werden, so würde das abgekühlte Feuergas-Frischluft-Gemisch erheblich weniger Wasser verdampfen und auch aufnehnehmen und an etwa nachher neuerdings zugesetzte Brüdenabgase keinen Wasserdampf abgeben, sondern vielmehr solchen von diesem aufnehmen; das erzeugte Trockenmittel wäre in diesem Falle in der Gesamtheit mit Wasserdampf nicht gesättigt.
  • Durch innige Berührung höchst temperierter Feuergase mit feinst zerstäubten normal temperierten Wasserteilchen findet eine weitmöglichste und rascheste Wasserverdampfung mit höchstem Wirkungsgrad sowie Wasserdampfaufnahme durch die Feuergase statt. Diejenigen Wasserteilchen, welche hierbei nicht verdampft werden, fallen in eine oder mehrere Wassertassen, die von Feuergasen umspült werden, um hier zu verdampfen. Da der Großteil der zugeführten Wassermenge bereits in feinst verteiltem Zustande verdampft wird und nur eine geringe Menge unverdampft bleibt und in eine Wassertasse fällt, um hier zu verdampfen, so ist dem Verfahren entsprechend eine gänzliche Uberführung des Wassers in Dampfform gegeben, was bezüglich des Wasserverbrauches sowie des Kraftbedarfes für die Wasserförderung von wesentlicher Bedeutung ist. Um den für eine einwandfreie Trocknung des Trockengutes unbedingt erforderlichen stabilen Zustand bezüglich der Temperatur des Heizgasgemisches und dessen Feuchtigkeitsgehaltes herzustellen, ist der Wärmeinhalt der Feuergase als Wärmequelle in der Zeiteinheit gleichbleibend zu erhalten, was dadurch geschieht, daß in der Zeiteinheit eine dauernd gleichbleibende Brennstoffmenge dem Rost zugeführt wird, daß die zum Brennstoff zugeführte primäre Verbrennungsluft ebenfalls gleichbleibt und auch die Sekundärluft in ihrer Menge gleichmäßig zugesetzt wird. Nur diese Bedingungen gewährleisten eine vollkommene Verbrennung des Brennstoffes, so daß die Feuergase einen gleichbleibenden Wärmeinhalt aufweisen. Ist der Wärmeinhalt der Wärmequelle gleichbleibend und wird auch in der Zeiteinheit den Feuergasen eine gleichmäßig temperierte Wassermenge sowie gleichmäßig temperierte Frischluft oder bzw. und Brüdenabgase zugeführt, so ist das Heizgasgemisch als Ganzes nicht nur gleichbleibend temperiert, sondern auch gleichbleibend mit Wasserdampf angereichert.
  • Zur Ausführung dieses Verfahrens dient eine Vorrichtung, welche beispielsweise auf dem Gebiete der Holztrocknung mit Vorteil angewendet werden kann und in der Zeichnung in Fig. i im Längsschnitt und in den Fig. 2 und 3 in Schnitten nach den Linien A -B und C-D der Fig. i dargestellt ist. .
  • Die Schachtfeuerung i dient zur Aufnahme des Brennstoffs, z. B. Abfallholz (Sägespäne, Schälspäne, Stückholz u. dgl.). Durch die Aschentüre :z wird dem auf dem Rost liegenden Brennstoff die primäre und durch den Kana13 und die Schlitze q. die sekundäre Verbrennungsluft zugeführt. Die Vorrichtung für die Wärmequelle ist so gewählt, daß durch senkrechte Abwärtsbewegung des Brennstoffs auf dem Rost stets die gleiche Brennstoffmenge lagert und durch die Aschentüre zum Rost sowie durch den Sekundärluftkanal die jeweils erforderliche gleichbleibende Verbrennungsluft zugesetzt wird. Ein genügend großer Feuerraum 5, durch ein Mannloch 6 zugänglich, ermöglicht die freie Flammenentwicklung; die vollkommen verbrannten Feuergase ziehen nach Beaufschlagung des Zwischengewölbes 7 durch die Wasserschleier 8 hindurch. Dieser Wasserschleier wird durch eine oder mehrere in Schamottemaueröffnungen eingebaute Düsen g erzeugt, und die Menge des unter Druck zugeführten Wassers durch ein Absperrorgan io geregelt. Nach dem Durchstreichen des Wasserschleiers 8 stößt zu dem Feuergas-Wasserdampf-Gemisch zur Abkühlung fallweise Frischluft durch den Schornstein ii. Das vom Wasserschleier nicht zur Verdunstung gelangende Wasser fällt in die Wassertasse 12 und wird hier durch Beheizung des Zwischengewölbes 7 verdunstet. Ist bei geringer Feuergaszufuhr und großer Wärmezufuhr die Verdampfung so gering, daß die Wassertasse 12 zur Aufnahme von nicht verdunstetem Wasser nicht mehr ausreicht, so fällt das überschüssige Wasser von der Wassertasse 12 auf den Boden des Feuerraumes 5, um dem System erhalten zu bleiben und auch zu verdampfen. Das herabfallende Wasser darf nicht mit den Flammen in Berührung kommen, da sonst eine unvollständige Verbrennung erfolgt, welche die Gleichmäßigkeit des Wärmeinhalts der Feuergase unmöglich machen würde. Das Feuergas-Wasserdampf-Frischluft-Gemisch passiert sodann einen Ausscheider 13, welcher aus zwei Sieben besteht, um mitgerissene Flugasche und Funken zurückzuhalten bzw. abzulöschen. Auf dem weiteren Weg im Saugrohr 1.4 tritt zu dem Feuergas-Wasserdampf-Frischluft-Gemisch durch die Leitung 15 zwecks neuerlicher Abkühlung rückgeführtes Trockenmittel aus dem Trockenraum hinzu. Das so erhaltene gesamte Gemisch wird mittels eines Gebläses 16 durch das Rohr 17 dem Trockenraum zugeführt. Durch die Klappe 18 läßt sich die Menge des Feuergas-Frischluft-Gemisches, durch die Klappe ig die Menge der Frischluft allein und durch die Klappe 2o die Menge des rückkehrenden Trokkenmittels allein regeln, und zwar derart, daß "Temperaturen auf i - C genau einstellbar sind und auch erhalten bleiben, was für die Behandlung von empfindlichem Trockengut, wie z. B. Holz, von größter Bedeutung ist.
  • hs ist selbstverständlich, daß durch jede mechanische Feuerung (Gas-, Ö1-, StaubkohJen-oder Kettenrostfeuerung) in gleicher «'eise der erforderlich gleichbleibende Wärmeinhalt du r 1,-euerga:e erzielt wird, doch ist die beschrieben e Scliaclitfcut:rung am wirtschaftlichstun.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines aus Fcuergasen, Luft und Wasserdampf bestehenden Heizgasgemisches für Trochnungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Weg der mit gleichbleibendem Wärmeinhalt urzc-ngten und in an sich bekannter Weise mit geringstem Luftüberschuß, also mit höchster Temperatur, verbrannten Feuergase nach Verlassen des Wärmeerzeugers Wasser eingebracht wird, worauf dann erst zur Abkühlung des Feuergas-Wasserdampf-Gemisches der Zusatz von Frischluft oder bzw. und Brüdenabgasen in regelbaren Mengen erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme des Wassers bestimmten Tassen sowie die zur Erzielung des Wasserschleiers angeordneten Düsen hinter einer automatischen Feuerung angeordnet sind und daß zwischen dem Feuerraum und dem das Trockenmittel fördernden Gebläse Kanäle in den Trockenmittelweg einmünden, die der regelbaren Zufuhr der Frischluft bzw. der Brüdenabgase dienen.
DEV26994D 1930-11-19 1931-06-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines aus Feuergasen, Luft und Wasserdampf bestehenden Heizgasgemisches fuer Trocknungsanlagen Expired DE570542C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083187B (de) * 1954-01-18 1960-06-09 Jonas Sandbaeck Verfahren zum Trocknen von Holz
DE1175611B (de) * 1957-09-06 1964-08-06 Buettner Werke Ag Einrichtung zum Abschliessen oder OEffnen des Notschornsteins gegenueber der Feuerung einer Trocknungsanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083187B (de) * 1954-01-18 1960-06-09 Jonas Sandbaeck Verfahren zum Trocknen von Holz
DE1175611B (de) * 1957-09-06 1964-08-06 Buettner Werke Ag Einrichtung zum Abschliessen oder OEffnen des Notschornsteins gegenueber der Feuerung einer Trocknungsanlage

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