DE877808C - Verfahren und Vorrichtungen zur Gewinnung und Nutzbarmachung der latenten Waerme vonnicht zuendfaehigen Gasgemischen, insbesondere Abgasen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Gewinnung und Nutzbarmachung der latenten Waerme vonnicht zuendfaehigen Gasgemischen, insbesondere Abgasen

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DE877808C
DE877808C DEP18192D DEP0018192D DE877808C DE 877808 C DE877808 C DE 877808C DE P18192 D DEP18192 D DE P18192D DE P0018192 D DEP0018192 D DE P0018192D DE 877808 C DE877808 C DE 877808C
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gas
gases
combustible
diffusion
exhaust gases
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DEP18192D
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Wolfgang Dipl-Ing Zoeller
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    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G7/00Incinerators or other apparatus for consuming industrial waste, e.g. chemicals
    • F23G7/06Incinerators or other apparatus for consuming industrial waste, e.g. chemicals of waste gases or noxious gases, e.g. exhaust gases
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23BMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
    • F23B5/00Combustion apparatus with arrangements for burning uncombusted material from primary combustion
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23BMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
    • F23B2700/00Combustion apparatus for solid fuel
    • F23B2700/022Combustion apparatus for solid fuel with various types of fume afterburners

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Description

  • Verfahren und Vorrichtungen zur Gewinnung und Nutzbarmachung der latenten Wärme von nicht zündfähigen Gasgemischen, insbesondere Abgasen Der Wirkungsgrad von Feuerungen ist, abgesehen von deren Nutzeffekt bezüglich der Wärmeübertragung selbst, in erheblichem Maße davon abhängig, ob der gesamte Brennstoff zu seiner höchsten Verbrennungsstufe und damit zur Abgabe seines gesamten Heizwertes gelangt. Dieser Wirkungsgrad ist allgemein noch verbesserungsbedürftig, denn in den Abgasen entweichen einerseits bedeutende Mengen fühlbarer Wärme, welche dem Zweck der Feuerung nicht nutzbar gemacht worden ist, andererseits enthalten sie noch erhebliche Mengen von Gasen unvollständiger Verbrennungsstufe, deren Heizwert noch nicht in fühlbare `'Wärme umgesetzt ist, vielmehr latent in den Abgasen verlorengeht.
  • `Vohl hat man den Wirkungsgrad von Feuerungen dadurch verbessert, daß man die den Abgasen innewohnende fühlbare Wärme zur Vorwärmung der Verbrennungsluft und damit zur Verbesserung des Ergebnisses benutzt, jedoch ist es bisher nicht gelungen, auch die latente Wärme der Abhitze einer Feuerung vollkommen zu erfassen und zu gewinnen. Die Erreichung dieses Zieles verhindern nämlich Schwierigkeiten, die sich sowohl aus den technischen Verhältnissen der Feuerung als auch aus den physikalischen Grundlagen der Verbrennung ergeben.
  • Zum Zweck der Gewinnung der latenten Wärme ist nämlich eine Nachverbrennung der noch nicht vollständig verbrannten Gase, z. B. bei kohlenstoffhaltigem Brennstoff CO, unter Zuführung von sekundärer Verbrennungsluft erforderlich.
  • Die Aufgabe besteht also darin, ein Gasgemisch, in welchem noch ein Mengenanteil brennbarer Gase enthalten ist, zur Entzündung und Verbrennung zu bringen. Nun ist aber ein CO-haltiges Gas-Luft-Gemisch erst zündfähig bei einer Temperatur von etwa 60o° C und bei einem CO-Gehalt desselben von mindestens 12,5 °/,,. In dem Maße aber.,. wie eine Feuerung rationell geführt wird, sinkt der prozentuale Gehalt von C O in den Abgasen. Ungeachtet dessen ist die Menge der verlorengehenden Wärme derselben noch so beachtlich, daß ein gewisser Aufwand für ihre Gewinnung und Verwertung wirtschaftlich gerechtfertigt erscheint.
  • Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die brennbaren Bestandteile von den nicht brennbaren durch Vermindern der Strömungsgeschwindigkeit, durch Diffusion oder durch Zentrifugieren des Gasgemisches wenigstens teilweise getrennt werden und die Luft den so gebildeten Teilströmen mit höherer Konzentration der brennbaren Anteile zugeführt wird.
  • Zum Verständnis dieses Gedankens sei der Fall der Abgasverwertung eines Kupolofens nach dem Zöller-Verfahren der Beschreibung des Verfahrens im einzelnen zugrunde gelegt. Das genannte Verfahren arbeitet grundsätzlich mit einem hohen Betrag an fühlbarer, dem Schmelzprozeß mittelbar rückgeführter Abhitze, für deren Gewinnung ohnehin besondere Vorrichtungen mit wirtschaftlichem Ergebnis angeordnet sind. Außerdem ist durch die hohe Abgastemperatur die erforderliche Zündtemperatur für ein Abgas-Luft-Gemisch gesichert, und eine nach dem Ofenkopf zu starke Erweiterung des Ofenschachtes bietet zugleich eine günstige Möglichkeit zu restloser Entaschung der Gase vor Eintritt in die Zündkammer.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann mit gleichem Erfolge bei jeder anderen industriellen Feuerung verwertet werden.
  • Das angestrebte Ziel kann durch Auswirkung der Strömungsgesetze auf die Ordnung der Gase und durch Diffusion erreicht werden.
  • Das Verhalten der Gase bzw. von Gasgemischen wird in diesen Beziehungen durch das Molekulargewicht der Bestandteile derselben beeinflußt. Diesem entsprechen deren spezifische Gewichte, also z. B.
    Gas Ha CHQ CO IN 2 Luft 02 m so,
    spezifisches Gewicht kg/m3,
    (o° C, 76o mm Hg) ....... 0,o898 0,7z7 1,25 1,25i z,293 1,429 1977 2927
    bezogen auf Luft = i ...... 0,o69 o,55 o,965 o,967 i,o I,=06 1,53 2,26
    Offenbar besitzen bereits die Moleküle der verschiedenen Gase die gleiche Bewegungsenergie. Zudem wird ihnen durch den Windstrom eine einheitliche .Energie (mv2) mitgeteilt. Infolgedessen wird das Gasmolekül mit der geringeren Masse eine höhere Geschwindigkeit erhalten, während dasjenige mit größerer Masse eine geringere Geschwindigkeit, aber ein größeres Beharrungsvermögen besitzt. Aus dieseln Grunde wird angenommen, daß schon im freien Gasstrom, im Gaskanal oder im Ofenschacht, vor allem, wenn dieser nach oben kegelförmig erweitert ist, die leichteren Gasmoleküle von den schwereren, welche ein starkes Bestreben haben, die ihnen erteilte Bewegungsrichtung beizubehalten, abseits der Hauptrichtung des Stromes gedrückt werden und sich auch möglichst in den Zonen geringsten Widerstandes bewegen. Diese Auswirkung wird in verstärktem Maße bei Richtungsänderungen des Gasstromes im Ofenschacht als Folge des Widerstandes der einzelnen Einsatzstücke zu erwarten sein, so daß bereits im Schacht bei genügender Höhe desselben eine gewisse Bildung verschiedener Gasfäden eintreten kann, und zwar so, daß die leichteren Gase mehr an der Ofenwand entlangstreichen.
  • Erfindungsgemäß werden nun außer der Erweiterung des Schachtoberteiles (Gaskanals) Organe angewendet, die besonders zur Ausnutzung der vorstehend geschilderten Gaseigenschaften geeignet sind.
  • Die Eigenschaft der Gase, durch poröse Wandungen zu diffundieren, hängt in ihrem Ausmaß ebenfalls von dem Molekulargewicht des Gases ab. Da den verschiedenen Molekülen eines Gasgemisches die gleiche Bewegungsenergie innewohnt (mv2), so wird angenommen, daß die Moleküle mit geringerer Masse, also geringerem Molekulargewicht, schneller als diejenigen mit größerer Masse, d. h. größerem Molekulargewicht, diffundieren. Infolgedessen werden selbst bei gleichmäßiger Verteilung der verschiedenen Moleküle solche von geringerem Gewicht in größerer Zahl diffundieren als die schwereren. Dieser Unterschied kann um so stärker in die Erscheinung treten, wenn der Gasstrom durch geeignete Ausbildung des Diffusionskörpers, also z. B. durch allmähliche Verengerung des Ausflußquerschnittes, unter einen gewissen Druck gesetzt wird. Mithin kann angenommen werden, daß durch die Wandung des Diffusionskörpers überwiegend die leichten Gasmoleküle treten, während die schwereren dem freien Ausflußquerschnitt kraft ihres größeren Beharrungsvermögens zuströmen. Andererseits wird durch die am Ausfluß des Diffusionskörpers entstehende Saugwirkung und die Vergrößerung des äußeren Querschnittes der Diffusionskammer das Auftreten eines Überdruckes in dieser verhindert, so daß stets im Innern der Überdruck gewahrt bleibt. Es ist mithin zu erwarten, daß, nachdem bereits durch die Vorordnung des Gasstromes der größere Teil der schweren Gasmoleküle sich im Kern desselben bewegt, hauptsächlich die leichteren, also H2, CH, und CO, nach außen diffundieren werden. Die Ausführung und Anordnung der Diffusionsaggregate im einzelnen ist aus den nachfolgenden Ausführungsbeispielen zu ersehen.
  • In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Abb. 1 zeigt einen Kupolofen. Es bezeichnet a den Ofenschacht, der nach oben eine kegelförmige Erweiterung aufweist. Oberhalb der Einfüllöffnung liegt die Strahlplatte b, welche die strahlende Wärme der Brenngase in den Ofen zurückstrahlt und mit Auslaßöffnungen geeigneter Form für die Brenngase versehen ist. Diese Platte, die gleichzeitig bei der geringen Gasgeschwindigkeit als Prallplatte für die Aschenteilchen dient, wirkt beim Durchgang der Gase auf diese wie ein Sieb und soll die bereits im Ofenkopf begonnene Ordnung der verschiedenen Teile des Gasgemisches erleichtern und verstärken. Die mit k bezeichneten Pfeile zeigen den Weg der leichten Gase, also in erster Linie H., CH" C O und Anteilmengen von N.. Es wird erwartet, daß sich diese in dem äußeren ringförmigen Raum bewegen, während in der Mitte hauptsächlich die schwereren Bestandteile, also CO., SO, und wiederum Teile von N., entweichen. Diese treten dann über der St=ahlplatte b in den kegelförmigen Diffusionskörper d, in welchem sie infolge Verringerung des Durchgangsquerschnittes allmählich unter höheren Druck gelangen, wodurch die Diffusion etwa noch in den Diffusionskegel gelangter leichter Gase gegen solche, die sich noch in dem Außenraum befinden, beschleunigt werden kann. Es werden sich demnach in dem Ringraum Stromfäden von den leichten Gasen bilden, welche bei Zuführung von sekundärer Verbrennungsluft durch die Brenner g ein entzündbares Gemisch geben, so daß durch ihre Verbrennung die latente Wärme derselben frei wird und zur Aufheizung der Rekuperatorröhren f nutzbar gemacht werden kann.
  • In Abb. 2 ist eine Ausführung zum Ausdruck gebracht, in welcher die St=ahlplatte zur Vergrößerung ihrer wirksamen Fläche aus zwei gegeneinander geneigten Flächen b besteht, deren Durchflußöffnungen ebenfalls eine Zerteilung des Gasstromes bewirken soll. Es können auch mehrere solcher Plattenpaare übereinander angeordnet werden und in Kombination mit diesen mehrere Diffusionskörper von beliebiger Länge. Im übrigen bezeichnen in Abb. 2 a den Ofenschacht, e die Rekuperatorkammer, f den Rekuperator, g den Brenner, die Pfeile k den Weg der leichten Gase, L den kegelförmig erweiterten Ofenkopf, w die Windleitung.
  • In der Ausführung Abb. 3 besteht der St=ahldeckel aus drei Balken, zwischen denen und zur Seite derer Schlitze zum Durchlaß der Abgase angeordnet sind. faber dieser St=ahlkappe steht wiederum ein Diffusionskörper, entweder als kegelförmiges Rohr ausgebildet oder aus gegeneinander geneigten Platten bestehend, erforderlichenfalls in mehreren Vorrichtungen hintereinander. Die Bezeichnungen sind die gleichen wie in den Abb. i und 2.
  • Abb. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die St=ahlkappe aus vier im Winkel von 45" gegeneinander versetzten, übereinanderliegenden Balken besteht. Diese Anordnung zwingt die Abgase, den Ofenschacht in schneckenförmiger Windung zu verlassen. In der hierdurch hervorgerufenen Wirbelung sollen die Gasmoleküle der Einwirkung der Zentrifugalkraft je nach ihrer Masse verschieden Folge leisten, und zwar so, daß entgegengesetzt zu den vorher angeführten Ausführungsformen die leichten Gase den Kern des Gasstromes bilden, daher die Verbrennungsluft auch entsprechend eingeführt wird. Eine Kombination dieser Anordnung mit Diffusionsaggregaten kann natürlich ebenfalls vorgesehen «=erden. Die Bezeichnungen in Abb. 4 sind die gleichen wie in den früheren.

Claims (1)

  1. PATE NTANSPRCCiIE: i. Verfahren zur Gewinnung und Nutzbarmachung der latenten Wärme von nicht zündfähigen Gasgemischen, insbesondere Abgasen, mit geringen Anteilen brennbarer Gase durch Verbrennung mit Luft, dadurch gekennzeichnet, daß die brennbaren Bestandteile von den nicht brennbaren durch Vermindern der Strömungsgeschwindigkeit, durch Diffusion oder durch Zentrifugieren des Gasgemisches wenigstens teilweise getrennt werden und die Luft den so gebildeten Teilströmen mit höherer Konzentration der brennbaren Anteile zugeführt wird. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gaskanal vor der Zündkammer eine zweckentsprechend zunehmende Vergrößerung des Durchflußquerschnittes erhält. 3. Vorrichtung zum Durchführendes Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit Öffnungen versehene Widerstandsplatten in den Gaskanal eingebaut sind, welche dessen Querschnitt ganz oder teilweise ausfüllen. 4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Gaskanal eingebauten Widerstandsplatten ganz oder teilweise aus porösem oder sonstwie die Diffusion begünstigendem Stoff bestehen, der einen teilweisen Durchgang der Gase gestattet. 5. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Gaskanal eingebauten Platten vermöge ihrer Ausbildung und Anordnung den Gasstrom in Wirbelbewegung versetzen. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 635 4o6, 726 778, 416 779: Osann: -Lehrbuch der Eisenhüttenkunde:, 1921, II. Bd. S. 396.
DEP18192D 1948-10-14 1948-10-14 Verfahren und Vorrichtungen zur Gewinnung und Nutzbarmachung der latenten Waerme vonnicht zuendfaehigen Gasgemischen, insbesondere Abgasen Expired DE877808C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0019386A3 (de) * 1979-05-02 1981-06-03 Atlantic Richfield Company Vorrichtung und Verfahren zur Flammenregulierung, um die NOx-Emissionen zu reduzieren
DE3117784A1 (de) * 1981-05-06 1983-04-28 Eugen 7760 Radolfzell Burkhart Hochleistungs-tauchwaermepumpe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE416779C (de) * 1923-11-08 1925-07-25 Felix Baentsch Kupolofen
DE635406C (de) * 1936-09-16 Georg Haege Rauchverbrennungsvorrichtung fuer Feuerungsanlagen
DE726778C (de) * 1939-05-14 1942-10-20 Ver Economiser Werke G M B H Verfahren zur Abgaswaermeverwertung bei Schachtoefen, insbesondere Kupoloefen, mit ueber der Gicht angeordnetem Lufterhitzer

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